[{"data":1,"prerenderedAt":13279},["ShallowReactive",2],{"tierfuehrer-index":3},[4,668,1392,1961,2579,3114,3870,4336,5039,5568,6092,6544,7131,7947,8935,9604,10054,10558,11107,11641,12193,12727],{"id":5,"title":6,"aktiv":7,"body":8,"desc":607,"description":587,"extension":608,"faq":609,"groesse":628,"group":629,"helps":630,"image":636,"imageAlt":637,"latin":26,"meta":638,"name":639,"navigation":640,"nistplatz":641,"path":642,"schutz":643,"seo":644,"sources":645,"stem":666,"__hash__":667},"tierfuehrer\u002Ftierfuehrer\u002Fackerhummel.md","Ackerhummel (Bombus pascuorum) — Tierführer","April – Oktober",{"type":9,"value":10,"toc":586},"minimark",[11,16,28,37,40,43,47,50,84,101,103,107,114,198,201,203,207,214,231,234,241,243,247,254,257,290,293,358,361,402,405,407,411,422,437,448,451,453,457,460,492,494,498,501,530,533,535,539,542,544,548,553,558,562,565,569,572,576,579,583],[12,13,15],"h2",{"id":14},"die-karamellfarbene-spezialistin-für-lippenblütler","Die karamellfarbene Spezialistin für Lippenblütler",[17,18,19],"p",{},[20,21,22,23,27],"strong",{},"Die Ackerhummel (",[24,25,26],"em",{},"Bombus pascuorum",") ist nach Erd- und Steinhummel die dritthäufigste Hummel Deutschlands. Dieser Tierführer-Eintrag erklärt, warum ihre lange Zunge so entscheidend ist, welche Topfpflanzen sie zuverlässig anziehen und wie sich ihr Volk vom Frühling bis Herbst entwickelt. Anders als Erd- oder Steinhummel ist die Ackerhummel ein klarer Spezialist — auf Lippenblütler.",[17,29,30,31,36],{},"Hummeln leben in einjährigen Völkern — Königinnen werden ein Jahr alt, Arbeiterinnen 4–8 Wochen. Wie der Jahreszyklus genau abläuft, steht im Hub ",[32,33,35],"a",{"href":34},"\u002Fglossar\u002Fhummel-lebenszyklus\u002F","Hummel-Lebenszyklus",".",[17,38,39],{},"Wer auf dem Balkon eine einheitlich karamellfarbene Hummel an Salbei oder Borretsch sieht, sieht meistens die Ackerhummel. Sie ist kleiner als die Erdhummel, lebt in kleineren Völkern, dafür über eine längere Saison — und mit ihrer Zungenlänge erreicht sie Blüten, die andere Hummeln auslassen müssen.",[41,42],"hr",{},[12,44,46],{"id":45},"steckbrief","Steckbrief",[17,48,49],{},"Die Ackerhummel ist eine der wenigen Hummeln ohne kontrastreiche Bänderung — und gerade dadurch unverwechselbar:",[51,52,53,60,66,72,78],"ul",{},[54,55,56,59],"li",{},[20,57,58],{},"Körper:"," einheitlich rotbraun, ockerfarben oder karamell, ohne schwarze oder gelbe Streifen",[54,61,62,65],{},[20,63,64],{},"Behaarung:"," dicht, weich, leicht zottelig — wirkt fast plüschig",[54,67,68,71],{},[20,69,70],{},"Größe:"," Königin 16–18 mm, Arbeiterinnen 10–15 mm, Drohnen 12–14 mm",[54,73,74,77],{},[20,75,76],{},"Zunge:"," 11–13 mm — eine der längsten unter den heimischen Hummeln",[54,79,80,83],{},[20,81,82],{},"Flug:"," ruhig, gleichmäßig, tieftönend brummend, langsamer als Erdhummel",[17,85,86,87,90,91,94,95,100],{},"Verwechslungsgefahr besteht vor allem mit der ",[20,88,89],{},"Mooshummel"," (",[24,92,93],{},"B. muscorum","), die ebenfalls einheitlich rotbraun ist, aber auf der Roten Liste steht und stark zurückgegangen ist. Im Detail: Die Mooshummel ist heller und blassgelblicher, die Ackerhummel hat oft sichtbare dunklere Härchen am Hinterleib und wirkt insgesamt kontrastreicher. ",[96,97],"amazon-link",{"asin":98,"label":99},"3899371364","Wildbienen — Die anderen Bienen von Paul Westrich"," zeigt die feinen Unterschiede ausführlich.",[41,102],{},[12,104,106],{"id":105},"lebenszyklus-länger-als-bei-den-meisten","Lebenszyklus — länger als bei den meisten",[17,108,109,110,113],{},"Die Ackerhummel ist eine der ",[20,111,112],{},"langlebigsten heimischen Hummeln",". Während Erdhummelvölker oft schon im August zusammenbrechen, hält die Ackerhummel-Kolonie häufig bis in den Oktober durch.",[115,116,117,130],"table",{},[118,119,120],"thead",{},[121,122,123,127],"tr",{},[124,125,126],"th",{},"Monat",[124,128,129],{},"Ereignis",[131,132,133,142,150,158,166,174,182,190],"tbody",{},[121,134,135,139],{},[136,137,138],"td",{},"April",[136,140,141],{},"Königin verlässt Winterquartier, sucht erste Lippenblütler (Taubnessel, Lungenkraut)",[121,143,144,147],{},[136,145,146],{},"April–Mai",[136,148,149],{},"Nistplatzsuche in Moos, Grasbüscheln, alten Mäusenestern",[121,151,152,155],{},[136,153,154],{},"Mai–Juni",[136,156,157],{},"Königin legt erste Eier, zieht erste Arbeiterinnen auf",[121,159,160,163],{},[136,161,162],{},"Juni–August",[136,164,165],{},"Volk wächst auf maximal 50–150 Tiere",[121,167,168,171],{},[136,169,170],{},"August–September",[136,172,173],{},"Volk produziert Jungköniginnen und Drohnen",[121,175,176,179],{},[136,177,178],{},"September–Oktober",[136,180,181],{},"Paarung, begattete Jungköniginnen suchen Winterquartier",[121,183,184,187],{},[136,185,186],{},"Oktober–November",[136,188,189],{},"Altes Volk stirbt — nur Jungköniginnen überleben",[121,191,192,195],{},[136,193,194],{},"November–April",[136,196,197],{},"Jungköniginnen in Winterstarre, oft tief in Moos oder Laub",[17,199,200],{},"Was die Ackerhummel praktisch besonders macht: Sie ist eine der wenigen Hummeln, die in einer einzigen Saison von April bis Oktober durchgängig auf dem Balkon zu beobachten ist — wenn Lippenblütler über die gesamte Zeit verfügbar sind.",[41,202],{},[12,204,206],{"id":205},"nistplatz-moos-gras-alte-vogelnester","Nistplatz — Moos, Gras, alte Vogelnester",[17,208,209,210,213],{},"Die Ackerhummel ist eine ",[20,211,212],{},"oberirdische Moosnesterin",". Sie nutzt vorhandene Hohlräume in organischer Auflage:",[51,215,216,219,222,225,228],{},[54,217,218],{},"Dichte Moospolster auf Wiesenflächen, an Mauerfüßen, in Steingärten",[54,220,221],{},"Grasbüscheln mit alter Streuauflage",[54,223,224],{},"Alte Vogelnester in Sträuchern und Baumhöhlen",[54,226,227],{},"Verlassene Mäusenester in Hecken",[54,229,230],{},"Vereinzelt Hummelkästen mit Moosfüllung",[17,232,233],{},"Auf dem Balkon ist Direktansiedlung selten — Moospolster und Grasbüschel finden sich dort kaum in der nötigen Tiefe. Dokumentierte Fälle gibt es vor allem in tiefen Blumenkästen mit Wildwuchs, in denen Moos und Streuauflage über Jahre ungestört wachsen durfte.",[17,235,236,237,240],{},"Die Kolonien sind mit ",[20,238,239],{},"50–150 Tieren"," deutlich kleiner als bei Erd- oder Steinhummel — eine Anpassung an die kleineren, oberflächennahen Nestkammern. Das Nest selbst ist eine flache Wachsstruktur mit lockerer Anordnung der Brutzellen, oft kaum als „Nest\" erkennbar.",[41,242],{},[12,244,246],{"id":245},"trachtpflanzen-der-lippenblütler-bonus","Trachtpflanzen — der Lippenblütler-Bonus",[17,248,249,250,253],{},"Die lange Zunge der Ackerhummel ist Spezialwerkzeug. Sie erreicht tieftrichterige Blüten, an die kurzzungige Hummeln (wie die Erdhummel) nicht herankommen. Wer auf dem Balkon ",[20,251,252],{},"Lamiaceae"," (Lippenblütler) pflanzt, zieht zuerst die Ackerhummel an.",[17,255,256],{},"Frühjahr (April–Mai):",[51,258,259,272,281],{},[54,260,261,90,264,267,268,271],{},[20,262,263],{},"Taubnessel",[24,265,266],{},"Lamium album",", ",[24,269,270],{},"L. purpureum",") — wichtigste Frühlingsquelle",[54,273,274,90,277,280],{},[20,275,276],{},"Lungenkraut",[24,278,279],{},"Pulmonaria officinalis",") — frühe Pollenquelle",[54,282,283,90,286,289],{},[20,284,285],{},"Günsel",[24,287,288],{},"Ajuga reptans",") — heimisch, bodennah, gut für Kübel",[17,291,292],{},"Sommer (Juni–August):",[51,294,295,310,319,331,340,349],{},[54,296,297,90,300,267,303,267,306,309],{},[20,298,299],{},"Salbei",[24,301,302],{},"Salvia officinalis",[24,304,305],{},"S. nemorosa",[24,307,308],{},"S. pratensis",") — Hauptquelle, monatelang blühend",[54,311,312,90,315,318],{},[20,313,314],{},"Borretsch",[24,316,317],{},"Borago officinalis",") — Mai bis Juli, eine der ergiebigsten Nektarquellen",[54,320,321,90,324,267,327,330],{},[20,322,323],{},"Ziest",[24,325,326],{},"Stachys byzantina",[24,328,329],{},"S. officinalis",") — heimisch, sehr stark frequentiert",[54,332,333,90,336,339],{},[20,334,335],{},"Andorn",[24,337,338],{},"Marrubium vulgare",") — robust, lang blühend",[54,341,342,90,345,348],{},[20,343,344],{},"Katzenminze",[24,346,347],{},"Nepeta"," spp.) — langer Blüteflor, gut auf sonnigem Balkon",[54,350,351,90,354,357],{},[20,352,353],{},"Wiesensalbei",[24,355,356],{},"Salvia pratensis",") — heimisch, hochattraktiv",[17,359,360],{},"Spätsommer und Herbst (August–Oktober):",[51,362,363,372,384,393],{},[54,364,365,90,368,371],{},[20,366,367],{},"Acker-Witwenblume",[24,369,370],{},"Knautia arvensis",") — heimisch, lang blühend",[54,373,374,90,377,267,380,383],{},[20,375,376],{},"Distel",[24,378,379],{},"Cirsium",[24,381,382],{},"Carduus",") — Jungköniginnen-Nahrung",[54,385,386,90,389,392],{},[20,387,388],{},"Herbst-Astern",[24,390,391],{},"Symphyotrichum",") — Oktober-Nektar",[54,394,395,90,398,401],{},[20,396,397],{},"Efeu",[24,399,400],{},"Hedera helix",") — letzte Nektarquelle im Oktober",[17,403,404],{},"Die Kombination Salbei + Borretsch + Taubnessel + Ziest deckt allein schon den Hauptbedarf einer Ackerhummel-Saison ab. Wer auf einem mittelgroßen Balkon diese vier Pflanzen kultiviert, sieht ab April bis Oktober regelmäßig Ackerhummeln zu Besuch.",[41,406],{},[12,408,410],{"id":409},"bestand-und-schutz","Bestand und Schutz",[17,412,413,414,417,418,421],{},"Die Ackerhummel gilt bundesweit als ",[20,415,416],{},"ungefährdet"," und im Bestand ",[20,419,420],{},"stabil"," — eine der wenigen Hummelarten, deren Population in den letzten Jahrzehnten nicht spürbar zurückgegangen ist. Das liegt an mehreren Faktoren:",[423,424,425,428,431,434],"ol",{},[54,426,427],{},"Generalistische Pflanzennutzung innerhalb der Lippenblütler-Familie",[54,429,430],{},"Lange Aktivitätszeit von April bis Oktober — kein Engpass durch wettergestörte einzelne Phasen",[54,432,433],{},"Anpassung an extensive Grünlandflächen und Stadtklima",[54,435,436],{},"Toleranz gegenüber leichten Bodenstörungen",[17,438,439,440,443,444,447],{},"Empfindlich bleibt sie gegen ",[20,441,442],{},"Pestizide"," und gegen ",[20,445,446],{},"intensive Wiesenmahd"," in der Brutphase (April–Juni). Auf dem Balkon spielt das keine direkte Rolle — aber Wer Topfwiesenmischungen kultiviert, sollte vor August nicht stark zurückschneiden, um Nestkolonien nicht zu zerstören.",[17,449,450],{},"Auf den Klimawandel reagiert sie überwiegend neutral bis leicht positiv: Milde Winter helfen den Jungköniginnen, lange Blühperioden helfen der Spätflor-Phase. Hitzespitzen über 35 °C reduzieren ihre Sammelaktivität allerdings deutlich.",[41,452],{},[12,454,456],{"id":455},"wie-der-balkon-hilft","Wie der Balkon hilft",[17,458,459],{},"Was ein Balkon konkret für die Ackerhummel leisten kann:",[51,461,462,468,474,480,486],{},[54,463,464,467],{},[20,465,466],{},"Lippenblütler-Tankstelle."," Salbei, Borretsch, Taubnessel und Ziest in Kübeln decken die langgezungene Hummel verlässlich ab. Ein Balkon mit dieser Kombination ist im Quartier eine echte Nahrungsstation.",[54,469,470,473],{},[20,471,472],{},"Brückenphase Frühjahr."," Im April und Mai, wenn Wildwiesen noch wenig Lippenblütler tragen, sind Balkonkübel mit Taubnessel und Lungenkraut hochrelevant für die gerade gegründeten Kolonien.",[54,475,476,479],{},[20,477,478],{},"Strukturvielfalt am Mauerfuß."," Wer einen begrünten Mauerfuß oder eine bodennahe Wildecke pflegen kann, schafft potenziellen Nistplatz — Moos und Grasbüschel nicht restlos entfernen.",[54,481,482,485],{},[20,483,484],{},"Pestizidfreiheit."," Ackerhummeln nehmen über den Pollen Pestizide besonders viel Rüsselkontakt mit Lamiaceae-Blütenstrukturen, die Wirkstoffrückstände speichern können.",[54,487,488,491],{},[20,489,490],{},"Spätflor August\u002FSeptember."," Auch ihre Jungköniginnen brauchen Spätsommernektar — Acker-Witwenblume und Herbst-Astern sind dann entscheidend.",[41,493],{},[12,495,497],{"id":496},"verwechslungsarten","Verwechslungsarten",[17,499,500],{},"Drei rotbraune Hummeln werden häufig verwechselt:",[51,502,503,513,521],{},[54,504,505,512],{},[20,506,507,508,511],{},"Ackerhummel (",[24,509,510],{},"B. pascuorum","):"," einheitlich karamellbraun, dichte Behaarung, 10–18 mm, häufig",[54,514,515,520],{},[20,516,517,518,511],{},"Mooshummel (",[24,519,93],{}," heller, fast goldgelb, kürzere Behaarung, 13–17 mm, auf der Roten Liste (Kategorie 3 — gefährdet)",[54,522,523,529],{},[20,524,525,526,511],{},"Veränderliche Hummel (",[24,527,528],{},"B. humilis"," variabel von dunkelbraun bis hellockerfarben, oft mit angedeuteten Bändern, ebenfalls Rote Liste",[17,531,532],{},"Eine echte Mooshummel auf dem Balkon ist eine seltene Beobachtung, die dokumentiert werden sollte (NABU-Hummelmeldung). Im Zweifel ist es die viel häufigere Ackerhummel.",[41,534],{},[12,536,538],{"id":537},"tldr","TL;DR",[17,540,541],{},"Die Ackerhummel ist komplett rotbraun, hat eine besonders lange Zunge und ist Spezialistin für Lippenblütler. Salbei, Borretsch, Taubnessel und Ziest auf dem Balkon ziehen sie zuverlässig von April bis Oktober an. Kolonien sind klein (50–150 Tiere), dafür langlebig. Direktansiedlung am Balkon ist selten — sie nistet in Moos und Grasbüscheln auf Bodenniveau. Bundesweit ungefährdet und stabil.",[41,543],{},[12,545,547],{"id":546},"häufige-fragen","Häufige Fragen",[549,550,552],"h3",{"id":551},"wie-unterscheide-ich-ackerhummel-und-mooshummel","Wie unterscheide ich Ackerhummel und Mooshummel?",[17,554,555,556,36],{},"Beide sind einheitlich rotbraun behaart, aber die Mooshummel ist heller, fast goldgelb, mit kürzerer Behaarung. Die Ackerhummel wirkt zotteliger und etwas dunkler. Mooshummeln sind selten und stehen auf der Roten Liste — die häufige rotbraune Hummel im Stadtbalkonbereich ist fast immer ",[24,557,26],{},[549,559,561],{"id":560},"warum-ist-die-zungenlänge-wichtig","Warum ist die Zungenlänge wichtig?",[17,563,564],{},"Mit rund 11–13 mm hat die Ackerhummel eine der längsten Hummelzungen Deutschlands. Sie erreicht damit den Nektar tieftrichteriger Blüten wie Salbei, Taubnessel, Andorn und Wiesensalbei — Blüten, die kurzzungige Hummeln (Erdhummel: rund 7 mm) nicht oder nur schwer ausbeuten können. Das ist ihre ökologische Nische.",[549,566,568],{"id":567},"wann-ist-die-ackerhummel-auf-dem-balkon-zu-sehen","Wann ist die Ackerhummel auf dem Balkon zu sehen?",[17,570,571],{},"Königinnen ab Mitte April, Arbeiterinnen ab Juni, Jungköniginnen und Drohnen August–September. Insgesamt eine der längsten Hummel-Saisons — von April bis Oktober ist sie regelmäßig zu Gast, wenn Lippenblütler in Folge blühen.",[549,573,575],{"id":574},"welche-pflanzen-ziehen-sie-am-stärksten-an","Welche Pflanzen ziehen sie am stärksten an?",[17,577,578],{},"Salbei (alle Sorten), Borretsch, Taubnessel, Ziest, Andorn, Katzenminze und Wiesensalbei. Alle Lamiaceae mit langer Blütenröhre. Ergänzt um Acker-Witwenblume und Distel im Spätsommer ergibt das eine vollständige Saison-Versorgung.",[549,580,582],{"id":581},"brüht-die-ackerhummel-auf-dem-balkon","Brüht die Ackerhummel auf dem Balkon?",[17,584,585],{},"Direktansiedlung ist sehr selten. Sie braucht oberflächennahe Moos- oder Grasstrukturen, die auf Balkonen kaum vorkommen. Häufiger ist sie eine Sammlerin aus Nestern in benachbarten Hinterhöfen, Vorgärten oder Parks. Wer einen Balkon-Wildwuchs mit Moos- und Grasanteilen über Jahre stehen lässt, erhöht die Chance — Garantie gibt es nicht.",{"title":587,"searchDepth":588,"depth":588,"links":589},"",2,[590,591,592,593,594,595,596,597,598,599],{"id":14,"depth":588,"text":15},{"id":45,"depth":588,"text":46},{"id":105,"depth":588,"text":106},{"id":205,"depth":588,"text":206},{"id":245,"depth":588,"text":246},{"id":409,"depth":588,"text":410},{"id":455,"depth":588,"text":456},{"id":496,"depth":588,"text":497},{"id":537,"depth":588,"text":538},{"id":546,"depth":588,"text":547,"children":600},[601,603,604,605,606],{"id":551,"depth":602,"text":552},3,{"id":560,"depth":602,"text":561},{"id":567,"depth":602,"text":568},{"id":574,"depth":602,"text":575},{"id":581,"depth":602,"text":582},"Dritthäufigste Hummel Deutschlands. Rotbraun behaart, lange Zunge, Spezialistin für Lippenblütler. Bei Salbei, Borretsch und Taubnessel zuverlässig zu Gast.","md",[610,613,616,619,622,625],{"q":611,"a":612},"Wie erkenne ich die Ackerhummel?","Sie ist einheitlich rotbraun bis ockerfarben behaart, ohne kontrastreiche Bänder oder farbige Schwanzspitze. Größe 10–18 mm. Wenn du eine Hummel siehst, die wie ein kleines Plüschtier in warmem Karamellton aussieht, ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit Bombus pascuorum.",{"q":614,"a":615},"Warum bevorzugt die Ackerhummel Lippenblütler?","Sie hat eine besonders lange Zunge (rund 11–13 mm) und kann tieftrichterige Blüten erreichen, an die kurzzungige Hummeln nicht herankommen. Salbei, Taubnessel, Ziest, Andorn — alle Lamiaceae mit langer Blütenröhre — sind dadurch ihre bevorzugte Nahrungsquelle.",{"q":617,"a":618},"Nistet die Ackerhummel auf dem Balkon?","Sehr selten. Sie ist eine Moos- und Grasnesterin und bevorzugt Bodenstandorte mit lockerer, organischer Auflage. Auf Balkonen wurde Nestbau nur in dichten Moos- oder Strohpolstern in Blumenkästen dokumentiert. Häufiger ist sie Sammlerin aus benachbarten Bestand.",{"q":620,"a":621},"Wie groß ist ein Ackerhummelvolk?","Mit 50–150 Tieren ist die Kolonie deutlich kleiner als die der Erdhummel (bis 400). Dafür ist sie langlebiger — die Königin gründet im April und das Volk hält bis in den Oktober durch.",{"q":623,"a":624},"Ist die Ackerhummel gefährdet?","Nein, sie gilt bundesweit als ungefährdet und im Bestand stabil. Sie profitiert sogar von extensiver Grünlandnutzung und hat sich an Stadtklima gut angepasst. Wichtig bleibt Pestizidverzicht und Strukturvielfalt.",{"q":626,"a":627},"Was hilft der Ackerhummel im Spätsommer am meisten?","Salbei in der zweiten Blüte, Andorn, Ziest und nachblühender Borretsch. Auch heimische Disteln und Acker-Witwenblume sind hoch frequentiert. Hauptsache: tieftrichterige Blüten, in die ihre lange Zunge passt.","10–18 mm (Königin am größten)","Hummeln",[631,632,633,634,635],"Salbei und Taubnessel im Topf","Borretsch als Bienenweide","Ziest und Andorn in der Wildstauden-Ecke","Lange Blühphasen — sie fliegt von April bis Oktober","Moos und Grasbüschel nicht restlos entfernen","\u002Fimages\u002Fcontent\u002Fackerhummel.jpeg","Ackerhummel (Bombus pascuorum) mit karamellbraunem Pelz und ausgestreckter Zunge an einer blauvioletten Salbei-Blüte, im Hintergrund weiche Borretsch-Sterne und Terrakotta-Topfrand.",{},"Ackerhummel",true,"Bodennester in Moos, Grasbüscheln, alten Vogelnestern, Baumhöhlen","\u002Ftierfuehrer\u002Fackerhummel","Ungefährdet (stabil)",{"title":6,"description":587},[646,652,657,662],{"title":647,"url":648,"kind":649,"publisher":650,"year":651},"Alles über Hummeln: Arten, Lebensweise & Bedeutung","https:\u002F\u002Fwww.bund.net\u002Fthemen\u002Ftiere-pflanzen\u002Fwildbienen\u002Fwildbienenkunde\u002Fwildbienen-arten-in-deutschland\u002Falles-ueber-hummeln-arten-lebensweise-bedeutung\u002F","ngo","BUND",2024,{"title":653,"url":654,"kind":655,"publisher":656,"year":651},"Ackerhummel (Bombus pascuorum) — Wikipedia","https:\u002F\u002Fde.wikipedia.org\u002Fwiki\u002FAckerhummel","web","Wikipedia DE",{"title":658,"url":659,"kind":660,"publisher":661,"year":651},"Bienen (Hymenoptera, Apidae) — Rote Liste und Checkliste","https:\u002F\u002Fwww.rote-liste-zentrum.de\u002Forganismengruppen\u002Fwirbellose-tiere\u002Fbienen-hymenoptera-apidae\u002F","gov","Rote-Liste-Zentrum \u002F BfN",{"title":663,"url":664,"kind":649,"publisher":665,"year":651},"Die Ackerhummel (Bombus pascuorum)","https:\u002F\u002Fwww.nabu.de\u002Ftiere-und-pflanzen\u002Finsekten-und-spinnen\u002Fhautfluegler\u002Fhummeln\u002F24352.html","NABU","tierfuehrer\u002Fackerhummel","d4nFr9BOqf1YDeGAt4wvEJ2XAa_LNoPnAqMtXXK8LW8",{"id":669,"title":670,"aktiv":671,"body":672,"desc":1343,"description":1344,"extension":608,"faq":1345,"groesse":1363,"group":1364,"helps":1365,"image":1371,"imageAlt":1372,"latin":685,"meta":1373,"name":1374,"navigation":640,"nistplatz":1375,"path":1376,"schutz":1377,"seo":1378,"sources":1379,"stem":1390,"__hash__":1391},"tierfuehrer\u002Ftierfuehrer\u002Fadmiral.md","Admiral (Vanessa atalanta) — Tierführer","April – November (Hauptzeit Juli–Oktober)",{"type":9,"value":673,"toc":1323},[674,678,687,694,696,698,701,732,739,741,745,750,872,879,881,885,895,898,934,937,939,943,946,1070,1076,1078,1082,1089,1092,1115,1130,1133,1135,1139,1149,1152,1177,1185,1188,1190,1192,1195,1227,1229,1231,1234,1262,1265,1267,1269,1272,1274,1276,1280,1288,1292,1295,1299,1302,1306,1309,1313,1316,1320],[12,675,677],{"id":676},"ein-wanderfalter-der-zum-stammgast-wird","Ein Wanderfalter, der zum Stammgast wird",[17,679,680],{},[20,681,682,683,686],{},"Der Admiral (",[24,684,685],{},"Vanessa atalanta",") ist einer der auffälligsten Tagfalter Deutschlands — und einer der wenigen Gewinner des Klimawandels. Dieser Tierführer-Eintrag erklärt, warum er Brennnessel zwingend braucht, wie sich seine Wanderbewegungen verändern und welche Balkonpflanzen ihn im Spätsommer zuverlässig anziehen. Flügelspannweite bis 65 mm, leuchtend orange-rote Binden auf schwarzem Grund — der Falter ist unverwechselbar.",[17,688,689,690,693],{},"Klassisch ist der Admiral ein ",[20,691,692],{},"Wanderfalter",": Er zieht ab Frühsommer aus Südeuropa nach Deutschland zu, vermehrt sich hier, und die nächste Generation fliegt im Herbst wieder zurück. Seit den 1990ern überwintern einzelne Falter aber auch nördlich der Alpen — ein direkt beobachtbarer Klimawandel-Effekt.",[41,695],{},[12,697,46],{"id":45},[17,699,700],{},"Der Admiral ist farblich unverwechselbar:",[51,702,703,709,715,721,727],{},[54,704,705,708],{},[20,706,707],{},"Vorderflügel-Oberseite:"," tiefschwarz, mit breiter orange-roter Querbinde und weißen Flecken im Spitzenbereich",[54,710,711,714],{},[20,712,713],{},"Hinterflügel-Oberseite:"," schwarz mit roter Saumbinde, schwarze Punkte in der Binde",[54,716,717,720],{},[20,718,719],{},"Unterseite:"," marmoriert dunkel und cremefarben — gute Tarnung an Baumrinde",[54,722,723,726],{},[20,724,725],{},"Flügelspannweite:"," 50–65 mm — gehört zu den größeren heimischen Tagfaltern",[54,728,729,731],{},[20,730,82],{}," kraftvoll, schnell, geradlinig, oft hoch über dem Balkon segelnd",[17,733,734,735,36],{},"Das Erscheinungsbild ist über Generationen stabil — keine saisonalen Variationen wie bei einigen anderen Tagfaltern. Zur Bestimmung weiterer heimischer Tagfalter empfiehlt sich ",[96,736],{"asin":737,"label":738},"3440164411","Welcher Schmetterling ist das? (Kosmos, 140 Arten)",[41,740],{},[12,742,744],{"id":743},"lebenszyklus-wanderung-und-generationswechsel","Lebenszyklus — Wanderung und Generationswechsel",[17,746,747,749],{},[24,748,685],{}," bringt in Deutschland je nach Wärmeangebot ein bis zwei Generationen pro Jahr hervor. In milden Jahren sogar drei.",[115,751,752,765],{},[118,753,754],{},[121,755,756,759,762],{},[124,757,758],{},"Phase",[124,760,761],{},"Zeitraum",[124,763,764],{},"Standort \u002F Tätigkeit",[131,766,767,777,787,798,809,820,831,841,851,861],{},[121,768,769,772,774],{},[136,770,771],{},"Frühjahrszuzug",[136,773,146],{},[136,775,776],{},"Zuwanderer aus Südeuropa erreichen Deutschland",[121,778,779,782,784],{},[136,780,781],{},"Eiablage 1. Generation",[136,783,154],{},[136,785,786],{},"Einzeln auf Brennnessel-Blattoberseiten",[121,788,789,792,795],{},[136,790,791],{},"Raupen 1. Generation",[136,793,794],{},"Juni–Juli",[136,796,797],{},"Brennnessel — Raupe baut Blatttüte als Schutz",[121,799,800,803,806],{},[136,801,802],{},"Puppe 1. Generation",[136,804,805],{},"Juli",[136,807,808],{},"hängend an Brennnessel oder benachbarten Stängeln",[121,810,811,814,817],{},[136,812,813],{},"1. neue Faltergeneration",[136,815,816],{},"Juli–August",[136,818,819],{},"Nektarsuche, einige fliegen sofort südwärts",[121,821,822,825,828],{},[136,823,824],{},"Eiablage 2. Generation",[136,826,827],{},"August",[136,829,830],{},"Brennnessel, oft südexponiert",[121,832,833,836,838],{},[136,834,835],{},"Raupen 2. Generation",[136,837,170],{},[136,839,840],{},"Brennnessel",[121,842,843,846,848],{},[136,844,845],{},"2. neue Faltergeneration",[136,847,178],{},[136,849,850],{},"Nektarsuche, Fettaufbau für Wanderflug oder Überwinterung",[121,852,853,856,858],{},[136,854,855],{},"Rückwanderung",[136,857,186],{},[136,859,860],{},"Großteil zieht nach Südeuropa zurück",[121,862,863,866,869],{},[136,864,865],{},"Überwinterung in DE",[136,867,868],{},"November–März",[136,870,871],{},"Einzelne Tiere in frostgeschützten Hohlräumen",[17,873,874,875,878],{},"Die ",[20,876,877],{},"Raupe baut eine Blatttüte",": Sie spinnt ein Brennnesselblatt zusammen, sodass eine schützende Hülle entsteht, in der sie frisst und ruht. Wer auf dem Balkon eine zusammengerollte Brennnesselblattspitze findet, sieht oft genau das.",[41,880],{},[12,882,884],{"id":883},"wirtspflanze-brennnessel-und-nichts-anderes","Wirtspflanze — Brennnessel, und nichts anderes",[17,886,887,894],{},[20,888,889,890,893],{},"Admiral-Raupen fressen ausschließlich Brennnessel (",[24,891,892],{},"Urtica dioica",")."," Punkt. Andere Pflanzen werden nicht akzeptiert, weder Buddleja, noch Geranien, noch eine andere Urticacee. Wer also alle Brennnesseln im Umfeld jätet, eliminiert die Fortpflanzungsgrundlage.",[17,896,897],{},"Was eine funktionierende Brennnessel-Ecke auf dem Balkon braucht:",[51,899,900,906,912,918,928],{},[54,901,902,905],{},[20,903,904],{},"Topfgröße:"," mindestens 10 L (30 cm tief, 25 cm Durchmesser), besser 20 L",[54,907,908,911],{},[20,909,910],{},"Standort:"," halbschattig bis sonnig, warm",[54,913,914,917],{},[20,915,916],{},"Pflege:"," unbehandelt, nicht düngen, nur mäßig gießen",[54,919,920,923,924,927],{},[20,921,922],{},"Schnitt:"," ",[20,925,926],{},"nicht vor Oktober"," — Raupen entwickeln sich bis September",[54,929,930,933],{},[20,931,932],{},"Erntephase:"," wenn überhaupt, dann nur die obersten 10 cm der Triebe stutzen — und nur, wenn keine Eier oder Raupen sichtbar sind",[17,935,936],{},"Im Vergleich zur Wirtspflanze des Tagpfauenauges ist der Admiral toleranter — er nimmt auch kleine Brennnesselbestände an, kommt mit Kübelpflanzen klar, und ist nicht so streng auf große zusammenhängende Brennnesselfluren angewiesen.",[41,938],{},[12,940,942],{"id":941},"nektarpflanzen-was-den-adulten-falter-anzieht","Nektarpflanzen — was den adulten Falter anzieht",[17,944,945],{},"Adulte Admirale brauchen kohlenhydratreichen Nektar — besonders intensiv im Spätsommer, wenn die zweite Generation Fettreserven aufbaut:",[115,947,948,961],{},[118,949,950],{},[121,951,952,955,958],{},[124,953,954],{},"Pflanze",[124,956,957],{},"Blütezeit",[124,959,960],{},"Eignung",[131,962,963,978,991,1006,1020,1034,1044,1057],{},[121,964,965,972,975],{},[136,966,967,968,971],{},"Sedum (",[24,969,970],{},"Sedum spectabile",", Fetthennen)",[136,973,974],{},"August–Oktober",[136,976,977],{},"Sehr hoch — bevorzugte Spätsommerquelle",[121,979,980,986,988],{},[136,981,982,983,985],{},"Herbst-Aster (",[24,984,391],{},")",[136,987,178],{},[136,989,990],{},"Sehr hoch — entscheidend für 2. Generation",[121,992,993,1000,1003],{},[136,994,995,996,267,998,985],{},"Distel (",[24,997,379],{},[24,999,382],{},[136,1001,1002],{},"Juni–September",[136,1004,1005],{},"Hoch — heimisch, robust",[121,1007,1008,1014,1017],{},[136,1009,1010,1011,985],{},"Wasserdost (",[24,1012,1013],{},"Eupatorium cannabinum",[136,1015,1016],{},"Juli–September",[136,1018,1019],{},"Hoch — heimisch, hochattraktiv",[121,1021,1022,1029,1031],{},[136,1023,1024,1025,1028],{},"Flockenblume (",[24,1026,1027],{},"Centaurea"," spp.)",[136,1030,1002],{},[136,1032,1033],{},"Hoch — heimisch",[121,1035,1036,1039,1041],{},[136,1037,1038],{},"Faulobst (Äpfel, Birnen, Pflaumen)",[136,1040,974],{},[136,1042,1043],{},"Sehr hoch — Zucker und Aromen ziehen Admirale an",[121,1045,1046,1052,1054],{},[136,1047,1048,1049,985],{},"Sommerflieder (",[24,1050,1051],{},"Buddleja",[136,1053,1016],{},[136,1055,1056],{},"Hoch für Nektar, aber kein Brutplatz",[121,1058,1059,1064,1067],{},[136,1060,1061,1062,985],{},"Efeu (",[24,1063,400],{},[136,1065,1066],{},"Oktober",[136,1068,1069],{},"Letzte Nektarquelle vor Winter oder Abzug",[17,1071,1072,1075],{},[20,1073,1074],{},"Faulobst"," ist eine Besonderheit: Der Admiral ist einer der wenigen heimischen Tagfalter, die gärendes Obst aktiv suchen. Eine halbierter überreifer Apfel oder Pflaume auf einem flachen Tellerchen im Spätsommer zieht ihn oft zuverlässig an — und ermöglicht Beobachtungen aus nächster Nähe.",[41,1077],{},[12,1079,1081],{"id":1080},"das-sommerflieder-paradox","Das Sommerflieder-Paradox",[17,1083,1084,1085,1088],{},"Der Sommerflieder (",[24,1086,1087],{},"Buddleja davidii",") wird gerne als „Schmetterlingsflieder\" vermarktet — und das ist nicht falsch: Admirale, Tagpfauenaugen und andere Großfalter nektarn intensiv an seinen Rispen.",[17,1090,1091],{},"Das Problem dahinter, mit dem ein ehrlicher Balkon-Ratgeber umgehen muss:",[423,1093,1094,1101,1108],{},[54,1095,1096,1097,1100],{},"Buddleja ist als ",[20,1098,1099],{},"Brutpflanze wertlos",". Admiral-Raupen können daran nicht überleben.",[54,1102,1103,1104,1107],{},"Buddleja ist ein ",[20,1105,1106],{},"invasiver Neophyt"," aus China. Er verbreitet sich in Deutschland in Bahndämmen, Brachflächen und Auen, verdrängt heimische Vegetation und reduziert die Biodiversität.",[54,1109,1110,1111,1114],{},"Buddleja hat ",[20,1112,1113],{},"kaum ökologischen Wert"," für andere heimische Insekten. Keine Wirtspflanze für Wildbienen-Pollensammler, keine Raupennahrung für andere Falter.",[17,1116,1117,1118,1121,1122,1125,1126,1129],{},"Wer Admirale fördern will und Platz für genau eine spätsommerliche Nektarpflanze hat, wählt besser ",[20,1119,1120],{},"Wasserdost"," oder ",[20,1123,1124],{},"Sedum"," oder eine ",[20,1127,1128],{},"heimische Distel",". Alle drei sind ebenso attraktiv für adulte Admirale, und sie helfen zusätzlich Wildbienen, anderen Faltern und Schwebfliegen.",[17,1131,1132],{},"Sommerflieder ist also kein Skandal — aber auch kein guter Ersatz für heimische Alternativen. Wer ihn schon im Topf hat, lässt ihn stehen; wer neu pflanzt, hat bessere Optionen.",[41,1134],{},[12,1136,1138],{"id":1137},"bestand-und-schutz-der-klimagewinner","Bestand und Schutz — der Klimagewinner",[17,1140,1141,1142,1144,1145,1148],{},"Der Admiral gilt bundesweit als ",[20,1143,416],{}," und gehört zu den wenigen heimischen Tagfaltern, deren Bestand ",[20,1146,1147],{},"zunimmt",". In vielen Jahren tritt er sogar massenhaft auf — besonders in milden, langen Sommern.",[17,1150,1151],{},"Warum er profitiert:",[51,1153,1154,1160,1166,1171],{},[54,1155,1156,1159],{},[20,1157,1158],{},"Mildere Winter"," ermöglichen einzelnen Faltern die Überwinterung in Deutschland, statt nach Süden zurückzufliegen.",[54,1161,1162,1165],{},[20,1163,1164],{},"Längere warme Phasen"," im Spätsommer und Herbst verlängern die Aktivitätszeit und ermöglichen eine zusätzliche dritte Generation.",[54,1167,1168,1170],{},[20,1169,840],{}," ist als Stickstoffzeiger durch düngebelastete Böden in Deutschland weiter verbreitet als früher — eine ungewollte Hilfe für Admiral-Raupen.",[54,1172,1173,1176],{},[20,1174,1175],{},"Stadtklima"," mit seinen Hitze-Inseln passt zu einer wärmeliebenden Art.",[17,1178,1179,1180,1184],{},"Im Gegensatz zum ",[32,1181,1183],{"href":1182},"\u002Ftierfuehrer\u002Ftagpfauenauge\u002F","Tagpfauenauge",", das ebenfalls Brennnessel-Spezialist ist und auf der Vorwarnliste steht, ist der Admiral durch seine wärmetolerante Lebensweise und Wanderfähigkeit besser angepasst an die aktuellen klimatischen Veränderungen.",[17,1186,1187],{},"Bestand laut Bundesamt für Naturschutz: häufig, stabil bis zunehmend, keine Schutzkategorie.",[41,1189],{},[12,1191,456],{"id":455},[17,1193,1194],{},"Konkret leistet ein einzelner Balkon für den Admiral:",[51,1196,1197,1203,1209,1215,1221],{},[54,1198,1199,1202],{},[20,1200,1201],{},"Nektarstation Spätsommer."," Sedum, Aster und Wasserdost im Topf decken die kritische Phase Juli–Oktober ab, in der die zweite Generation Fettreserven aufbaut.",[54,1204,1205,1208],{},[20,1206,1207],{},"Brennnessel-Brutplatz."," Ein 10–20-L-Topf mit unbehandelter Brennnessel, nicht vor Oktober geschnitten, kann tatsächlich Eiablage und Raupenentwicklung tragen. Dokumentierte Fälle auf Balkonen bis 3. Stock.",[54,1210,1211,1214],{},[20,1212,1213],{},"Faulobst-Tankstelle."," Im Spätsommer eine halbierte überreife Frucht auf einem Tellerchen — der Admiral findet sie zuverlässig und bleibt minutenlang sitzen.",[54,1216,1217,1220],{},[20,1218,1219],{},"Heimische Alternativen zu Buddleja."," Wer neu pflanzt, wählt Wasserdost oder Distel statt Sommerflieder — gleicher Nektar-Effekt, größerer ökologischer Nutzen.",[54,1222,1223,1226],{},[20,1224,1225],{},"Späte Blüte für die Rückwanderer."," Herbst-Astern im Oktober sind die letzte Tankstation vor dem Flug nach Süden — bei manchen Faltern entscheidend für das Überleben der Wanderung.",[41,1228],{},[12,1230,497],{"id":496},[17,1232,1233],{},"Drei Falter werden gelegentlich verwechselt:",[51,1235,1236,1244,1253],{},[54,1237,1238,1243],{},[20,1239,1240,1241,511],{},"Admiral (",[24,1242,685],{}," schwarz mit orange-roter Querbinde und weißen Flecken an Vorderflügelspitze. 50–65 mm.",[54,1245,1246,1252],{},[20,1247,1248,1249,511],{},"Distelfalter (",[24,1250,1251],{},"Vanessa cardui"," orange-braun marmoriert mit schwarzen und weißen Flecken, ohne kontrastreiche rote Binde. Ebenfalls Wanderfalter, etwas heller wirkend.",[54,1254,1255,1261],{},[20,1256,1257,1258,511],{},"Kleiner Fuchs (",[24,1259,1260],{},"Aglais urticae"," kräftig orange mit schwarzen Flecken und blauen Punkten am Hinterflügelsaum. Deutlich kleiner (40–50 mm). Ebenfalls Brennnessel-Spezialist, aber bunter wirkend.",[17,1263,1264],{},"Wer die rot-schwarze Binde mit weißen Flecken an der Spitze sieht, hat den Admiral. Wer ein marmoriertes Orange ohne klare Binde sieht, den Distelfalter. Wer ein kleineres, knalligeres Orange mit blauen Saumpunkten sieht, den Kleinen Fuchs.",[41,1266],{},[12,1268,538],{"id":537},[17,1270,1271],{},"Der Admiral ist ein Wanderfalter aus Südeuropa, der durch milde Winter zunehmend in Deutschland überwintert. Raupen fressen ausschließlich Brennnessel — Sommerflieder allein nährt zwar adulte Falter, schafft aber keine neue Generation. Auf dem Balkon hilft ein 10-L-Brennnesseltopf plus Sedum, Aster, Wasserdost und ein Tellerchen Faulobst im Spätsommer. Bundesweit ungefährdet, ein klarer Klimagewinner, im September und Oktober oft auffallend zahlreich.",[41,1273],{},[12,1275,547],{"id":546},[549,1277,1279],{"id":1278},"warum-braucht-der-admiral-brennnessel","Warum braucht der Admiral Brennnessel?",[17,1281,1282,1284,1285,1287],{},[24,1283,685],{}," ist eine Nahrungsspezialistin bei den Raupen — sie fressen ausschließlich ",[24,1286,892],{},". Diese enge Bindung erlaubt es ihnen, die Brennessel-Abwehrstoffe zu tolerieren, die andere Herbivoren fernhalten. Adulte Falter sind dagegen Generalisten und nehmen Nektar an vielen Pflanzen.",[549,1289,1291],{"id":1290},"was-unterscheidet-den-admiral-vom-tagpfauenauge","Was unterscheidet den Admiral vom Tagpfauenauge?",[17,1293,1294],{},"Beide sind Brennnessel-Spezialisten — aber das Tagpfauenauge überwintert als adulter Falter in Deutschland (Keller, Dachboden), während der Admiral klassisch nach Süden zieht. Außerdem ist das Tagpfauenauge rückläufig (Vorwarnliste), während der Admiral als Klimagewinner gilt und zunimmt. Optisch: Tagpfauenauge hat blaue Augenflecken, Admiral leuchtend rote Querbinden.",[549,1296,1298],{"id":1297},"warum-ist-faulobst-so-attraktiv-für-ihn","Warum ist Faulobst so attraktiv für ihn?",[17,1300,1301],{},"Der Admiral verwertet gezielt Zucker aus gärendem Obst — Glucose, Fructose und entstehende Spuren von Ethanol. Im Spätsommer, wenn Blütennektar knapper wird, ist Faulobst eine sehr ergiebige Energiequelle. Ein halbierter überreifer Apfel zieht ihn oft minutenlang an und ermöglicht aus nächster Nähe Beobachtung.",[549,1303,1305],{"id":1304},"wann-sollte-ich-brennnessel-im-topf-nicht-schneiden","Wann sollte ich Brennnessel im Topf nicht schneiden?",[17,1307,1308],{},"Zwischen Mai und September wachsen, fressen und verpuppen sich Admiral-Raupen auf der Brennnessel. Wer vor Oktober schneidet, riskiert, eine ganze Brut zu zerstören. Ab Oktober — wenn die Raupen verpuppt oder ausgeflogen sind — kann der Topf zurückgeschnitten werden.",[549,1310,1312],{"id":1311},"sind-admirale-durch-pestizide-gefährdet","Sind Admirale durch Pestizide gefährdet?",[17,1314,1315],{},"Ja. Pestizidrückstände im Pollen und vor allem in der Brennnessel selbst (durch Drift aus benachbarten Balkonen oder belastete Erde) schädigen Raupen direkt. Wer Admirale fördern will, hält den Balkon konsequent pestizidfrei und vermeidet auch unspezifische Sprühmittel gegen „Schädlinge\".",[549,1317,1319],{"id":1318},"warum-gilt-der-admiral-als-klimagewinner","Warum gilt der Admiral als Klimagewinner?",[17,1321,1322],{},"Mildere Winter erlauben einzelnen Faltern, in Deutschland zu überwintern statt nach Südeuropa zurückzufliegen. Längere warme Saisons verlängern die Aktivitätsphase und ermöglichen eine zusätzliche Generation. Bestandserhebungen seit den 1990ern zeigen eine Zunahme — anders als bei den meisten heimischen Tagfaltern, die rückläufig sind.",{"title":587,"searchDepth":588,"depth":588,"links":1324},[1325,1326,1327,1328,1329,1330,1331,1332,1333,1334,1335],{"id":676,"depth":588,"text":677},{"id":45,"depth":588,"text":46},{"id":743,"depth":588,"text":744},{"id":883,"depth":588,"text":884},{"id":941,"depth":588,"text":942},{"id":1080,"depth":588,"text":1081},{"id":1137,"depth":588,"text":1138},{"id":455,"depth":588,"text":456},{"id":496,"depth":588,"text":497},{"id":537,"depth":588,"text":538},{"id":546,"depth":588,"text":547,"children":1336},[1337,1338,1339,1340,1341,1342],{"id":1278,"depth":602,"text":1279},{"id":1290,"depth":602,"text":1291},{"id":1297,"depth":602,"text":1298},{"id":1304,"depth":602,"text":1305},{"id":1311,"depth":602,"text":1312},{"id":1318,"depth":602,"text":1319},"Wanderfalter aus Südeuropa, vielerorts auch Überwinterer. Raupen fressen ausschließlich Brennnessel. Adulte lieben Sedum, Astern und Faulobst im Spätsommer.","Wanderfalter aus Südeuropa, mittlerweile vielerorts auch Überwinterer. Raupen fressen ausschließlich Brennnessel. Adulte lieben Sedum, Astern und Faulobst im Spätsommer — und sind Klimagewinner.",[1346,1349,1352,1355,1358,1361],{"q":1347,"a":1348},"Wie erkenne ich den Admiral sicher?","Schwarze Vorderflügel mit leuchtend orange-roten Querbinden und weißen Flecken an der Spitze. Hinterflügel mit roter Saumbinde. Flügelspannweite 50–65 mm. Verwechslungsgefahr nahezu null — kein anderer heimischer Tagfalter trägt diese Farbkombination.",{"q":1350,"a":1351},"Was fressen Admiral-Raupen?","Ausschließlich Brennnessel (Urtica dioica). Andere Pflanzen werden nicht akzeptiert. Wer den Admiral fördern will, braucht zwingend eine Brennnesselecke — Sommerflieder allein nährt nur die adulten Falter, schafft aber keine Nachkommen.",{"q":1353,"a":1354},"Überwintert der Admiral in Deutschland?","Inzwischen teilweise ja. Klassisch ist er ein Wanderfalter, der aus Südeuropa zuzieht. Durch mildere Winter überwintern inzwischen einzelne Falter auch nördlich der Alpen — versteckt in Holzstapeln, Felsspalten, Schuppen. Die Mehrzahl bleibt aber Zugfalter.",{"q":1356,"a":1357},"Wann ist der Admiral auf dem Balkon zu sehen?","Erste Tiere ab April (Zuzügler aus Süden), Hauptaktivität Juli bis Oktober. Im September und Oktober ist er auf reifem Obst, Sedum und Astern oft besonders zahlreich — er tankt Energie für den Rückflug oder die Überwinterung.",{"q":1359,"a":1360},"Ist Sommerflieder gut für den Admiral?","Als Nektarquelle für adulte Falter ja — Sommerflieder ist hochattraktiv. Als Brutpflanze unbrauchbar, weil Raupen darauf nicht überleben können. Zudem ist Sommerflieder ein invasiver Neophyt mit geringem ökologischem Wert. Heimische Alternativen wie Distel, Flockenblume und Wasserdost leisten dasselbe für den Falter — und zusätzlich für viele andere Insekten.",{"q":1319,"a":1362},"Mildere Winter erlauben es einzelnen Faltern, in Deutschland zu überwintern statt nach Süden zurückzufliegen. Längere warme Saisons verlängern die Aktivitätsphase. Bestandserhebungen zeigen seit den 1990ern eine Zunahme — anders als bei den meisten heimischen Tagfaltern.","50–65 mm Flügelspanne","Schmetterlinge",[1366,1367,1368,1369,1370],"Brennnessel im 30-cm-Topf dulden","Sedum als Spätsommernektar","Herbst-Astern für die Septembergeneration","Faulobst auf einem Tellerchen liegen lassen","Heimische Disteln und Flockenblumen statt nur Sommerflieder","\u002Fimages\u002Fcontent\u002Fadmiral.jpeg","Admiral (Vanessa atalanta) mit dunkelsamtigen Flügeln, scharlachroten Binden und weißen Flügelspitzen auf einem gärenden Fallapfel neben einem Tontopf mit Brennnessel.",{},"Admiral","Brennnesselfelder für Larven; Überwinterung teils südeuropäisch, teils in Deutschland (frostgeschützte Hohlräume)","\u002Ftierfuehrer\u002Fadmiral","Ungefährdet (Klimagewinner)",{"title":670,"description":1344},[1380,1383,1386],{"title":1381,"url":1382,"kind":649,"publisher":665,"year":651},"Rote Binden und Extremreisender — Admiral (Vanessa atalanta)","https:\u002F\u002Fwww.nabu.de\u002Ftiere-und-pflanzen\u002Finsekten-und-spinnen\u002Fschmetterlinge\u002Ftagfalter\u002F24290.html",{"title":1384,"url":1385,"kind":655,"publisher":656,"year":651},"Admiral (Schmetterling) — Wikipedia","https:\u002F\u002Fde.wikipedia.org\u002Fwiki\u002FAdmiral_(Schmetterling)",{"title":1387,"url":1388,"kind":660,"publisher":1389,"year":651},"Rote Liste Tagfalter zunehmend gefährdet — BfN Pressemitteilung","https:\u002F\u002Fwww.bfn.de\u002Fpressemitteilungen\u002Frote-liste-tagfalter-zunehmend-gefaehrdet","Bundesamt für Naturschutz (BfN)","tierfuehrer\u002Fadmiral","zfdTStFVrAXp_uoC7gQ6NBNPCt7orujV4LIT8pFsmIU",{"id":1393,"title":1394,"aktiv":1395,"body":1396,"desc":1914,"description":587,"extension":608,"faq":1915,"groesse":1757,"group":1937,"helps":1938,"image":1943,"imageAlt":1944,"latin":1409,"meta":1945,"name":1946,"navigation":640,"nistplatz":1947,"path":1948,"schutz":1949,"seo":1950,"sources":1951,"stem":1959,"__hash__":1960},"tierfuehrer\u002Ftierfuehrer\u002Famsel.md","Amsel (Turdus merula) — Tierführer","Ganzjährig",{"type":9,"value":1397,"toc":1902},[1398,1402,1411,1414,1416,1418,1473,1475,1479,1482,1561,1564,1566,1570,1573,1578,1592,1597,1611,1617,1619,1623,1626,1631,1648,1653,1667,1673,1675,1679,1682,1703,1709,1715,1721,1724,1726,1728,1818,1821,1823,1825,1828,1831,1863,1865,1869,1872,1892,1895,1897,1899],[12,1399,1401],{"id":1400},"der-frühsänger-der-unter-druck-steht","Der Frühsänger, der unter Druck steht",[17,1403,1404],{},[20,1405,1406,1407,1410],{},"Die Amsel (",[24,1408,1409],{},"Turdus merula",") ist mit 24–27 cm der größte Singvogel im deutschen Hausgarten und einer der frühesten Frühjahrssänger. Männchen singen schon ab Ende Januar an milden Morgenden vom Dachfirst — und doch ist die Art seit 2011 unter Druck: Das aus Afrika eingeschleppte Usutu-Virus hat lokal Bestandseinbrüche von 50 % und mehr verursacht. Dieser Tierführer zeigt, was Balkonbesitzer realistisch leisten können und wo die Grenzen liegen.",[17,1412,1413],{},"Die Amsel ist der Allerwelts-Vogel, den jeder kennt — und genau das macht es schwer, ihre Bestandsdynamik zu sehen. Wer sie sieht, geht von einem stabilen Bestand aus. Tatsächlich dokumentiert der NABU seit über einem Jahrzehnt lokal massive Einbrüche durch das Usutu-Virus, gefolgt von langsamer Erholung — und erneuten Einbrüchen in Hitzesommern mit hoher Stechmückenaktivität. Das Bild ist nicht stabil, sondern volatil.",[41,1415],{},[12,1417,46],{"id":45},[51,1419,1420,1425,1431,1437,1443,1449,1455,1461,1467],{},[54,1421,1422,1424],{},[20,1423,70],{}," 24–27 cm, Spannweite 34–38 cm",[54,1426,1427,1430],{},[20,1428,1429],{},"Gewicht:"," 80–120 g",[54,1432,1433,1436],{},[20,1434,1435],{},"Männchen:"," komplett tiefschwarz, gelborange Schnabel, gelber Augenring",[54,1438,1439,1442],{},[20,1440,1441],{},"Weibchen:"," dunkelbraun, fleckig-streifige Brust, dunkler Schnabel",[54,1444,1445,1448],{},[20,1446,1447],{},"Jungvögel:"," dunkelbraun mit auffälliger heller Fleckung — wie Weibchen, aber kontrastreicher",[54,1450,1451,1454],{},[20,1452,1453],{},"Stimme:"," flötender Gesang mit langen Pausen, Warnruf scharfes „tix-tix-tix\"",[54,1456,1457,1460],{},[20,1458,1459],{},"Brutverhalten:"," offenes Nest in Büschen, Halbhöhlen oder auf Mauervorsprüngen",[54,1462,1463,1466],{},[20,1464,1465],{},"Verbreitung:"," ganz Deutschland, überwiegend Standvogel, Teilzieher im Norden",[54,1468,1469,1472],{},[20,1470,1471],{},"Lebenserwartung:"," im Mittel 2–4 Jahre, Maximalalter rund 20 Jahre",[41,1474],{},[12,1476,1478],{"id":1477},"lebenszyklus","Lebenszyklus",[17,1480,1481],{},"Die Amsel zieht zwei bis drei Bruten pro Saison auf — eine hohe Reproduktionsrate, die hilft, Verluste durch Usutu und Sperberangriffe teilweise auszugleichen.",[115,1483,1484,1492],{},[118,1485,1486],{},[121,1487,1488,1490],{},[124,1489,126],{},[124,1491,129],{},[131,1493,1494,1502,1510,1517,1524,1531,1538,1545,1553],{},[121,1495,1496,1499],{},[136,1497,1498],{},"Januar–Februar",[136,1500,1501],{},"Reviergesang an milden Tagen, Männchen markieren Brutgebiet",[121,1503,1504,1507],{},[136,1505,1506],{},"März",[136,1508,1509],{},"Nestbau, oft schon erste Eiablage bei mildem Wetter",[121,1511,1512,1514],{},[136,1513,138],{},[136,1515,1516],{},"erste Brut (3–5 Eier), Bebrüten 12–14 Tage",[121,1518,1519,1521],{},[136,1520,146],{},[136,1522,1523],{},"Nestlingsphase 13–15 Tage, Fütterung beider Eltern",[121,1525,1526,1528],{},[136,1527,154],{},[136,1529,1530],{},"zweite Brut, gleicher Ablauf",[121,1532,1533,1535],{},[136,1534,794],{},[136,1536,1537],{},"dritte Brut möglich, parallel begleitete Jungvögel",[121,1539,1540,1542],{},[136,1541,816],{},[136,1543,1544],{},"Mauserzeit, ruhigere Phase, weniger Gesang",[121,1546,1547,1550],{},[136,1548,1549],{},"September",[136,1551,1552],{},"Beerenpicken, Jungvogel-Trupps",[121,1554,1555,1558],{},[136,1556,1557],{},"Oktober–Dezember",[136,1559,1560],{},"Standvögel im Quartier, nordeuropäische Zuzügler ergänzen",[17,1562,1563],{},"Bei der Brut sitzt das Weibchen die Eier alleine aus, bei der Fütterung der Küken beteiligen sich beide Eltern. Die ersten Jungen einer Brut werden oft schon vom Männchen begleitet, während das Weibchen die zweite Brut bebrütet.",[41,1565],{},[12,1567,1569],{"id":1568},"das-usutu-problem-was-es-ist-und-was-es-bedeutet","Das Usutu-Problem — was es ist und was es bedeutet",[17,1571,1572],{},"Usutu ist ein Flavivirus aus Afrika, das durch Stechmücken übertragen wird. Es wurde 2011 erstmals in Deutschland nachgewiesen — im Rheinland, mit massiven Amselsterben in Mannheim, Frankfurt und Bonn. Seitdem breitet sich das Virus weiter aus.",[17,1574,1575],{},[20,1576,1577],{},"Was Usutu tut:",[51,1579,1580,1583,1586,1589],{},[54,1581,1582],{},"Befällt vor allem Amseln, in geringerem Maß auch Eulen und einzelne andere Vogelarten",[54,1584,1585],{},"Verläuft bei Amseln meist tödlich (Hirnentzündung, multiple Organbeteiligung)",[54,1587,1588],{},"Tritt vor allem im Spätsommer und Herbst auf — wenn die Mückenpopulation hoch ist",[54,1590,1591],{},"Folgt Hitzesommern besonders stark — 2018 und 2022 waren Spitzenjahre",[17,1593,1594],{},[20,1595,1596],{},"Was Usutu bedeutet:",[51,1598,1599,1602,1605,1608],{},[54,1600,1601],{},"Lokal können Amselbestände kurzfristig um 50 % oder mehr einbrechen",[54,1603,1604],{},"Die Erholung dauert mehrere Jahre und ist nicht überall vollständig",[54,1606,1607],{},"Eine Impfung oder Therapie für Wildvögel existiert nicht",[54,1609,1610],{},"Der NABU sammelt Sichtungen toter Amseln (nabu.de\u002Fusutu) als Monitoring-Basis",[1612,1613,1614],"blockquote",{},[17,1615,1616],{},"Wer im Spätsommer eine tote Amsel im eigenen Hinterhof findet, sollte den Fund melden — auch bei unklarer Todesursache. Die Meldungen sind die einzige flächendeckende Datenquelle für die deutsche Usutu-Verbreitung.",[41,1618],{},[12,1620,1622],{"id":1621},"nahrung-boden-beere-würmer","Nahrung — Boden, Beere, Würmer",[17,1624,1625],{},"Die Amsel ist ein Bodensucher. Das ist die Eigenschaft, die ihre Balkon-Förderung schwierig macht.",[17,1627,1628],{},[20,1629,1630],{},"Frühjahr und Sommer (Brutsaison):",[51,1632,1633,1636,1639,1642,1645],{},[54,1634,1635],{},"Regenwürmer — die wichtigste Eiweißquelle für die Küken",[54,1637,1638],{},"Schnecken und Schneckenhäuser",[54,1640,1641],{},"Käferlarven, Tausendfüßer",[54,1643,1644],{},"Spinnen",[54,1646,1647],{},"Frisches Grün, kleine Knospen",[17,1649,1650],{},[20,1651,1652],{},"Spätsommer bis Winter:",[51,1654,1655,1658,1661,1664],{},[54,1656,1657],{},"Beeren von Holunder, Eberesche, Schwarzdorn, Hartriegel, Efeu",[54,1659,1660],{},"Fallobst (Äpfel, Birnen, Mirabellen)",[54,1662,1663],{},"Knospen, weiche Triebe",[54,1665,1666],{},"Im Winter ergänzend: Haferflocken, ungezuckertes Müsli, Rosinen — keine harten Körner",[17,1668,1669,1672],{},[20,1670,1671],{},"Der Knackpunkt für den Balkon:"," Regenwürmer brauchen Erdvolumen. Ein 30-Liter-Kasten hat nicht genug Bodenmasse, um eine Wurmpopulation dauerhaft zu beherbergen. Wer eine Amsel auf den Balkon bekommen will, muss entweder ergänzende Nahrung anbieten (Wasserschale, Beerensträucher in großen Kübeln) oder akzeptieren, dass die Hauptbrut im Hinterhof, Park oder Hausgarten in der Nähe stattfindet.",[41,1674],{},[12,1676,1678],{"id":1677},"was-der-balkon-konkret-leisten-kann","Was der Balkon konkret leisten kann",[17,1680,1681],{},"Die Amsel ist keine klassische Balkonart — das muss man vorweg sagen. Aber drei Hebel funktionieren:",[1683,1684,1687,1693,1698],"amazon-picks",{"intro":1685,"title":1686},"Amseln sind Bodensucher und Beerenliebhaber — kein Körnerfutter, dafür Wasserbad und dichte Vegetation. Diese Produkte unterstützen den Balkon als Amsel-Nahrungsstation.","Empfehlungen für den Amsel-Balkon",[1688,1689],"amazon-product",{"asin":1690,"note":1691,"title":1692},"B01N6RIL2W","Ein Rankgitter an der Balkonwand mit dichtem Wildem Wein, Efeu oder Kletter-Hortensie schafft Deckung für die scheue Amsel und bietet gleichzeitig im Herbst Beeren (Efeu, Wilder Wein) als Nahrungsquelle. Für Amseln ist Deckung ein entscheidender Faktor, ob sie den Balkon annehmen.","Emsa Rankgitter-Set Balkon Anthrazit",[1688,1694],{"asin":1695,"note":1696,"title":1697},"B0CB1CTV4D","Heimische Wildblumen ziehen Insekten, Raupen und Käfer an, die wiederum der Amsel als Bodenbeute dienen — besonders in der Nestlingsphase, wenn die Küken fast ausschließlich tierische Nahrung brauchen. Rückstände vertrockneter Pflanzen über den Winter liefern Bodentextur für Scharren.","Wildblumen-Mischung Bio-Saatgut, heimische Arten",[1688,1699],{"asin":1700,"note":1701,"title":1702},"3440164519","Das Kosmos-Standardwerk ermöglicht die sichere Unterscheidung von Amsel, Singdrossel und Wacholderdrossel — drei ähnliche Arten, die im Herbst und Winter manchmal gemeinsam auftreten. Nützlich auch für die Dokumentation von Usutu-Verdachtsfällen.","Welcher Vogel ist das? (Kosmos, 440 Arten)",[17,1704,1705,1708],{},[20,1706,1707],{},"1. Wasserbad."," Eine flache, möglichst breite Wasserschale (Durchmesser ab 30 cm, Tiefe max. 5 cm) ist für Amseln einer der wichtigsten Anziehungspunkte. Sie baden ausgiebig und oft — bis zu mehrmals täglich. Im Sommer eisfrei halten, im Winter mit lauwarmem Wasser auffüllen, niemals Frostschutzmittel.",[17,1710,1711,1714],{},[20,1712,1713],{},"2. Beerensträucher in großen Kübeln."," Roter Hartriegel, Felsenbirne, Eberesche und Holunder können in Kübeln ab 50 Liter Volumen kultiviert werden. Sie liefern im Spätsommer und Herbst die Hauptbeerenmasse für die Amsel und bieten gleichzeitig dichte Deckung. Das ist eine substanzielle Anlage — nicht für einen einzelnen Sommer, sondern für mehrere Jahre.",[17,1716,1717,1720],{},[20,1718,1719],{},"3. Bruthecke aus Kletterpflanzen."," Wilder Wein, Efeu und dichte Kletter-Hortensien auf einem Rankgitter können einer Amsel einen Brutplatz bieten — wenn der Balkon groß und ruhig genug ist. Erfolgschance ist gering auf engen Balkonen, realistisch erst auf Dachterrassen oder breiten Loggien.",[17,1722,1723],{},"Ein klassischer Nistkasten mit kleinem Einflugloch wird von der Amsel nicht angenommen. Halboffene Nestbretter unter Dachüberständen funktionieren — sind aber baulich nur in seltenen Fällen umsetzbar.",[41,1725],{},[12,1727,497],{"id":496},[115,1729,1730,1743],{},[118,1731,1732],{},[121,1733,1734,1737,1740],{},[124,1735,1736],{},"Art",[124,1738,1739],{},"Merkmal",[124,1741,1742],{},"Größe",[131,1744,1745,1758,1770,1786,1802],{},[121,1746,1747,1752,1755],{},[136,1748,1749],{},[20,1750,1751],{},"Amsel ♂",[136,1753,1754],{},"tiefschwarz, gelborange Schnabel, gelber Augenring",[136,1756,1757],{},"24–27 cm",[121,1759,1760,1765,1768],{},[136,1761,1762],{},[20,1763,1764],{},"Amsel ♀",[136,1766,1767],{},"dunkelbraun, fleckige Brust, dunkler Schnabel",[136,1769,1757],{},[121,1771,1772,1780,1783],{},[136,1773,1774,90,1777,985],{},[20,1775,1776],{},"Wacholderdrossel",[24,1778,1779],{},"Turdus pilaris",[136,1781,1782],{},"grauer Kopf und Bürzel, brauner Rücken, getropfte Brust",[136,1784,1785],{},"25–28 cm",[121,1787,1788,1796,1799],{},[136,1789,1790,90,1793,985],{},[20,1791,1792],{},"Singdrossel",[24,1794,1795],{},"Turdus philomelos",[136,1797,1798],{},"hellbraun, weiße Brust mit dunklen Tropfen",[136,1800,1801],{},"20–23 cm",[121,1803,1804,1812,1815],{},[136,1805,1806,90,1809,985],{},[20,1807,1808],{},"Star",[24,1810,1811],{},"Sturnus vulgaris",[136,1813,1814],{},"metallisch schwarz mit hellen Tupfen im Schlichtkleid, dreieckige Silhouette",[136,1816,1817],{},"19–22 cm",[17,1819,1820],{},"Die häufigsten Verwechslungen sind Singdrossel und Star. Die Singdrossel hat klar getropfte helle Brust und ist deutlich kleiner. Der Star hat in der Silhouette dreieckige Flügel und einen kurzen Schwanz — die Amsel wirkt im Flug langschwänziger und runder. Im Winter kann das Amselweibchen mit einer Wacholderdrossel verwechselt werden, die jedoch einen grauen Kopf und Bürzel hat.",[41,1822],{},[12,1824,410],{"id":409},[17,1826,1827],{},"Die Amsel gilt in Deutschland insgesamt als ungefährdet — der Bestand wird auf 7–11 Millionen Brutpaare geschätzt. Sie steht damit zahlenmäßig auf Platz eins der häufigsten deutschen Brutvogelarten.",[17,1829,1830],{},"Die Gefährdungssituation ist trotzdem nicht entspannt:",[51,1832,1833,1839,1845,1851,1857],{},[54,1834,1835,1838],{},[20,1836,1837],{},"Usutu-Virus"," als anhaltender Lokalfaktor, insbesondere nach Hitzesommern",[54,1840,1841,1844],{},[20,1842,1843],{},"Insektenrückgang"," wirkt auf die Küken in der Nestlingsphase",[54,1846,1847,1850],{},[20,1848,1849],{},"Glas-Anflug"," an reflektierenden Fassaden, gerade bei tieffliegenden Amseln eine häufige Todesursache",[54,1852,1853,1856],{},[20,1854,1855],{},"Pestizide im Hausgarten"," reduzieren die Regenwurm-Population",[54,1858,1859,1862],{},[20,1860,1861],{},"Hauskatzen"," sind in einigen Stadtteilen der dominante Sterblichkeitsfaktor — Schätzungen gehen von Millionen erbeuteter Singvögel pro Jahr aus, mit der Amsel als einer der häufigsten Beutearten",[41,1864],{},[12,1866,1868],{"id":1867},"wie-der-balkon-hilft-zusammenfassung","Wie der Balkon hilft — Zusammenfassung",[17,1870,1871],{},"Die Amsel ist eine Art, die der Balkon nur indirekt fördern kann. Brut ist die Ausnahme, Nahrungsergänzung der Regelfall. Wer realistisch helfen will, setzt auf drei Punkte:",[423,1873,1874,1880,1886],{},[54,1875,1876,1879],{},[20,1877,1878],{},"Wasserbad"," als ganzjähriger Anziehungspunkt — der einfachste und wirksamste Hebel",[54,1881,1882,1885],{},[20,1883,1884],{},"Beerensträucher in großen Kübeln"," als spätsommerliche Nahrungsquelle — Hartriegel, Felsenbirne, Eberesche",[54,1887,1888,1891],{},[20,1889,1890],{},"Pestizidverzicht"," auf dem Balkon und Bewusstsein für die Hauskatzen-Mortalität in der Nachbarschaft",[17,1893,1894],{},"Wer in einer Region wohnt, in der Usutu-Ausbrüche dokumentiert sind, sollte tote Amseln im Spätsommer und Herbst beim NABU melden. Das ist kein heroischer Beitrag, aber der reale Datenboden für ein deutschlandweites Monitoring.",[41,1896],{},[12,1898,538],{"id":537},[17,1900,1901],{},"Die Amsel ist der häufigste Singvogel in deutschen Gärten und steht trotzdem unter Druck — das Usutu-Virus hat seit 2011 lokal die Hälfte der Bestände gekostet, in Hitzesommern wiederholt. Auf dem Balkon ist Brut die Ausnahme; Nahrungsergänzung ist der realistische Hebel: Wasserbad ab 30 cm Durchmesser, Beerensträucher in großen Kübeln, kein Pestizid, Funde toter Amseln dem NABU melden.",{"title":587,"searchDepth":588,"depth":588,"links":1903},[1904,1905,1906,1907,1908,1909,1910,1911,1912,1913],{"id":1400,"depth":588,"text":1401},{"id":45,"depth":588,"text":46},{"id":1477,"depth":588,"text":1478},{"id":1568,"depth":588,"text":1569},{"id":1621,"depth":588,"text":1622},{"id":1677,"depth":588,"text":1678},{"id":496,"depth":588,"text":497},{"id":409,"depth":588,"text":410},{"id":1867,"depth":588,"text":1868},{"id":537,"depth":588,"text":538},"Allerwelts-Vogel im Sturz: Usutu-Virus halbiert lokal seit 2011 Bestände. Bodensucher nach Regenwürmern, Frühsänger, Halbhöhlen- und Buschbrüter.",[1916,1919,1922,1925,1928,1931,1934],{"q":1917,"a":1918},"Was ist das Usutu-Virus und warum trifft es Amseln so hart?","Usutu ist ein Flavivirus, das von Stechmücken übertragen wird und für Amseln tödlich verläuft. Erstmals 2011 in Deutschland aufgetaucht (Rheinland), hat es lokal Bestandseinbrüche von 50 % und mehr verursacht. In manchen Stadtteilen Frankfurts, Mannheims und Bonns wurden zwischenzeitlich kaum noch Amseln gemeldet. Die Population erholt sich langsam, bleibt aber anfällig — Hitzesommer mit hoher Mückenaktivität verschärfen das Bild jeweils erneut.",{"q":1920,"a":1921},"Warum singt die Amsel so früh im Jahr?","Männchen beginnen den Reviergesang an milden Tagen schon Ende Januar, regelmäßig im Februar — meist 60–90 Minuten vor Sonnenaufgang vom Dachfirst, einer hohen Antenne oder einer Baumkrone. Der Gesang ist flötend, melodisch, mit langen Pausen — und gehört zu den ersten Frühlingsanzeigern in deutschen Städten.",{"q":1923,"a":1924},"Wie unterscheide ich Männchen und Weibchen der Amsel?","Das Männchen ist komplett tiefschwarz mit gelborangem Schnabel und gelbem Augenring — sehr auffällig. Das Weibchen ist schlicht dunkelbraun mit fleckig-streifiger Brust und dunklem Schnabel. Jungvögel ähneln Weibchen, sind aber heller gefleckt.",{"q":1926,"a":1927},"Lohnt sich ein Nistkasten für Amseln auf dem Balkon?","Eingeschränkt. Amseln sind keine klassischen Höhlenbrüter — sie nutzen offene Nester in dichten Büschen, Kletterpflanzen oder auf Mauervorsprüngen. Ein halboffenes Nestbrett oder ein begrünter Rankgitter-Balkon funktioniert besser als ein geschlossener Kasten. Auf engen Balkonen ist die Brut selten erfolgreich, weil zu wenig Deckung.",{"q":1929,"a":1930},"Was füttert die Amsel ihren Küken?","Fast ausschließlich tierische Nahrung: Regenwürmer, Schnecken, Käferlarven, Spinnen. Erst nach dem Ausfliegen kommen Beeren und weiches Fallobst dazu. Auf dem Balkon ist das Problem die fehlende Bodenmasse — Regenwürmer brauchen Erdvolumen, das ein Kasten kaum bietet. Deshalb ist Amselförderung auf dem Balkon vorrangig Nahrungs-Ergänzung, nicht Brutplatz.",{"q":1932,"a":1933},"Was tun, wenn ich eine tote Amsel im Garten finde?","Bei Verdacht auf Usutu-Infektion (besonders im Spätsommer\u002FHerbst) den Fund beim NABU melden — über das Online-Formular auf nabu.de\u002Fusutu. Das Tier mit Handschuhen oder Plastikbeutel entsorgen. Wer kann, schickt den Vogel an das Bernhard-Nocht-Institut zur Untersuchung — Adresse über die NABU-Seite. Die Meldungen sind die Datengrundlage für das deutsche Usutu-Monitoring.",{"q":1935,"a":1936},"Warum scharrt die Amsel so laut im Laub?","Beim Suchen nach Regenwürmern, Käferlarven und Schnecken wendet die Amsel mit beiden Füßen gleichzeitig Laub und kleine Erdklumpen um. Das geräuschvolle Scharren ist für die Beute ein Verteidigungssignal — und für Beobachter eine der zuverlässigsten Methoden, eine Amsel im Unterholz zu lokalisieren, ohne sie zu sehen.","Vögel",[1939,1940,1941,1942],"Wasserbad flach, mindestens 30 cm Durchmesser","Beerensträucher in großen Kübeln (Hartriegel, Felsenbirne)","Dichte Klettergehölze als Bruthecke","Mulchboden mit Regenwürmern in großen Kästen","\u002Fimages\u002Fcontent\u002Famsel.jpeg","Amsel (Turdus merula)",{},"Amsel","Niedrige Büsche, dichte Kletterpflanzen, Halbhöhlen, Mauervorsprünge","\u002Ftierfuehrer\u002Famsel","Ungefährdet, lokal stark durch Usutu-Virus betroffen",{"title":1394,"description":587},[1952,1955],{"title":1953,"url":1954,"kind":649,"publisher":665,"year":651},"Vogelporträt: Amsel (Turdus merula)","https:\u002F\u002Fwww.nabu.de\u002Ftiere-und-pflanzen\u002Fvoegel\u002Fportraets\u002Famsel\u002F",{"title":1956,"url":1957,"kind":649,"publisher":1958,"year":651},"Amsel — Artenportrait","https:\u002F\u002Fwww.lbv.de\u002Fratgeber\u002Fnaturwissen\u002Fartenportraits\u002Fdetail\u002Famsel\u002F","LBV","tierfuehrer\u002Famsel","Jbxqw-rBmXX0Zi7GTw34MOfPqF8HLHyA_iqklopKXFc",{"id":1962,"title":1963,"aktiv":1964,"body":1965,"desc":2533,"description":587,"extension":608,"faq":2534,"groesse":2553,"group":629,"helps":2554,"image":2560,"imageAlt":2561,"latin":1978,"meta":2562,"name":2563,"navigation":640,"nistplatz":2564,"path":2565,"schutz":2566,"seo":2567,"sources":2568,"stem":2577,"__hash__":2578},"tierfuehrer\u002Ftierfuehrer\u002Fbaumhummel.md","Baumhummel (Bombus hypnorum) — Tierführer","April – August",{"type":9,"value":1966,"toc":2522},[1967,1971,1980,1984,1987,1989,1991,2088,2095,2098,2100,2102,2105,2182,2185,2187,2190,2197,2235,2238,2241,2247,2249,2253,2256,2261,2294,2299,2334,2339,2369,2374,2397,2400,2402,2404,2411,2414,2417,2419,2421,2424,2445,2465,2468,2470,2472,2481,2490,2497,2506,2508,2510,2513,2516,2519],[12,1968,1970],{"id":1969},"die-hummel-die-mit-dem-klimawandel-kam","Die Hummel, die mit dem Klimawandel kam",[17,1972,1973],{},[20,1974,1975,1976,1979],{},"Die Baumhummel (",[24,1977,1978],{},"Bombus hypnorum",") ist eine der häufigsten Stadthummeln Deutschlands — aber sie ist hier eigentlich neu. Bis in die 1980er Jahre war sie eine Rarität, heute besetzt sie systematisch Vogelnistkästen und Mauernischen in deutschen Gärten. Eine Erfolgsgeschichte mit Sternchen: ökologisch unproblematisch, aber kein Beleg dafür, dass es Hummeln in DE pauschal besser geht.",[17,1981,30,1982,36],{},[32,1983,35],{"href":34},[17,1985,1986],{},"Wer einen Vogelnistkasten am Haus oder Balkon hat und ihn im Mai plötzlich von einer dunklen, braun-weißen Hummel angeflogen sieht, hat fast immer eine Baumhummel-Königin. Sie ist die einzige deutsche Hummelart, die Vogelkästen so systematisch besetzt, dass das Verhalten in Bestimmungsliteratur als Standardmerkmal geführt wird.",[41,1988],{},[12,1990,46],{"id":45},[115,1992,1993,2002],{},[118,1994,1995],{},[121,1996,1997,1999],{},[124,1998,1739],{},[124,2000,2001],{},"Beschreibung",[131,2003,2004,2013,2021,2029,2037,2048,2056,2064,2072,2080],{},[121,2005,2006,2009],{},[136,2007,2008],{},"Wissenschaftlicher Name",[136,2010,2011],{},[24,2012,1978],{},[121,2014,2015,2018],{},[136,2016,2017],{},"Größe Königin",[136,2019,2020],{},"18–22 mm",[121,2022,2023,2026],{},[136,2024,2025],{},"Größe Arbeiterin",[136,2027,2028],{},"11–18 mm",[121,2030,2031,2034],{},[136,2032,2033],{},"Größe Drohn",[136,2035,2036],{},"14–16 mm",[121,2038,2039,2042],{},[136,2040,2041],{},"Färbung",[136,2043,2044,2045],{},"Brauner\u002Frotbrauner Thorax, schwarzer Hinterleib, ",[20,2046,2047],{},"weiße Schwanzspitze",[121,2049,2050,2053],{},[136,2051,2052],{},"Volk",[136,2054,2055],{},"100–400 Tiere (mittelgroß bis groß)",[121,2057,2058,2061],{},[136,2059,2060],{},"Aktivität",[136,2062,2063],{},"April bis August",[121,2065,2066,2069],{},[136,2067,2068],{},"Nistplatz",[136,2070,2071],{},"Oberirdisch, fast immer in vorhandenen Hohlräumen",[121,2073,2074,2077],{},[136,2075,2076],{},"Bestand DE",[136,2078,2079],{},"Häufig, ungefährdet, wachsend",[121,2081,2082,2085],{},[136,2083,2084],{},"Status",[136,2086,2087],{},"Eingewandert seit ~1980er, heute etabliert",[17,2089,2090,2091,2094],{},"Die Baumhummel ist die einzige deutsche Hummelart mit einem ",[20,2092,2093],{},"klar braunen Thorax"," — kein anderes Volk hat diese Färbung. Der Hinterleib ist tiefschwarz, fast samtig, mit einer scharf abgegrenzten weißen Schwanzspitze. Im Flug wirkt sie kompakter und ruhiger als die Wiesenhummel, aber wendiger als die Erdhummel.",[17,2096,2097],{},"Wichtig: Die Färbung ist bei frisch geschlüpften Arbeiterinnen kräftiger braun, verblasst aber im Laufe der Saison oft zu einem stumpfen Graubraun. Späte Arbeiterinnen können fast vollständig dunkel wirken — die weiße Schwanzspitze bleibt aber.",[41,2099],{},[12,2101,1478],{"id":1477},[17,2103,2104],{},"Die Baumhummel hat einen mittellangen Volkszyklus — länger als Wiesenhummel, kürzer als Erdhummel.",[115,2106,2107,2115],{},[118,2108,2109],{},[121,2110,2111,2113],{},[124,2112,126],{},[124,2114,129],{},[131,2116,2117,2124,2131,2139,2146,2153,2160,2167,2174],{},[121,2118,2119,2121],{},[136,2120,138],{},[136,2122,2123],{},"Jungkönigin verlässt Winterquartier, Suche nach Nistplatz beginnt sofort",[121,2125,2126,2128],{},[136,2127,146],{},[136,2129,2130],{},"Königin inspiziert Vogelkästen und Mauernischen, bezieht Nistplatz",[121,2132,2133,2136],{},[136,2134,2135],{},"Mai",[136,2137,2138],{},"Erste Eier, Königin zieht erste Arbeiterinnen allein auf",[121,2140,2141,2143],{},[136,2142,154],{},[136,2144,2145],{},"Erste Arbeiterinnen schlüpfen, Volk wächst rasch",[121,2147,2148,2150],{},[136,2149,794],{},[136,2151,2152],{},"Volk auf Maximum (100–400 Tiere), Anflug am Einflugloch dauerhaft",[121,2154,2155,2157],{},[136,2156,805],{},[136,2158,2159],{},"Jungköniginnen und Drohnen schlüpfen, Paarung beginnt",[121,2161,2162,2164],{},[136,2163,816],{},[136,2165,2166],{},"Volk produziert weitere Geschlechtstiere, Altvolk beginnt zu sterben",[121,2168,2169,2171],{},[136,2170,827],{},[136,2172,2173],{},"Volk komplett aufgelöst, begattete Jungköniginnen suchen Winterquartier",[121,2175,2176,2179],{},[136,2177,2178],{},"September–März",[136,2180,2181],{},"Jungköniginnen in Winterstarre, oft in lockerer Erde unter Laub oder in Hohlräumen",[17,2183,2184],{},"Die Aktivitätsphase ist mit April bis August deutlich kürzer als bei der Erdhummel — und im Hochsommer (Juli) auf dem Höhepunkt. Das macht den Nistplatz im Mai\u002FJuni zur Hochzeit für Beobachtung.",[41,2186],{},[12,2188,2068],{"id":2189},"nistplatz",[17,2191,2192,2193,2196],{},"Hier liegt die ökologische Besonderheit der Baumhummel und der wahre Grund für ihre Stadtkarriere: Sie ist ",[20,2194,2195],{},"spezialisiert auf erhöhte, geschlossene Hohlräume",". Bevorzugte Nistplätze:",[51,2198,2199,2205,2211,2217,2223,2229],{},[54,2200,2201,2204],{},[20,2202,2203],{},"Vogelnistkästen"," mit 28–45 mm Einflugloch — Meisenkästen werden regelmäßig übernommen",[54,2206,2207,2210],{},[20,2208,2209],{},"Mauernischen"," in Trockenmauern, alten Bruchsteinmauern, Klinkerlöchern",[54,2212,2213,2216],{},[20,2214,2215],{},"Dachhohlräume"," unter Ziegeln, hinter Verschalungen",[54,2218,2219,2222],{},[20,2220,2221],{},"Rollladenkästen"," ohne dichten Innenabschluss",[54,2224,2225,2228],{},[20,2226,2227],{},"Balkonkästen"," mit dicker, trockener Mooseinlage und Hohlraum darunter — selten, aber dokumentiert",[54,2230,2231,2234],{},[20,2232,2233],{},"Vogelkasten-Ersatzhabitate",": Briefkästen, Lampenkugeln, Mauerlüftungsgitter",[17,2236,2237],{},"Die direkte Folge: Wo Vogelnistkästen hängen, ist die Baumhummel ein Stadtprofiteur. Genau das erklärt ihre schnelle Ausbreitung — Deutschland hat in den 1980er Jahren begonnen, systematisch Nistkästen für Singvögel anzubringen, und die Baumhummel hat dieses neue Habitatsangebot mitgenommen.",[17,2239,2240],{},"Auf dem Balkon ist die Förderung daher direkt möglich: Ein Meisenkasten mit 32-mm-Einflugloch, am Haus oder Geländer angebracht, hat realistische Belegungschancen. Wer den Kasten in halbschattiger Lage (Ost- bis Südostorientierung) montiert, erhöht die Wahrscheinlichkeit.",[17,2242,2243,2246],{},[20,2244,2245],{},"Sicherheitshinweis",": Die Baumhummel verteidigt ihr Nest aktiver als andere Arten. Bei besetztem Kasten zwei Meter Abstand halten. Kein Klopfen, keine schnellen Bewegungen direkt am Einflugloch. Stiche sind selten, aber häufiger als bei Erd- oder Wiesenhummel.",[41,2248],{},[12,2250,2252],{"id":2251},"trachtpflanzen","Trachtpflanzen",[17,2254,2255],{},"Die Baumhummel ist Generalistin mit mittellangem Rüssel — sie passt auf flache bis mitteltiefe Blüten und ist deutlich weniger spezialisiert als zum Beispiel die Gartenhummel.",[17,2257,2258],{},[20,2259,2260],{},"April–Mai:",[51,2262,2263,2276,2281,2287],{},[54,2264,2265,2266,267,2269,267,2272,2275],{},"Obstblüten (",[24,2267,2268],{},"Malus domestica",[24,2270,2271],{},"Prunus avium",[24,2273,2274],{},"Pyrus communis",") aus dem Umfeld",[54,2277,2278,2279,985],{},"Lungenkraut (",[24,2280,279],{},[54,2282,2283,2284,1028],{},"Taubnessel (",[24,2285,2286],{},"Lamium",[54,2288,2289,2290,2293],{},"Salweide (",[24,2291,2292],{},"Salix caprea",") als Königinnen-Notreserve",[17,2295,2296],{},[20,2297,2298],{},"Mai–Juni:",[51,2300,2301,2312,2321,2327],{},[54,2302,2303,2304,2307,2308,2311],{},"Beerensträucher: Himbeere (",[24,2305,2306],{},"Rubus idaeus","), Brombeere (",[24,2309,2310],{},"Rubus fruticosus",") — Hauptquelle",[54,2313,2314,2315,267,2318,985],{},"Klee (",[24,2316,2317],{},"Trifolium pratense",[24,2319,2320],{},"T. repens",[54,2322,2323,2324,1028],{},"Storchschnabel (",[24,2325,2326],{},"Geranium",[54,2328,2329,2330,2333],{},"Apfel und Birne weiter, Birke (",[24,2331,2332],{},"Betula pendula",") als Pollenquelle",[17,2335,2336],{},[20,2337,2338],{},"Juni–Juli:",[51,2340,2341,2347,2354,2362],{},[54,2342,2343,2344,2346],{},"Acker-Witwenblume (",[24,2345,370],{},") — sehr attraktiv, lang blühend",[54,2348,2349,2350,2353],{},"Lavendel (",[24,2351,2352],{},"Lavandula angustifolia",") — Hauptquelle im Hochsommer",[54,2355,2356,2357,267,2360,985],{},"Salbei (",[24,2358,2359],{},"Salvia nemorosa",[24,2361,329],{},[54,2363,2364,2365,267,2367,2275],{},"Distelarten (",[24,2366,379],{},[24,2368,1027],{},[17,2370,2371],{},[20,2372,2373],{},"Juli–August:",[51,2375,2376,2381,2387,2390],{},[54,2377,1048,2378,2380],{},[24,2379,1087],{},") — Nektarquelle, kein Wirtsstatus (Pflanze ist neophytisch und ökologisch zwiespältig)",[54,2382,2383,2384,985],{},"Wegwarte (",[24,2385,2386],{},"Cichorium intybus",[54,2388,2389],{},"Späte Lavendelblüte",[54,2391,2392,2393,2396],{},"Sonnenblume (",[24,2394,2395],{},"Helianthus annuus",") — Pollen für Drohnenaufzucht",[17,2398,2399],{},"Wichtig: Anders als bei der Wiesenhummel braucht die Baumhummel den Frühsommer und Hochsommer. Wer sie fördern will, deckt Mai bis Juli ab — mit Klee und Acker-Witwenblume als Basis und Lavendel als verlässlichem Sommerblock.",[41,2401],{},[12,2403,410],{"id":409},[17,2405,2406,2407,2410],{},"Die Baumhummel ist ",[20,2408,2409],{},"nicht gefährdet"," und steht nicht auf der Roten Liste. Im Gegenteil: Sie gehört zu den wenigen Hummelarten, deren Bestand in Deutschland seit Jahrzehnten steigt. Der NABU verzeichnet sie als typische Gewinnerin urbaner Habitate. Das Bundesamt für Naturschutz hat ihre Arealausweitung seit den 1980er Jahren dokumentiert.",[17,2412,2413],{},"Ehrliche Einordnung: Die Baumhummel ist kein Beleg dafür, dass es Wildbienen oder Hummeln in DE pauschal besser geht. Sie ist eine einzelne Art, die von Klimawandel und urbaner Habitatstruktur profitiert — während mehr als die Hälfte der heimischen Wildbienenarten gleichzeitig auf der Roten Liste steht. Ein voller Vogelkasten mit Baumhummeln ist ein schönes Beobachtungsobjekt, aber kein Indikator für einen gesunden Insektenbestand.",[17,2415,2416],{},"Die Art gilt als natürliche Arealerweiterung (nicht als invasive Neoart), weil sie in benachbarten Regionen (Großbritannien, Skandinavien, Mitteleuropa) immer schon vorkam und sich in Deutschland nach Norden und Westen ausgebreitet hat. Eine Verdrängung anderer Hummelarten ist bisher nicht nachgewiesen — sie besetzt eine Nische (oberirdische Hohlräume), die zuvor weitgehend leer war.",[41,2418],{},[12,2420,456],{"id":455},[17,2422,2423],{},"Drei Hebel sind bei der Baumhummel besonders direkt:",[1683,2425,2428,2433,2438,2441],{"intro":2426,"title":2427},"Die Baumhummel besetzt systematisch Vogelnistkästen und braucht Hochsommer-Tracht von Mai bis August. Diese Produkte unterstützen Nistplatzangebot und Blütenangebot.","Empfehlungen für den Baumhummel-Balkon",[1688,2429],{"asin":2430,"note":2431,"title":2432},"B00A6F4VFO","Ein Meisenkasten mit 32-mm-Einflugloch ist das wichtigste Habitatelement: Baumhummeln besiedeln in Stadtlagen bis zu 35 % aller halbschattig montierten Vogelkästen. Halbschattige Lage, Ostorientierung, Aufhängehöhe ab 2 m — die Baumhummel-Königin erscheint im April.","Schwegler Nisthöhle 1B 32 mm (Meisen)",[1688,2434],{"asin":2435,"note":2436,"title":2437},"B001GJ9THE","Lavendel ist die verlässlichste Juli-Hauptquelle für die Baumhummel — ihr Volk ist im Hochsommer auf Maximum und braucht intensive Tracht. Lavendel im großen Kübel (ab 20 L) blüht über Wochen und wird in dieser Phase täglich intensiv angeflogen.","Kiepenkerl Lavendel (Lavandula angustifolia), Samen",[1688,2439],{"asin":1695,"note":2440,"title":1697},"Klee, Acker-Witwenblume und Storchschnabel aus einer heimischen Saatgut-Mischung decken die Trachtperiode Mai bis Juli ab — also genau den Volkaufbau der Baumhummel. Der mittellange Rüssel der Art passt gut auf mitteltiefe Korbblütler.",[1688,2442],{"asin":98,"note":2443,"title":2444},"Das Wildbienen-Standardwerk enthält Bestimmungsmerkmale für alle deutschen Hummelarten, inklusive der Abgrenzung der Baumhummel von der verwechslungsfähigen Ackerhummel — relevant, da Farbigkeit im Lauf der Saison verblasst.","Wildbienen — Die anderen Bienen, Paul Westrich",[423,2446,2447,2453,2459],{},[54,2448,2449,2452],{},[20,2450,2451],{},"Vogelnistkasten als Hummelhabitat anbieten",": Ein Meisenkasten mit 32-mm-Einflugloch, halbschattig montiert, im April mit trockenem Moos vorbereitet. Belegungsquote durch Baumhummeln in Stadtlage real bei 15–35 %.",[54,2454,2455,2458],{},[20,2456,2457],{},"Hochsommer-Tracht sichern",": Lavendel im großen Kübel als verlässliche Juli-Quelle, ergänzt durch Acker-Witwenblume (Stauden-Kübel) und Storchschnabel. Klee im Rasen oder als Bodendecker — falls Fläche vorhanden.",[54,2460,2461,2464],{},[20,2462,2463],{},"Beerensträucher im Kübel",": Eine Himbeere oder Brombeere im 30-Liter-Topf liefert Mai–Juni-Nektar und Pollen — gleichzeitig Ertrag für den Menschen. Die Baumhummel ist eine der zuverlässigsten Beerenbestäuberinnen.",[17,2466,2467],{},"Bei besetztem Nistkasten: Beobachtung aus zwei Metern Abstand ist ein der direktesten Naturerlebnisse, das ein Stadtbalkon bietet. Hunderte Anflüge pro Stunde sind im Juni keine Seltenheit. Im August ist alles vorbei, und der Kasten kann gereinigt werden.",[41,2469],{},[12,2471,497],{"id":496},[17,2473,2474,2480],{},[20,2475,2476,2477,985],{},"Erdhummel (",[24,2478,2479],{},"Bombus terrestris",": schwarzer (nicht brauner) Thorax mit gelbem Band, weiße Schwanzspitze. Die Färbung ist der eindeutige Unterscheidungspunkt — Baumhummel hat keinen gelben Streifen am Thorax, sondern braune Behaarung. Erdhummeln nisten unterirdisch, Baumhummeln oberirdisch.",[17,2482,2483,2489],{},[20,2484,2485,2486,985],{},"Wiesenhummel (",[24,2487,2488],{},"Bombus pratorum",": rotorange (nicht weiße) Schwanzspitze, deutlich kleiner (10–17 mm), zwei gelbe Bänder. Auch der Volkszyklus unterscheidet sich — Wiesenhummel von März bis Juli, Baumhummel von April bis August.",[17,2491,2492,2496],{},[20,2493,507,2494,985],{},[24,2495,26],{},": insgesamt braunorange ohne klare Bänderung, Schwanzspitze nicht weiß, sondern in die orange Grundfärbung übergehend. Sie ist die einzige andere Hummel mit deutlich brauner Behaarung — Verwechslung möglich, aber Ackerhummel ist kompakter und hat keinen schwarzen Hinterleib.",[17,2498,2499,2505],{},[20,2500,2501,2502,985],{},"Steinhummel (",[24,2503,2504],{},"Bombus lapidarius",": komplett schwarz mit roter Schwanzspitze — keine Verwechslung mit der weißen Schwanzspitze der Baumhummel.",[41,2507],{},[12,2509,547],{"id":546},[17,2511,2512],{},"Wer im Mai oder Juni einen Vogelnistkasten plötzlich von Hummeln angeflogen sieht, hat fast immer eine Baumhummel-Kolonie. Andere Hummelarten nisten so selten in Vogelkästen, dass das Verhalten als artspezifisches Merkmal gilt. Die Beobachtung lohnt sich: Hunderte Anflüge pro Stunde im Juni, dichter Verkehr am Einflugloch, gelegentliche Wachfunktion einer Arbeiterin direkt vor dem Loch.",[17,2514,2515],{},"Was tun, wenn das Nest stört? Im akuten Fall — Nistkasten direkt über einer Sitzgelegenheit, Anflugschneise kreuzt den Lieblingsplatz — gilt: Aussitzen. Das Volk ist im August fertig, das ist mit drei bis vier Monaten überschaubar. Ein laufendes Hummelnest umzusetzen ist fast nie sinnvoll; die Hummeln finden den neuen Standort nicht, das Volk geht ein. Bei wirklich gefährlicher Lage (Nest in der Tür, allergische Person im Haushalt) ist der NABU oder ein lokaler Hummelberater die richtige Anlaufstelle — nicht der Kammerjäger.",[17,2517,2518],{},"Wieso ist die Art überhaupt so verteidigungsbereit? Ökologisch plausibel: Wer in einem Vogelnistkasten nistet, hat im Vergleich zu einem unterirdischen Erdhummelnest deutlich mehr potenzielle Störquellen — Vögel, die den Kasten zurückerobern wollen, Menschen, die den Kasten reinigen oder umhängen, Marder oder Eichhörnchen am Baum. Ein aktiveres Verteidigungsverhalten ist evolutionär folgerichtig. Im Alltag heißt das: Mit zwei Metern Abstand passiert nichts. Ein Stich ist möglich, aber sehr selten.",[17,2520,2521],{},"Und schließlich: Die Baumhummel verdrängt keine andere Hummelart. Sie besetzt eine zuvor weitgehend leere Nische. Wer mehr Erdhummeln auf dem Balkon will, fördert sie unabhängig von der Baumhummel-Frage — durch frühe Frühblüher, durch Verzicht auf Umgraben im Oktober, durch späte Astern. Beide Arten koexistieren ohne Probleme.",{"title":587,"searchDepth":588,"depth":588,"links":2523},[2524,2525,2526,2527,2528,2529,2530,2531,2532],{"id":1969,"depth":588,"text":1970},{"id":45,"depth":588,"text":46},{"id":1477,"depth":588,"text":1478},{"id":2189,"depth":588,"text":2068},{"id":2251,"depth":588,"text":2252},{"id":409,"depth":588,"text":410},{"id":455,"depth":588,"text":456},{"id":496,"depth":588,"text":497},{"id":546,"depth":588,"text":547},"Seit den 1980er Jahren in DE eingewandert, heute eine der häufigsten Stadthummeln. Brauner Thorax, weiße Schwanzspitze, nistet bevorzugt in Vogelkästen.",[2535,2538,2541,2544,2547,2550],{"q":2536,"a":2537},"Ist die Baumhummel überhaupt heimisch?","Streng genommen nein. Sie ist seit den 1980er Jahren stark nach Deutschland eingewandert und gilt heute als etablierte Art. Historisch war sie hier sehr selten. Klimawandel und Stadt-Habitate haben ihre Ausbreitung begünstigt — sie ist keine eingeschleppte Schadart, sondern eine natürliche Arealerweiterung.",{"q":2539,"a":2540},"Wie erkenne ich die Baumhummel?","Brauner bis rotbrauner Thorax (charakteristisch), komplett schwarzer Hinterleib und auffällig weiße Schwanzspitze. Königin 18–22 mm, Arbeiterinnen 11–18 mm. Die Farbkombination braun-schwarz-weiß ist bei deutschen Hummeln einzigartig.",{"q":2542,"a":2543},"Stimmt es, dass sie sticheliger ist?","Ja, etwas. Die Baumhummel verteidigt ihr Nest aktiver als Erd- oder Wiesenhummel. Direkter Annäherung ans Einflugloch (unter einem Meter) und schnellen Bewegungen reagiert sie mit Warnflügen und im Notfall Stichen. Mit zwei Metern Abstand ist Beobachtung problemlos.",{"q":2545,"a":2546},"Wo nistet sie?","Spezialisiert auf erhöhte, geschlossene Hohlräume: Vogelnistkästen (sehr häufig), Mauernischen, Dachhohlräume, Rollladenkästen, gelegentlich Balkonkästen mit dicker Mooseinlage. Erdnester sind die absolute Ausnahme.",{"q":2548,"a":2549},"Was tun, wenn ein Vogelkasten von Baumhummeln belegt ist?","In Ruhe lassen. Das Volk besteht von April bis August, danach ist alles vorbei. Sicherheitsabstand zwei Meter, nicht klopfen, nicht öffnen. Im September kann der Kasten gereinigt und wieder für Vögel hergerichtet werden.",{"q":2551,"a":2552},"Welche Trachtpflanzen sind wichtig?","Generalistin mit Schwerpunkt Mai–Juli: Klee (Trifolium), Acker-Witwenblume (Knautia arvensis), Brombeere, Himbeere, Apfel, Lavendel, Storchschnabel. Sommerflieder (Buddleja davidii) wird als Nektarquelle besucht, ist aber ökologisch zwiespältig und kein heimisches Wirtsangebot.","11–22 mm (Königin am größten)",[2555,2556,2557,2558,2559],"Vogelnistkasten mit 32–45 mm Loch anbieten","Klee und Acker-Witwenblume pflanzen","Beerensträucher (Himbeere, Brombeere) im Kübel","Sicherheitsabstand zum Nistkasten halten (Mai–Juli)","Lavendel und Storchschnabel als Sommertracht","\u002Fimages\u002Fcontent\u002Fbaumhummel.jpeg","Baumhummel (Bombus hypnorum) mit fuchsrotem Thorax, schwarzem Hinterleib und auffällig weißer Schwanzspitze klettert über ein Holz-Balkongeländer Richtung Nistkasten-Eingang.",{},"Baumhummel","Vogelnistkästen, Mauernischen, Dachhohlräume, gelegentlich Balkonkästen","\u002Ftierfuehrer\u002Fbaumhummel","Ungefährdet, Bestand wachsend",{"title":1963,"description":587},[2569,2570,2573,2574],{"title":647,"url":648,"kind":649,"publisher":650,"year":651},{"title":2571,"url":2572,"kind":655,"publisher":656,"year":651},"Baumhummel (Bombus hypnorum) — Wikipedia","https:\u002F\u002Fde.wikipedia.org\u002Fwiki\u002FBaumhummel",{"title":658,"url":659,"kind":660,"publisher":661,"year":651},{"title":2575,"url":2576,"kind":649,"publisher":665,"year":651},"Die Baumhummel","https:\u002F\u002Fberlin.nabu.de\u002Ftiere-und-pflanzen\u002Finsekten\u002Farten\u002Fhautfluegler\u002Fhummeln\u002F28265.html","tierfuehrer\u002Fbaumhummel","GZom6ByzOXFA7UgMV8KzUhsdy_VhAA2px8D0OhUhBJU",{"id":2580,"title":2581,"aktiv":1395,"body":2582,"desc":3073,"description":587,"extension":608,"faq":3074,"groesse":2972,"group":1937,"helps":3093,"image":3098,"imageAlt":3099,"latin":2595,"meta":3100,"name":2966,"navigation":640,"nistplatz":3101,"path":3102,"schutz":3103,"seo":3104,"sources":3105,"stem":3112,"__hash__":3113},"tierfuehrer\u002Ftierfuehrer\u002Fblaumeise.md","Blaumeise (Cyanistes caeruleus) — Tierführer",{"type":9,"value":2583,"toc":3055},[2584,2588,2597,2600,2602,2604,2656,2659,2661,2663,2666,2735,2738,2740,2744,2747,2752,2766,2771,2785,2788,2793,2795,2799,2802,2807,2845,2848,2852,2855,2857,2859,2862,2865,2879,2882,2884,2886,2889,2913,2927,2933,2939,2942,2944,2946,3020,3023,3025,3027,3031,3034,3038,3041,3045,3048,3052],[12,2585,2587],{"id":2586},"die-kleine-meise-mit-dem-blauen-scheitel","Die kleine Meise mit dem blauen Scheitel",[17,2589,2590],{},[20,2591,2592,2593,2596],{},"Die Blaumeise (",[24,2594,2595],{},"Cyanistes caeruleus",") ist nach der Kohlmeise der zweithäufigste Höhlenbrüter an deutschen Nistkästen — kleiner, leichter, beweglicher. Mit 11–12 cm passt sie durch ein Einflugloch, das ihrer größeren Verwandten verschlossen bleibt. Dieser Tierführer-Eintrag zeigt, was sie braucht und wo der Unterschied zur Kohlmeise praktisch wird.",[17,2598,2599],{},"Auf dem Balkon ist die Blaumeise oft die zugänglichere Begegnung. Sie hängt kopfüber an Pflanzenstielen, klopft an Knospen, durchsucht Rinde nach Larven — und nimmt einen Nistkasten an, wenn das Loch stimmt. Das Loch ist der entscheidende Punkt. 28 mm. Nicht 30. Nicht 32. Sonst ziehen Kohlmeisen ein und die kleinere Blaumeise hat verloren.",[41,2601],{},[12,2603,46],{"id":45},[51,2605,2606,2611,2616,2622,2628,2634,2640,2646,2651],{},[54,2607,2608,2610],{},[20,2609,70],{}," 11–12 cm — kleiner als ein Spatz, deutlich kleiner als die Kohlmeise",[54,2612,2613,2615],{},[20,2614,1429],{}," rund 11 g",[54,2617,2618,2621],{},[20,2619,2620],{},"Scheitel:"," leuchtend kobaltblau",[54,2623,2624,2627],{},[20,2625,2626],{},"Augenstreif:"," schwarz, durch ein weißes Wangenfeld unterbrochen",[54,2629,2630,2633],{},[20,2631,2632],{},"Rücken:"," olivgrün",[54,2635,2636,2639],{},[20,2637,2638],{},"Bauch:"," gelb, ohne den schwarzen Längsstreifen der Kohlmeise",[54,2641,2642,2645],{},[20,2643,2644],{},"Flügel und Schwanz:"," blau mit weißem Flügelstreif",[54,2647,2648,2650],{},[20,2649,1453],{}," schnelles „tsi-tsi-tsi-tsi-trrr\", deutlich höher und kürzer als der Kohlmeisengesang",[54,2652,2653,2655],{},[20,2654,1465],{}," ganz Deutschland, Standvogel, im Winter durch Zuzüger aus Skandinavien ergänzt",[17,2657,2658],{},"Die Geschlechter sind im Feld kaum zu unterscheiden — Männchen wirken minimal kontrastreicher, der Unterschied ist aber nicht bestimmungssicher.",[41,2660],{},[12,2662,1478],{"id":1477},[17,2664,2665],{},"Die Blaumeise ist ein Höhlenbrüter mit einem klar getakteten Jahresablauf. Sie zieht eine Brut pro Jahr auf — selten zwei.",[115,2667,2668,2676],{},[118,2669,2670],{},[121,2671,2672,2674],{},[124,2673,126],{},[124,2675,129],{},[131,2677,2678,2685,2692,2699,2706,2713,2720,2727],{},[121,2679,2680,2682],{},[136,2681,1498],{},[136,2683,2684],{},"Revierabgrenzung, Reviergesang ab Sonnentagen",[121,2686,2687,2689],{},[136,2688,1506],{},[136,2690,2691],{},"Paarbildung, Inspektion von Höhlen und Nistkästen",[121,2693,2694,2696],{},[136,2695,138],{},[136,2697,2698],{},"Nestbau, Eiablage (7–13 Eier, in guten Lebensräumen bis zu 15)",[121,2700,2701,2703],{},[136,2702,146],{},[136,2704,2705],{},"Bebrüten 12–16 Tage durch das Weibchen",[121,2707,2708,2710],{},[136,2709,154],{},[136,2711,2712],{},"Nestlingsphase 18–21 Tage, Fütterung durch beide Eltern",[121,2714,2715,2717],{},[136,2716,794],{},[136,2718,2719],{},"Ausfliegen, Begleitung der Jungvögel weitere 2–3 Wochen",[121,2721,2722,2724],{},[136,2723,974],{},[136,2725,2726],{},"Truppbildung mit Kohlmeisen, Schwanzmeisen, Kleibern",[121,2728,2729,2732],{},[136,2730,2731],{},"November–Februar",[136,2733,2734],{},"Gemeinschaftsschlafplätze in Höhlen und Nistkästen",[17,2736,2737],{},"Während der Brutphase fliegt das Weibchen bis zu 600 Mal pro Tag mit Futter ein. Die Küken wiegen beim Schlupf rund 1 g, beim Ausfliegen 10–11 g — fast Erwachsenengewicht. Das gesamte Wachstum geschieht aus Insektennahrung in drei Wochen.",[41,2739],{},[12,2741,2743],{"id":2742},"nahrung-raupen-jetzt-samen-später","Nahrung — Raupen jetzt, Samen später",[17,2745,2746],{},"Die Blaumeise verändert ihre Nahrung im Jahresverlauf vollständig:",[17,2748,2749],{},[20,2750,2751],{},"März bis August (Brutsaison):",[51,2753,2754,2757,2760,2763],{},[54,2755,2756],{},"Schmetterlingsraupen, vor allem von Eichenwicklern, Frostspannern und kleinen Nachtfaltern",[54,2758,2759],{},"Blattläuse — werden in großen Mengen abgesammelt",[54,2761,2762],{},"Spinnen, Mücken, Fliegen",[54,2764,2765],{},"Zikadenlarven",[17,2767,2768],{},[20,2769,2770],{},"September bis Februar (Winter):",[51,2772,2773,2776,2779,2782],{},[54,2774,2775],{},"Sämereien aus Stauden und Wildkräutern",[54,2777,2778],{},"Knospen, Beerenreste",[54,2780,2781],{},"Fettreiches Vogelfutter (Sonnenblumenkerne, Meisenknödel)",[54,2783,2784],{},"Spinnen aus geschützten Ritzen",[17,2786,2787],{},"Der harte Punkt: Für die Küken zählt nur die Raupendichte im April und Mai. Ein Brutpaar braucht pro Tag schätzungsweise 400–500 Raupen, über die gesamte Nestlingsphase mehrere tausend. Wo Pestizide eingesetzt werden, wo Brennnesseln und Schmetterlingspflanzen fehlen, wo Eichen oder Birken in der Umgebung jung gespritzt sind, bricht die Brut zusammen. Die Eier werden gelegt, die Küken schlüpfen — und verhungern im Nest.",[1612,2789,2790],{},[17,2791,2792],{},"Eine Blaumeisenbrut ist ein Insekten-Indikator. Wo sie erfolgreich ausfliegt, ist der Stadtteil noch lebendig genug.",[41,2794],{},[12,2796,2798],{"id":2797},"nistplatz-und-nistkasten-auf-dem-balkon","Nistplatz und Nistkasten auf dem Balkon",[17,2800,2801],{},"Die Blaumeise ist ein klassischer Höhlenbrüter. In freier Wildbahn nutzt sie Spechtlöcher und faule Astlöcher in alten Bäumen. Auf dem Balkon ersetzt der Nistkasten diese Höhle — und zwar nur, wenn die Maße stimmen.",[17,2803,2804],{},[20,2805,2806],{},"Die kritischen Parameter:",[51,2808,2809,2815,2821,2827,2833,2839],{},[54,2810,2811,2814],{},[20,2812,2813],{},"Einflugloch:"," 28 mm, kreisrund, glatt gebohrt",[54,2816,2817,2820],{},[20,2818,2819],{},"Innenmaß:"," mindestens 11 × 11 cm Grundfläche, 20 cm Tiefe",[54,2822,2823,2826],{},[20,2824,2825],{},"Aufhängehöhe:"," 2 m über Balkonboden, ab zweitem Obergeschoss aufwärts gut belegt",[54,2828,2829,2832],{},[20,2830,2831],{},"Ausrichtung:"," Osten bis Südosten — Morgensonne wärmt, Mittagssonne überhitzt",[54,2834,2835,2838],{},[20,2836,2837],{},"Abstand zum Balkonfenster:"," mindestens 2 m, besser 3 m — sonst Stress durch menschliche Bewegung",[54,2840,2841,2844],{},[20,2842,2843],{},"Schutz:"," wetterabgewandt, kein freies Schaukeln",[17,2846,2847],{},"Warum 28 mm so wichtig sind: Bei 30 mm passt eine Kohlmeise (deutlich größer und durchsetzungsstärker) durch und kann das angefangene Blaumeisennest übernehmen oder die Blaumeisen vertreiben. Bei 32 mm können sogar Stare einfliegen. Wer die kleinere Art gezielt fördern will, hält das Maß exakt ein.",[549,2849,2851],{"id":2850},"reinigung","Reinigung",[17,2853,2854],{},"Nach der Brutsaison (frühestens Oktober) ausräumen. Altes Nestmaterial enthält Vogelflöhe und Milben — ohne Reinigung sinkt die Belegungschance im Folgejahr. Mit heißem Wasser ausspülen, ohne Reinigungsmittel, trocknen lassen. Im Winter dient der saubere Kasten oft als Schlafhöhle für Truppmitglieder.",[41,2856],{},[12,2858,410],{"id":409},[17,2860,2861],{},"Die Blaumeise gilt in Deutschland als ungefährdet — der Bestand wird auf 3–4 Millionen Brutpaare geschätzt. In Gärten und Städten ist sie eine der häufigsten Brutvogelarten.",[17,2863,2864],{},"Der NABU dokumentiert allerdings einen leichten Rückgang in der Agrarlandschaft. Die Ursachen sind bekannt:",[51,2866,2867,2870,2873,2876],{},[54,2868,2869],{},"Insektenrückgang durch Pestizide und Monokulturen",[54,2871,2872],{},"Glas-Anflug an großen Fensterfronten — eine der häufigsten Todesursachen",[54,2874,2875],{},"Verlust alter Bäume mit natürlichen Bruthöhlen",[54,2877,2878],{},"Konkurrenz durch den Klimawandel: Brutbeginn verschiebt sich zeitlich, die Synchronisation mit der Raupen-Höchstphase wird zunehmend brüchig",[17,2880,2881],{},"In der Stunde der Gartenvögel des NABU steht die Blaumeise regelmäßig auf den vorderen Plätzen — was den Eindruck eines stabilen Bestands erweckt. Auf der Landschaftsskala stimmt das nicht überall. Stadtbalkone mit dichter, insektenreicher Bepflanzung sind heute oft die besseren Bruthabitate als ausgeräumte Agrarflächen.",[41,2883],{},[12,2885,456],{"id":455},[17,2887,2888],{},"Wer einen Stadtbalkon hat, kann gezielt Maßnahmen für Blaumeisen umsetzen. Drei Hebel zählen:",[1683,2890,2893,2898,2903,2908],{"intro":2891,"title":2892},"Blaumeisen brauchen das exakt richtige Einflugloch und im Winter energiereiche Sämereien. Diese Produkte unterstützen Brut und Winterfütterung gleichermaßen.","Empfehlungen für den Blaumeisen-Balkon",[1688,2894],{"asin":2895,"note":2896,"title":2897},"B0001IP94S","28 mm ist das kritische Maß: Das Einflugloch lässt die Blaumeise passieren und hält gleichzeitig die größere Kohlmeise draußen, die das Gelege sonst übernehmen oder die Blaumeise vertreiben würde. Schwegler-Holzbeton hält Jahrzehnte und wird nicht zu heiß.","Schwegler Nisthöhle 1B 28 mm (Blaumeise, Kleinmeisen)",[1688,2899],{"asin":2900,"note":2901,"title":2902},"B0001IP95M","Nisthöhlen aus Holzbeton-Gemisch isolieren besser als reines Holz, nehmen keine Feuchtigkeit auf und rosten nicht. Als zweite Hänge-Option — etwa an einem anderen Balkonwinkel — erhöht ein zweiter Kasten die Ansiedlungschance.","Erdtmanns\u002FSchwegler Nisthöhle Holzbeton",[1688,2904],{"asin":2905,"note":2906,"title":2907},"B0047MAPDE","Von Oktober bis März ist energiereiche Körnernahrung für Blaumeisen wertvoller als im Sommer, wenn Insekten dominieren. Sonnenblumenkerne in der Schale halten wochenlang, lassen sich gut in einer klassischen Futterstation portionieren.","Erdtmanns Sonnenblumenkerne 25 kg",[1688,2909],{"asin":2910,"note":2911,"title":2912},"B08B16GW32","Meisenknödel sind ein kaloriendichter Winterzusatz, der zusammen mit Sonnenblumenkernen für Blaumeisen ideal ist. Ein stabiler Knödelhalter hält die Knödel trocken und verhindert, dass Plastiknetze stehen bleiben — in denen sich Vogelfüße verfangen können.","Super Idee Meisenknödelhalter",[17,2914,2915,2918,2919,2921,2922,2926],{},[20,2916,2917],{},"1. Raupennahrung sichern."," Brennnessel (",[24,2920,892],{},") im Topf in einer ungenutzten Ecke ist die wichtigste Schmetterlings-Wirtspflanze und damit Raupenquelle. Wer keine Brennnessel will: heimische Sträucher wie Schlehe oder Weißdorn in einem großen Kübel, ungespritzte Apfelbäume im Hof. Schmetterlingspflanzen wie ",[32,2923,2925],{"href":2924},"\u002Fvergleich\u002Fsommerflieder-vs-heimisch\u002F","Sommerflieder"," helfen den Faltern beim Eintank — die Raupen leben dann auf anderen Pflanzen.",[17,2928,2929,2932],{},[20,2930,2931],{},"2. Pestizide weglassen."," Keine Pyrethroide, keine Neonicotinoide, kein „Schädlingsspray\". Blattläuse sind Vogelfutter, keine Bedrohung. Wer Blattläuse abwischt, statt zu spritzen, behält die Raupengrundlage.",[17,2934,2935,2938],{},[20,2936,2937],{},"3. Wasser und Glasschutz."," Eine flache Wasserschale (max. 3 cm Tiefe) mit täglich frischem Wasser im Sommer. Bei großen Glasflächen Aufkleber im Rastermuster oder Schnürvorhänge — Reflexionen sind eine der unsichtbaren Todesfallen.",[17,2940,2941],{},"Ein Nistkasten ergänzt das System, ist aber ohne die ersten beiden Punkte zwecklos. Eine Brut ohne Raupen scheitert auch im perfekten Kasten.",[41,2943],{},[12,2945,497],{"id":496},[115,2947,2948,2958],{},[118,2949,2950],{},[121,2951,2952,2954,2956],{},[124,2953,1736],{},[124,2955,1739],{},[124,2957,1742],{},[131,2959,2960,2973,2989,3005],{},[121,2961,2962,2967,2970],{},[136,2963,2964],{},[20,2965,2966],{},"Blaumeise",[136,2968,2969],{},"blauer Scheitel, blauer Augenstreif, gelber Bauch ohne Streif",[136,2971,2972],{},"11–12 cm",[121,2974,2975,2983,2986],{},[136,2976,2977,90,2980,985],{},[20,2978,2979],{},"Kohlmeise",[24,2981,2982],{},"Parus major",[136,2984,2985],{},"schwarzer Kopf, weiße Wangen, schwarzer Bauchstreif",[136,2987,2988],{},"14–15 cm",[121,2990,2991,2999,3002],{},[136,2992,2993,90,2996,985],{},[20,2994,2995],{},"Tannenmeise",[24,2997,2998],{},"Periparus ater",[136,3000,3001],{},"schwarzer Kopf mit weißem Nackenfleck, kein Gelb am Bauch",[136,3003,3004],{},"10–11 cm",[121,3006,3007,3015,3018],{},[136,3008,3009,90,3012,985],{},[20,3010,3011],{},"Sumpfmeise",[24,3013,3014],{},"Poecile palustris",[136,3016,3017],{},"schwarze Kappe, beigebrauner Bauch",[136,3019,2972],{},[17,3021,3022],{},"Die Tannenmeise ist die häufigste Verwechslung — ähnlich klein, ebenfalls mit schwarzem Kopfanteil. Entscheidend ist der weiße Nackenfleck (Tannenmeise) versus blauer Scheitel und gelber Bauch (Blaumeise). Die Tannenmeise hält sich überwiegend in Nadelwäldern auf und ist auf Stadtbalkonen seltener.",[41,3024],{},[12,3026,547],{"id":546},[549,3028,3030],{"id":3029},"wann-singt-die-blaumeise-zum-ersten-mal-im-jahr","Wann singt die Blaumeise zum ersten Mal im Jahr?",[17,3032,3033],{},"An milden Tagen schon ab Ende Januar — der schnelle „tsi-tsi-tsi-trrr\"-Ruf gehört zu den ersten Frühjahrslauten. Der Vollgesang setzt im Februar und März ein, wenn die Reviere abgegrenzt werden.",[549,3035,3037],{"id":3036},"lohnt-sich-winterfütterung-für-blaumeisen","Lohnt sich Winterfütterung für Blaumeisen?",[17,3039,3040],{},"Ja, von Oktober bis März. Sonnenblumenkerne, ungesalzene Erdnüsse und selbst gemachte Meisenknödel sind passend. Plastiknetze immer entfernen — Vogelfüße können sich darin verfangen. Wasser ist im Winter wichtiger als Futter: eisfreie Tränke täglich auffüllen.",[549,3042,3044],{"id":3043},"was-tun-wenn-ein-küken-aus-dem-nistkasten-fällt","Was tun, wenn ein Küken aus dem Nistkasten fällt?",[17,3046,3047],{},"Wenn das Küken befiedert ist und Geräusche macht, vorsichtig zurück in den Kasten setzen — die Eltern nehmen es weiter an. Wenn es nackt ist und der Kasten erreichbar ist, ebenfalls zurücksetzen. Niemals zu Hause aufziehen — das ist Wildvogelschutz-rechtlich kritisch und für Laien fast immer aussichtslos. Im Zweifel die örtliche Wildvogelstation kontaktieren.",[549,3049,3051],{"id":3050},"brauchen-blaumeisen-eine-nistkasten-tür-für-die-reinigung","Brauchen Blaumeisen eine Nistkasten-Tür für die Reinigung?",[17,3053,3054],{},"Empfehlenswert: ein aufklappbares Dach oder eine Seitenklappe mit Schloss. Sonst lässt sich der Kasten nach der Brut nicht reinigen, und im Folgejahr sinkt die Belegung wegen Parasiten.",{"title":587,"searchDepth":588,"depth":588,"links":3056},[3057,3058,3059,3060,3061,3064,3065,3066,3067],{"id":2586,"depth":588,"text":2587},{"id":45,"depth":588,"text":46},{"id":1477,"depth":588,"text":1478},{"id":2742,"depth":588,"text":2743},{"id":2797,"depth":588,"text":2798,"children":3062},[3063],{"id":2850,"depth":602,"text":2851},{"id":409,"depth":588,"text":410},{"id":455,"depth":588,"text":456},{"id":496,"depth":588,"text":497},{"id":546,"depth":588,"text":547,"children":3068},[3069,3070,3071,3072],{"id":3029,"depth":602,"text":3030},{"id":3036,"depth":602,"text":3037},{"id":3043,"depth":602,"text":3044},{"id":3050,"depth":602,"text":3051},"Kleinste regelmäßige Nistkastenmeise auf dem Stadtbalkon. Brütet in Höhlen mit 28-mm-Loch und füttert Küken mit Raupen von April bis Juli.",[3075,3078,3081,3084,3087,3090],{"q":3076,"a":3077},"Welche Lochgröße braucht ein Nistkasten für die Blaumeise?","28 mm — exakt. Größere Löcher lassen Kohlmeisen ein, die das Gelege übernehmen oder die kleinere Blaumeise vertreiben. Das Loch muss kreisrund gebohrt und glatt sein.",{"q":3079,"a":3080},"Brüten Blaumeisen auf einem Stadtbalkon?","Ja, regelmäßig — ab dem zweiten Stock, mit mindestens 2 m Abstand zum nächsten Balkonfenster und einem Nistkasten mit 28-mm-Loch. Voraussetzung ist ein insektenreiches Umfeld in Flugreichweite.",{"q":3082,"a":3083},"Wie unterscheide ich Blaumeise und Kohlmeise?","Die Blaumeise ist mit 11–12 cm deutlich kleiner als die Kohlmeise (14–15 cm), hat einen blauen Scheitel mit blauem Augenstreif und keinen schwarzen Längsstreifen am gelben Bauch.",{"q":3085,"a":3086},"Wann brütet die Blaumeise?","April bis Juli, meist eine Brut pro Jahr mit 7–13 Eiern. Die Eiablage beginnt, wenn ausreichend Schmetterlingsraupen verfügbar sind — meist zwischen Ende April und Mitte Mai.",{"q":3088,"a":3089},"Was fressen Blaumeisen-Küken?","Ausschließlich Insektenlarven, vor allem Schmetterlingsraupen. Erst nach dem Ausfliegen kommen Samen, Knospen und Spinnen dazu. Pestizide im Umfeld kappen die Raupengrundlage und damit den Bruterfolg.",{"q":3091,"a":3092},"Ist die Blaumeise gefährdet?","Insgesamt häufig und ungefährdet. In der Agrarlandschaft wird ein leichter Rückgang dokumentiert — Ursachen sind Insektenmangel, Glas-Anflug an Fenstern und Pestizide. Stadtbalkone mit dichter Bepflanzung gleichen das teilweise aus.",[3094,3095,3096,3097],"Nistkasten 28 mm Einfluglochdurchmesser","Brennnessel und Schmetterlingspflanzen für Raupenbestand","Wasserstelle im Sommer","Keine Pestizide auf Balkonpflanzen","\u002Fimages\u002Fcontent\u002Fblaumeise.jpeg","Blaumeise (Cyanistes caeruleus) mit himmelblauer Kappe, gelber Unterseite und weißer Wange auf einem dünnen Zweig vor einem Meisenknödel-Käfig, daneben ein Tontopf mit Rosmarin.",{},"Baumhöhlen, Nistkästen (28 mm Loch)","\u002Ftierfuehrer\u002Fblaumeise","Ungefährdet, leichter Rückgang in der Agrarlandschaft",{"title":2581,"description":587},[3106,3109],{"title":3107,"url":3108,"kind":649,"publisher":665,"year":651},"Vogelporträt: Blaumeise (Cyanistes caeruleus)","https:\u002F\u002Fwww.nabu.de\u002Ftiere-und-pflanzen\u002Fvoegel\u002Fportraets\u002Fblaumeise\u002F",{"title":3110,"url":3111,"kind":649,"publisher":1958,"year":651},"Blaumeise — Artenportrait","https:\u002F\u002Fwww.lbv.de\u002Fratgeber\u002Fnaturwissen\u002Fartenportraits\u002Fdetail\u002Fblaumeise\u002F","tierfuehrer\u002Fblaumeise","8UHHwFOZEmHMpzv_R4_VmMzNyrTKnjeB3OJbXdZADnw",{"id":3115,"title":3116,"aktiv":3117,"body":3118,"desc":3825,"description":3826,"extension":608,"faq":3827,"groesse":3846,"group":1364,"helps":3847,"image":3853,"imageAlt":3854,"latin":1251,"meta":3855,"name":3856,"navigation":640,"nistplatz":3857,"path":3858,"schutz":3859,"seo":3860,"sources":3861,"stem":3868,"__hash__":3869},"tierfuehrer\u002Ftierfuehrer\u002Fdistelfalter.md","Distelfalter (Vanessa cardui) — Tierführer","Mai – Oktober (Hauptzeit Juli–September)",{"type":9,"value":3119,"toc":3804},[3120,3124,3132,3138,3140,3142,3224,3227,3232,3234,3238,3241,3329,3335,3338,3340,3344,3347,3350,3376,3379,3382,3384,3388,3393,3441,3444,3451,3454,3456,3458,3461,3579,3585,3591,3593,3597,3600,3603,3625,3631,3633,3635,3641,3644,3658,3661,3663,3665,3668,3703,3706,3708,3710,3713,3745,3748,3750,3752,3755,3757,3759,3763,3769,3773,3776,3780,3783,3787,3790,3794,3797,3801],[12,3121,3123],{"id":3122},"der-falter-der-4000-kilometer-fliegt","Der Falter, der 4000 Kilometer fliegt",[17,3125,3126],{},[20,3127,3128,3129,3131],{},"Der Distelfalter (",[24,3130,1251],{},") ist der weitestwandernde Tagfalter Europas. Was im Juli oder August auf dem deutschen Balkon landet, hat eine mehrgenerationale Reise von Marokko über Spanien und Frankreich hinter sich — Gesamtdistanz 4000 bis 7000 Kilometer. In Deutschland legen die Falter zwar Eier ab, aber der Winter tötet jede Brut. Wer ihn fördert, fördert keine Population — sondern bietet erschöpften Wanderern eine Tankstelle.",[17,3133,3134,3135,3137],{},"In normalen Jahren ist ",[24,3136,1251],{}," in Deutschland ein eher seltener Gast. In außergewöhnlichen Jahren wie 2009 und 2019 dagegen erscheinen Milliarden Tiere zeitgleich, oft in beobachtbaren Schwärmen am Himmel. Diese Schwankungsbreite macht ihn zum auffälligsten Migrationsphänomen Mitteleuropas — und zu einem Tagfalter, dessen Status pauschal nicht beschreibbar ist.",[41,3139],{},[12,3141,46],{"id":45},[115,3143,3144,3152],{},[118,3145,3146],{},[121,3147,3148,3150],{},[124,3149,1739],{},[124,3151,2001],{},[131,3153,3154,3162,3170,3177,3185,3193,3201,3209,3216],{},[121,3155,3156,3158],{},[136,3157,2008],{},[136,3159,3160],{},[24,3161,1251],{},[121,3163,3164,3167],{},[136,3165,3166],{},"Flügelspannweite",[136,3168,3169],{},"45–60 mm",[121,3171,3172,3174],{},[136,3173,2041],{},[136,3175,3176],{},"Orange-braun marmoriert, dunkle Vorderflügel-Spitzen mit weißen Flecken",[121,3178,3179,3182],{},[136,3180,3181],{},"Familie",[136,3183,3184],{},"Edelfalter (Nymphalidae)",[121,3186,3187,3190],{},[136,3188,3189],{},"Wanderverhalten",[136,3191,3192],{},"Mehrgenerationaler Wanderfalter",[121,3194,3195,3198],{},[136,3196,3197],{},"Herkunftsregion",[136,3199,3200],{},"Nordafrika, Mittelmeerraum",[121,3202,3203,3206],{},[136,3204,3205],{},"Generationenzahl Wanderung",[136,3207,3208],{},"4 bis 6 pro Jahr (über die gesamte Route)",[121,3210,3211,3213],{},[136,3212,2076],{},[136,3214,3215],{},"Stark schwankend, in Mega-Jahren häufig",[121,3217,3218,3221],{},[136,3219,3220],{},"Schutzstatus",[136,3222,3223],{},"Ungefährdet",[17,3225,3226],{},"Die Färbung des Distelfalters wirkt im direkten Vergleich zum Admiral oder Kleinen Fuchs deutlich heller und weniger kontrastreich. Kein leuchtendes Rot, keine blauen Saumpunkte — ein flächiges, marmoriertes Orange-Braun mit dunklen Akzenten an den Vorderflügelspitzen. Die Unterseite ist getarnt graubraun mit feiner Maserung. Im Flug wirkt er kraftvoll und ausdauernd, weniger flatternd als kleinere Falter.",[17,3228,3229,3230,36],{},"Zur Bestimmung weiterer heimischer Tagfalter eignet sich ",[96,3231],{"asin":737,"label":738},[41,3233],{},[12,3235,3237],{"id":3236},"die-wanderung-europas-weiteste-falterreise","Die Wanderung — Europas weiteste Falterreise",[17,3239,3240],{},"Die Migration des Distelfalters ist seit den 2010er Jahren durch Stabilisotopen-Analysen und Radarbeobachtungen detailliert dokumentiert. Sie läuft nicht durch ein einzelnes Tier — sondern über mehrere Generationen, die aufeinander aufbauen.",[115,3242,3243,3255],{},[118,3244,3245],{},[121,3246,3247,3249,3252],{},[124,3248,758],{},[124,3250,3251],{},"Region",[124,3253,3254],{},"Generation",[131,3256,3257,3268,3279,3289,3299,3309,3318],{},[121,3258,3259,3262,3265],{},[136,3260,3261],{},"Februar–März",[136,3263,3264],{},"Marokko, Algerien, Tunesien",[136,3266,3267],{},"Geburt der Startgeneration",[121,3269,3270,3273,3276],{},[136,3271,3272],{},"März–April",[136,3274,3275],{},"Iberische Halbinsel, Südfrankreich",[136,3277,3278],{},"2. Generation, oft mit Massenflug",[121,3280,3281,3283,3286],{},[136,3282,2135],{},[136,3284,3285],{},"Mittel- und Süddeutschland, Alpenraum",[136,3287,3288],{},"3. Generation erreicht DE",[121,3290,3291,3293,3296],{},[136,3292,794],{},[136,3294,3295],{},"DE, Skandinavien, Britische Inseln",[136,3297,3298],{},"4. Generation, oft die individuenstärkste in DE",[121,3300,3301,3303,3306],{},[136,3302,827],{},[136,3304,3305],{},"DE, Polen, Skandinavien",[136,3307,3308],{},"5. Generation, beginnt Rückwanderung",[121,3310,3311,3313,3316],{},[136,3312,178],{},[136,3314,3315],{},"Süddeutschland, Frankreich, Spanien",[136,3317,855],{},[121,3319,3320,3323,3326],{},[136,3321,3322],{},"November–Dezember",[136,3324,3325],{},"Nordafrika",[136,3327,3328],{},"Generation kehrt zur Brutregion zurück",[17,3330,3331,3334],{},[20,3332,3333],{},"Mehrgenerational"," heißt: Kein einzelner Falter fliegt 4000 Kilometer. Stattdessen legt jede Generation 600 bis 1500 km zurück, reproduziert sich, und die nächste Generation setzt die Wanderung fort. Damit unterscheidet sich der Distelfalter vom Monarchfalter Nordamerikas, der dieselbe Strecke individuell zurücklegt.",[17,3336,3337],{},"Forscher des Britischen Rothamsted Research Centre haben mit Vertikalradar nachgewiesen, dass Distelfalter in 500 bis 2000 Metern Höhe wandern und Rückenwinde aktiv nutzen — was die Flugleistung erklärt. Eine Tageswanderung kann 200 km überschreiten.",[41,3339],{},[12,3341,3343],{"id":3342},"mega-jahre-2009-und-2019","Mega-Jahre — 2009 und 2019",[17,3345,3346],{},"In manchen Jahren explodiert die Distelfalter-Population. 2009 und 2019 waren zwei dieser Mega-Jahre, in denen geschätzt mehrere Milliarden Tiere Mitteleuropa erreichten.",[17,3348,3349],{},"Was diese Jahre auszeichnet:",[51,3351,3352,3358,3364,3370],{},[54,3353,3354,3357],{},[20,3355,3356],{},"Nasse Winter in Nordafrika"," lassen Distel- und Malvenbestände im Maghreb außergewöhnlich dicht aufwachsen",[54,3359,3360,3363],{},[20,3361,3362],{},"Hohe Geburtenrate der Startgeneration"," durch reichliches Wirtspflanzen-Angebot",[54,3365,3366,3369],{},[20,3367,3368],{},"Günstige Süd-Nord-Winde"," im April und Mai erleichtern den Aufstieg",[54,3371,3372,3375],{},[20,3373,3374],{},"Trockene, warme Sommer in Europa"," verlängern die Aktivität und ermöglichen zusätzliche Generationen",[17,3377,3378],{},"In 2019 wurden in Süddeutschland Schwärme beobachtet, die wie dünne Wolken aussahen — über 100 Falter pro Minute zogen sichtbar in eine Richtung. NABU und Naturschutzverbände dokumentierten Beobachtungen aus dem gesamten Bundesgebiet.",[17,3380,3381],{},"In Normaljahren ist der Distelfalter dagegen punktuell präsent. Auf einem Balkon kann er im Juli und August an guten Tagen erscheinen — an anderen Tagen wochenlang nicht.",[41,3383],{},[12,3385,3387],{"id":3386},"eiablage-und-wirtspflanzen-warum-de-eine-sackgasse-ist","Eiablage und Wirtspflanzen — warum DE eine Sackgasse ist",[17,3389,3390,3392],{},[24,3391,1251],{}," legt in Deutschland tatsächlich Eier ab. Die Wirtspflanzen sind:",[51,3394,3395,3408,3415,3427,3435],{},[54,3396,3397,90,3400,267,3403,267,3406,1028],{},[20,3398,3399],{},"Disteln",[24,3401,3402],{},"Cirsium arvense",[24,3404,3405],{},"Cirsium vulgare",[24,3407,382],{},[54,3409,3410,90,3412,3414],{},[20,3411,840],{},[24,3413,892],{},") — wird genutzt, aber weniger bevorzugt",[54,3416,3417,90,3420,3423,3424,985],{},[20,3418,3419],{},"Malven",[24,3421,3422],{},"Malva"," spp., ",[24,3425,3426],{},"Althaea officinalis",[54,3428,3429,90,3432,985],{},[20,3430,3431],{},"Huflattich",[24,3433,3434],{},"Tussilago farfara",[54,3436,3437,3440],{},[20,3438,3439],{},"Acker-Kratzdistel"," als bevorzugte Wirtspflanze",[17,3442,3443],{},"Eier werden einzeln auf die Blattoberseite gelegt. Raupen sind dunkel mit hellen Streifen, leben in losen Gespinsten zwischen den Blättern und fressen vier bis sechs Wochen. Die Puppe hängt frei, oft an verdorrten Stängeln.",[17,3445,3446,3447,3450],{},"Das Problem: ",[20,3448,3449],{},"Diese Brut überlebt den deutschen Winter nicht."," Frost tötet Raupen, Puppen und auch adulte Falter. Anders als Admiral, Kleiner Fuchs oder Tagpfauenauge hat der Distelfalter keine Diapause-Anpassung an mitteleuropäische Winter. Was im Mai aus den Eiern wird, fliegt im Sommer weiter — oder stirbt im November.",[17,3452,3453],{},"Damit ist jeder Distelfalter in Deutschland eine biologische Sackgasse. Die Förderung von Distelfaltern erhält keine deutsche Population — sondern unterstützt nur die Wanderfalter, die ohnehin durchziehen.",[41,3455],{},[12,3457,942],{"id":941},[17,3459,3460],{},"Adulte Distelfalter sind klassische Sommer-Nektarbesucher. Auf dem Balkon funktioniert vor allem:",[115,3462,3463,3473],{},[118,3464,3465],{},[121,3466,3467,3469,3471],{},[124,3468,954],{},[124,3470,957],{},[124,3472,960],{},[131,3474,3475,3489,3500,3510,3521,3534,3546,3557,3568],{},[121,3476,3477,3483,3486],{},[136,3478,3479,3480,985],{},"Verbene (",[24,3481,3482],{},"Verbena bonariensis",[136,3484,3485],{},"Juli–Oktober",[136,3487,3488],{},"Sehr hoch — eine der zuverlässigsten Quellen",[121,3490,3491,3495,3497],{},[136,3492,2343,3493,985],{},[24,3494,370],{},[136,3496,1002],{},[136,3498,3499],{},"Sehr hoch — heimisch, lang blühend",[121,3501,3502,3506,3508],{},[136,3503,2383,3504,985],{},[24,3505,2386],{},[136,3507,1016],{},[136,3509,1033],{},[121,3511,3512,3516,3518],{},[136,3513,1010,3514,985],{},[24,3515,1013],{},[136,3517,1016],{},[136,3519,3520],{},"Hoch — heimisch, dichte Blütendolden",[121,3522,3523,3529,3531],{},[136,3524,3525,3526,3528],{},"Heimische Distel (",[24,3527,379],{},") im 30-L-Kübel",[136,3530,1002],{},[136,3532,3533],{},"Hoch — Doppelnutzen Nektar und potenzielle Eiablage",[121,3535,3536,3542,3544],{},[136,3537,3538,3539,985],{},"Skabiose (",[24,3540,3541],{},"Scabiosa columbaria",[136,3543,1002],{},[136,3545,1033],{},[121,3547,3548,3552,3554],{},[136,3549,1048,3550,985],{},[24,3551,1087],{},[136,3553,1016],{},[136,3555,3556],{},"Hoch für Nektar, aber neophytisch",[121,3558,3559,3563,3565],{},[136,3560,2349,3561,985],{},[24,3562,2352],{},[136,3564,162],{},[136,3566,3567],{},"Mittel — wird besucht, aber nicht bevorzugt",[121,3569,3570,3574,3576],{},[136,3571,967,3572,985],{},[24,3573,970],{},[136,3575,974],{},[136,3577,3578],{},"Mittel-Hoch — letzte Nektarquelle für Rückwanderer",[17,3580,3581,3584],{},[20,3582,3583],{},"Verbene"," ist auf dem Balkon eine Empfehlung, die sich lohnt: hochwüchsig, lang blühend, von Juli bis in den Oktober hinein präsent, von Distelfaltern, Admiralen und Schwebfliegen frequentiert. Ein 10-L-Topf am sonnigen Süd- oder Westbalkon trägt dichte Trauben mit dutzenden kleinen Blüten pro Doldenrispe.",[17,3586,3587,3588,3590],{},"Wer eine ",[20,3589,1128],{}," im großen Kübel hält (zum Beispiel die Acker-Kratzdistel oder die Kohldistel), bietet zugleich Nektar für adulte Tiere und potenzielle Eiablage-Stelle — auch wenn die Brut nicht überwintert, ist die Beobachtung von Raupen ein Erlebnis. Disteln gelten als „Unkraut\" und werden oft aus Gärten entfernt; im Topf gehalten, sind sie ökologisch wertvoll und beobachtungsfreundlich.",[41,3592],{},[12,3594,3596],{"id":3595},"das-sommerflieder-paradox-auch-hier","Das Sommerflieder-Paradox — auch hier",[17,3598,3599],{},"Wie beim Admiral gilt: Sommerflieder zieht den Distelfalter zuverlässig an. Adulte Falter nektarn an den langen Rispen, oft minutenlang an einer einzelnen Blüte. Das wirkt im Garten oder Balkon nach „Schmetterlingsmagnet\".",[17,3601,3602],{},"Drei Einwände gegen den Standardgriff zur Buddleja:",[423,3604,3605,3611,3619],{},[54,3606,3607,3610],{},[20,3608,3609],{},"Keine Brutpflanze."," Distelfalter-Raupen können an Sommerflieder nicht überleben.",[54,3612,3613,923,3616,3618],{},[20,3614,3615],{},"Invasiver Neophyt.",[24,3617,1087],{}," aus China verbreitet sich in Deutschland an Bahndämmen, Brachflächen und in Auen, verdrängt heimische Pioniervegetation.",[54,3620,3621,3624],{},[20,3622,3623],{},"Geringer ökologischer Wert für andere Insekten."," Keine Wirtspflanze für deutsche Wildbienen, keine Raupennahrung.",[17,3626,3627,3630],{},[20,3628,3629],{},"Heimische Alternativen mit gleicher Anziehung",": Wasserdost, Wegwarte, Distel im Topf, Skabiose, Acker-Witwenblume. Alle ziehen den Distelfalter ebenso zuverlässig an — und nützen zusätzlich Wildbienen, Schwebfliegen und anderen Faltern. Wer den Sommerflieder schon hat, lässt ihn stehen; wer neu pflanzt, hat bessere Optionen.",[41,3632],{},[12,3634,410],{"id":409},[17,3636,3637,3638,3640],{},"Der Distelfalter gilt deutschlandweit als ",[20,3639,416],{},", weil er nicht von deutschen Populationen abhängt. Die Bestandsdynamik wird in Nordafrika und Südeuropa entschieden — was in Deutschland passiert, ist statistisch eine Zugfolge.",[17,3642,3643],{},"Forschung zeigt zwei Trends:",[51,3645,3646,3652],{},[54,3647,3648,3651],{},[20,3649,3650],{},"In Mega-Jahren"," wie 2009 und 2019 erreicht der Falter Bestände, die hundertfach über Normaljahren liegen",[54,3653,3654,3657],{},[20,3655,3656],{},"Langfristig"," scheint die Variabilität zuzunehmen — vermutlich klimabedingt, mit häufigeren Extremen in beide Richtungen",[17,3659,3660],{},"Das heißt: Wer ihn im Garten oder auf dem Balkon fördern will, fördert die internationale Wanderpopulation. Ein einzelnes Tier auf einem Berliner oder Münchner Balkon hat einen biologischen Wert weit über das eigene Habitat hinaus — es ist Teil einer kontinentalen Bewegung.",[41,3662],{},[12,3664,456],{"id":455},[17,3666,3667],{},"Konkrete Hebel auf einem Balkon:",[51,3669,3670,3679,3685,3691,3697],{},[54,3671,3672,3675,3676,3678],{},[20,3673,3674],{},"Verbene als Sommer-Stammquelle."," Ein 10-L-Topf mit ",[24,3677,3482],{}," an sonniger Stelle, ab Juli bis Oktober dicht blühend, zieht Distelfalter zuverlässig an guten Jahren an.",[54,3680,3681,3684],{},[20,3682,3683],{},"Heimische Distel im 30-L-Kübel."," Doppelnutzen: Nektar für adulte Falter, mögliche Eiablage. Optisch markant, ökologisch wertvoll, beobachtungsfreundlich.",[54,3686,3687,3690],{},[20,3688,3689],{},"Wasserdost und Wegwarte für August\u002FSeptember."," Diese zwei Stauden im Topf decken die Rückwanderungsphase ab, wenn Falter Fett für die Reise nach Süden tanken.",[54,3692,3693,3696],{},[20,3694,3695],{},"Sonnige, windgeschützte Lage."," Distelfalter brauchen Wärme zum Sonnen, geschützte Plätze zum Rasten. Eine Ecke mit Steinplatte oder dunkler Holzfläche bietet Sonnen-Tankstelle nach kühlen Nächten.",[54,3698,3699,3702],{},[20,3700,3701],{},"Verzicht auf Pestizide."," Wandernde Falter sind durch ihren Fettverbrauch besonders anfällig für Toxinanreicherung. Ein pestizidfreier Balkon zählt überproportional.",[17,3704,3705],{},"In Normaljahren werden vielleicht drei bis sieben Sichtungen pro Saison gelingen. In Mega-Jahren können es täglich Dutzende sein.",[41,3707],{},[12,3709,497],{"id":496},[17,3711,3712],{},"Vier Falter werden gelegentlich verwechselt:",[51,3714,3715,3722,3729,3736],{},[54,3716,3717,3721],{},[20,3718,1248,3719,511],{},[24,3720,1251],{}," orange-braun marmoriert, dunkle Vorderflügel-Spitzen mit weißen Flecken, ohne klare rote Binde. 45–60 mm.",[54,3723,3724,3728],{},[20,3725,1240,3726,511],{},[24,3727,685],{}," kontrastreich schwarz mit leuchtend orange-roter Querbinde und weißen Flecken. 50–65 mm. Deutlich dunkler und kontrastreicher als der Distelfalter.",[54,3730,3731,3735],{},[20,3732,1257,3733,511],{},[24,3734,1260],{}," kräftig orange mit schwarzen Flecken und blauen Punkten am Hinterflügelsaum. 40–50 mm. Kleiner und intensiver gefärbt.",[54,3737,3738,3744],{},[20,3739,3740,3741,511],{},"Tagpfauenauge (",[24,3742,3743],{},"Aglais io"," rotbraun mit großen blau-schwarz-gelben Augenflecken auf allen vier Flügeln. Keine Verwechslung möglich.",[17,3746,3747],{},"Wer ein gleichmäßig marmoriertes Orange-Braun ohne kontrastreiche Bänder sieht, hat den Distelfalter.",[41,3749],{},[12,3751,538],{"id":537},[17,3753,3754],{},"Der Distelfalter ist der weitestwandernde Tagfalter Europas — über mehrere Generationen aus Nordafrika nach Mitteleuropa und zurück, Gesamtdistanz 4000 bis 7000 km. In Deutschland legt er Eier auf Disteln, Brennnessel und Malve ab, aber die Brut überlebt den Winter nicht. Was auf dem Balkon erscheint, ist immer ein Zuzügler. Förderung über Verbene, heimische Distel im Kübel, Wasserdost und Wegwarte. In Mega-Jahren wie 2009 und 2019 in Milliardenstärke präsent, in Normaljahren punktuell. Bundesweit ungefährdet, aber Bestand komplett extern bestimmt.",[41,3756],{},[12,3758,547],{"id":546},[549,3760,3762],{"id":3761},"warum-kann-sich-der-distelfalter-in-deutschland-nicht-etablieren","Warum kann sich der Distelfalter in Deutschland nicht etablieren?",[17,3764,3765,3766,3768],{},"Frost. Anders als der Tagpfauenauge oder der Kleine Fuchs hat ",[24,3767,1251],{}," keine Anpassung an mitteleuropäische Winter — weder als Falter, noch als Raupe, noch als Puppe. Temperaturen unter null Grad sind tödlich. Die Art lebt evolutionär in einem mediterranen bis subtropischen Bereich, ihre Wanderung nach Norden ist saisonale Expansion in ein temporär günstiges Habitat.",[549,3770,3772],{"id":3771},"was-ist-mit-dem-klimawandel-wird-er-bald-überwintern","Was ist mit dem Klimawandel — wird er bald überwintern?",[17,3774,3775],{},"Bisher nicht. Auch in milden Wintern 2020 und 2023 wurden keine erfolgreichen Überwinterungsstandorte in Deutschland dokumentiert. Anders als beim Admiral, der mittlerweile vereinzelt in DE überwintert, fehlt dem Distelfalter die physiologische Reserve. Erste Hinweise auf Überwinterung gibt es aus Südwestfrankreich — Deutschland liegt aktuell noch außerhalb dieses Bereichs.",[549,3777,3779],{"id":3778},"wie-kann-ein-falter-200-km-am-tag-fliegen","Wie kann ein Falter 200 km am Tag fliegen?",[17,3781,3782],{},"Höhenwanderung. In 500 bis 2000 Metern Höhe nutzen Distelfalter den Rückenwind großräumiger Wettersysteme. Britisches Vertikalradar hat Schwärme in dieser Höhe nachgewiesen — unsichtbar vom Boden aus. Die Energiekosten sind durch Windunterstützung erheblich reduziert. Am Boden sieht man die Falter nur, wenn sie nektarn — die eigentliche Wanderung läuft hoch über uns ab.",[549,3784,3786],{"id":3785},"lohnt-es-sich-eine-distel-im-kübel-zu-halten","Lohnt es sich, eine Distel im Kübel zu halten?",[17,3788,3789],{},"Ja, aber bewusst. Heimische Disteln (Acker-Kratzdistel, Kohldistel, Sumpfdistel) sind ökologisch wertvolle Pflanzen — für Falter, Wildbienen, Schwebfliegen und im Herbst für Stieglitze, die die Samen fressen. Auf dem Balkon im 30-L-Topf gehalten, sind sie kontrollierbar und keine „Plage\". Im Garten sollte vor der Pflanzung geprüft werden, ob die Art zur Standortwahl passt — manche Disteln versamen stark.",[549,3791,3793],{"id":3792},"wie-unterscheide-ich-distelfalter-und-admiral","Wie unterscheide ich Distelfalter und Admiral?",[17,3795,3796],{},"Drei Merkmale: Erstens die Grundfarbe — Distelfalter ist marmoriert orange-braun, Admiral ist schwarz mit roter Binde. Zweitens der Kontrast — Distelfalter wirkt insgesamt heller und ruhiger, Admiral wirkt kontrastreich und scharf gezeichnet. Drittens die Größe — Distelfalter 45–60 mm, Admiral 50–65 mm, also vergleichbar, aber der Admiral wirkt durch das tiefe Schwarz oft größer. Wer das marmorierte Orange sieht, hat den Distelfalter; wer die rote Binde sieht, den Admiral.",[549,3798,3800],{"id":3799},"sind-die-mega-jahre-vorhersagbar","Sind die Mega-Jahre vorhersagbar?",[17,3802,3803],{},"Teilweise. Niederschlagsdaten aus Marokko und Tunesien im Herbst und Winter sind ein Indikator — feuchte Winter dort sagen oft erhöhten Zuzug nach Norden voraus. NABU und britische Schmetterlingsforscher veröffentlichen entsprechende Frühjahrsprognosen. Verlässlich ist die Vorhersage aber nicht — die Wanderung hängt zusätzlich von Winden, Frühjahrstemperaturen in Spanien und Frankreich und einer Reihe nicht voll verstandener Faktoren ab.",{"title":587,"searchDepth":588,"depth":588,"links":3805},[3806,3807,3808,3809,3810,3811,3812,3813,3814,3815,3816,3817],{"id":3122,"depth":588,"text":3123},{"id":45,"depth":588,"text":46},{"id":3236,"depth":588,"text":3237},{"id":3342,"depth":588,"text":3343},{"id":3386,"depth":588,"text":3387},{"id":941,"depth":588,"text":942},{"id":3595,"depth":588,"text":3596},{"id":409,"depth":588,"text":410},{"id":455,"depth":588,"text":456},{"id":496,"depth":588,"text":497},{"id":537,"depth":588,"text":538},{"id":546,"depth":588,"text":547,"children":3818},[3819,3820,3821,3822,3823,3824],{"id":3761,"depth":602,"text":3762},{"id":3771,"depth":602,"text":3772},{"id":3778,"depth":602,"text":3779},{"id":3785,"depth":602,"text":3786},{"id":3792,"depth":602,"text":3793},{"id":3799,"depth":602,"text":3800},"Wanderfalter aus Nordafrika, fliegt über mehrere Generationen 4000 km nach Europa. Eiablage in DE meist erfolglos — frostempfindlich, kein Überwinterer.","Wanderfalter aus Nordafrika, fliegt jährlich über mehrere Generationen 4000+ km nach Europa. Eiablage in DE meist erfolglos — Frostempfindlich, kein Überwinterer.",[3828,3831,3834,3837,3840,3843],{"q":3829,"a":3830},"Wie erkenne ich den Distelfalter sicher?","Orange-braun marmoriert, dunkle Spitzen mit weißen Flecken auf den Vorderflügeln, Hinterflügel heller orange mit dunklen Punkten. Flügelspannweite 45–60 mm. Wirkt insgesamt heller und ruhiger gemustert als der Admiral — keine kontrastreiche rote Querbinde.",{"q":3832,"a":3833},"Woher kommt er — und wie weit fliegt er wirklich?","Aus Nordafrika und dem Mittelmeerraum. Die Wanderung läuft über mehrere Generationen: Tiere starten im Frühjahr in Marokko, vermehren sich in Spanien, ziehen weiter, vermehren sich erneut in Frankreich oder Süddeutschland, und erreichen DE im Sommer. Gesamtdistanz über die Generationen 4000 bis 7000 km — die längste Falterwanderung Europas.",{"q":3835,"a":3836},"Pflanzt er sich in Deutschland fort?","Selten erfolgreich. Eier werden auf Disteln, Brennnessel und Malve abgelegt, Raupen entwickeln sich auch — aber die Generation überlebt den deutschen Winter nicht. Frost tötet Raupen, Puppen und adulte Falter. Was man im April und Mai sieht, sind fast immer Zuzügler, nicht in DE geschlüpfte Tiere.",{"q":3838,"a":3839},"Was sind die Mega-Jahre 2009 und 2019?","Jahre mit außergewöhnlich starkem Distelfalter-Zuzug. 2009 wurden in Deutschland Milliarden Tiere geschätzt, 2019 wiederholte sich das Muster. Auslöser: ungewöhnlich nasse Winter in Nordafrika, üppige Wirtspflanzen-Bestände in Marokko, idealer Rückenwind beim Aufstieg nach Norden. In normalen Jahren ist er deutlich seltener.",{"q":3841,"a":3842},"Wie lange lebt ein adulter Distelfalter?","Zwei bis vier Wochen in Aktivphase. Wandernde Tiere haben eine kürzere Lebensspanne als sesshafte Falter, weil sie täglich Kilometerleistung erbringen und Fettreserven verbrennen. Eine einzelne Begegnung auf dem Balkon im August zeigt also ein Tier, das wahrscheinlich seit zehn bis vierzehn Tagen unterwegs ist.",{"q":3844,"a":3845},"Welche Pflanzen ziehen ihn auf den Balkon?","Sommer-Nektarpflanzen mit dichtem Blütenangebot: Verbene (Verbena bonariensis), heimische Distel im Kübel, Wasserdost, Skabiose, Wegwarte, Acker-Witwenblume. Sommerflieder zieht ihn ebenfalls — ist aber als Brutpflanze wertlos und ökologisch zwiespältig.","45–60 mm Flügelspannweite",[3848,3849,3850,3851,3852],"Sommerflieder-Alternativen: heimische Distel im 30-Liter-Kübel","Verbene (Eisenkraut) als verlässliche Sommer-Nektarquelle","Wegwarte und Wasserdost für späten Sommer","Skabiosen und Acker-Witwenblume in der Hochsaison","Sonniger, windgeschützter Stand für gute Sichtung","\u002Fimages\u002Fcontent\u002Fdistelfalter.jpeg","Distelfalter (Vanessa cardui) — Illustration im Pflanzenatlas-Stil.",{},"Distelfalter","Eiablage auf Disteln (Cirsium, Carduus), Brennnessel, Malve — in DE meist ohne Erfolg","\u002Ftierfuehrer\u002Fdistelfalter","Ungefährdet, aber stark schwankend (Wanderfalter)",{"title":3116,"description":3826},[3862,3865],{"title":3863,"url":3864,"kind":649,"publisher":665,"year":651},"Der Distelfalter: Pendler zwischen Afrika und Europa","https:\u002F\u002Fwww.nabu.de\u002Ftiere-und-pflanzen\u002Finsekten-und-spinnen\u002Fschmetterlinge\u002Ftagfalter\u002Fdistelfalter.html",{"title":3866,"url":3867,"kind":655,"publisher":656,"year":651},"Distelfalter (Vanessa cardui) — Wikipedia","https:\u002F\u002Fde.wikipedia.org\u002Fwiki\u002FDistelfalter","tierfuehrer\u002Fdistelfalter","aQtES9I4DUK7chXyJRdRxrmHyDLKiMPG8UCnlsHyp9k",{"id":3871,"title":3872,"aktiv":3873,"body":3874,"desc":4297,"description":587,"extension":608,"faq":4298,"groesse":2553,"group":629,"helps":4310,"image":4315,"imageAlt":4316,"latin":2479,"meta":4317,"name":4318,"navigation":640,"nistplatz":4319,"path":4320,"schutz":3223,"seo":4321,"sources":4322,"stem":4334,"__hash__":4335},"tierfuehrer\u002Ftierfuehrer\u002Ferdhummel.md","Erdhummel (Bombus terrestris) — Tierführer","Februar – Oktober",{"type":9,"value":3875,"toc":4279},[3876,3880,3888,3892,3900,3902,3906,3909,3940,3943,3959,3961,3965,3968,3971,3974,3977,3979,3983,3986,4061,4064,4066,4070,4078,4101,4114,4116,4120,4123,4137,4140,4143,4145,4149,4152,4155,4171,4174,4202,4205,4218,4221,4223,4225,4228,4230,4232,4236,4244,4248,4251,4255,4258,4262,4265,4269,4272,4276],[12,3877,3879],{"id":3878},"die-hummel-die-ein-volk-gründet","Die Hummel, die ein Volk gründet",[17,3881,3882],{},[20,3883,3884,3885,3887],{},"Die Erdhummel (",[24,3886,2479],{},") ist die häufigste Hummel Deutschlands — und die einzige Wildbiene auf dem Balkon, die nicht allein lebt. Dieser Tierführer-Eintrag erklärt, was sie braucht und warum sie für Balkongärtner so wichtig ist. Eine Königin gründet im Frühjahr ein Volk, das bis zu 400 Tiere umfassen kann. Sie ist der Grund, warum Tomaten und Paprika auf dem Balkon Früchte tragen.",[17,3889,30,3890,36],{},[32,3891,35],{"href":34},[17,3893,3894,3895,3899],{},"Anders als die meisten der rund 600 deutschen ",[32,3896,3898],{"href":3897},"\u002Fglossar\u002Fwildbiene\u002F","Wildbienenarten"," ist die Erdhummel sozial: Sie bildet Kolonien, hat Arbeiterinnen-Kasten und eine Königin. Das macht sie in Biologie und Verhalten deutlich komplexer als die solitäre Rote Mauerbiene — und für Balkonbepflanzung aus einem anderen Grund wichtig: Sie beherrscht eine Bestäubungstechnik, die keine andere Biene kann.",[41,3901],{},[12,3903,3905],{"id":3904},"wie-erkennst-du-sie","Wie erkennst du sie?",[17,3907,3908],{},"Das Erscheinungsbild der Erdhummel ist klassisch:",[51,3910,3911,3920,3929,3934],{},[54,3912,3913,3916,3917],{},[20,3914,3915],{},"Schwarzer Kopf"," und schwarzer Thorax mit einem ",[20,3918,3919],{},"gelben Querband",[54,3921,3922,3925,3926,3928],{},[20,3923,3924],{},"Hinterleib:"," schwarz mit gelbem Band, ",[20,3927,2047],{}," (Unterscheidungsmerkmal von der Steinhummel mit roter Schwanzspitze)",[54,3930,3931,3933],{},[20,3932,70],{}," Königin 20–22 mm, Arbeiterinnen 11–17 mm, Drohnen 14–16 mm",[54,3935,3936,3939],{},[20,3937,3938],{},"Pelzigkeit:"," dicht behaart, typisch brummend, langsamer im Flug als Honigbienen",[17,3941,3942],{},"Im frühen Frühjahr (Februar–März) sind ausschließlich Königinnen unterwegs — erkennbar an ihrer deutlich größeren Statur im Vergleich zu Arbeiterinnen im Sommer.",[17,3944,3945,3946,90,3949,3951,3952,90,3954,3956,3957,36],{},"Verwechslungsgefahr: Die ",[20,3947,3948],{},"Steinhummel",[24,3950,2504],{},") ist schwarz-rot (keine gelbe Bänderung). Die ",[20,3953,639],{},[24,3955,26],{},") ist insgesamt braunorange ohne deutliche schwarze Bänder. Zur sicheren Bestimmung aller deutschen Hummelarten empfiehlt sich ",[96,3958],{"asin":98,"label":99},[41,3960],{},[12,3962,3964],{"id":3963},"vibrationsbestäubung-was-kein-korb-lösen-kann","Vibrationsbestäubung — was kein Korb lösen kann",[17,3966,3967],{},"Die Erdhummel beherrscht Vibrationsbestäubung (Buzz Pollination, Sonikation) — eine Technik, die für Tomaten, Paprika, Auberginen und Heidelbeeren unverzichtbar ist.",[17,3969,3970],{},"Einige Blüten verschließen ihre Pollen in röhrenförmigen Staubbeuteln, aus denen sie nur durch starke Vibration freigesetzt werden. Die Erdhummel klammert sich an die Blüte, entkoppelt ihre Flügelschläge und versetzt ihre Flugmuskeln in Vibration — bei rund 400 Hz. Das Brummen, das man dabei hört, ist unverwechselbar lauter als beim normalen Flug.",[17,3972,3973],{},"Die Pollenfreisetzung durch Sonikation ist so effizient, dass ein einzelner Hummelbesuch denselben Pollenertrag erzielt wie viele Normalbesuche. Bei Tomaten im Gewächshaus werden Erdhummel-Völker deshalb kommerziell eingesetzt — weil Honigbienen Buzz Pollination schlicht nicht können.",[17,3975,3976],{},"Auf dem Balkon bedeutet das: Wer Tomaten oder Paprika in Kübeln zieht, kann auf künstliche Bestäubung (Pinsel, Vibrationsgabel) verzichten, wenn Erdhummeln im Umkreis aktiv sind.",[41,3978],{},[12,3980,3982],{"id":3981},"jahresrhythmus-des-erdhummelvolk","Jahresrhythmus des Erdhummelvolk",[17,3984,3985],{},"Die Erdhummel ist die einzige Hummelart, deren Kolonie-Zyklus man von Anfang bis Ende auf dem Balkon beobachten kann — wenn man weiß, was man sieht:",[115,3987,3988,3996],{},[118,3989,3990],{},[121,3991,3992,3994],{},[124,3993,126],{},[124,3995,129],{},[131,3997,3998,4005,4012,4019,4027,4034,4040,4047,4054],{},[121,3999,4000,4002],{},[136,4001,3261],{},[136,4003,4004],{},"Jungkönigin verlässt Winterquartier, sucht Nektar für erste Eigenernährung",[121,4006,4007,4009],{},[136,4008,3272],{},[136,4010,4011],{},"Suche nach Nistplatz (Erdloch, altes Mäusenest)",[121,4013,4014,4016],{},[136,4015,146],{},[136,4017,4018],{},"Königin legt erste Eier, zieht erste Arbeiterinnen allein auf",[121,4020,4021,4024],{},[136,4022,4023],{},"Mai–Juli",[136,4025,4026],{},"Volk wächst, Arbeiterinnen übernehmen Sammelarbeit",[121,4028,4029,4031],{},[136,4030,816],{},[136,4032,4033],{},"Volksgröße auf Maximum (150–400 Tiere)",[121,4035,4036,4038],{},[136,4037,170],{},[136,4039,173],{},[121,4041,4042,4044],{},[136,4043,178],{},[136,4045,4046],{},"Paarung, begattete Jungköniginnen suchen Überwinterungsplatz",[121,4048,4049,4051],{},[136,4050,186],{},[136,4052,4053],{},"Altes Volk stirbt vollständig — kein einziges Tier überlebt außer den Jungköniginnen",[121,4055,4056,4058],{},[136,4057,2731],{},[136,4059,4060],{},"Jungköniginnen in Winterstarre, 5–20 cm unter Erdreich",[17,4062,4063],{},"Das ganze Volk — Hunderte von Tieren, eine komplexe Sozialstruktur, ein Nest mit Wachszellen und Pollenvorräten — existiert nur für eine einzige Saison. Im Herbst ist es vollständig verschwunden.",[41,4065],{},[12,4067,4069],{"id":4068},"warum-erdhummeln-mehr-als-honigbienen-leisten","Warum Erdhummeln mehr als Honigbienen leisten",[17,4071,4072,4073,4077],{},"Für viele Kulturpflanzen und Wildblumen sind Erdhummeln effizienter als Honigbienen. Der ",[32,4074,4076],{"href":4075},"\u002Fvergleich\u002Fhonigbiene-vs-wildbiene\u002F","Vergleich Honigbiene vs. Wildbiene"," zeigt, wo die Unterschiede wirklich liegen:",[423,4079,4080,4086,4092,4095,4098],{},[54,4081,4082,4085],{},[20,4083,4084],{},"Buzz Pollination"," — für Tomate, Paprika, Aubergine unverzichtbar (Honigbienen können es nicht)",[54,4087,4088,4091],{},[20,4089,4090],{},"Flugtemperatur"," — Erdhummeln fliegen ab 6 °C, Honigbienen erst ab 15 °C",[54,4093,4094],{},"Rüssellänge — mittellanges Rüssel für mittiefe Blüten; ergänzt damit Schmetterlinge (lang) und Mauerbienen (kurz)",[54,4096,4097],{},"Reichweite — bis 2 km Flugradius, bei gutem Nahrungsangebot oft unter 500 m",[54,4099,4100],{},"Konstanz — ein einzelnes Volk mit 200+ Arbeiterinnen liefert täglich tausende Blütenbesuche",[17,4102,4103,4104,4108,4109,4113],{},"Der oft diskutierte Vergleich mit Honigbienen greift für städtische Balkone zu kurz: Mehr Imkerei in dicht bebauten Gebieten erhöht den Konkurrenzdruck auf Wildbienen um Nahrungsquellen. Wer ",[32,4105,4107],{"href":4106},"\u002Fglossar\u002Fbestaeuber\u002F","Bestäuber"," wirklich fördern will, pflanzt zuerst mehr ",[32,4110,4112],{"href":4111},"\u002Fglossar\u002Fbienenweide\u002F","Bienenweide"," — und hält sich mit weiteren Honigbienenvölkern zurück.",[41,4115],{},[12,4117,4119],{"id":4118},"nistplatz-was-auf-dem-balkon-möglich-ist","Nistplatz — was auf dem Balkon möglich ist",[17,4121,4122],{},"Erdhummeln nisten selten direkt auf Balkonen. Sie bevorzugen:",[51,4124,4125,4128,4131,4134],{},[54,4126,4127],{},"Alte Mäusenester und Erdhöhlen im Boden",[54,4129,4130],{},"Komposthaufen mit lockerer, trockener Substratschicht",[54,4132,4133],{},"Hohlräume unter Terrassendielen oder hinter Fassadenverkleidungen",[54,4135,4136],{},"Gelegentlich Blumenkästen mit trockenem Moospolster im Boden",[17,4138,4139],{},"Es gibt Hummelkästen im Fachhandel — hölzerne Kästen mit kleinem Einflugloch, Innensubstrat aus Moos und Baumwolle. Belegungsquoten liegen bei 10–30 %. Das ist keine schlechte Quote für eine Wildtierart: Wenn es klappt, ist das Beobachten einer Königin beim Nestbau eines der direktesten Naturerlebnisse, das ein Balkon bieten kann.",[17,4141,4142],{},"Wer einen Hummelkasten aufstellt: halbschattig positionieren, Einflugloch Richtung Osten, Boden nicht dauerhaft feucht. Den Kasten über Winter draußen lassen — die leere Neststruktur kann im Folgejahr genutzt werden.",[41,4144],{},[12,4146,4148],{"id":4147},"was-erdhummeln-auf-dem-balkon-anzieht","Was Erdhummeln auf dem Balkon anzieht",[17,4150,4151],{},"Die Erdhummel ist ein Generalist — sie ist nicht auf bestimmte Pflanzen spezialisiert. Das macht das Nahrungsangebot kalkulierbar:",[17,4153,4154],{},"Frühling (März–Mai):",[51,4156,4157,4160,4165],{},[54,4158,4159],{},"Weidenkätzchen, Obstblüten (indirekt, aus dem Umfeld)",[54,4161,2283,4162,4164],{},[24,4163,2286],{}," spp.) — heimisch, früh, ideal",[54,4166,2278,4167,4170],{},[24,4168,4169],{},"Pulmonaria",") — March nectar source, kurzer Rüssel passt",[17,4172,4173],{},"Sommer (Mai–August):",[51,4175,4176,4179,4186,4193,4199],{},[54,4177,4178],{},"Lavendel — Hitze-optimale Hauptquelle, sehr hohe Besuchsdichte",[54,4180,2356,4181,267,4183,4185],{},[24,4182,302],{},[24,4184,305],{},") — Juni\u002FJuli",[54,4187,4188,4189,4192],{},"Ziest (",[24,4190,4191],{},"Stachys"," spp.) — heimisch, sehr attraktiv",[54,4194,4195,4196,4198],{},"Katzenminze (",[24,4197,347],{}," spp.) — lang blühend, robust",[54,4200,4201],{},"Zinnien, Kosmos — exotisch aber gut bestäubungsgeeignet",[17,4203,4204],{},"Herbst (August–Oktober):",[51,4206,4207,4213],{},[54,4208,4209,4210,4212],{},"Herbst-Astern (",[24,4211,391],{},") — September\u002FOktober, kritisch für Jungköniginnen",[54,4214,1061,4215,4217],{},[24,4216,400],{},") — Oktober-Blüte, eine der letzten Nektarquellen",[17,4219,4220],{},"Wichtig: Früh und spät. Die Königin im März und die Jungköniginnen im Oktober brauchen beide Nahrung — das sind die kritischen Phasen.",[41,4222],{},[12,4224,538],{"id":537},[17,4226,4227],{},"Die Erdhummel gründet Völker bis 400 Tiere und beherrscht Vibrationsbestäubung — für Tomaten und Paprika auf dem Balkon gibt es dafür keine Alternative. Sie nagt selten direkt auf Balkonen, kommt aber als Sammlerin täglich zu Besuch, wenn Lavendel, Salbei oder Herbst-Astern blühen. Überwinterung nur als begattete Königin im Boden — Herbstbeete deshalb nicht umgraben.",[41,4229],{},[12,4231,547],{"id":546},[549,4233,4235],{"id":4234},"wie-erkenne-ich-die-erdhummel","Wie erkenne ich die Erdhummel?",[17,4237,4238,4240,4241,4243],{},[24,4239,2479],{}," hat einen schwarzen Kopf, einen schwarzen Thorax mit gelbem Band, einen schwarzen Hinterleib mit gelbem Band und weißer Schwanzspitze. Königinnen sind 20–22 mm groß, Arbeiterinnen 11–17 mm. Die sehr ähnliche Steinhummel (",[24,4242,2504],{},") hat eine rote Schwanzspitze statt weißer.",[549,4245,4247],{"id":4246},"was-ist-vibrationsbestäubung","Was ist Vibrationsbestäubung?",[17,4249,4250],{},"Bei der Vibrationsbestäubung (Buzz Pollination) klammert sich die Hummel an die Blüte und versetzt ihre Flugmuskeln in Vibration bei etwa 400 Hz. Dadurch wird Pollen aus geschlossenen Staubbeuteln herausgeschleudert. Tomaten, Paprika, Auberginen und Heidelbeeren sind auf diese Technik angewiesen. Honigbienen beherrschen sie nicht.",[549,4252,4254],{"id":4253},"wie-groß-ist-ein-erdhummelvolk","Wie groß ist ein Erdhummelvolk?",[17,4256,4257],{},"Ein Erdhummelvolk zählt auf dem Höhepunkt typischerweise 150–400 Arbeiterinnen. Im Herbst stirbt das gesamte Volk — nur begattete Jungköniginnen überwintern.",[549,4259,4261],{"id":4260},"wo-überwintert-die-erdhummel","Wo überwintert die Erdhummel?",[17,4263,4264],{},"Nur begattete Jungköniginnen überwintern — in 5–20 cm Bodentiefe in losen Erdlöchern oder unter Laubschichten. Deshalb sollten Beete und Kübel im Oktober und November nicht umgegraben werden.",[549,4266,4268],{"id":4267},"sticht-die-erdhummel","Sticht die Erdhummel?",[17,4270,4271],{},"Arbeiterinnen können stechen, tun es aber nur in direkter Notwehr. Drohnen haben keinen Stachel. Erdhummeln sind sehr friedfertig — selbst direkt am Nest zeigen sie kein aggressives Verhalten gegenüber ruhig bleibenden Menschen.",[549,4273,4275],{"id":4274},"was-tun-wenn-eine-erdhummel-erschöpft-auf-dem-balkon-liegt","Was tun, wenn eine Erdhummel erschöpft auf dem Balkon liegt?",[17,4277,4278],{},"Eine reglose Hummel ist oft nicht tot, sondern unterkühlt oder erschöpft. Einen Teelöffel mit 50:50 Wasser-Zucker-Lösung danebensetzen. Die meisten Hummeln erholen sich in 10–20 Minuten und fliegen weiter.",{"title":587,"searchDepth":588,"depth":588,"links":4280},[4281,4282,4283,4284,4285,4286,4287,4288,4289],{"id":3878,"depth":588,"text":3879},{"id":3904,"depth":588,"text":3905},{"id":3963,"depth":588,"text":3964},{"id":3981,"depth":588,"text":3982},{"id":4068,"depth":588,"text":4069},{"id":4118,"depth":588,"text":4119},{"id":4147,"depth":588,"text":4148},{"id":537,"depth":588,"text":538},{"id":546,"depth":588,"text":547,"children":4290},[4291,4292,4293,4294,4295,4296],{"id":4234,"depth":602,"text":4235},{"id":4246,"depth":602,"text":4247},{"id":4253,"depth":602,"text":4254},{"id":4260,"depth":602,"text":4261},{"id":4267,"depth":602,"text":4268},{"id":4274,"depth":602,"text":4275},"Häufigste Hummel Deutschlands. Gründet Völker bis 400 Tiere, beherrscht Vibrationsbestäubung und überwintert als begattete Königin im Boden.",[4299,4301,4304,4307,4309],{"q":4235,"a":4300},"Die Erdhummel hat einen schwarzen Kopf und Thorax mit gelbem Band, einen schwarzen Hinterleib mit gelbem Band und eine weiße Schwanzspitze. Königinnen sind 20–22 mm groß, Arbeiterinnen 11–17 mm. Die sehr ähnliche Steinhummel hat eine rote Schwanzspitze statt einer weißen.",{"q":4302,"a":4303},"Was ist Vibrationsbestäubung und warum ist sie wichtig für Tomaten?","Bei der Vibrationsbestäubung (Buzz Pollination) klammert sich die Hummel an die Blüte und versetzt ihre Flugmuskeln bei etwa 400 Hz in Vibration, wodurch Pollen aus geschlossenen Staubbeuteln freigesetzt wird. Tomaten, Paprika und Auberginen sind auf diese Technik angewiesen. Honigbienen beherrschen sie nicht.",{"q":4305,"a":4306},"Wie groß wird ein Erdhummelvolk?","Ein Erdhummelvolk zählt auf dem Höhepunkt typischerweise 150–400 Arbeiterinnen. Im Herbst stirbt das gesamte Volk ab — nur begattete Jungköniginnen überwintern.",{"q":4261,"a":4308},"Nur begattete Jungköniginnen überwintern, und zwar in 5–20 cm Bodentiefe in Erdlöchern oder unter Laubschichten. Deshalb sollten Beete und Kübel im Oktober und November nicht umgegraben werden.",{"q":4268,"a":4271},[4311,4312,4313,4314],"Lavendel","Tomaten (Vibrationsbestäubung)","Erdnester dulden (nicht umgraben)","Totholz stehen lassen","\u002Fimages\u002Fcontent\u002Ferdhummel.jpeg","Erdhummel (Bombus terrestris) mit charakteristischer schwarz-gelber Zeichnung und weißem Hinterleibsende auf einer Blüte.",{},"Erdhummel","Erdlöcher, alte Mäusenester, Komposthaufen, gelegentlich Mauerspalten","\u002Ftierfuehrer\u002Ferdhummel",{"title":3872,"description":587},[4323,4326,4330],{"title":4324,"url":4325,"kind":649,"publisher":665,"year":651},"Hummeln erkennen und schützen","https:\u002F\u002Fwww.nabu.de\u002Ftiere-und-pflanzen\u002Finsekten-und-spinnentiere\u002Finsekten\u002Fbienen\u002Fhummeln\u002Findex.html",{"title":4327,"url":4328,"kind":660,"publisher":4329,"year":651},"Wildbienen in Deutschland — Artenkunde und Schutz","https:\u002F\u002Fwww.bfn.de\u002Fwildbienen","Bundesamt für Naturschutz",{"title":4331,"url":4332,"kind":655,"publisher":4333,"year":651},"Wildbienen-Bestimmung: Hummeln (Bombus)","https:\u002F\u002Fwww.wildbienen.info\u002Fhummeln\u002Findex.htm","Paul Westrich","tierfuehrer\u002Ferdhummel","Za0BiVG4ztBAuE-bJ2M-udrR7wmEFCgPlnFHrZK31Jw",{"id":4337,"title":4338,"aktiv":4339,"body":4340,"desc":4997,"description":587,"extension":608,"faq":4998,"groesse":5013,"group":5014,"helps":5015,"image":5021,"imageAlt":5022,"latin":4353,"meta":5023,"name":5024,"navigation":640,"nistplatz":5025,"path":5026,"schutz":3223,"seo":5027,"sources":5028,"stem":5037,"__hash__":5038},"tierfuehrer\u002Ftierfuehrer\u002Fwollbiene.md","Garten-Wollbiene (Anthidium manicatum) — Tierführer","Juni – August",{"type":9,"value":4341,"toc":4974},[4342,4346,4355,4361,4363,4365,4438,4440,4472,4478,4480,4484,4490,4493,4500,4503,4505,4509,4512,4600,4603,4605,4609,4616,4619,4665,4668,4695,4703,4705,4709,4716,4734,4746,4750,4761,4764,4784,4787,4789,4791,4797,4800,4811,4814,4816,4818,4821,4853,4856,4858,4860,4863,4909,4919,4921,4923,4926,4928,4930,4934,4937,4941,4947,4951,4960,4964,4967,4971],[12,4343,4345],{"id":4344},"die-wildbiene-die-wie-eine-wespe-aussieht","Die Wildbiene, die wie eine Wespe aussieht",[17,4347,4348],{},[20,4349,4350,4351,4354],{},"Die Garten-Wollbiene (",[24,4352,4353],{},"Anthidium manicatum",") ist eine der auffälligsten heimischen Wildbienen auf Balkonen mit Lavendel. Schwarz-gelb gezeichnet, leicht mit Wespen zu verwechseln, mit einem ungewöhnlichen Geschlechtsdimorphismus: Die Männchen sind deutlich größer als die Weibchen und verteidigen Blütenreviere aggressiv. Dieser Tierführer-Eintrag erklärt, was du an der Wollbiene erkennst, warum sie ihre Nester mit Pflanzenwolle auspolstert — und warum die kämpferischen Männchen niemanden stechen können.",[17,4356,4357,4358,4360],{},"Eine Wildbiene mit Charakter. Wer im Sommer mit dem Kaffee am Lavendel sitzt und plötzlich eine schwarz-gelb gestreifte „Wespe\" sieht, die im Sturzflug Honigbienen abdrängt, hat fast immer ein Wollbienen-Männchen vor sich. Es ist eine der wenigen ",[32,4359,3898],{"href":3897},", bei denen das Männchen größer ist als das Weibchen, und eine der ganz wenigen, die ein klassisches Revierverhalten zeigen. Naturkunde-Highlight auf engstem Raum.",[41,4362],{},[12,4364,46],{"id":45},[115,4366,4367,4376],{},[118,4368,4369],{},[121,4370,4371,4373],{},[124,4372,1739],{},[124,4374,4375],{},"Details",[131,4377,4378,4385,4392,4399,4407,4414,4422,4430],{},[121,4379,4380,4382],{},[136,4381,3181],{},[136,4383,4384],{},"Megachilidae (Bauchsammler)",[121,4386,4387,4389],{},[136,4388,1742],{},[136,4390,4391],{},"Männchen 14–18 mm, Weibchen 11–14 mm",[121,4393,4394,4396],{},[136,4395,2060],{},[136,4397,4398],{},"Juni – August, eine Generation pro Jahr",[121,4400,4401,4404],{},[136,4402,4403],{},"Nahrung",[136,4405,4406],{},"polylektisch, mit klarer Vorliebe für Lippenblütler",[121,4408,4409,4411],{},[136,4410,2068],{},[136,4412,4413],{},"vorhandene Hohlräume, Wandritzen, Käfergänge, Bohrlöcher",[121,4415,4416,4419],{},[136,4417,4418],{},"Sozialform",[136,4420,4421],{},"solitär",[121,4423,4424,4427],{},[136,4425,4426],{},"Schutzstatus DE",[136,4428,4429],{},"ungefährdet, urban häufig",[121,4431,4432,4435],{},[136,4433,4434],{},"Verbreitung",[136,4436,4437],{},"ganz Deutschland, im Siedlungsraum besonders häufig",[549,4439,3905],{"id":3904},[51,4441,4442,4448,4453,4461,4466],{},[54,4443,4444,4447],{},[20,4445,4446],{},"Färbung:"," schwarzer Grundton mit kräftiger gelber Bänderung an Hinterleib, Gesicht und Beinen — auf den ersten Blick wespenähnlich",[54,4449,4450,4452],{},[20,4451,64],{}," spärlich, daher der wespige Eindruck — keine pelzig-flauschige Erscheinung wie bei Hummeln",[54,4454,4455,4457,4458],{},[20,4456,1435],{}," 14–18 mm, mit fünf Stacheln (Dornen) am Hinterleibsende — sehen wehrhaft aus, ",[20,4459,4460],{},"können aber nicht stechen",[54,4462,4463,4465],{},[20,4464,1441],{}," kleiner, 11–14 mm, mit Bauchbürste (Scopa) zum Pollensammeln, ohne Hinterleibsstacheln",[54,4467,4468,4471],{},[20,4469,4470],{},"Verhalten:"," Männchen patrouillieren laut und ruckartig an Lavendel-Beständen, vertreiben andere Insekten — Weibchen sammeln zielstrebig und ruhig",[17,4473,4474,4475,4477],{},"Wer im Sommer am Lavendel beobachtet, wie eine vermeintliche „Wespe\" eine Honigbiene rammt: Das ist sehr wahrscheinlich ein Wollbienen-Männchen. Für die Detailbestimmung der über 600 deutschen Wildbienenarten bleibt ",[96,4476],{"asin":98,"label":99}," das Standardwerk.",[41,4479],{},[12,4481,4483],{"id":4482},"männchen-größer-männchen-kämpft-ein-sonderfall","Männchen größer, Männchen kämpft — ein Sonderfall",[17,4485,4486,4487,4489],{},"Bei nahezu allen Bienen- und Wespenarten sind Weibchen größer als Männchen. Bei ",[24,4488,4353],{}," ist es umgekehrt. Das hat einen klaren Grund: Die Männchen verteidigen Blütenreviere — typischerweise einen blühenden Lavendelstrauch, einen Ziest-Block oder eine Salbeigruppe — und drängen alle anderen Bestäuber gewaltsam ab. Honigbienen, Hummeln, andere Wildbienen: weg. Größe und Wendigkeit zählen dabei mehr als für ein Weibchen, das nur sammeln muss.",[17,4491,4492],{},"Das Männchen patrouilliert das Revier, attackiert Eindringlinge mit hörbarem Aufprall und kehrt anschließend an einen festen Beobachtungspunkt zurück — oft ein bestimmter Blütenstand oder ein vorstehender Stiel. Die fünf Stacheln am Hinterleibsende werden bei Angriffen als Rammwerkzeug eingesetzt, um den Gegner gegen einen Pflanzenstiel zu drücken.",[17,4494,4495,4496,4499],{},"Wichtig für Balkonbeobachter: ",[20,4497,4498],{},"Das Männchen kann nicht stechen",". Es hat überhaupt keinen Stachel — die fünf Hinterleibsdornen sind keine Stechwerkzeuge, sondern Klammer- und Rammhilfen. Die ganze Drohgebärde ist Bluff. Auch das Weibchen sticht praktisch nie, da es als Solitärbiene kein Nest mit Vorrat zu verteidigen hat.",[17,4501,4502],{},"Die Revierhaltung der Männchen kann anderen Bestäubern an einzelnen Pflanzen tatsächlich Konkurrenz machen — ein gut bestückter Balkon mit mehreren Blühinseln entschärft das, weil Honigbienen und Hummeln einfach ausweichen können.",[41,4504],{},[12,4506,4508],{"id":4507},"lebenszyklus-eine-generation-im-hochsommer","Lebenszyklus — eine Generation im Hochsommer",[17,4510,4511],{},"Die Wollbiene fliegt im Hochsommer, wenn der Lavendel blüht. Eine klare Saison, ein klares Muster:",[115,4513,4514,4524],{},[118,4515,4516],{},[121,4517,4518,4520,4522],{},[124,4519,758],{},[124,4521,761],{},[124,4523,4375],{},[131,4525,4526,4537,4548,4558,4568,4578,4589],{},[121,4527,4528,4531,4534],{},[136,4529,4530],{},"Schlupf Männchen",[136,4532,4533],{},"Anfang Juni",[136,4535,4536],{},"meist einige Tage vor Weibchen",[121,4538,4539,4542,4545],{},[136,4540,4541],{},"Schlupf Weibchen",[136,4543,4544],{},"Juni",[136,4546,4547],{},"direkt nach den Männchen",[121,4549,4550,4553,4555],{},[136,4551,4552],{},"Paarung",[136,4554,4544],{},[136,4556,4557],{},"im Revier des Männchens, an Blüten",[121,4559,4560,4563,4565],{},[136,4561,4562],{},"Nestbau",[136,4564,4339],{},[136,4566,4567],{},"Weibchen sucht Hohlraum, kleidet ihn mit Pflanzenwolle aus",[121,4569,4570,4573,4575],{},[136,4571,4572],{},"Pollenproviantierung",[136,4574,4339],{},[136,4576,4577],{},"Pollenkugel je Brutzelle, Eiablage, Verschluss",[121,4579,4580,4583,4586],{},[136,4581,4582],{},"Larvenentwicklung",[136,4584,4585],{},"Sommer – Herbst",[136,4587,4588],{},"Larve frisst Pollenvorrat, verpuppt sich",[121,4590,4591,4594,4597],{},[136,4592,4593],{},"Überwinterung",[136,4595,4596],{},"Herbst – Mai",[136,4598,4599],{},"als Ruhelarve im Kokon im Nest",[17,4601,4602],{},"Das Männchen lebt rund 4 Wochen, das Weibchen 6–8 Wochen. In dieser Zeit legt das Weibchen 5–15 Brutzellen an — verteilt auf einen oder mehrere Hohlräume. Das Männchen stirbt früher, oft schon im Juli; die Sammelarbeit der Weibchen geht in der Regel bis Mitte August weiter.",[41,4604],{},[12,4606,4608],{"id":4607},"trachtpflanzen-vor-allem-lippenblütler","Trachtpflanzen — vor allem Lippenblütler",[17,4610,4611,4612,4615],{},"Die Wollbiene ist polylektisch — sie nutzt mehrere Pflanzenfamilien — hat aber eine klare Vorliebe für ",[20,4613,4614],{},"Lippenblütler (Lamiaceae)"," mit Pollen und langem Nektarröhren-Zugang. Lange Zunge, kräftige Körperhaltung an der Blüte.",[17,4617,4618],{},"Sehr stark frequentiert:",[51,4620,4621,4627,4633,4641,4647,4655],{},[54,4622,4623,4624,4626],{},"Echter Lavendel (",[24,4625,2352],{},") — die unbestrittene Nummer eins auf dem Balkon",[54,4628,4629,4630,4632],{},"Woll-Ziest (",[24,4631,326],{},") — doppelte Funktion: Nektar und Wollquelle (siehe Nistplatz)",[54,4634,4635,4636,4638,4639,985],{},"Echter Salbei (",[24,4637,302],{},") und Steppen-Salbei (",[24,4640,305],{},[54,4642,4643,4644,4646],{},"Andorn (",[24,4645,338],{},") — traditionelle Heilpflanze, sehr attraktiv",[54,4648,4195,4649,267,4652,985],{},[24,4650,4651],{},"Nepeta cataria",[24,4653,4654],{},"N. faassenii",[54,4656,4657,4658,4661,4662,985],{},"Bohnenkraut (",[24,4659,4660],{},"Satureja"," spp.) und Ysop (",[24,4663,4664],{},"Hyssopus officinalis",[17,4666,4667],{},"Außerdem gut nutzbar:",[51,4669,4670,4677,4688],{},[54,4671,4672,4673,4676],{},"Königskerze (",[24,4674,4675],{},"Verbascum thapsus",") — sowohl Pollen als auch Pflanzenwolle",[54,4678,4679,4680,4683,4684,4687],{},"Hauhechel (",[24,4681,4682],{},"Ononis"," spp.) und Hornklee (",[24,4685,4686],{},"Lotus corniculatus",") — Schmetterlingsblütler",[54,4689,4690,4691,4694],{},"Heilziest (",[24,4692,4693],{},"Stachys officinalis",") — heimischer Verwandter des Woll-Ziest",[17,4696,4697,4698,4702],{},"Zu vermeiden: gefüllte Lavendel-Sorten und gefüllte Salbei-Zuchtformen — sie produzieren keinen erreichbaren Pollen. Ungefüllt, einfach blühend, idealerweise ",[32,4699,4701],{"href":4700},"\u002Fglossar\u002Ftorffreie-erde\u002F","torffreie Erde"," und volle Sonne.",[41,4704],{},[12,4706,4708],{"id":4707},"nistplatz-und-nisthilfe","Nistplatz und Nisthilfe",[17,4710,4711,4712,4715],{},"Anders als die Rote Mauerbiene gräbt die Wollbiene nicht in eigene Hohlräume hinein — sie nutzt ",[20,4713,4714],{},"vorhandene Hohlräume",". Auf dem Balkon kommen mehrere Strukturen infrage:",[51,4717,4718,4725,4728,4731],{},[54,4719,4720,4721,4724],{},"Vorgebohrte Hartholz-Nisthilfen mit Lochdurchmesser ",[20,4722,4723],{},"6–10 mm"," und Tiefe ≥ 10 cm",[54,4726,4727],{},"Bambusröhrchen gleicher Maße",[54,4729,4730],{},"Wandritzen, Mauerlöcher, alte Käferfraßgänge in Totholz",[54,4732,4733],{},"Bohrlöcher in Steinpfosten oder Mauerwerk",[17,4735,4736,4737,4741,4742,36],{},"Mehr Hintergrund zu Aufbau und Standortwahl funktionaler Strukturen: ",[32,4738,4740],{"href":4739},"\u002Fglossar\u002Fnisthilfe\u002F","Nisthilfe",". Bewährt für gemischte Wildbienen-Nutzung mit Wollbiene als Teilbesetzung: ",[96,4743],{"asin":4744,"label":4745},"B08NPJMTMJ","Pappröhrchen 5–9 mm, 250 Stück",[549,4747,4749],{"id":4748},"das-namensgebende-detail-pflanzenwolle","Das namensgebende Detail: Pflanzenwolle",[17,4751,4752,4753,4756,4757,4760],{},"Das Weibchen kleidet jede Brutzelle mit Pflanzenwolle aus — fein gezupften Haaren filzhaariger Pflanzen. Daher der Name ",[24,4754,4755],{},"Wollbiene"," und der Artname ",[24,4758,4759],{},"manicatum"," (mit Stulpen). Es ist eine direkt am Balkon beobachtbare Szene: Das Weibchen landet auf einem Woll-Ziest-Blatt, beißt mit den Mandibeln Haar für Haar ab, ballt das Material zu einer kleinen Wollkugel und fliegt mit ihr zur Nisthöhle.",[17,4762,4763],{},"Bevorzugte Wollquellen:",[51,4765,4766,4771,4777],{},[54,4767,4629,4768,4770],{},[24,4769,326],{},") — der Klassiker, dichte silbergraue Behaarung",[54,4772,4672,4773,4776],{},[24,4774,4775],{},"Verbascum"," spp.) — sowohl Blätter als auch junge Triebe",[54,4778,4779,4780,4783],{},"Heiligenkraut (",[24,4781,4782],{},"Santolina chamaecyparissus",") — gelegentlich genutzt",[17,4785,4786],{},"Wer beides bietet — Nektarpflanze und Wollpflanze — schafft auf wenigen Quadratmetern Balkon einen vollständigen Lebensraum für die Wollbiene. Ein Kübel Woll-Ziest neben einem Kübel Lavendel ist eine der schönsten Beobachtungssituationen, die ein Balkon bietet.",[41,4788],{},[12,4790,410],{"id":409},[17,4792,4793,4794,4796],{},"Die Garten-Wollbiene ist in Deutschland ",[20,4795,416],{},". Sie profitiert deutlich von urbanen Gärten und Balkonen mit Lavendel-Beständen und gilt als typische Kulturfolgerin. Anders als die Hosenbiene, deren Lebensraum (offene Sandflächen) im Siedlungsraum schrumpft, findet die Wollbiene in der Stadt häufig sogar bessere Bedingungen als auf dem Land.",[17,4798,4799],{},"Trotz „ungefährdet\" sind ein paar Dinge nicht trivial:",[51,4801,4802,4805,4808],{},[54,4803,4804],{},"Pestizide auf Lavendel und anderen Gartenpflanzen können auch bei häufigen Arten Brutverluste verursachen",[54,4806,4807],{},"Übermäßiges „Aufräumen\" alter Pflanzenstängel und Mauern entfernt potenzielle Nistplätze",[54,4809,4810],{},"Lavendel-Monokulturen ohne ergänzende Wollquellen funktionieren nur halb",[17,4812,4813],{},"Wer der Wollbiene helfen will, muss nicht gegen einen Trend ankämpfen — sondern sie einfach lassen und die zwei richtigen Pflanzen anbieten.",[41,4815],{},[12,4817,456],{"id":455},[17,4819,4820],{},"Die Wollbiene ist eine der dankbarsten Wildbienen für die Balkonbeobachtung. Der Maßnahmen-Mix:",[51,4822,4823,4832,4841,4844,4847,4850],{},[54,4824,4825,4826,90,4829,4831],{},"Mindestens ein größerer Kübel ",[20,4827,4828],{},"Echter Lavendel",[24,4830,2352],{},") — die Nahrungsbasis",[54,4833,4834,4835,90,4838,4840],{},"Ein Kübel ",[20,4836,4837],{},"Woll-Ziest",[24,4839,326],{},") — Wollquelle und zusätzliche Nektarpflanze",[54,4842,4843],{},"Ergänzend Salbei, Andorn, Katzenminze — verlängern die Blühphase",[54,4845,4846],{},"Ein Niststreifen mit Röhrchen 6–10 mm Durchmesser, ≥ 10 cm tief, fest montiert, südwest- bis südausgerichtet",[54,4848,4849],{},"Keine Pestizide; Etiketten von Baumarktpflanzen prüfen",[54,4851,4852],{},"Verblühtes erst spät im Herbst zurückschneiden, einige hohle Stängel über Winter stehen lassen",[17,4854,4855],{},"Mit dieser Kombination ist die Wahrscheinlichkeit hoch, im Juni Wollbienen-Männchen am Lavendel patrouillieren zu sehen und im Juli sammelnde Weibchen an den Woll-Ziest-Blättern zu beobachten. Das ist nicht garantierte Brut, aber ein konkreter Beitrag zum Lebensraumangebot — und ein direkt beobachtbares Stück Naturgeschichte auf wenigen Quadratmetern.",[41,4857],{},[12,4859,497],{"id":496},[17,4861,4862],{},"Die Garten-Wollbiene wird auf dem Balkon vor allem mit zwei Gruppen verwechselt:",[51,4864,4865,4877,4886,4900],{},[54,4866,4867,4876],{},[20,4868,4869,4870,3423,4873,1028],{},"Echte Wespen (",[24,4871,4872],{},"Vespula",[24,4874,4875],{},"Polistes"," — ähnlich schwarz-gelb, aber schlanker, mit deutlich abgesetzter „Wespentaille\", glatt-glänzend und ohne Pollensammelvorrichtung. Wespen fliegen ruhiger und an Blüten meist nur kurz; Wollbienen-Männchen patrouillieren auffällig ruckartig",[54,4878,4879,4885],{},[20,4880,4881,4882,985],{},"Hornissen (",[24,4883,4884],{},"Vespa crabro"," — viel größer (20–35 mm), rotbraun-gelb gefärbt, niemals mit der Wollbiene verwechselbar bei direktem Vergleich",[54,4887,4888,4895,4896,4899],{},[20,4889,4890,4891,4894],{},"Andere ",[24,4892,4893],{},"Anthidium","-Arten"," — in DE etwa zehn weitere Arten der Gattung, alle ähnlich gefärbt, deutlich kleiner und seltener auf Balkonen. ",[24,4897,4898],{},"A. manicatum"," ist die mit Abstand häufigste und größte",[54,4901,4902,4908],{},[20,4903,4904,4905,1028],{},"Sandbienen (",[24,4906,4907],{},"Andrena"," mit gelben Bändern — meist deutlich pelziger und im Frühjahr aktiv, nicht im Hochsommer",[17,4910,4911,4912,4915,4916,4918],{},"Das eindeutigste Merkmal bleibt die ",[20,4913,4914],{},"Kombination aus wespenartiger Färbung, aktivem Revierverhalten an Lavendel und sichtbaren Pollenbürsten am Bauch der Weibchen",". Wer diese drei Punkte sieht, hat ",[24,4917,4353],{}," — und keine Wespe.",[41,4920],{},[12,4922,538],{"id":537},[17,4924,4925],{},"Die Garten-Wollbiene sieht aus wie eine Wespe, ist aber eine heimische Wildbiene. Männchen größer als Weibchen, revierverteidigend an Lavendel — aber stechen können sie nicht, sie haben gar keinen Stachel. Weibchen kleiden ihre Nester mit Pflanzenwolle aus, gezupft von Woll-Ziest oder Königskerze. Lavendel plus Woll-Ziest plus eine Nisthilfe mit 6–10 mm Röhrchen sind die drei Bausteine, die der Balkon liefern kann. Eine der dankbarsten Wildbienen für direkte Beobachtung — und ungefährdet, weil sie urban gut zurechtkommt.",[41,4927],{},[12,4929,547],{"id":546},[549,4931,4933],{"id":4932},"kann-mich-ein-wollbienen-männchen-stechen","Kann mich ein Wollbienen-Männchen stechen?",[17,4935,4936],{},"Nein. Männchen besitzen bei allen Bienen- und Wespenarten keinen Stachel — der Stachel ist ein umgewandelter Legebohrer und damit ein rein weibliches Organ. Die fünf Hinterleibsdornen, die Wollbienen-Männchen so wehrhaft wirken lassen, sind keine Stechwerkzeuge, sondern Klammer- und Rammhilfen für das Revierverhalten. Auch das Weibchen sticht praktisch nie, da es als Solitärbiene kein Vorratsnest verteidigen muss.",[549,4938,4940],{"id":4939},"warum-sind-die-männchen-größer-als-die-weibchen","Warum sind die Männchen größer als die Weibchen?",[17,4942,4943,4944,4946],{},"Das ist bei Wildbienen sehr ungewöhnlich. Bei ",[24,4945,4353],{}," hängt es mit dem aktiven Revierverhalten der Männchen zusammen: Größere und kräftigere Männchen können Blütenreviere besser verteidigen, andere Bestäuber abdrängen und damit ihre Chance auf Paarung mit den sammelnden Weibchen erhöhen. Die natürliche Selektion bevorzugt hier große Männchen — anders als bei den meisten anderen Bienenarten, bei denen die Weibchen die Mehrarbeit haben.",[549,4948,4950],{"id":4949},"welche-pflanzen-brauche-ich-für-die-wollbiene","Welche Pflanzen brauche ich für die Wollbiene?",[17,4952,4953,4954,4956,4957,4959],{},"Mindestens Echten Lavendel (",[24,4955,2352],{},") als Nektarpflanze und Woll-Ziest (",[24,4958,326],{},") als Wollquelle. Ergänzend Salbei, Andorn und Katzenminze für mehr Blütenkontinuität. Eine Nisthilfe mit Röhrchen 6–10 mm Durchmesser und mindestens 10 cm Tiefe ergänzt das Angebot. Mit dieser Kombination ist auf den meisten Stadtbalkonen die Anwesenheit der Wollbiene wahrscheinlich.",[549,4961,4963],{"id":4962},"stört-die-wollbiene-andere-bestäuber-an-meinem-balkon","Stört die Wollbiene andere Bestäuber an meinem Balkon?",[17,4965,4966],{},"Die revierverteidigenden Männchen drängen tatsächlich andere Insekten von einzelnen Blühpflanzen ab. Auf einem gut bestückten Balkon mit mehreren Blühinseln ist das kein Problem — Honigbienen und Hummeln weichen einfach an Nachbarpflanzen aus. In einem sehr kleinen Pflanzangebot kann ein Wollbienen-Männchen die Besuchsdichte anderer Bestäuber kurzzeitig drücken; das löst sich, sobald das Angebot breiter wird.",[549,4968,4970],{"id":4969},"wann-ist-die-beste-beobachtungszeit","Wann ist die beste Beobachtungszeit?",[17,4972,4973],{},"Sonnige Vormittage und Mittagsstunden von Juni bis August, idealerweise bei 20–28 °C an einem ausgewachsenen Lavendel-Bestand. Männchen sind im Juni und Anfang Juli am auffälligsten, Weibchen mit Wollkugel im Maul beim Anflug der Nisthilfe in der zweiten Julihälfte. Das Wollzupfen am Woll-Ziest ist eine der direktesten Beobachtungssituationen, die ein Balkon bietet — wer geduldig wartet, sieht es im Juli regelmäßig.",{"title":587,"searchDepth":588,"depth":588,"links":4975},[4976,4977,4980,4981,4982,4983,4986,4987,4988,4989,4990],{"id":4344,"depth":588,"text":4345},{"id":45,"depth":588,"text":46,"children":4978},[4979],{"id":3904,"depth":602,"text":3905},{"id":4482,"depth":588,"text":4483},{"id":4507,"depth":588,"text":4508},{"id":4607,"depth":588,"text":4608},{"id":4707,"depth":588,"text":4708,"children":4984},[4985],{"id":4748,"depth":602,"text":4749},{"id":409,"depth":588,"text":410},{"id":455,"depth":588,"text":456},{"id":496,"depth":588,"text":497},{"id":537,"depth":588,"text":538},{"id":546,"depth":588,"text":547,"children":4991},[4992,4993,4994,4995,4996],{"id":4932,"depth":602,"text":4933},{"id":4939,"depth":602,"text":4940},{"id":4949,"depth":602,"text":4950},{"id":4962,"depth":602,"text":4963},{"id":4969,"depth":602,"text":4970},"Heimische Wildbiene mit wespenartiger Zeichnung. Männchen größer als Weibchen, revierverteidigend, kleidet Nester mit Pflanzenwolle aus.",[4999,5001,5004,5007,5010],{"q":4933,"a":5000},"Nein. Männchen besitzen bei allen Bienen- und Wespenarten keinen Stachel. Die fünf Hinterleibsdornen, die Wollbienen-Männchen so wehrhaft wirken lassen, sind keine Stechwerkzeuge, sondern Klammer- und Rammhilfen für das Revierverhalten. Auch das Weibchen sticht praktisch nie.",{"q":5002,"a":5003},"Warum sind Wollbienen-Männchen größer als die Weibchen?","Das ist bei Wildbienen sehr ungewöhnlich. Bei Anthidium manicatum hängt es mit dem aktiven Revierverhalten der Männchen zusammen: Größere und kräftigere Männchen können Blütenreviere besser verteidigen und andere Bestäuber abdrängen, was ihre Paarungschancen erhöht.",{"q":5005,"a":5006},"Wozu braucht die Wollbiene Pflanzenwolle und woher holt sie sie?","Das Weibchen kleidet jede Brutzelle mit Pflanzenwolle aus — fein gezupften Haaren filzhaariger Pflanzen. Es beißt mit den Mandibeln Haar für Haar von Woll-Ziest-Blättern oder Königskerze ab, ballt das Material zu einer kleinen Kugel und trägt es zur Nisthöhle. Daher der Name Wollbiene.",{"q":5008,"a":5009},"Welche Pflanzen brauche ich für die Wollbiene auf dem Balkon?","Mindestens Echten Lavendel als Nektarpflanze und Woll-Ziest als Wollquelle. Ergänzend wirken Salbei, Andorn und Katzenminze für mehr Blütenkontinuität. Eine Nisthilfe mit Röhrchen 6–10 mm Durchmesser und mindestens 10 cm Tiefe komplettiert das Angebot.",{"q":5011,"a":5012},"Stört die Wollbiene andere Bestäuber am Balkon?","Die revierverteidigenden Männchen drängen tatsächlich andere Insekten von einzelnen Blühpflanzen ab. Auf einem gut bestückten Balkon mit mehreren Blühinseln ist das kein Problem — Honigbienen und Hummeln weichen einfach an Nachbarpflanzen aus.","11–18 mm (Männchen größer)","Wildbienen",[5016,5017,5018,5019,5020],"Lavendel (Lavandula angustifolia)","Woll-Ziest (Stachys byzantina) als Wollquelle","Salbei (Salvia officinalis, S. nemorosa)","Andorn (Marrubium vulgare)","Nisthilfe mit 6–10 mm Röhrchen","\u002Fimages\u002Fcontent\u002Fwollbiene.jpeg","Männliche Garten-Wollbiene (Anthidium manicatum) mit gelb-schwarz gestreiftem Hinterleib patrouilliert über einem flauschigen Wolligen Ziest, im Hintergrund eine Salbeiblüte.",{},"Garten-Wollbiene","Hohlräume, Wandritzen, Käfergänge, Insektenhotel-Röhrchen 6–10 mm","\u002Ftierfuehrer\u002Fwollbiene",{"title":4338,"description":587},[5029,5032,5034],{"title":5030,"url":5031,"kind":655,"publisher":4333,"year":651},"Garten-Wollbiene (Anthidium manicatum) — Steckbrief","https:\u002F\u002Fwww.wildbienen.info\u002Fbauchsamm\u002Fanthidium_man.htm",{"title":5033,"url":4328,"kind":660,"publisher":4329,"year":651},"Wildbienen in der Stadt — Vorkommen und Förderung",{"title":5035,"url":5036,"kind":649,"publisher":665,"year":651},"Wildbienen-Schutz im Garten","https:\u002F\u002Fwww.nabu.de\u002Ftiere-und-pflanzen\u002Finsekten-und-spinnentiere\u002Finsekten\u002Fbienen\u002Fwildbienen\u002Findex.html","tierfuehrer\u002Fwollbiene","bkYNRjKpxYtG1H4RpB33g10AhAUxlqwKzkMv7nbswMg",{"id":5040,"title":5041,"aktiv":5042,"body":5043,"desc":5522,"description":587,"extension":608,"faq":5523,"groesse":5542,"group":5543,"helps":5544,"image":5549,"imageAlt":5550,"latin":5056,"meta":5551,"name":5420,"navigation":640,"nistplatz":5552,"path":5553,"schutz":3223,"seo":5554,"sources":5555,"stem":5566,"__hash__":5567},"tierfuehrer\u002Ftierfuehrer\u002Fflorfliege.md","Gewöhnliche Florfliege (Chrysoperla carnea) — Tierführer","April – Oktober (Larven), erwachsene Tiere ganzjährig",{"type":9,"value":5044,"toc":5506},[5045,5049,5058,5061,5063,5065,5116,5122,5124,5126,5129,5209,5212,5215,5217,5221,5224,5229,5246,5251,5268,5271,5273,5277,5283,5286,5303,5306,5309,5314,5316,5318,5323,5326,5346,5349,5351,5353,5356,5373,5379,5385,5395,5398,5400,5402,5468,5471,5473,5475,5479,5485,5489,5492,5496,5499,5503],[12,5046,5048],{"id":5047},"der-unauffällige-nützling-mit-den-goldenen-augen","Der unauffällige Nützling mit den goldenen Augen",[17,5050,5051],{},[20,5052,5053,5054,5057],{},"Die Gewöhnliche Florfliege (",[24,5055,5056],{},"Chrysoperla carnea",") ist eines der wirksamsten heimischen Räuberinsekten — und eines der am häufigsten übersehenen. Dieser Tierführer-Eintrag erklärt, warum die Larve im Garten als „Blattlauslöwe\" gilt und warum erwachsene Florfliegen im Winter rosa-braun gefärbt auf Dachböden und in Wohnungen sitzen.",[17,5059,5060],{},"Auf den ersten Blick wirkt sie unscheinbar: zartgrüner Körper, durchsichtige Flügel mit feinem Adernetz, große goldfarbene Augen. Die Imago ist 15–20 mm groß. Die Larve sieht völlig anders aus — krokodilartig, mit gebogenen Saugzangen, kaum wiedererkennbar als dieselbe Art. Beide Lebensformen halten Blattläuse auf Balkonpflanzen in Schach, ganz ohne Spritzmittel.",[41,5062],{},[12,5064,46],{"id":45},[51,5066,5067,5073,5082,5088,5094,5099,5105,5111],{},[54,5068,5069,5072],{},[20,5070,5071],{},"Familie:"," Echte Florfliegen (Chrysopidae), Ordnung Netzflügler (Neuroptera)",[54,5074,5075,5077,5078,5081],{},[20,5076,58],{}," zartgrün im Sommer, rosa-braun in der ",[20,5079,5080],{},"Wintertracht"," ab Oktober",[54,5083,5084,5087],{},[20,5085,5086],{},"Augen:"," auffällig goldglänzend, daher der englische Name „goldeneye\"",[54,5089,5090,5093],{},[20,5091,5092],{},"Flügel:"," durchsichtig, geädert, in Ruhe dachartig über dem Körper",[54,5095,5096,5098],{},[20,5097,70],{}," 15–20 mm Körperlänge, Flügelspannweite bis 30 mm",[54,5100,5101,5104],{},[20,5102,5103],{},"Larve:"," 7–10 mm, krokodilartig, beige-braun mit dunklen Längsstreifen, große Saugzangen",[54,5106,5107,5110],{},[20,5108,5109],{},"Aktivität:"," dämmerungs- und nachtaktiv, am Tag versteckt an Blattunterseiten",[54,5112,5113,5115],{},[20,5114,1465],{}," ganz Deutschland, häufig in Gärten, Parks, an Balkonen",[17,5117,5118,5119,5121],{},"Die Familie der Florfliegen umfasst in Deutschland rund 35 Arten — ",[24,5120,5056],{}," ist die mit Abstand häufigste und auf dem Balkon praktisch immer gemeint, wenn von „der\" Florfliege gesprochen wird.",[41,5123],{},[12,5125,1478],{"id":1477},[17,5127,5128],{},"Eine vollständige Generation von Ei bis Imago dauert je nach Temperatur drei bis sechs Wochen. Pro Jahr werden in Mitteleuropa zwei bis drei Generationen ausgebildet.",[115,5130,5131,5142],{},[118,5132,5133],{},[121,5134,5135,5137,5140],{},[124,5136,758],{},[124,5138,5139],{},"Dauer",[124,5141,4375],{},[131,5143,5144,5158,5171,5184,5197],{},[121,5145,5146,5152,5155],{},[136,5147,5148,5151],{},[20,5149,5150],{},"Ei"," (auf Stiel)",[136,5153,5154],{},"5–10 Tage",[136,5156,5157],{},"weiß bis grünlich, an Blattunterseiten, einzeln oder in lockeren Gruppen",[121,5159,5160,5165,5168],{},[136,5161,5162],{},[20,5163,5164],{},"Larve L1–L3",[136,5166,5167],{},"2–3 Wochen",[136,5169,5170],{},"drei Larvenstadien, frisst Blattläuse und Weichkörperlinge",[121,5172,5173,5178,5181],{},[136,5174,5175],{},[20,5176,5177],{},"Puppe",[136,5179,5180],{},"1–2 Wochen",[136,5182,5183],{},"weißer Seidenkokon an Blatt oder Rinde",[121,5185,5186,5191,5194],{},[136,5187,5188],{},[20,5189,5190],{},"Imago Sommer",[136,5192,5193],{},"mehrere Wochen",[136,5195,5196],{},"zartgrün, frisst Pollen, Nektar, Honigtau, legt Eier",[121,5198,5199,5204,5206],{},[136,5200,5201],{},[20,5202,5203],{},"Imago Winter",[136,5205,868],{},[136,5207,5208],{},"rosa-braune Wintertracht, in Gebäuden in Starre",[17,5210,5211],{},"Die Eier sind das auffälligste Erkennungszeichen. Sie sitzen auf rund 1 cm langen, haardünnen Stielen — eine evolutionäre Schutzmaßnahme, weil frisch geschlüpfte Larven kannibalisch sind und Geschwister-Eier am Stiel nicht erreichen.",[17,5213,5214],{},"Die Larve durchläuft drei Stadien, jeweils mit einer Häutung dazwischen. Sie ist tag- und nachtaktiv, läuft schnell, sucht aktiv nach Beute. Ausgewachsene Larven verlassen die Pflanze und spinnen einen erbsengroßen weißen Kokon an einer geschützten Stelle.",[41,5216],{},[12,5218,5220],{"id":5219},"nahrung-wer-was-frisst","Nahrung — wer was frisst",[17,5222,5223],{},"Der Unterschied zwischen Larve und Imago ist drastisch:",[17,5225,5226],{},[20,5227,5228],{},"Larve (Blattlauslöwe):",[51,5230,5231,5234,5237,5240,5243],{},[54,5232,5233],{},"Blattläuse aller heimischen Arten — Hauptbeute, bis zu 500 Stück in zwei bis drei Wochen",[54,5235,5236],{},"Spinnmilben — vor allem auf Tomaten und Hortensien",[54,5238,5239],{},"Thripse, Schildlauslarven, Wollläuse",[54,5241,5242],{},"Eier kleinerer Schmetterlinge und Käfer",[54,5244,5245],{},"bei Beutemangel auch andere Florfliegen-Larven",[17,5247,5248],{},[20,5249,5250],{},"Imago (erwachsenes Tier):",[51,5252,5253,5256,5259,5262],{},[54,5254,5255],{},"Pollen",[54,5257,5258],{},"Nektar aus offenen Blüten",[54,5260,5261],{},"Honigtau — die zuckerhaltigen Ausscheidungen der Blattläuse, die ihre Larven jagen",[54,5263,5264,5265,5267],{},"bei manchen Arten zusätzlich Beute, ",[24,5266,5056],{}," aber nicht räuberisch im Imagostadium",[17,5269,5270],{},"Das macht die Florfliege zu einem besonders dankbaren Balkonnützling: Die Erwachsenen brauchen lediglich blühende Pflanzen, die Larven erledigen die Blattlausarbeit. Wer Schädlingsspray verwendet, killt beide Stufen und untergräbt das System.",[41,5272],{},[12,5274,5276],{"id":5275},"überwinterung-die-wintertracht","Überwinterung — die Wintertracht",[17,5278,5279,5280,5282],{},"Hier wird die Florfliege besonders. Im September und Oktober wechseln die erwachsenen Tiere ihre Färbung: Aus zartgrün wird rosa-braun. Diese ",[20,5281,5080],{}," ist eine reversible physiologische Anpassung — im Frühjahr werden die Tiere wieder grün.",[17,5284,5285],{},"Wohin sie ziehen:",[51,5287,5288,5291,5294,5297,5300],{},[54,5289,5290],{},"Dachböden, Schuppen, Garagen",[54,5292,5293],{},"Spalten in Holzstapeln und Brennholzlagern",[54,5295,5296],{},"hinter Fensterläden und Rollladenkästen",[54,5298,5299],{},"in Wohnungen, vor allem in wenig geheizten Räumen",[54,5301,5302],{},"gelegentlich Vogelnester und alte Hummelnester",[17,5304,5305],{},"In Wohnungen sind sie häufig zu finden — an Wänden, in Fensterecken, hinter Vorhängen. Viele Menschen halten sie für eine Schädling und entfernen sie. Tatsächlich sind sie eine Investition in das nächste Gartenjahr: Jede überwinterte Florfliege legt im Frühjahr zwischen 200 und 600 Eier.",[17,5307,5308],{},"Wichtig: Heizungswärme ist die häufigste Todesursache überwinternder Florfliegen. Bei dauerhafter Zimmertemperatur über 18 °C verbrauchen sie ihre Fettreserven, ohne in Starre zu fallen, und sterben im Februar. Wer einen kühlen Treppenhauskeller, Schuppen oder Dachboden hat, kann gefundene Tiere dorthin umsetzen — in einem offenen Glas, das sie selbst verlassen.",[1612,5310,5311],{},[17,5312,5313],{},"Eine Florfliege im Wohnzimmer ist kein Eindringling, sondern ein Übergangsgast. Sie schadet nichts. Sie braucht nur Ruhe.",[41,5315],{},[12,5317,410],{"id":409},[17,5319,5320,5322],{},[24,5321,5056],{}," gilt als häufig und ungefährdet. Konkrete Bestandszahlen liegen wegen der versteckten Lebensweise nicht vor. Die Art profitiert von Gebäuden als Winterquartier und ist in Städten oft dichter vertreten als in der Agrarlandschaft.",[17,5324,5325],{},"Drei Faktoren begrenzen den Bestand:",[423,5327,5328,5334,5340],{},[54,5329,5330,5333],{},[20,5331,5332],{},"Insektizid-Einsatz"," — Pyrethroide und Neonicotinoide töten Larven und Imagines, gleichzeitig fehlt durch Blattlausvernichtung die Nahrungsgrundlage.",[54,5335,5336,5339],{},[20,5337,5338],{},"Verlust von Überwinterungsplätzen"," — abgedichtete Dachböden, geräumte Holzstapel, sanierte Fensterläden.",[54,5341,5342,5345],{},[20,5343,5344],{},"Lichtverschmutzung"," — die nachtaktive Imago wird von künstlichem Licht angezogen, verlässt geeignete Habitate und vergeudet Energie.",[17,5347,5348],{},"Das Bundesamt für Naturschutz führt die Art nicht in der Roten Liste — sie ist aber ein wichtiger Indikator für insektenfreundliche Stadtflächen.",[41,5350],{},[12,5352,456],{"id":455},[17,5354,5355],{},"Florfliegen sind dankbare Balkongäste, wenn drei Bedingungen erfüllt sind:",[1683,5357,5360,5363,5368],{"intro":5358,"title":5359},"Florfliegen brauchen blühende Pflanzen für die Imagines, Blattlaus-tragende Pflanzen für die Larven und strukturierte Überwinterungsplätze. Diese Produkte decken alle drei Aspekte ab.","Empfehlungen für den Florfliegen-Balkon",[1688,5361],{"asin":1695,"note":5362,"title":1697},"Heimische Dolden- und Korbblütler aus dieser Mischung sind Hauptnektarquellen für erwachsene Florfliegen, die Nektar und Honigtau aus offenen Blüten aufnehmen. Gleichzeitig locken die Blätter Blattläuse an — die Nahrungsgrundlage für die Larven.",[1688,5364],{"asin":5365,"note":5366,"title":5367},"B0078PTK0G","Ab Oktober nutzen überwinternde Florfliegen geschützte Hohlräume hinter Naturschilfbündeln als Winterquartier — ergänzend zu Rollladenkästen und Holzstapeln. Eine Insektennistwand halbschattig an der Balkonwand erhöht die Überwinterungsrate.","Schwegler Insektennistwand mit Naturschilf",[1688,5369],{"asin":5370,"note":5371,"title":5372},"B007DV5RCA","Kapuzinerkresse zieht verlässlich Blattläuse an und bietet gleichzeitig Pollen für die Imagines aus den offen erreichbaren Einzelblüten. Wer Kapuzinerkresse blattlausbefallen stehen lässt, schafft ideale Bedingungen für Florfliegen-Eiablage.","Bingenheimer Bio-Kapuzinerkresse, Saatgut",[17,5374,5375,5378],{},[20,5376,5377],{},"1. Blattläuse dulden, nicht spritzen."," Wer im Mai die ersten Blattläuse auf Rosen oder Kapuzinerkresse abwischt oder mit Wasserstrahl entfernt, statt zu spritzen, hat im Juni Florfliegen-Larven. Wer spritzt, hat weder Blattläuse noch Nützlinge — und im Juli die nächste Welle ohne Räuber.",[17,5380,5381,5384],{},[20,5382,5383],{},"2. Blühende Pflanzen für die Imagines."," Doldenblütler wie Dill, Fenchel oder Wiesenkerbel sind ideal — offene flache Blüten mit gut zugänglichem Nektar. Korbblütler wie Kosmos oder Schafgarbe ergänzen. Heimische Pflanzen funktionieren besser als gefüllte Zuchtsorten.",[17,5386,5387,5390,5391,5394],{},[20,5388,5389],{},"3. Überwinterungshilfe bereitstellen."," Ein ",[20,5392,5393],{},"Florfliegenhaus"," — ein roter Holzkasten mit schmalen Einflugschlitzen und Strohfüllung — wird ab Oktober gut angenommen. Die rote Farbe spielt biologisch keine Rolle, ist aber eine Konvention im Fachhandel. Selbstbau mit Holzkasten 20 × 20 × 30 cm, Schlitzöffnungen 3 mm breit, locker mit sauberem Roggen- oder Weizenstroh gefüllt. Position: an einer Wand im Halbschatten, mindestens 1,5 m über Boden, regengeschützt.",[17,5396,5397],{},"Wer Florfliegen-Larven gezielt kaufen will: Im Pflanzenhandel gibt es sie als biologisches Pflanzenschutzmittel gegen Blattlausbefall. Für den Balkon ist das selten nötig — die heimischen Tiere kommen, wenn die Bedingungen stimmen.",[41,5399],{},[12,5401,497],{"id":496},[115,5403,5404,5412],{},[118,5405,5406],{},[121,5407,5408,5410],{},[124,5409,1736],{},[124,5411,1739],{},[131,5413,5414,5426,5437,5448,5458],{},[121,5415,5416,5423],{},[136,5417,5418,90,5421,985],{},[20,5419,5420],{},"Gewöhnliche Florfliege",[24,5422,5056],{},[136,5424,5425],{},"zartgrün, goldene Augen, 15–20 mm, in Wintertracht rosa-braun",[121,5427,5428,5434],{},[136,5429,5430,5433],{},[20,5431,5432],{},"Andere Florfliegen-Arten"," (Chrysopidae)",[136,5435,5436],{},"meist grün, oft kleiner, teilweise mit dunklen Punkten am Kopf",[121,5438,5439,5445],{},[136,5440,5441,5444],{},[20,5442,5443],{},"Florwespen"," (Hemerobiidae)",[136,5446,5447],{},"grau-braun, behaart, deutlich kleiner (5–10 mm), unscheinbar",[121,5449,5450,5455],{},[136,5451,5452],{},[20,5453,5454],{},"Schwebfliegen-Larve",[136,5456,5457],{},"madenartig, ohne Saugzangen, frisst ebenfalls Blattläuse",[121,5459,5460,5465],{},[136,5461,5462],{},[20,5463,5464],{},"Marienkäfer-Larve",[136,5466,5467],{},"grau-schwarz mit orangen Punkten, krabbelt schnell, ebenfalls Blattlausjäger",[17,5469,5470],{},"Die Florwespen werden oft mit Florfliegen verwechselt, sind aber kleiner, brauner und behaarter. Auf dem Balkon spielt der Unterschied selten eine Rolle — beide Familien sind Nützlinge.",[41,5472],{},[12,5474,547],{"id":546},[549,5476,5478],{"id":5477},"warum-überwintern-florfliegen-in-meiner-wohnung","Warum überwintern Florfliegen in meiner Wohnung?",[17,5480,5481,5482,5484],{},"Weil unsere Häuser ihre natürlichen Winterquartiere ersetzt haben. In intakten Wäldern überwintert ",[24,5483,5056],{}," unter Borkenschuppen, in Spalten alter Bäume, unter Laubschichten. In der Kulturlandschaft fehlen diese Strukturen — Dachböden, Schuppen und Wohnungen sind der Ersatz. Sie sind keine „Eindringlinge\", sondern angepasste Saisongäste.",[549,5486,5488],{"id":5487},"beißen-oder-stechen-florfliegen","Beißen oder stechen Florfliegen?",[17,5490,5491],{},"Nein. Erwachsene Tiere haben keine Saugzangen mehr, sondern weiche Mundwerkzeuge zum Pollenlecken. Die Larven haben kräftige Saugzangen, sind aber zu klein, um menschliche Haut zu durchdringen. Ein Hautkontakt ist harmlos.",[549,5493,5495],{"id":5494},"wie-lange-leben-erwachsene-florfliegen","Wie lange leben erwachsene Florfliegen?",[17,5497,5498],{},"Sommertiere etwa vier bis sechs Wochen. Wintertiere — die rosa-braune Wintertracht — überleben sechs bis acht Monate, von Oktober bis April. Diese überwinterten Tiere legen im Frühjahr die ersten Eier und starten die neue Generation.",[549,5500,5502],{"id":5501},"wo-finde-ich-florfliegen-eier","Wo finde ich Florfliegen-Eier?",[17,5504,5505],{},"An Blattunterseiten von Pflanzen mit Blattlausbefall. Die weißen Eier auf langen Stielen sind sehr charakteristisch und nicht mit Pilzbefall zu verwechseln. Wer sie findet: stehen lassen, nicht abwischen — die Larven schlüpfen nach 5–10 Tagen und arbeiten am selben Strauch weiter.",{"title":587,"searchDepth":588,"depth":588,"links":5507},[5508,5509,5510,5511,5512,5513,5514,5515,5516],{"id":5047,"depth":588,"text":5048},{"id":45,"depth":588,"text":46},{"id":1477,"depth":588,"text":1478},{"id":5219,"depth":588,"text":5220},{"id":5275,"depth":588,"text":5276},{"id":409,"depth":588,"text":410},{"id":455,"depth":588,"text":456},{"id":496,"depth":588,"text":497},{"id":546,"depth":588,"text":547,"children":5517},[5518,5519,5520,5521],{"id":5477,"depth":602,"text":5478},{"id":5487,"depth":602,"text":5488},{"id":5494,"depth":602,"text":5495},{"id":5501,"depth":602,"text":5502},"Zartgrüner Netzflügler mit goldenen Augen. Larve frisst bis zu 500 Blattläuse, erwachsene Tiere überwintern rosa-braun gefärbt in Wohnungen und Schuppen.",[5524,5527,5530,5533,5536,5539],{"q":5525,"a":5526},"Ist die Florfliege gefährlich?","Nein. Florfliegen stechen nicht und beißen nicht. Sie ernähren sich als erwachsene Tiere von Pollen, Nektar und Honigtau; nur die Larven sind Räuber an Blattläusen. Im Haus überwinternde Florfliegen sind harmlose Gäste.",{"q":5528,"a":5529},"Warum sind manche Florfliegen rosa oder braun?","Die Wintertracht. Erwachsene Tiere von Chrysoperla carnea wechseln im Herbst von zartgrün zu rosa-braun und ziehen sich in geschützte Räume zurück. Im Frühjahr werden sie wieder grün und fliegen aus.",{"q":5531,"a":5532},"Was frisst eine Florfliegenlarve?","Blattläuse, daneben Spinnmilben, Thripse, Schildlauslarven und Eier kleiner Insekten. Eine einzelne Larve saugt im Verlauf ihrer zwei bis drei Wochen Entwicklung bis zu 500 Blattläuse aus.",{"q":5534,"a":5535},"Wie sehen Florfliegen-Eier aus?","Sehr charakteristisch: einzelne weiße bis grünliche Eier auf langen Stielen, die wie Härchen aussehen. Sie werden an Blattunterseiten geklebt — der lange Stiel schützt die Eier vor frisch geschlüpften Geschwistern, die kannibalisch sind.",{"q":5537,"a":5538},"Lohnt sich ein Florfliegenhaus auf dem Balkon?","Ja, wenn der Balkon strukturarm ist. Ein einfacher Holzkasten mit Strohfüllung und schmalen Einflugschlitzen, im Halbschatten an einer Wand befestigt, wird ab Oktober als Winterquartier angenommen.",{"q":5540,"a":5541},"Eine Florfliege sitzt im Winter an meiner Wand — was tun?","Nichts. Sie überwintert in Starre und braucht nur Ruhe und Kühle. Bei plötzlicher Heizungswärme verbraucht sie ihre Energiereserven und stirbt im Februar. Wer sie umsiedeln will, setzt sie in einen ungeheizten Schuppen, Treppenhaus oder Keller.","15–20 mm","Netzflügler",[5545,5546,5547,5548],"Florfliegenhaus mit Stroh am Balkon","Keine Insektenmittel","Blattlaus-tragende Pflanzen dulden","Überwinternde Tiere in Wohnungen nicht stören","\u002Fimages\u002Fcontent\u002Fflorfliege.jpeg","Gewöhnliche Florfliege (Chrysoperla carnea) mit hauchzart-transparenten, grün-geäderten Flügeln und kupferfarbenen Augen an der Unterseite eines großen Blattes im Morgentau.",{},"Eier an Blattunterseiten; Überwinterung in Gebäuden, Schuppen, Holzstapeln","\u002Ftierfuehrer\u002Fflorfliege",{"title":5041,"description":587},[5556,5559,5562],{"title":5557,"url":5558,"kind":655,"publisher":656,"year":651},"Gemeine Florfliege (Chrysoperla carnea) — Wikipedia","https:\u002F\u002Fde.wikipedia.org\u002Fwiki\u002FGemeine_Florfliege",{"title":5560,"url":5561,"kind":655,"publisher":656,"year":651},"Florfliegen (Chrysopidae) — Wikipedia","https:\u002F\u002Fde.wikipedia.org\u002Fwiki\u002FFlorfliegen",{"title":5563,"url":5564,"kind":660,"publisher":1389,"year":5565},"NaBiV Heft 70\u002F3: Rote Liste gefährdeter Tiere, Pflanzen und Pilze Deutschlands — Wirbellose Tiere (Teil 1)","https:\u002F\u002Fwww.bfn.de\u002Fpublikationen\u002Fschriftenreihe-naturschutz-biologische-vielfalt\u002Fnabiv-heft-703-rote-liste",2022,"tierfuehrer\u002Fflorfliege","Ho1fa6Qnw1u0q5lQVwdIzzqA1ZrrR6hpiUhQIhe3Agg",{"id":5569,"title":5570,"aktiv":5571,"body":5572,"desc":6047,"description":6048,"extension":608,"faq":6049,"groesse":2988,"group":1937,"helps":6071,"image":6076,"imageAlt":6077,"latin":5585,"meta":6078,"name":6079,"navigation":640,"nistplatz":6080,"path":6081,"schutz":3223,"seo":6082,"sources":6083,"stem":6090,"__hash__":6091},"tierfuehrer\u002Ftierfuehrer\u002Fhausrotschwanz.md","Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros) — Tierführer","März – Oktober (Kurzstreckenzieher)",{"type":9,"value":5573,"toc":6036},[5574,5578,5587,5590,5592,5594,5643,5645,5647,5650,5731,5734,5736,5740,5743,5757,5760,5776,5791,5793,5797,5800,5805,5840,5843,5851,5853,5855,5933,5936,5938,5940,5943,5946,5972,5974,5976,5979,5995,6001,6020,6026,6029,6031,6033],[12,5575,5577],{"id":5576},"der-felsenvogel-der-jetzt-auf-dachfirsten-singt","Der Felsenvogel, der jetzt auf Dachfirsten singt",[17,5579,5580],{},[20,5581,5582,5583,5586],{},"Der Hausrotschwanz (",[24,5584,5585],{},"Phoenicurus ochruros",") ist ein Beispiel für ökologische Anpassung: ursprünglich Brüter an Felswänden im Gebirge, heute fester Bewohner von Hausfassaden, Hinterhöfen und Gewerbegebieten in ganz Deutschland. Er ist Kurzstreckenzieher, reiner Insektenfresser und Halbhöhlenbrüter — und einer der frühesten Sänger des Frühlings, oft vor Sonnenaufgang vom Dachfirst.",[17,5588,5589],{},"Wer im März in der Stadt aufwacht und einen kratzigen, leicht zerhackten Gesang vom Hausdach hört — meist 30 Minuten vor Sonnenaufgang — hört mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Hausrotschwanz-Männchen, das gerade aus dem Mittelmeerraum zurückgekommen ist und sein Revier abgrenzt. Der Gesang ist nicht melodisch wie der einer Amsel, sondern hat ein charakteristisches Geräusch in der Mitte, das wie ein Schluckton klingt. Einmal gehört, ist er nicht mehr zu verwechseln.",[41,5591],{},[12,5593,46],{"id":45},[51,5595,5596,5601,5606,5611,5616,5622,5627,5632,5637],{},[54,5597,5598,5600],{},[20,5599,70],{}," 14–15 cm, Spannweite 23–26 cm",[54,5602,5603,5605],{},[20,5604,1429],{}," 14–20 g",[54,5607,5608,5610],{},[20,5609,1435],{}," rußschwarz mit weißem Flügelspiegel, rostroter Schwanz, dunkle Brust und Kehle",[54,5612,5613,5615],{},[20,5614,1441],{}," schlicht graubraun, ebenfalls mit rostrotem Schwanz, aber ohne weißen Flügelspiegel",[54,5617,5618,5621],{},[20,5619,5620],{},"Schnabel:"," schlank, dunkel, typischer Insektenfresser-Schnabel",[54,5623,5624,5626],{},[20,5625,4470],{}," ständiges Schwanzzittern, häufiges Knicksen, sitzt aufrecht und exponiert",[54,5628,5629,5631],{},[20,5630,1453],{}," kratziger Gesang mit Schluckton in der Mitte, Rufe „fid\" und „tek-tek\"",[54,5633,5634,5636],{},[20,5635,1465],{}," ganz Deutschland, häufiger in Mittel- und Süddeutschland",[54,5638,5639,5642],{},[20,5640,5641],{},"Zugverhalten:"," Kurzstreckenzieher, Überwinterung Mittelmeerraum bis Nordafrika",[41,5644],{},[12,5646,1478],{"id":1477},[17,5648,5649],{},"Der Hausrotschwanz folgt einem deutlich getakteten Jahresablauf. Er ist kein Standvogel — die wenigen Wintersichtungen im Süden Deutschlands sind die Ausnahme.",[115,5651,5652,5660],{},[118,5653,5654],{},[121,5655,5656,5658],{},[124,5657,126],{},[124,5659,129],{},[131,5661,5662,5669,5676,5683,5690,5697,5703,5710,5717,5724],{},[121,5663,5664,5666],{},[136,5665,1506],{},[136,5667,5668],{},"Männchen kommen zurück, Reviergesang ab Dachfirsten",[121,5670,5671,5673],{},[136,5672,138],{},[136,5674,5675],{},"Weibchen kommen, Paarbildung, Nestbau in Halbhöhlen",[121,5677,5678,5680],{},[136,5679,146],{},[136,5681,5682],{},"erste Brut (5–6 Eier), Bebrüten 12–14 Tage",[121,5684,5685,5687],{},[136,5686,154],{},[136,5688,5689],{},"Nestlingsphase 14–17 Tage, Fütterung beider Eltern",[121,5691,5692,5694],{},[136,5693,4544],{},[136,5695,5696],{},"erste Jungvögel ausgeflogen, Familienverband",[121,5698,5699,5701],{},[136,5700,794],{},[136,5702,1530],{},[121,5704,5705,5707],{},[136,5706,816],{},[136,5708,5709],{},"seltene dritte Brut, parallel Mauser der Altvögel",[121,5711,5712,5714],{},[136,5713,1549],{},[136,5715,5716],{},"Sammelphase, Truppbildung der Jungvögel",[121,5718,5719,5721],{},[136,5720,178],{},[136,5722,5723],{},"Wegzug Richtung Süden, hauptsächlich nachts",[121,5725,5726,5728],{},[136,5727,2731],{},[136,5729,5730],{},"Winterquartier Mittelmeerraum, Iberische Halbinsel, Nordafrika",[17,5732,5733],{},"Zwei bis drei Bruten pro Saison sind möglich, weil der Hausrotschwanz halbhöhlig brütet und damit schneller wieder ein neues Nest baut als geschlossene Höhlenbrüter. Die Eltern füttern dabei oft schon die zweite Brut, während die Jungvögel der ersten noch begleitet werden.",[41,5735],{},[12,5737,5739],{"id":5738},"nahrung-strikt-insektenfresserisch","Nahrung — strikt insektenfresserisch",[17,5741,5742],{},"Der Hausrotschwanz ist ein klassischer Bodensucher mit Sitzwarten-Strategie:",[51,5744,5745,5748,5751,5754],{},[54,5746,5747],{},"Er sitzt erhöht auf einem Geländer, Antennenmast oder Mauervorsprung",[54,5749,5750],{},"Schwanzzittern, Beobachtung des Bodens",[54,5752,5753],{},"kurzer Anflug auf Beute",[54,5755,5756],{},"Rückkehr zur Warte",[17,5758,5759],{},"Das Beutespektrum:",[51,5761,5762,5765,5768,5770,5773],{},[54,5763,5764],{},"Käfer (Laufkäfer, kleine Rüsselkäfer)",[54,5766,5767],{},"Fliegen, Mücken, Wanzen",[54,5769,1644],{},[54,5771,5772],{},"Raupen, Schmetterlinge im Flug",[54,5774,5775],{},"Im Spätsommer und Herbst auch einzelne Beeren (Holunder, Efeu, Eberesche) — ergänzend, nie dominant",[17,5777,5778,5781,5782,5786,5787,5790],{},[20,5779,5780],{},"Wichtige Konsequenz für die Balkonfütterung:"," Sonnenblumenkerne, Meisenknödel, Hirse und alle klassischen Körnerfutter werden ignoriert. Der Hausrotschwanz nimmt sie schlicht nicht an. Wer ihn fördern will, fördert die Insektendichte — durch eine ",[32,5783,5785],{"href":5784},"\u002Fpflanzen\u002F","insektenfreundliche Bepflanzung",", durch den Verzicht auf ",[32,5788,5789],{"href":3897},"chemische Pflanzenschutzmittel",", durch das Stehenlassen von blattlausbesetzten Sträuchern.",[41,5792],{},[12,5794,5796],{"id":5795},"nistplatz-auf-dem-balkon-halbhöhle-keine-geschlossene-höhle","Nistplatz auf dem Balkon — Halbhöhle, keine geschlossene Höhle",[17,5798,5799],{},"Der Hausrotschwanz ist ein Halbhöhlenbrüter. Das ist der entscheidende Punkt, der ihn von Meisen und Kleiber trennt. Geschlossene Nistkästen mit kleinem rundem Einflugloch lehnt er ab — er braucht eine offene Frontseite.",[17,5801,5802],{},[20,5803,5804],{},"Was ein Halbhöhlenkasten leistet:",[51,5806,5807,5813,5818,5824,5829,5835],{},[54,5808,5809,5812],{},[20,5810,5811],{},"Frontseite:"," offen oder halboffen, mindestens 10 × 8 cm freie Fläche",[54,5814,5815,5817],{},[20,5816,2819],{}," 14 × 14 × 18 cm Grundfläche und Tiefe",[54,5819,5820,5823],{},[20,5821,5822],{},"Material:"," unbehandeltes Holz, mindestens 18 mm Wandstärke",[54,5825,5826,5828],{},[20,5827,2825],{}," 3–6 m, idealerweise unter einem Dachüberstand oder Vorsprung",[54,5830,5831,5834],{},[20,5832,5833],{},"Wettergeschützt:"," kein freier Standort, kein Regen direkt in die Höhle",[54,5836,5837,5839],{},[20,5838,2831],{}," Osten bis Südosten, Schatten ab Mittag",[17,5841,5842],{},"Auf einem Stadtbalkon ab dem dritten Stock unter einem Dachüberstand kann ein solcher Halbhöhlenkasten angenommen werden — vorausgesetzt, im Quartier brüten bereits Hausrotschwänze und die Position ist ruhig (mindestens 3 m Abstand zum Fensterverkehr).",[17,5844,5845,5846,5850],{},"Falsche Erwartung: Wer eine ",[32,5847,5849],{"href":5848},"\u002Fanleitungen\u002Fnistroehre-bambus\u002F","klassische Bambus-Niströhre"," aufhängt, lockt damit Wildbienen — keinen Hausrotschwanz.",[41,5852],{},[12,5854,497],{"id":496},[115,5856,5857,5867],{},[118,5858,5859],{},[121,5860,5861,5863,5865],{},[124,5862,1736],{},[124,5864,1739],{},[124,5866,1742],{},[131,5868,5869,5881,5893,5909,5921],{},[121,5870,5871,5876,5879],{},[136,5872,5873],{},[20,5874,5875],{},"Hausrotschwanz ♂",[136,5877,5878],{},"rußschwarz, weißer Flügelspiegel, rostroter Schwanz",[136,5880,2988],{},[121,5882,5883,5888,5891],{},[136,5884,5885],{},[20,5886,5887],{},"Hausrotschwanz ♀",[136,5889,5890],{},"schlicht graubraun, rostroter Schwanz, kein Flügelspiegel",[136,5892,2988],{},[121,5894,5895,5903,5906],{},[136,5896,5897,90,5900,985],{},[20,5898,5899],{},"Gartenrotschwanz ♂",[24,5901,5902],{},"Phoenicurus phoenicurus",[136,5904,5905],{},"orange Brust, weißer Stirnstreif, grauer Rücken",[136,5907,5908],{},"13–14 cm",[121,5910,5911,5916,5919],{},[136,5912,5913],{},[20,5914,5915],{},"Gartenrotschwanz ♀",[136,5917,5918],{},"heller graubraun, deutlicher Augenring, oranger Schwanz",[136,5920,5908],{},[121,5922,5923,5928,5931],{},[136,5924,5925],{},[20,5926,5927],{},"Rotkehlchen",[136,5929,5930],{},"orangerote Brust, kein Schwanzrot, rundlicher Körper",[136,5932,5908],{},[17,5934,5935],{},"Die häufigste Verwechslung ist Gartenrotschwanz vs. Hausrotschwanz. Beide Arten teilen den rostroten Schwanz — aber das Männchen ist eindeutig: Hausrotschwanz dunkel und rußig, Gartenrotschwanz mit leuchtend oranger Brust und weißem Stirnstreif. Bei Weibchen ist die Bestimmung schwieriger; ein deutlicher Augenring spricht für Gartenrotschwanz, ein insgesamt graubrauner Gesamteindruck ohne Augenring für Hausrotschwanz.",[41,5937],{},[12,5939,410],{"id":409},[17,5941,5942],{},"Der Hausrotschwanz gilt in Deutschland als ungefährdet. Der Bestand wird auf 400.000 bis 700.000 Brutpaare geschätzt. In urbanen und gewerblichen Lebensräumen ist er einer der erfolgreichsten Kulturfolger.",[17,5944,5945],{},"Risiken sind dennoch real:",[51,5947,5948,5954,5960,5966],{},[54,5949,5950,5953],{},[20,5951,5952],{},"Insektenrückgang."," Reine Insektenfresser sind von der seit Jahrzehnten dokumentierten Abnahme der Insektenbiomasse direkt betroffen. Die Bruterfolgsrate in landwirtschaftlich intensiv genutzten Gebieten sinkt messbar.",[54,5955,5956,5959],{},[20,5957,5958],{},"Sanierung historischer Gebäude."," Wenn Burgen, Kirchtürme und alte Industriebauten so dicht abgedichtet werden, dass Nischen verschwinden, geht ein Brutplatz dauerhaft verloren.",[54,5961,5962,5965],{},[20,5963,5964],{},"Glas-Anflug."," Aufgrund der Vorliebe für exponierte Sitzwarten an Gebäuden treffen Hausrotschwänze häufig auf reflektierende Glasflächen.",[54,5967,5968,5971],{},[20,5969,5970],{},"Klimawandel."," Frühere Ankunftstermine im März bringen das Risiko, in Spätfrost-Phasen ohne Insektenbasis dazustehen — die Mortalität bei zurückgekehrten Männchen kann in kalten Aprilwochen hoch sein.",[41,5973],{},[12,5975,456],{"id":455},[17,5977,5978],{},"Ein Stadtbalkon kann für Hausrotschwänze drei Dinge leisten:",[1683,5980,5983,5987,5992],{"intro":5981,"title":5982},"Der Hausrotschwanz ist reiner Insektenfresser — kein Körnerfutter. Gezielte Bepflanzung und ein passender Halbhöhlenkasten sind die zwei wirksamsten Hebel.","Empfehlungen für den Hausrotschwanz-Balkon",[1688,5984],{"asin":2900,"note":5985,"title":2902,"caveat":5986},"Der Hausrotschwanz braucht eine Halbhöhle mit offener Frontseite — kein Standard-Loch-Kasten. Eine Holzbeton-Nisthöhle lässt sich mit einem breiten Fronteingang oder offenem Dachüberstand als Halbhöhle umrüsten; oder als Ergänzungshabitat unter einem Dachüberstand montieren, 3–6 m hoch, wettergeschützt.","Den Kasten niemals als geschlossenen Nistkasten für Blaumeisen nutzen — für den Hausrotschwanz muss die Vorderseite mindestens halb offen sein.",[1688,5988],{"asin":5989,"note":5990,"title":5991},"B0BRDJDMW7","Der Natternkopf zieht im Hochsommer Käfer, Schmetterlinge und Fliegen an, die wiederum die Hauptbeute des Hausrotschwanz bilden. Der Vogel nutzt erhöhte Sitzwarten, beobachtet den Boden und fliegt kurz auf blühende Stäucher herab — Natternkopf in einem großen Kübel ist ein funktionierender Jagdbereich.","Natternkopf (Echium vulgare), Samen",[1688,5993],{"asin":1700,"note":5994,"title":1702},"Das Kosmos-Vogelbestimmungsbuch hilft bei der sicheren Unterscheidung von Haus- und Gartenrotschwanz — beide teilen den rostroten Schwanz, aber das Männchen-Federkleid ist sehr unterschiedlich. Wer beide Arten kennt, kann Beobachtungen gezielt dokumentieren.",[17,5996,5997,6000],{},[20,5998,5999],{},"1. Sitzwarten und Aussicht."," Der Hausrotschwanz braucht erhöhte Plätze, von denen er den Boden absucht. Ein Geländer, ein Balkonkasten mit höheren Stäben, ein zusätzlicher Holzstock im Pflanzkübel — all das funktioniert. Wer den Balkon zuwuchert, verliert ihn als Beobachtungsstandort.",[17,6002,6003,6006,6007,267,6010,6014,6015,6019],{},[20,6004,6005],{},"2. Insektendichte erhöhen."," Pflanzen wie ",[32,6008,353],{"href":6009},"\u002Fpflanzen\u002Fwiesensalbei\u002F",[32,6011,6013],{"href":6012},"\u002Fpflanzen\u002Fnatternkopf\u002F","Natternkopf"," und ",[32,6016,6018],{"href":6017},"\u002Fpflanzen\u002Fwilde-moehre\u002F","Wilde Möhre"," ziehen Schmetterlinge und Käfer an, deren Larven und Imagines auf Boden und Stielen für den Hausrotschwanz erreichbar werden. Pestizidverzicht ist nicht verhandelbar.",[17,6021,6022,6025],{},[20,6023,6024],{},"3. Halbhöhlenkasten unter dem Dachüberstand."," Wenn die baulichen Voraussetzungen passen — Dachüberstand, Aufhängehöhe ab 3 m, ruhige Position — kann der Balkon einen Brutplatz beisteuern. Erfolg ist nicht garantiert, aber realistisch in Altbau-Stadtteilen mit etablierter Lokalpopulation.",[17,6027,6028],{},"Eine flache Wasserschale (max. 3 cm Tiefe) wird zum Trinken angenommen. Sandbäder sind dem Hausrotschwanz weniger wichtig als dem Haussperling — er badet eher in flachen Wasserpfützen.",[41,6030],{},[12,6032,538],{"id":537},[17,6034,6035],{},"Der Hausrotschwanz ist ein Kurzstreckenzieher, reiner Insektenfresser und Halbhöhlenbrüter — Körnerfutter ignoriert er komplett. Er kommt ab Mitte März zurück, singt frühmorgens vom Dachfirst und brütet zwei- bis dreimal pro Saison in offenen Nischen unter Dachüberständen. Auf dem Balkon helfen: Halbhöhlenkasten mit offener Front, insektenfreundliche Pflanzen, Pestizidverzicht, Sitzwarten und eine flache Wasserschale.",{"title":587,"searchDepth":588,"depth":588,"links":6037},[6038,6039,6040,6041,6042,6043,6044,6045,6046],{"id":5576,"depth":588,"text":5577},{"id":45,"depth":588,"text":46},{"id":1477,"depth":588,"text":1478},{"id":5738,"depth":588,"text":5739},{"id":5795,"depth":588,"text":5796},{"id":496,"depth":588,"text":497},{"id":409,"depth":588,"text":410},{"id":455,"depth":588,"text":456},{"id":537,"depth":588,"text":538},"Ursprünglicher Felsbrüter, heute Kulturfolger an Hausfassaden. Halbhöhlenbrüter, reiner Insektenfresser — kein Körnerfutter. Reviergesang ab März.","Ursprünglicher Felsbrüter, heute Kulturfolger an Hausfassaden. Halbhöhlenbrüter, reiner Insektenfresser — kein Körnerfutter. Reviergesang ab März bei Morgendämmerung.",[6050,6053,6056,6059,6062,6065,6068],{"q":6051,"a":6052},"Wann kommt der Hausrotschwanz im Frühjahr zurück?","Männchen treffen meist in der zweiten Märzhälfte ein, Weibchen folgen zwei bis drei Wochen später. Der frühmorgendliche Reviergesang von Hausgiebeln und Dachfirsten ist ein verlässlicher Frühjahrsanzeiger — oft eine halbe Stunde vor Sonnenaufgang.",{"q":6054,"a":6055},"Was füttert man dem Hausrotschwanz auf dem Balkon?","Nichts an Körnerfutter — er ist reiner Insektenfresser. Sonnenblumenkerne, Meisenknödel und Hirse ignoriert er. Hilfe leistet man indirekt: insektenfreundliche Pflanzen, keine Pestizide, Sträucher mit Blattläusen. Im Winter ist er nicht da — er zieht ins Mittelmeerraum.",{"q":6057,"a":6058},"Wie unterscheide ich Haus- und Gartenrotschwanz?","Das Hausrotschwanz-Männchen ist überwiegend rußschwarz mit weißem Flügelspiegel und rostrotem Schwanz — Bauch und Kehle sind dunkel. Das Gartenrotschwanz-Männchen (*Phoenicurus phoenicurus*) hat eine leuchtend orange Brust und einen weißen Stirnstreif. Weibchen beider Arten sind ähnlich braungrau — Gartenrotschwanz-Weibchen sind insgesamt heller mit deutlicherem Augenring.",{"q":6060,"a":6061},"Wo nistet der Hausrotschwanz?","In halbhöhligen Nischen mit offener Vorderseite: Mauerwerksnischen unter Dachüberständen, hinter Verblechungen, in offenen Lüftungsschächten, auf Balken in Schuppen. Klassische geschlossene Nistkästen mit kleinem Einflugloch lehnt er ab. Auf dem Balkon hilft ein Halbhöhlenkasten mit offener Front, montiert unter dem Dachüberstand.",{"q":6063,"a":6064},"Wie viele Bruten zieht der Hausrotschwanz pro Jahr auf?","Meist zwei, in guten Jahren drei. Die erste Brut beginnt Mitte April, die zweite Mitte Juni, eine seltene dritte im Juli. Pro Brut fünf bis sechs Eier, Brutdauer 12–14 Tage, Nestlingsphase 14–17 Tage. Die Jungvögel der ersten Brut sind beim Schlupf der zweiten oft noch in der Familie.",{"q":6066,"a":6067},"Singt der Hausrotschwanz wirklich vor Sonnenaufgang?","Ja — er ist einer der frühesten Sänger des Frühlings. Männchen beginnen oft 30–45 Minuten vor Sonnenaufgang vom Dachfirst, der TV-Antenne oder einem Schornstein zu singen. Der Gesang ist kratzig und mit charakteristischem „Schluckgeräusch",{"q":6069,"a":6070},"Warum ist der Hausrotschwanz vom Fels in die Stadt gewechselt?","Ursprünglich brütete er an Felswänden in Gebirgen und Felsküsten. Mit dem Mittelalter und der Verstädterung Europas erschlossen sich neue Habitate: Burgmauern, Kirchtürme, später Industrieanlagen, Hinterhöfe, Gewerbegebiete. Die Art hat sich so erfolgreich angepasst, dass heute über 90 % des deutschen Bestands an Gebäuden brütet — nicht mehr an Felsen.",[6072,6073,6074,6075],"Halbhöhlennistkasten mit offener Front","Insektenfreundliche Balkonpflanzen ohne Pestizide","Wasserschale flach (max. 3 cm)","Mauernischen und Spalten erhalten","\u002Fimages\u002Fcontent\u002Fhausrotschwanz.jpeg","Hausrotschwanz (Phoenicurus ochruros) — Illustration im Pflanzenatlas-Stil.",{},"Hausrotschwanz","Halbhöhlen, Nischen, Mauervorsprünge unter Dachüberständen","\u002Ftierfuehrer\u002Fhausrotschwanz",{"title":5570,"description":6048},[6084,6087],{"title":6085,"url":6086,"kind":649,"publisher":665,"year":651},"Der Hausrotschwanz: Vom Gebirge in die Stadt","https:\u002F\u002Fwww.nabu.de\u002Ftiere-und-pflanzen\u002Fvoegel\u002Fportraets\u002Fhausrotschwanz\u002F",{"title":6088,"url":6089,"kind":649,"publisher":1958,"year":651},"Hausrotschwanz — Artenportrait","https:\u002F\u002Fwww.lbv.de\u002Fratgeber\u002Fnaturwissen\u002Fartenportraits\u002Fdetail\u002Fhausrotschwanz\u002F","tierfuehrer\u002Fhausrotschwanz","t0FS2--J0cJesBCTRmFtOSGkRKZ-P3-zo89STx6g17M",{"id":6093,"title":6094,"aktiv":1395,"body":6095,"desc":6499,"description":587,"extension":608,"faq":6500,"groesse":6411,"group":1937,"helps":6522,"image":6527,"imageAlt":6528,"latin":6108,"meta":6529,"name":6530,"navigation":640,"nistplatz":6531,"path":6532,"schutz":6533,"seo":6534,"sources":6535,"stem":6542,"__hash__":6543},"tierfuehrer\u002Ftierfuehrer\u002Fhausspatz.md","Haussperling (Passer domesticus) — Tierführer",{"type":9,"value":6096,"toc":6488},[6097,6101,6110,6113,6115,6117,6164,6166,6168,6171,6239,6242,6244,6248,6251,6257,6263,6269,6274,6276,6280,6283,6288,6322,6325,6332,6334,6348,6352,6363,6369,6375,6381,6383,6385,6468,6471,6473,6475,6478,6481,6483,6485],[12,6098,6100],{"id":6099},"der-vogel-den-jeder-kennt-und-der-trotzdem-leiser-wird","Der Vogel, den jeder kennt — und der trotzdem leiser wird",[17,6102,6103],{},[20,6104,6105,6106,6109],{},"Der Haussperling (",[24,6107,6108],{},"Passer domesticus",") ist der häufigste Brutvogel an Gebäuden in Deutschland und steht trotzdem seit 2021 auf der Vorwarnliste der Roten Liste. Das ist kein Widerspruch — sondern eine Lektion über Bestandsrückgang in der Stadt. Mit 14–16 cm und 30 g ist er kompakt, gesellig und auf Hausfassaden angewiesen. Dieser Tierführer-Eintrag zeigt, wie ein Balkon konkret hilft.",[17,6111,6112],{},"Jeder kennt ihn. Das ist Teil des Problems. Wer einen Vogel für so häufig hält, dass er „eh überall\" ist, schaut nicht hin, wenn die Zahl der Brutpaare langsam sinkt. Genau das passiert seit den 1980er-Jahren in deutschen Großstädten. Berlin hat Spatzen-Bestände, die im Stadtkern um über 60 % zurückgegangen sind. Hamburg meldet Ähnliches. München ebenfalls. Die Anzahl scheint groß — der Trend zeigt nach unten.",[41,6114],{},[12,6116,46],{"id":45},[51,6118,6119,6124,6129,6134,6139,6144,6149,6154,6159],{},[54,6120,6121,6123],{},[20,6122,70],{}," 14–16 cm, Spannweite 21–25 cm",[54,6125,6126,6128],{},[20,6127,1429],{}," 25–35 g",[54,6130,6131,6133],{},[20,6132,1435],{}," grauer Scheitel mit kastanienbraunem Nackenband, schwarze Kehle und Brustlatz, hellgrauer Bauch",[54,6135,6136,6138],{},[20,6137,1441],{}," schlicht graubraun mit hellem Augenstreif, ohne schwarzen Latz",[54,6140,6141,6143],{},[20,6142,5620],{}," kräftig, konisch, schwarz im Brutkleid, hornfarben außerhalb",[54,6145,6146,6148],{},[20,6147,1453],{}," charakteristisches „tschilp-tschilp\", oft in kleinen Gruppen synchron",[54,6150,6151,6153],{},[20,6152,1459],{}," Koloniebrüter, häufig 5–20 Paare an einer Hausseite",[54,6155,6156,6158],{},[20,6157,1465],{}," ganz Deutschland, Standvogel, kein Zug",[54,6160,6161,6163],{},[20,6162,1471],{}," im Mittel 1,5–2 Jahre, Maximalalter rund 13 Jahre",[41,6165],{},[12,6167,1478],{"id":1477},[17,6169,6170],{},"Der Haussperling brütet mehrfach pro Saison — bei guten Bedingungen drei bis vier Bruten zwischen April und August. Das ist eine hohe Reproduktionsrate, und sie erklärt, warum die Art trotz Bestandsrückgang in absoluten Zahlen noch sichtbar ist.",[115,6172,6173,6181],{},[118,6174,6175],{},[121,6176,6177,6179],{},[124,6178,126],{},[124,6180,129],{},[131,6182,6183,6190,6197,6204,6211,6218,6225,6232],{},[121,6184,6185,6187],{},[136,6186,1498],{},[136,6188,6189],{},"Truppbildung, Sozialgesang an Schlafplätzen",[121,6191,6192,6194],{},[136,6193,1506],{},[136,6195,6196],{},"Partnerwahl, Inspektion alter Nistnischen",[121,6198,6199,6201],{},[136,6200,138],{},[136,6202,6203],{},"erste Eiablage (3–6 Eier), Bebrüten 11–14 Tage",[121,6205,6206,6208],{},[136,6207,154],{},[136,6209,6210],{},"Nestlingsphase 14–17 Tage, Fütterung mit Insekten",[121,6212,6213,6215],{},[136,6214,794],{},[136,6216,6217],{},"zweite und dritte Brut, jetzt teils Mischfütterung",[121,6219,6220,6222],{},[136,6221,827],{},[136,6223,6224],{},"letzte Brut, Jungvögel schließen sich Schwärmen an",[121,6226,6227,6229],{},[136,6228,178],{},[136,6230,6231],{},"gemeinsame Schlafplätze in Hecken, Efeuwänden, Sträuchern",[121,6233,6234,6236],{},[136,6235,3322],{},[136,6237,6238],{},"Mausergruppe, Körnernahrung dominiert",[17,6240,6241],{},"Der entscheidende Punkt steckt in den ersten zwei Wochen der Nestlingsphase. In dieser Zeit füttern beide Eltern fast ausschließlich tierische Eiweiße — Blattläuse, kleine Raupen, Fliegen. Sind diese Insekten knapp, verlieren die Küken Gewicht, und die Brut scheitert oft komplett. Erst ab dem dritten Tag nach dem Schlupf kommen geringe Sämereienanteile dazu, später dominieren sie.",[41,6243],{},[12,6245,6247],{"id":6246},"warum-der-bestand-schrumpft-drei-ursachen-klar-getrennt","Warum der Bestand schrumpft — drei Ursachen, klar getrennt",[17,6249,6250],{},"Der Mythos „Spatzen sind verschwunden, weil keine Insekten mehr da sind\" ist halbwahr. Es ist komplizierter:",[17,6252,6253,6256],{},[20,6254,6255],{},"1. Brutplatzverlust — der Haupttreiber."," Spatzen brüten in Spalten unter Dachziegeln, hinter Verblechungen, in Mauerritzen und in Hohlräumen an Hausfassaden. Die energetische Sanierung der vergangenen 30 Jahre hat diese Nischen großflächig verschlossen. Wärmedämmverbundsysteme sind glatt, neue Dachziegel dicht aufgereiht, Fassadendurchbrüche werden vorschriftsgemäß abgedichtet. Was bautechnisch korrekt ist, bedeutet ökologisch: keine Nische, kein Spatz.",[17,6258,6259,6262],{},[20,6260,6261],{},"2. Insektenarmut — relevant, aber sekundär."," Der dokumentierte Rückgang der Insektenbiomasse trifft die Spatzenküken in der Nestlingsphase. In monotonen Hinterhöfen ohne Pflanzen ist das ein scharfer Faktor. In begrünten Stadtbereichen wiegt der Brutplatzverlust schwerer.",[17,6264,6265,6268],{},[20,6266,6267],{},"3. Nahrungswandel — schleichend."," Spatzen profitierten lange von landwirtschaftlicher Restnahrung (Pferdedung, ausgestreutes Getreide, ungesäuberte Höfe) und urbanen Brotresten. Beides nimmt ab — Pferdebetriebe sind verschwunden, Außengastronomie nutzt geschlossene Müllbehälter. Das ist keine Katastrophe, aber Teil des Gesamttrends.",[1612,6270,6271],{},[17,6272,6273],{},"Der NABU dokumentiert in der Stunde der Gartenvögel den Haussperling über die letzten zehn Jahre regelmäßig auf Platz eins der Sichtungen — aber die durchschnittliche Truppgröße pro Garten ist messbar gesunken.",[41,6275],{},[12,6277,6279],{"id":6278},"nistplatz-auf-dem-balkon-sperlingskolonie-statt-einzelkasten","Nistplatz auf dem Balkon — Sperlingskolonie statt Einzelkasten",[17,6281,6282],{},"Spatzen brüten in lockeren Kolonien. Ein einzelner Standard-Nistkasten wird seltener angenommen als ein Sperlingskoloniekasten — ein Holzkasten mit zwei oder drei nebeneinanderliegenden Brutkammern, jede mit eigenem Einflugloch.",[17,6284,6285],{},[20,6286,6287],{},"Maße eines guten Sperlingskoloniekastens:",[51,6289,6290,6296,6302,6307,6312,6317],{},[54,6291,6292,6295],{},[20,6293,6294],{},"Einfluglöcher:"," 32 mm, kreisrund, im oberen Drittel der Frontwand",[54,6297,6298,6301],{},[20,6299,6300],{},"Kammern:"," drei nebeneinander, durch Trennwände getrennt, je 11 × 11 × 20 cm",[54,6303,6304,6306],{},[20,6305,5822],{}," unbehandeltes Lärchen- oder Eichenholz, mindestens 18 mm Wandstärke",[54,6308,6309,6311],{},[20,6310,2825],{}," ab 4 m, idealerweise direkt unter dem Dachüberstand",[54,6313,6314,6316],{},[20,6315,2831],{}," Osten bis Südosten — Morgensonne, kein Mittagshitze-Hotspot",[54,6318,6319,6321],{},[20,6320,5833],{}," kein freies Schaukeln, kein direkter Westregen",[17,6323,6324],{},"Auf einem Stadtbalkon ab dem zweiten Stock und höher funktioniert das, wenn das Haus selbst noch Spatzen beherbergt. Wer in einem komplett sanierten Neubau wohnt und keine Spatzen im Quartier sieht, wird auch mit dem besten Kasten kein Paar gewinnen.",[17,6326,6327,6328,6331],{},"Eine ",[32,6329,6330],{"href":5848},"Niströhre aus Bambus"," ist für Wildbienen gedacht, nicht für Spatzen — die Verwechslung kommt oft vor.",[41,6333],{},[1683,6335,6338,6342,6345],{"intro":6336,"title":6337},"Spatzen brauchen Nistmöglichkeiten in der Kolonie, ganzjährig Körnernahrung und Wasserzugang. Diese Produkte unterstützen die drei wichtigsten Hebel.","Empfehlungen für den Spatz-Balkon",[1688,6339],{"asin":2900,"note":6340,"title":2902,"caveat":6341},"Holzbeton-Nisthöhlen als Einzelkammer können übergangsweise eingesetzt werden, wenn kein Sperlingskoloniekasten verfügbar ist. Aufhängehöhe ab 4 m unter einem Dachüberstand, mehrere Exemplare nebeneinander erhöhen die Annahme-Chance — Spatzen sind Koloniebrüter.","Spatzen bevorzugen Mehrfach-Holzkästen mit 3 Kammern. Eine Einzelhöhle ist Überbrückung, kein Ersatz.",[1688,6343],{"asin":2905,"note":6344,"title":2907},"Sonnenblumenkerne in der Schale sind das beste ganzjährige Futter für Spatzen — im Sommer als Ergänzung, im Winter als Hauptquelle. Der 25-kg-Sack reduziert Nachfüllaufwand; ungeschälte Kerne halten an der Futterstation lang frisch.",[1688,6346],{"asin":2910,"note":6347,"title":2912},"Im Winter nimmt der Haussperling auch Meisenknödel als Kalorienquelle an. Ein stabiler Halter direkt an der Futterstation hält Knödel trocken und verhindert, dass Kunststoff-Netze als Vogelfalle stehen bleiben.",[12,6349,6351],{"id":6350},"was-spatzen-auf-dem-balkon-brauchen-vier-konkrete-hebel","Was Spatzen auf dem Balkon brauchen — vier konkrete Hebel",[17,6353,6354,6357,6358,6362],{},[20,6355,6356],{},"1. Wasserschale."," Eine flache Schale, maximal 3 cm Tiefe, mit täglich frischem Wasser. Im Sommer wichtig, im Winter eisfrei. Spatzen trinken oft, baden gemeinsam in kleinen Trupps. Eine ",[32,6359,6361],{"href":6360},"\u002Fanleitungen\u002Fwildbienen-traenke\u002F","Wildbienen-Tränke mit Steinen"," erfüllt nebenbei diesen Zweck für Vögel mit.",[17,6364,6365,6368],{},[20,6366,6367],{},"2. Sandbad."," Eine zweite Schale mit feinem, trockenem Spielsand (Körnung unter 1 mm) im Schatten. Spatzen wälzen sich darin täglich, um Federparasiten loszuwerden. Das Sandbad ist genauso wichtig wie das Wasserbad — wird aber selten angeboten.",[17,6370,6371,6374],{},[20,6372,6373],{},"3. Sonnenblumenkerne ohne Schale, ganzjährig."," Spatzen fressen Sommer wie Winter. Im Sommer ergänzt das Futter die Eigensuche, im Winter ist es Hauptquelle. Sonnenblumenkerne ohne Schale verursachen keine Schalenreste auf dem Balkon und werden auch von Jungvögeln gut verarbeitet. Hirse, Hafer und gehackte Erdnüsse sind passende Ergänzungen. Auf Brot verzichten — quillt im Magen und schadet eher.",[17,6376,6377,6380],{},[20,6378,6379],{},"4. Versteckpflanzen."," Eine begrünte Balkonwand mit Wildem Wein, Efeu oder Kletter-Hortensie bietet Schutz vor Sperberangriffen und ist gleichzeitig Sammelplatz für Beeren und Blattläuse. Spatzen sind ohne Versteck nervös und meiden offene Plätze.",[41,6382],{},[12,6384,497],{"id":496},[115,6386,6387,6397],{},[118,6388,6389],{},[121,6390,6391,6393,6395],{},[124,6392,1736],{},[124,6394,1739],{},[124,6396,1742],{},[131,6398,6399,6412,6424,6440,6456],{},[121,6400,6401,6406,6409],{},[136,6402,6403],{},[20,6404,6405],{},"Haussperling ♂",[136,6407,6408],{},"grauer Scheitel, schwarze Kehle, kastanienbraunes Nackenband",[136,6410,6411],{},"14–16 cm",[121,6413,6414,6419,6422],{},[136,6415,6416],{},[20,6417,6418],{},"Haussperling ♀",[136,6420,6421],{},"schlicht graubraun, heller Augenstreif",[136,6423,6411],{},[121,6425,6426,6434,6437],{},[136,6427,6428,90,6431,985],{},[20,6429,6430],{},"Feldsperling",[24,6432,6433],{},"Passer montanus",[136,6435,6436],{},"kastanienbraune Kappe, schwarzer Wangenfleck (beide Geschlechter gleich)",[136,6438,6439],{},"12–14 cm",[121,6441,6442,6450,6453],{},[136,6443,6444,90,6447,985],{},[20,6445,6446],{},"Heckenbraunelle",[24,6448,6449],{},"Prunella modularis",[136,6451,6452],{},"graubrauner Kopf, schlanker Spitzschnabel, einzelgängerisch",[136,6454,6455],{},"13–15 cm",[121,6457,6458,6463,6466],{},[136,6459,6460],{},[20,6461,6462],{},"Buchfink ♀",[136,6464,6465],{},"grünolivbrauner Rücken, deutlicher weißer Flügelstreif",[136,6467,6411],{},[17,6469,6470],{},"Der häufigste Bestimmungsfehler ist der Feldsperling — er sieht auf den ersten Blick aus wie ein Haussperling-Männchen, hat aber unabhängig vom Geschlecht eine kastanienbraune Kappe und einen markanten schwarzen Wangenfleck. Der Feldsperling brütet seltener direkt am Haus und hält sich häufiger in Gartenbüschen und am Stadtrand auf.",[41,6472],{},[12,6474,1868],{"id":1867},[17,6476,6477],{},"Ein begrünter Stadtbalkon ersetzt keine intakte Wohnsiedlung mit Altbau und vielen Brutnischen. Aber er kann konkret zwei Dinge leisten: Nahrung im Sommer (Blattläuse auf insektenfreundlichen Pflanzen, kein Pestizid-Einsatz) und Brutplatz, wenn ein Sperlingskoloniekasten unter dem Dachüberstand hängt und Spatzen schon im Quartier sind.",[17,6479,6480],{},"Wer in einem energetisch sanierten Neubau wohnt, in dem die letzten Spatzen seit zehn Jahren weg sind, wird mit einem einzelnen Balkon keine Kolonie zurückholen. Wer in einem Altbau-Stadtteil mit vorhandenen Spatzentrupps wohnt, kann mit einem Koloniekasten, Wasserschale, Sandbad und insektenfreundlicher Bepflanzung messbar zur lokalen Brutdichte beitragen — und an einem ruhigen Frühlingsmorgen Zeuge eines synchron tschilpenden Trupps im eigenen Geländer werden.",[41,6482],{},[12,6484,538],{"id":537},[17,6486,6487],{},"Der Haussperling ist der häufigste Gebäudebrüter Deutschlands und steht trotzdem auf der Vorwarnliste — Hauptursache ist Brutplatzverlust durch Sanierungen, nicht primär Insektenmangel. Ein Sperlingskoloniekasten mit drei Kammern unter dem Dachüberstand, Wasserschale plus Sandbad und Sonnenblumenkerne ganzjährig sind die wirksamsten Balkon-Hebel. Wirkung nur dort, wo die Art im Quartier noch vorhanden ist.",{"title":587,"searchDepth":588,"depth":588,"links":6489},[6490,6491,6492,6493,6494,6495,6496,6497,6498],{"id":6099,"depth":588,"text":6100},{"id":45,"depth":588,"text":46},{"id":1477,"depth":588,"text":1478},{"id":6246,"depth":588,"text":6247},{"id":6278,"depth":588,"text":6279},{"id":6350,"depth":588,"text":6351},{"id":496,"depth":588,"text":497},{"id":1867,"depth":588,"text":1868},{"id":537,"depth":588,"text":538},"Häufigster Brutvogel an Gebäuden — und doch auf der Vorwarnliste. Nischenbrüter unter Dachziegeln, koloniebildend, Insektenfresser im Mai, Körnerfresser danach.",[6501,6504,6507,6510,6513,6516,6519],{"q":6502,"a":6503},"Warum steht der Haussperling auf der Vorwarnliste?","Trotz Millionenbestand sinkt die Zahl der Brutpaare seit Jahrzehnten messbar. Die Rote-Liste-Kommission hat den Haussperling 2021 deshalb in die Vorwarnliste eingestuft. Hauptgrund ist nicht Nahrung — sondern Brutplatzverlust durch Fassadensanierungen, Dachdämmungen und glatte Neubauten.",{"q":6505,"a":6506},"Sind Spatzen verschwunden, weil es keine Insekten mehr gibt?","Nur teilweise. Insektenmangel trifft die Küken in den ersten zwei Wochen — Spatzeneltern füttern in dieser Phase fast ausschließlich Blattläuse, Raupen und kleine Fliegen. Der dominantere Faktor ist aber der Verlust von Brutnischen: glatte Wärmedämmverbundsysteme, abgedichtete Dachziegelreihen, neue Fenster ohne Spalten.",{"q":6508,"a":6509},"Wie unterscheide ich Haus- und Feldsperling?","Der Haussperling hat im Männchen einen grauen Scheitel und schwarze Kehle, das Weibchen ist schlicht graubraun. Der Feldsperling (*Passer montanus*) trägt unabhängig vom Geschlecht eine kastanienbraune Kappe und einen schwarzen Wangenfleck — und brütet seltener direkt an Häusern.",{"q":6511,"a":6512},"Lohnt sich ein Nistkasten auf dem Stadtbalkon?","Ja, wenn es ein Sperlingskoloniekasten mit zwei oder drei Kammern ist. Spatzen brüten in lockeren Kolonien — Einzelkästen werden weniger oft angenommen als Mehrkammer-Modelle. Aufhängehöhe ab zweitem Stock, mindestens 3 m, wettergeschützt unter Dachüberstand.",{"q":6514,"a":6515},"Was fressen Spatzen im Sommer, was im Winter?","Im Mai und Juni dominieren tierische Eiweiße für die Küken — Blattläuse, Raupen, kleine Fliegen. Ab Juli verschiebt sich das Spektrum zu Sämereien, Knospen und Brotresten. Im Winter ausschließlich Körnerfutter: Sonnenblumenkerne (gern ohne Schale), Hirse, Hafer.",{"q":6517,"a":6518},"Brauchen Spatzen ein Sandbad?","Ja, und das wird oft übersehen. Spatzen wälzen sich täglich in trockenem Sand oder Staub, um Federparasiten loszuwerden. Eine flache Schale mit feinem Spielsand (Körnung unter 1 mm) im Schatten erfüllt diesen Zweck — daneben unbedingt eine zweite Schale mit Wasser, die beiden werden nicht verwechselt.",{"q":6520,"a":6521},"Sind Spatzen wirklich heimisch oder eingeschleppt?","Heimisch. Der Haussperling lebt seit der Jungsteinzeit eng beim Menschen und hat sich mit dem Ackerbau aus Vorderasien nach Europa ausgebreitet. In Deutschland gilt er als seit Jahrtausenden etablierte Art — und ist in vielen Bundesländern Wappentier städtischer Naturschutzvereine.",[6523,6524,6525,6526],"Sperlingskoloniekasten mit 3 Kammern","Flache Wasserschale für Trink- und Sandbad","Sonnenblumenkerne ohne Schale ganzjährig","Heimische Kletterpflanzen als Versteck","\u002Fimages\u002Fcontent\u002Fhausspatz.jpeg","Haussperling (Passer domesticus) — Illustration im Pflanzenatlas-Stil.",{},"Haussperling","Dachziegelnischen, Mauerritzen, Spalten in Fassaden, Sperlingskoloniekästen","\u002Ftierfuehrer\u002Fhausspatz","Vorwarnliste Deutschland (Rote Liste 2021)",{"title":6094,"description":587},[6536,6539],{"title":6537,"url":6538,"kind":649,"publisher":665,"year":651},"Der Haussperling: Der Spatz lebt gesellig","https:\u002F\u002Fwww.nabu.de\u002Ftiere-und-pflanzen\u002Fvoegel\u002Fportraets\u002Fhaussperling\u002F",{"title":6540,"url":6541,"kind":655,"publisher":656,"year":651},"Haussperling (Passer domesticus) — Wikipedia","https:\u002F\u002Fde.wikipedia.org\u002Fwiki\u002FHaussperling","tierfuehrer\u002Fhausspatz","meZlzn4zS50XAfi2nSleY6fQxcLNPtlKIhED5wjow8U",{"id":6545,"title":6546,"aktiv":6547,"body":6548,"desc":7089,"description":587,"extension":608,"faq":7090,"groesse":7104,"group":5014,"helps":7105,"image":7111,"imageAlt":7112,"latin":6561,"meta":7113,"name":7114,"navigation":640,"nistplatz":7115,"path":7116,"schutz":6629,"seo":7117,"sources":7118,"stem":7129,"__hash__":7130},"tierfuehrer\u002Ftierfuehrer\u002Fhosenbiene.md","Hosenbiene (Dasypoda hirtipes) — Tierführer","Juli – September",{"type":9,"value":6549,"toc":7069},[6550,6554,6563,6566,6568,6570,6637,6639,6666,6676,6678,6682,6685,6758,6761,6764,6766,6770,6777,6780,6832,6839,6841,6845,6848,6851,6859,6866,6869,6874,6876,6878,6885,6911,6914,6916,6918,6929,6932,6949,6952,6954,6956,6959,6998,7008,7010,7012,7015,7017,7019,7023,7026,7030,7048,7052,7055,7059,7062,7066],[12,6551,6553],{"id":6552},"die-biene-mit-den-orangen-hosen","Die Biene mit den orangen Hosen",[17,6555,6556],{},[20,6557,6558,6559,6562],{},"Die Hosenbiene (",[24,6560,6561],{},"Dasypoda hirtipes",") ist eine heimische, bodennistende Wildbiene mit auffälligen orangefarbenen Pollensammelhaaren an den Hinterbeinen — den namensgebenden „Hosen\". Sie ist streng oligolektisch auf Korbblütler und steht in Deutschland auf der Vorwarnliste. Auf dem Balkon ist sie nur als Sammlerin zu Gast, nicht als Brüterin — der eigentliche Hebel ist die Pflanzenseite.",[17,6564,6565],{},"Eine Sandbiene, die wie verkleidet aussieht. Wer das Weibchen einmal mit voll beladenen Hinterbeinen vom Korbblütler abfliegen sieht, vergisst das Bild nicht — die Pollenladung leuchtet orange in der Sommersonne. Auf dem Balkon erscheint sie nur, wenn im Umfeld noch Sandstandorte mit Korbblütlern existieren. Sie ist eine Indikatorart für offene, mager-sandige Lebensräume — und genau die werden immer seltener.",[41,6567],{},[12,6569,46],{"id":45},[115,6571,6572,6580],{},[118,6573,6574],{},[121,6575,6576,6578],{},[124,6577,1739],{},[124,6579,4375],{},[131,6581,6582,6589,6596,6603,6610,6617,6623,6630],{},[121,6583,6584,6586],{},[136,6585,3181],{},[136,6587,6588],{},"Melittidae (Hosenbienen)",[121,6590,6591,6593],{},[136,6592,1742],{},[136,6594,6595],{},"Männchen 10–12 mm, Weibchen 12–15 mm",[121,6597,6598,6600],{},[136,6599,2060],{},[136,6601,6602],{},"Juli – September, eine Generation pro Jahr",[121,6604,6605,6607],{},[136,6606,4403],{},[136,6608,6609],{},"streng oligolektisch auf Korbblütler (Asteraceae)",[121,6611,6612,6614],{},[136,6613,2068],{},[136,6615,6616],{},"selbst gegrabene Bodennester in Sand, 30–60 cm tief",[121,6618,6619,6621],{},[136,6620,4418],{},[136,6622,4421],{},[121,6624,6625,6627],{},[136,6626,4426],{},[136,6628,6629],{},"Vorwarnliste (rückläufig)",[121,6631,6632,6634],{},[136,6633,4434],{},[136,6635,6636],{},"ganz Deutschland, schwerpunktmäßig sandige Tieflagen",[549,6638,3905],{"id":3904},[51,6640,6641,6650,6655,6661],{},[54,6642,6643,6645,6646,6649],{},[20,6644,1441],{}," kräftig schwarz behaart, ",[20,6647,6648],{},"dichte orangefarbene Pollensammelhaare an den Hinterbeinen"," — wirken wie pelzige Hosen",[54,6651,6652,6654],{},[20,6653,1435],{}," schlanker, ohne Pollenhosen, hellere Behaarung am Hinterleib, längere Fühler",[54,6656,6657,6660],{},[20,6658,6659],{},"Flugzeit:"," im Hochsommer, deutlich später als Frühlings-Wildbienen wie die Rote Mauerbiene",[54,6662,6663,6665],{},[20,6664,4470],{}," Weibchen besuchen ausschließlich Korbblütler-Blüten, sehr beladene Rückflüge zu sandigen Bodennestern",[17,6667,6668,6669,6672,6673,6675],{},"Die Pollenhosen sind das eindeutigste Erkennungsmerkmal. Keine andere mitteleuropäische ",[32,6670,6671],{"href":3897},"Wildbienenart"," trägt so dicht und so leuchtend orange behaarte Hinterbeine. Wer tiefer einsteigen möchte: ",[96,6674],{"asin":98,"label":99}," ist das Standardwerk für alle rund 600 deutschen Wildbienenarten.",[41,6677],{},[12,6679,6681],{"id":6680},"lebenszyklus-eine-generation-drei-monate","Lebenszyklus — eine Generation, drei Monate",[17,6683,6684],{},"Die Hosenbiene hat eine kurze, scharf umrissene Saison. Anders als die Rote Mauerbiene, die im Frühjahr fliegt, ist sie eine Hochsommer-Biene.",[115,6686,6687,6697],{},[118,6688,6689],{},[121,6690,6691,6693,6695],{},[124,6692,758],{},[124,6694,761],{},[124,6696,4375],{},[131,6698,6699,6710,6719,6729,6738,6748],{},[121,6700,6701,6704,6707],{},[136,6702,6703],{},"Schlupf",[136,6705,6706],{},"Anfang Juli",[136,6708,6709],{},"Männchen meist 1–2 Wochen vor Weibchen",[121,6711,6712,6714,6716],{},[136,6713,4552],{},[136,6715,805],{},[136,6717,6718],{},"direkt nach Schlupf der Weibchen",[121,6720,6721,6723,6726],{},[136,6722,4562],{},[136,6724,6725],{},"Juli – August",[136,6727,6728],{},"Weibchen gräbt Tunnel, legt Brutzellen an",[121,6730,6731,6733,6735],{},[136,6732,4572],{},[136,6734,6547],{},[136,6736,6737],{},"je Brutzelle mehrere Sammelflüge auf Korbblütler",[121,6739,6740,6742,6745],{},[136,6741,4582],{},[136,6743,6744],{},"Spätsommer – Herbst",[136,6746,6747],{},"Larve frisst Pollenkugel, verpuppt sich",[121,6749,6750,6752,6755],{},[136,6751,4593],{},[136,6753,6754],{},"Oktober – Juni",[136,6756,6757],{},"als Vollinsekt oder Puppe tief im Boden",[17,6759,6760],{},"Das Weibchen gräbt einen 30–60 cm tiefen Haupttunnel in sandiges, lockeres Substrat. Vom Haupttunnel zweigen kurze Seitengänge ab, an deren Ende je eine Brutzelle liegt. In jede Zelle wird eine Pollenkugel — rein aus Korbblütler-Pollen — eingelagert, ein Ei darauf abgelegt und der Gang verschlossen.",[17,6762,6763],{},"Der Aushub liegt typisch als kleiner Sandhügel am Eingang und ist ein klares Erkennungssignal: Wer im Juli auf Sandwegen oder offenen Sandstellen kleine vulkanförmige Sandkegel mit Loch in der Mitte sieht, hat wahrscheinlich Hosenbienen-Aggregationen vor sich.",[41,6765],{},[12,6767,6769],{"id":6768},"trachtpflanzen-korbblütler-oder-gar-nichts","Trachtpflanzen — Korbblütler oder gar nichts",[17,6771,6772,6773,6776],{},"Die Hosenbiene ist ",[20,6774,6775],{},"streng oligolektisch",": Sie sammelt Pollen ausschließlich an Korbblütlern (Asteraceae). Ohne diese Pflanzenfamilie in Flugreichweite kein Nachwuchs. Das ist der entscheidende Hebel auf dem Balkon — Nistplatz kann man kaum bieten, Nahrung sehr wohl.",[17,6778,6779],{},"Geeignete heimische Korbblütler für Kübel und Kästen:",[51,6781,6782,6787,6792,6799,6806,6812,6818,6825],{},[54,6783,2343,6784,6786],{},[24,6785,370],{},") — robust, mehrjährig, blüht Juni–September",[54,6788,2383,6789,6791],{},[24,6790,2386],{},") — leuchtend hellblau, blüht Juli–September",[54,6793,6794,6795,6798],{},"Färberkamille (",[24,6796,6797],{},"Anthemis tinctoria",") — pflegeleicht, sehr lange Blütezeit",[54,6800,6801,6802,6805],{},"Skabiosen-Flockenblume (",[24,6803,6804],{},"Centaurea scabiosa",") — mageres Substrat bevorzugt",[54,6807,6808,6809,6811],{},"Tauben-Skabiose (",[24,6810,3541],{},") — heimisch, sonnig",[54,6813,6814,6815,6817],{},"Acker-Kratzdistel (",[24,6816,3402],{},") — wenn Platz da ist, sehr ergiebig",[54,6819,6820,6821,6824],{},"Gemeines Bitterkraut (",[24,6822,6823],{},"Picris hieracioides",") — Ruderalart, anspruchslos",[54,6826,6827,6828,6831],{},"Echte Goldrute (",[24,6829,6830],{},"Solidago virgaurea",") — heimisch, nicht zu verwechseln mit der invasiven Kanadischen Goldrute",[17,6833,6834,6835,6838],{},"Zu vermeiden: gefüllte Sorten (Doppelblüten haben keinen erreichbaren Pollen), exotische Zierkorbblütler wie gefüllte Dahlien oder gefüllte Studentenblumen, behandelte Wildkräuter aus dem Baumarkt. Wer einen Korbblütler-Kübel ansetzt, der auch wirklich ",[32,6836,6837],{"href":4106},"Bestäubern"," nützt, achtet auf ungefüllte, einfach blühende Sorten — alles andere ist Dekoration ohne Pollen.",[41,6840],{},[12,6842,6844],{"id":6843},"nistplatz-auf-dem-balkon-kaum-machbar","Nistplatz — auf dem Balkon kaum machbar",[17,6846,6847],{},"Ehrlich bleiben: Die Hosenbiene gräbt 30–60 cm tiefe Tunnel in sandiges Substrat. Das ist ein Maß, das kein Standardbalkon bietet. Ein klassischer Pflanzkübel ist 20–30 cm tief, und das Substrat darin ist meistens humose Pflanzerde — nicht der mager-sandige Boden, den die Hosenbiene braucht.",[17,6849,6850],{},"Was theoretisch funktionieren könnte:",[51,6852,6853,6856],{},[54,6854,6855],{},"ein sehr großer, tiefer Kübel (≥ 40 cm) mit reinem ungewaschenem Bausand, in vollsonniger Lage, ohne Überpflanzung",[54,6857,6858],{},"ein flacher, weitgehend unbepflanzter Sandbereich auf dem Balkon — als Trockenrand neben den Blühpflanzen",[17,6860,6861,6862,6865],{},"Realistisch: Selbst wenn diese Bedingungen erfüllt sind, wird kaum eine Hosenbiene einen einzeln stehenden Sandkübel auf dem Balkon als Nistplatz annehmen. Die Art bildet ",[20,6863,6864],{},"Nistkolonien"," in offenen Sandbiotopen und benötigt einen größeren zusammenhängenden Lebensraum. Auf dem Balkon bleibt sie Sammlerin.",[17,6867,6868],{},"Wer wirklich helfen will: keinen Insektenkasten kaufen — das nützt nichts. Stattdessen im näheren Umfeld (Innenhof, Gemeinschaftsgarten, Stadtteilinitiative) auf den Erhalt offener Sandflächen drängen. Jeder versiegelte Quadratmeter, jeder zugepflanzte Sandweg ist ein verlorenes Nest.",[17,6870,6871,6872,36],{},"Mehr Hintergrund zu funktionalen Niststrukturen für andere Arten gibt es im Glossar: ",[32,6873,4740],{"href":4739},[41,6875],{},[12,6877,410],{"id":409},[17,6879,6880,6881,6884],{},"Die Hosenbiene steht in Deutschland auf der ",[20,6882,6883],{},"Vorwarnliste"," des Bundesamtes für Naturschutz — also noch nicht in einer Rote-Liste-Kategorie, aber mit klar erkennbarem Rückgang. Hauptursachen:",[423,6886,6887,6893,6899,6905],{},[54,6888,6889,6892],{},[20,6890,6891],{},"Habitat-Verlust"," — offene Sandstandorte verschwinden durch Bebauung, Verbuschung und Aufforstung",[54,6894,6895,6898],{},[20,6896,6897],{},"Pestizide auf Wildkräutern"," — entlang von Wegen, an Feldrändern, in Privatgärten",[54,6900,6901,6904],{},[20,6902,6903],{},"Verlust von Wildkraut-Säumen"," — wenn Acker-Witwenblume, Wegwarte und Skabiose verschwinden, verschwindet auch die spezialisierte Sammlerin",[54,6906,6907,6910],{},[20,6908,6909],{},"Lichtverschmutzung und Versiegelung"," — verändern das Mikroklima offener Sandstandorte",[17,6912,6913],{},"Die Hosenbiene ist ein typisches Beispiel für eine Art, die nicht durch Insektizide direkt ausgerottet wird, sondern durch den schleichenden Verlust ihrer Nahrungspflanzen und Nistflächen. Wer auf dem Balkon Korbblütler zieht, leistet einen kleinen, aber echten Beitrag — vor allem dann, wenn das Umfeld immer monotoner wird.",[41,6915],{},[12,6917,456],{"id":455},[17,6919,6920,6921,6924,6925,6928],{},"Realistisch eingeordnet: Der Balkon ist für die Hosenbiene ",[20,6922,6923],{},"kein Nistplatz",", sondern eine ",[20,6926,6927],{},"Tankstelle",". Das ist nicht wenig — gerade in urbanen Räumen, in denen Korbblütler-Bestände rückläufig sind, kann ein dichter Mix aus Acker-Witwenblume, Wegwarte und Färberkamille im Hochsommer für sammelnde Weibchen den Unterschied zwischen erfolgreicher und gescheiterter Brut machen.",[17,6930,6931],{},"Konkret:",[51,6933,6934,6937,6943,6946],{},[54,6935,6936],{},"Vier bis sechs Korbblütler-Arten in unterschiedlichen Kübeln, gestaffelte Blüte von Juli bis September",[54,6938,6939,6940,6942],{},"Vollsonniger Standort, mageres Substrat (kein torffreier Premiumdünger, eher ",[32,6941,4701],{"href":4700}," gemischt mit Sand)",[54,6944,6945],{},"Keine Pestizide, keine Neonikotinoid-haltigen Pflanzen aus dem Baumarkt — auf das Etikett achten",[54,6947,6948],{},"Verblühtes erst spät im Herbst entfernen, damit Samenstände stehen bleiben",[17,6950,6951],{},"Und ergänzend: Falls in der näheren Umgebung Sandwege, alte Brachen oder Bahndämme existieren, auf denen sich Hosenbienen-Kolonien gebildet haben, lohnt es sich, sie zu beobachten und in Stadtteilinitiativen vor Versiegelung oder „Aufräum\"-Aktionen zu schützen. Der Balkon kann eine sammelnde Hosenbiene anziehen — den Bestand sichert er nicht allein.",[41,6953],{},[12,6955,497],{"id":496},[17,6957,6958],{},"Im Juli und August fliegen auf Sandstandorten und in Balkonkästen mehrere bodennistende Wildbienen, die der Hosenbiene oberflächlich ähneln. Die Unterscheidung:",[51,6960,6961,6968,6980,6989],{},[54,6962,6963,6967],{},[20,6964,4904,6965,1028],{},[24,6966,4907],{}," — meist im Frühjahr aktiv, kleiner, ohne dichte orange Pollenhosen. Mehrere hundert Arten in DE, die Bestimmung im Detail ist Fachsache",[54,6969,6970,6979],{},[20,6971,6972,6973,267,6976,1028],{},"Furchenbienen (",[24,6974,6975],{},"Halictus",[24,6977,6978],{},"Lasioglossum"," — schlanker, glänzender, oft mit hellen Binden auf dem Hinterleib, kein orangefarbenes Pollenpolster an den Beinen",[54,6981,6982,6988],{},[20,6983,6984,6985,1028],{},"Pelzbienen (",[24,6986,6987],{},"Anthophora"," — viel pelziger und meist im Frühling unterwegs, Pollen am Bauch statt an den Beinen",[54,6990,6991,6997],{},[20,6992,6993,6994,985],{},"Honigbiene (",[24,6995,6996],{},"Apis mellifera"," — sammelt Pollen in Pollenkörbchen (glatte glänzende Kompaktpakete), nicht in dichten Borstenhaaren",[17,6999,7000,7001,7004,7005,7007],{},"Das eindeutige Merkmal der Hosenbiene bleibt die ",[20,7002,7003],{},"Kombination aus Juli-bis-September-Flugzeit, ausschließlichem Besuch von Korbblütlern und den dichten orangefarbenen Hinterbein-Hosen"," am Weibchen. Wer alle drei Punkte gleichzeitig sieht, hat ",[24,7006,6561],{}," vor sich.",[41,7009],{},[12,7011,538],{"id":537},[17,7013,7014],{},"Die Hosenbiene ist eine heimische, bodennistende Wildbiene mit auffälligen orangefarbenen Pollenhosen — streng oligolektisch an Korbblütlern und auf der Vorwarnliste. Auf dem Balkon nistet sie praktisch nicht: Sie braucht 30–60 cm tiefen Sand und offene Lebensräume. Aber Korbblütler-Kübel mit Acker-Witwenblume, Wegwarte, Färberkamille und Skabiose machen den Balkon zur Tankstelle für sammelnde Weibchen. Das ist der einzige Hebel, den Balkonbepflanzung für diese Art realistisch hat — und ein nicht zu kleiner.",[41,7016],{},[12,7018,547],{"id":546},[549,7020,7022],{"id":7021},"kann-ich-der-hosenbiene-auf-dem-balkon-ein-nest-anbieten","Kann ich der Hosenbiene auf dem Balkon ein Nest anbieten?",[17,7024,7025],{},"Realistisch nicht. Die Hosenbiene gräbt 30–60 cm tiefe Tunnel in sandiges Substrat und nistet in Aggregationen auf offenen Sandflächen. Ein einzeln stehender Sandkübel auf dem Balkon erfüllt diese Bedingungen nicht. Was du anbieten kannst, ist Nahrung — und das hilft den Tieren, die in der weiteren Umgebung erfolgreich brüten.",[549,7027,7029],{"id":7028},"welche-pflanzen-sind-die-wichtigsten-für-die-hosenbiene","Welche Pflanzen sind die wichtigsten für die Hosenbiene?",[17,7031,7032,7033,7035,7036,7038,7039,7041,7042,7044,7045,7047],{},"Da die Art streng oligolektisch an Korbblütlern sammelt, sind nur Asteraceae wirklich relevant. Ein guter Mix für den Balkon: Acker-Witwenblume (",[24,7034,370],{},"), Wegwarte (",[24,7037,2386],{},"), Färberkamille (",[24,7040,6797],{},"), Tauben-Skabiose (",[24,7043,3541],{},") und Echte Goldrute (",[24,7046,6830],{},"). Wichtig: nur ungefüllte Sorten, keine Pestizidbehandlung.",[549,7049,7051],{"id":7050},"warum-sieht-man-hosenbienen-erst-im-hochsommer","Warum sieht man Hosenbienen erst im Hochsommer?",[17,7053,7054],{},"Anders als Frühjahrs-Wildbienen wie die Rote Mauerbiene hat die Hosenbiene eine späte Generation. Die Adulttiere schlüpfen im Juli, fliegen bis September und sterben mit dem Saisonende. Die Brut überwintert tief im Boden und schlüpft erst im Folgesommer. Eine Generation pro Jahr.",[549,7056,7058],{"id":7057},"ist-die-hosenbiene-gefährlich-oder-sticht-sie","Ist die Hosenbiene gefährlich oder sticht sie?",[17,7060,7061],{},"Nein. Sie ist eine ruhige, scheue Solitärbiene und zeigt kein Aggressionsverhalten gegenüber Menschen. Auch direkt an einer Nestkolonie reagieren die Weibchen nicht auf ruhig stehende Personen. Männchen haben gar keinen Stachel.",[549,7063,7065],{"id":7064},"was-bedeutet-auf-der-vorwarnliste","Was bedeutet „auf der Vorwarnliste\"?",[17,7067,7068],{},"Die Vorwarnliste des Bundesamtes für Naturschutz erfasst Arten, deren Bestand in Deutschland deutlich zurückgeht, die aber noch nicht den Schwellenwert für eine offizielle Rote-Liste-Kategorie überschreiten. Sie ist ein Frühwarnsystem. Hauptursachen für den Rückgang der Hosenbiene sind der Verlust offener Sandstandorte und der Schwund ihrer Korbblütler-Nahrungspflanzen.",{"title":587,"searchDepth":588,"depth":588,"links":7070},[7071,7072,7075,7076,7077,7078,7079,7080,7081,7082],{"id":6552,"depth":588,"text":6553},{"id":45,"depth":588,"text":46,"children":7073},[7074],{"id":3904,"depth":602,"text":3905},{"id":6680,"depth":588,"text":6681},{"id":6768,"depth":588,"text":6769},{"id":6843,"depth":588,"text":6844},{"id":409,"depth":588,"text":410},{"id":455,"depth":588,"text":456},{"id":496,"depth":588,"text":497},{"id":537,"depth":588,"text":538},{"id":546,"depth":588,"text":547,"children":7083},[7084,7085,7086,7087,7088],{"id":7021,"depth":602,"text":7022},{"id":7028,"depth":602,"text":7029},{"id":7050,"depth":602,"text":7051},{"id":7057,"depth":602,"text":7058},{"id":7064,"depth":602,"text":7065},"Bodennistende Wildbiene mit auffälligen orangefarbenen Pollenhosen. Streng oligolektisch an Korbblütlern, auf der Vorwarnliste.",[7091,7094,7096,7099,7101],{"q":7092,"a":7093},"Woran erkenne ich die Hosenbiene?","Das Weibchen ist kräftig schwarz behaart und trägt dichte orangefarbene Pollensammelhaare an den Hinterbeinen — die namensgebenden Hosen. Keine andere mitteleuropäische Wildbienenart trägt so dicht und leuchtend orange behaarte Hinterbeine. Die Flugzeit von Juli bis September ist ein weiteres Erkennungsmerkmal.",{"q":7022,"a":7095},"Realistisch nicht. Die Hosenbiene gräbt 30–60 cm tiefe Tunnel in sandiges Substrat und nistet in Aggregationen auf offenen Sandflächen. Ein einzeln stehender Sandkübel auf dem Balkon erfüllt diese Bedingungen nicht. Als Nahrungsangebot mit Korbblütlern leistet der Balkon aber einen echten Beitrag.",{"q":7097,"a":7098},"Welche Pflanzen braucht die Hosenbiene?","Die Hosenbiene ist streng oligolektisch und sammelt Pollen ausschließlich an Korbblütlern (Asteraceae). Geeignete Balkonpflanzen sind Acker-Witwenblume, Wegwarte, Färberkamille, Tauben-Skabiose und Echte Goldrute — nur in ungefüllten Sorten, ohne Pestizidbehandlung.",{"q":7051,"a":7100},"Anders als Frühjahrs-Wildbienen hat die Hosenbiene eine späte Generation. Die Adulttiere schlüpfen im Juli, fliegen bis September und sterben mit dem Saisonende. Die Brut überwintert tief im Boden und schlüpft erst im Folgesommer — eine Generation pro Jahr.",{"q":7102,"a":7103},"Was bedeutet es, dass die Hosenbiene auf der Vorwarnliste steht?","Die Vorwarnliste des Bundesamtes für Naturschutz erfasst Arten mit deutlich rückläufigem Bestand, die aber noch nicht den Schwellenwert einer Roten-Liste-Kategorie überschreiten. Hauptursachen für den Rückgang der Hosenbiene sind der Verlust offener Sandstandorte und der Schwund ihrer Korbblütler-Nahrungspflanzen.","10–15 mm (Weibchen größer)",[7106,7107,7108,7109,7110],"Acker-Witwenblume (Knautia arvensis)","Wegwarte (Cichorium intybus)","Färberkamille (Anthemis tinctoria)","Skabiose (Scabiosa columbaria)","keine Pestizide auf Wildkräutern","\u002Fimages\u002Fcontent\u002Fhosenbiene.jpeg","Weibliche Hosenbiene (Dasypoda hirtipes) mit auffällig dicht goldenen Pollenhosen an einer großen gelben Korbblüte, daneben ein Nistloch im sandigen Boden.",{},"Hosenbiene","Bodennester in sandigem Substrat, 30–60 cm tief","\u002Ftierfuehrer\u002Fhosenbiene",{"title":6546,"description":587},[7119,7124,7127],{"title":7120,"url":7121,"kind":660,"publisher":7122,"year":7123},"Rote Liste der Bienen Deutschlands","https:\u002F\u002Fwww.rote-liste-zentrum.de\u002Fde\u002Frl-aktuell\u002Fbienen-und-wespen","Rote-Liste-Zentrum (BfN)",2011,{"title":7125,"url":7126,"kind":655,"publisher":4333,"year":651},"Hosenbiene (Dasypoda hirtipes) — Artporträt","https:\u002F\u002Fwww.wildbienen.info\u002Fsandbien\u002Fdasypoda_hir.htm",{"title":7128,"url":4328,"kind":660,"publisher":4329,"year":651},"Wildbienen — Lebensräume und Gefährdungsursachen","tierfuehrer\u002Fhosenbiene","mqGoyKmR53oA0oyTTaSKBTgdiVHH5GPRIhCqaL-AhTo",{"id":7132,"title":7133,"aktiv":7134,"body":7135,"desc":7903,"description":587,"extension":608,"faq":7904,"groesse":7923,"group":1364,"helps":7924,"image":7930,"imageAlt":7931,"latin":1260,"meta":7932,"name":7933,"navigation":640,"nistplatz":7934,"path":7935,"schutz":7936,"seo":7937,"sources":7938,"stem":7945,"__hash__":7946},"tierfuehrer\u002Ftierfuehrer\u002Fkleiner-fuchs.md","Kleiner Fuchs (Aglais urticae) — Tierführer","Februar – Oktober (Hauptzeit Mai–September)",{"type":9,"value":7136,"toc":7883},[7137,7141,7149,7155,7157,7159,7240,7247,7250,7255,7257,7261,7271,7297,7300,7334,7337,7339,7341,7346,7471,7476,7478,7482,7485,7513,7519,7522,7566,7569,7571,7573,7576,7691,7700,7703,7705,7707,7710,7737,7744,7747,7749,7751,7758,7761,7786,7789,7791,7793,7795,7827,7830,7832,7834,7837,7839,7841,7845,7848,7852,7855,7859,7862,7866,7869,7873,7876,7880],[12,7138,7140],{"id":7139},"ein-heimischer-falter-im-freien-fall","Ein heimischer Falter im freien Fall",[17,7142,7143],{},[20,7144,7145,7146,7148],{},"Der Kleine Fuchs (",[24,7147,1260],{},") war jahrzehntelang einer der häufigsten Tagfalter Deutschlands. Heute ist sein Bestand laut Tagfalter-Monitoring Deutschland um etwa 70 Prozent zurückgegangen. Er gehört zu den wenigen Faltern, die als adultes Tier überwintern — und ist deshalb bei mildem Wetter schon im Februar unterwegs. Seine Brut hängt komplett von einer einzigen Wirtspflanze ab: der Großen Brennnessel an sonnigen Standorten.",[17,7150,7151,7152,7154],{},"Was ihn vom Admiral oder Distelfalter unterscheidet, ist die ökologische Verletzlichkeit. ",[24,7153,1260],{}," ist kein wandernder Generalist, sondern ein heimischer Spezialist. Wenn deutsche Brennnesselbestände schwinden, schwindet er mit. Wer ihn auf dem Balkon fördern will, fördert nicht ein einzelnes Tier — sondern eine zurückgehende heimische Population.",[41,7156],{},[12,7158,46],{"id":45},[115,7160,7161,7169],{},[118,7162,7163],{},[121,7164,7165,7167],{},[124,7166,1739],{},[124,7168,2001],{},[131,7170,7171,7179,7186,7193,7199,7207,7214,7225,7232],{},[121,7172,7173,7175],{},[136,7174,2008],{},[136,7176,7177],{},[24,7178,1260],{},[121,7180,7181,7183],{},[136,7182,3166],{},[136,7184,7185],{},"40–50 mm",[121,7187,7188,7190],{},[136,7189,2041],{},[136,7191,7192],{},"Kräftig orange, schwarze Flecken, blaue Halbmonde am Hinterflügelsaum",[121,7194,7195,7197],{},[136,7196,3181],{},[136,7198,3184],{},[121,7200,7201,7204],{},[136,7202,7203],{},"Generationen pro Jahr",[136,7205,7206],{},"2 in DE (1. Generation Mai–Juli, 2. Generation August–Oktober)",[121,7208,7209,7211],{},[136,7210,4593],{},[136,7212,7213],{},"Als adulter Falter (Imago) in Diapause",[121,7215,7216,7219],{},[136,7217,7218],{},"Wirtspflanze Raupe",[136,7220,7221,7222,7224],{},"Ausschließlich Große Brennnessel (",[24,7223,892],{},"), sonnige Bestände",[121,7226,7227,7229],{},[136,7228,2076],{},[136,7230,7231],{},"Vorwarnliste, Trend stark rückläufig",[121,7233,7234,7237],{},[136,7235,7236],{},"Lebenserwartung Imago",[136,7238,7239],{},"9–10 Monate (mit Diapause), aktive Lebensphase 6–8 Wochen",[17,7241,7242,7243,7246],{},"Die Färbung ist auffallend kräftig: oranges Hauptfeld mit drei schwarzen Vorderflügel-Flecken auf jeder Seite, dazwischen gelbliche bis helle Akzente am Vorderrand. Der Hinterflügel ist im inneren Teil dunkel, im äußeren Teil hellt er auf — und trägt die markanten ",[20,7244,7245],{},"blauen Halbmonde"," am Saum, die ihn eindeutig identifizieren.",[17,7248,7249],{},"Im Vergleich zum Admiral wirkt der Kleine Fuchs kleiner und farblich knalliger. Im Vergleich zum Distelfalter wirkt er kontrastreicher und intensiver. Im Vergleich zum Tagpfauenauge — beide Brennnessel-Spezialisten — fehlen ihm die großen Augenflecken.",[17,7251,7252,7253,36],{},"Zur Bestimmung weiterer Tagfalter eignet sich ",[96,7254],{"asin":737,"label":738},[41,7256],{},[12,7258,7260],{"id":7259},"der-bestandsrückgang-was-die-zahlen-sagen","Der Bestandsrückgang — was die Zahlen sagen",[17,7262,7263,7264,7267,7268,7270],{},"Das ",[20,7265,7266],{},"Tagfalter-Monitoring Deutschland"," (TMD) wird seit 2005 koordiniert vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung (UFZ) und basiert auf Transekt-Zählungen ehrenamtlicher Beobachter. Es zeigt für ",[24,7269,1260],{},":",[51,7272,7273,7279,7285,7291],{},[54,7274,7275,7278],{},[20,7276,7277],{},"Seit 1980er Jahren",": Bestandsrückgang von etwa 70 Prozent",[54,7280,7281,7284],{},[20,7282,7283],{},"Seit 2005",": weiterer signifikanter Rückgang trotz Schutzbemühungen",[54,7286,7287,7290],{},[20,7288,7289],{},"In Bayern und Baden-Württemberg",": stärkere Rückgänge als in Norddeutschland",[54,7292,7293,7296],{},[20,7294,7295],{},"In Stadtgebieten",": stabilere Bestände als auf landwirtschaftlich genutzten Flächen",[17,7298,7299],{},"Die Hauptursachen sind nach NABU- und UFZ-Analysen:",[423,7301,7302,7311,7316,7322,7328],{},[54,7303,7304,7307,7308,7310],{},[20,7305,7306],{},"Verlust sonniger Brennnessel-Standorte"," — der Falter braucht ",[24,7309,892],{}," explizit in voller Sonne, und solche Bestände werden in der modernen Landschaft selten",[54,7312,7313,7315],{},[20,7314,442],{}," — Insektizid-Drift aus Landwirtschaft und Hausgärten schädigt Raupen direkt",[54,7317,7318,7321],{},[20,7319,7320],{},"Frühjahrstrockenheit"," — wenn Brennnesseln im Mai und Juni verdorren, fällt die erste Generation Raupen aus",[54,7323,7324,7327],{},[20,7325,7326],{},"Pflegeintensive Gärten"," — kein Brennnesselsaum geduldet",[54,7329,7330,7333],{},[20,7331,7332],{},"Mahdzeitpunkte"," — Brennnesseln werden in Wiesen früh und systematisch entfernt",[17,7335,7336],{},"Anders als der Admiral, der als Klimagewinner gilt, oder die Baumhummel, die durch Nistkästen profitiert, hat der Kleine Fuchs keine Kompensation. Er fällt zwischen die Raster der modernen Landschaftspflege.",[41,7338],{},[12,7340,1478],{"id":1477},[17,7342,7343,7345],{},[24,7344,1260],{}," bringt in Deutschland zwei Generationen pro Jahr hervor — gelegentlich drei in warmen Jahren.",[115,7347,7348,7358],{},[118,7349,7350],{},[121,7351,7352,7354,7356],{},[124,7353,758],{},[124,7355,761],{},[124,7357,764],{},[131,7359,7360,7371,7381,7391,7401,7411,7421,7431,7441,7451,7461],{},[121,7361,7362,7365,7368],{},[136,7363,7364],{},"Diapause",[136,7366,7367],{},"Oktober–Februar",[136,7369,7370],{},"Adulter Falter in Hohlräumen, faltergeschützt",[121,7372,7373,7376,7378],{},[136,7374,7375],{},"Erste Sichtungen",[136,7377,3261],{},[136,7379,7380],{},"Bei sonnig-warmem Wetter Aktivierung der Überwinterer",[121,7382,7383,7386,7388],{},[136,7384,7385],{},"Eiablage 1. Gen.",[136,7387,146],{},[136,7389,7390],{},"Gelege 100–200 Eier auf Brennnessel-Blattunterseite",[121,7392,7393,7396,7398],{},[136,7394,7395],{},"Raupen 1. Gen.",[136,7397,154],{},[136,7399,7400],{},"Gesellige Gespinste, vier Larvenstadien",[121,7402,7403,7406,7408],{},[136,7404,7405],{},"Puppe 1. Gen.",[136,7407,794],{},[136,7409,7410],{},"Hängend an Brennnessel-Stängeln oder nahe Stützen",[121,7412,7413,7416,7418],{},[136,7414,7415],{},"1. Faltergeneration",[136,7417,805],{},[136,7419,7420],{},"Nektarsuche, Paarung, Eiablage",[121,7422,7423,7426,7428],{},[136,7424,7425],{},"Eiablage 2. Gen.",[136,7427,816],{},[136,7429,7430],{},"Gelege auf Brennnessel",[121,7432,7433,7436,7438],{},[136,7434,7435],{},"Raupen 2. Gen.",[136,7437,170],{},[136,7439,7440],{},"Gesellige Gespinste",[121,7442,7443,7446,7448],{},[136,7444,7445],{},"Puppe 2. Gen.",[136,7447,1549],{},[136,7449,7450],{},"Hängend",[121,7452,7453,7456,7458],{},[136,7454,7455],{},"2. Faltergeneration",[136,7457,178],{},[136,7459,7460],{},"Fettaufbau für Überwinterung, Quartiersuche",[121,7462,7463,7466,7468],{},[136,7464,7465],{},"Diapause-Beginn",[136,7467,1066],{},[136,7469,7470],{},"Rückzug in frostfreie Hohlräume",[17,7472,874,7473,7475],{},[20,7474,7364],{}," ist eine echte Winterruhe. Stoffwechsel fällt auf Minimum, die Falter bleiben monatelang regungslos in dunklen, frostfreien Räumen. Erste warme Tage im Februar — ab 12 bis 15 Grad — aktivieren sie sofort. Wer im Februar einen Falter im Treppenhaus oder Schuppen findet, hat oft einen aufgewachten Kleinen Fuchs.",[41,7477],{},[12,7479,7481],{"id":7480},"wirtspflanze-sonnige-brennnessel-und-sonst-nichts","Wirtspflanze — sonnige Brennnessel, und sonst nichts",[17,7483,7484],{},"Hier liegt der entscheidende Punkt für die Balkon-Förderung. Der Kleine Fuchs legt Eier:",[51,7486,7487,7495,7501,7507],{},[54,7488,7489,7494],{},[20,7490,7491,7492],{},"Ausschließlich auf ",[24,7493,892],{}," — die Große Brennnessel",[54,7496,7497,7500],{},[20,7498,7499],{},"Ausschließlich auf sonnigen Beständen"," — Schatten-Brennnesseln werden ignoriert",[54,7502,7503,7506],{},[20,7504,7505],{},"Ausschließlich auf jungen, frischen Trieben"," — verholzte oder vergilbte Pflanzen werden abgelehnt",[54,7508,7509,7512],{},[20,7510,7511],{},"In Gelegen von 100–200 Eiern"," auf einer Blattunterseite",[17,7514,7515,7516,7518],{},"Die Sonne-Affinität ist gut belegt und bei Hobbyzüchtern wie Forschungseinrichtungen reproduziert. Eier von ",[24,7517,1260],{}," werden auf Brennnesseln gefunden, die mindestens 6 Stunden direkte Sonne pro Tag bekommen. Ein halbschattiger Brennnesselsaum am Nordrand eines Hauses ist für den Kleinen Fuchs wertlos — auch wenn er für andere Insekten Nahrung liefert.",[17,7520,7521],{},"Was eine funktionierende Brennnessel-Stelle auf dem Balkon braucht:",[51,7523,7524,7530,7540,7546,7552,7560],{},[54,7525,7526,7529],{},[20,7527,7528],{},"Topfgröße",": mindestens 20 L (35 cm tief, 30 cm Durchmesser) — kleinere Töpfe trocknen zu schnell aus",[54,7531,7532,7535,7536,7539],{},[20,7533,7534],{},"Standort",": Süd-, Südwest- oder Westbalkon, ",[20,7537,7538],{},"voll besonnt",", mindestens 6 Stunden direkte Sonne",[54,7541,7542,7545],{},[20,7543,7544],{},"Substrat",": nährstoffreich, leicht feucht, unbehandelt",[54,7547,7548,7551],{},[20,7549,7550],{},"Pflege",": regelmäßig wässern (Brennnesseln auf voller Sonne brauchen viel Wasser), nicht düngen",[54,7553,7554,7557,7558,927],{},[20,7555,7556],{},"Schnitt",": ",[20,7559,926],{},[54,7561,7562,7565],{},[20,7563,7564],{},"Mehrjährig",": Brennnessel ist eine Staude — der Topf produziert ab dem zweiten Jahr verlässlich",[17,7567,7568],{},"Wer keinen Brennnessel-Bestand in der Umgebung hat (Hinterhof, Parkrand, Grünstreifen), kann mit einem einzelnen Topf realistisch Eiablage anziehen — die Weibchen suchen aktiv über mehrere hundert Meter nach passenden Brennnesseln und finden auch isolierte Bestände.",[41,7570],{},[12,7572,942],{"id":941},[17,7574,7575],{},"Adulte Kleine Füchse haben einen mittellangen Saugrüssel und nektarn breit. Auf dem Balkon funktioniert:",[115,7577,7578,7588],{},[118,7579,7580],{},[121,7581,7582,7584,7586],{},[124,7583,954],{},[124,7585,957],{},[124,7587,960],{},[131,7589,7590,7603,7614,7628,7639,7649,7659,7669,7680],{},[121,7591,7592,7598,7600],{},[136,7593,7594,7595,985],{},"Krokus (",[24,7596,7597],{},"Crocus tommasinianus",[136,7599,3261],{},[136,7601,7602],{},"Sehr hoch — kritisch für Überwinterer",[121,7604,7605,7609,7611],{},[136,7606,2278,7607,985],{},[24,7608,279],{},[136,7610,3272],{},[136,7612,7613],{},"Hoch — Frühjahrsnektar",[121,7615,7616,7622,7625],{},[136,7617,7618,7619,985],{},"Hornveilchen (",[24,7620,7621],{},"Viola cornuta",[136,7623,7624],{},"März–Mai",[136,7626,7627],{},"Mittel-Hoch — lange Blütezeit",[121,7629,7630,7634,7636],{},[136,7631,2343,7632,985],{},[24,7633,370],{},[136,7635,1002],{},[136,7637,7638],{},"Sehr hoch — Hauptquelle Sommer",[121,7640,7641,7645,7647],{},[136,7642,2383,7643,985],{},[24,7644,2386],{},[136,7646,1016],{},[136,7648,1033],{},[121,7650,7651,7655,7657],{},[136,7652,1010,7653,985],{},[24,7654,1013],{},[136,7656,1016],{},[136,7658,1033],{},[121,7660,7661,7665,7667],{},[136,7662,967,7663,985],{},[24,7664,970],{},[136,7666,974],{},[136,7668,990],{},[121,7670,7671,7675,7677],{},[136,7672,982,7673,985],{},[24,7674,391],{},[136,7676,178],{},[136,7678,7679],{},"Sehr hoch — letzte Tankstation vor Diapause",[121,7681,7682,7686,7688],{},[136,7683,2392,7684,985],{},[24,7685,2395],{},[136,7687,170],{},[136,7689,7690],{},"Mittel — vor allem als Sonnplatz",[17,7692,874,7693,7696,7697,7699],{},[20,7694,7695],{},"Frühblüher"," sind beim Kleinen Fuchs ungewöhnlich wichtig: Anders als bei Distelfalter oder Admiral, die erst im Mai oder später ankommen, sind seine Überwinterer schon im Februar aktiv. Ein Topf mit ",[24,7698,7597],{}," — der Wildkrokus, der für Insekten besonders wertvoll ist — kann im Februar\u002FMärz die einzige verfügbare Nektarquelle im Umfeld sein.",[17,7701,7702],{},"Sedum und Aster im Herbst spielen die symmetrisch wichtige Rolle: Die zweite Generation, die im September schlüpft, muss Fett für die Überwinterung aufbauen. Eine reichhaltige Septemberblüte ist hier kritisch.",[41,7704],{},[12,7706,456],{"id":455},[17,7708,7709],{},"Drei Hebel, die spezifisch dem Kleinen Fuchs helfen:",[423,7711,7712,7721,7727],{},[54,7713,7714,7717,7718,7720],{},[20,7715,7716],{},"Brennnessel-Topf in voller Sonne."," Das ist der einzige Brutplatz, den ein Balkon bieten kann. Ein 20-L-Topf mit ",[24,7719,892],{},", von Mai bis September nicht geschnitten, in mindestens 6 Stunden direkter Sonne. Ohne diese Spezifikation funktioniert es nicht.",[54,7722,7723,7726],{},[20,7724,7725],{},"Frühjahrs-Nektar."," Krokus, Lungenkraut, Hornveilchen im Topf. Diese drei decken Februar bis Mai ab und versorgen die Überwinterer, die nach Diapause-Ende dringend Energie brauchen. Ein Februar mit blühendem Wildkrokus auf dem Balkon kann für einen überwinternden Falter den Unterschied zwischen Reproduktion und Tod machen.",[54,7728,7729,7732,7733,7736],{},[20,7730,7731],{},"Herbst-Nektar."," Sedum, Aster, Wasserdost im September und Oktober. Diese versorgen die zweite Generation in der Phase, in der sie Fettreserven für die kommende Diapause aufbaut. Sedum ",[24,7734,7735],{},"spectabile"," in einem 15-L-Topf, sonnig stehend, ist eine der zuverlässigsten Herbstquellen.",[17,7738,7739,7740,7743],{},"Zusätzlich: ",[20,7741,7742],{},"Überwinterungsversteck."," Wer einen Holzstapel, eine Kistenecke oder einen offenen Schuppen auf dem Balkon hat, lässt im Oktober ein paar Lücken frei. Es ist nicht ausgeschlossen, dass ein Kleiner Fuchs dort überwintert — Beobachtungen aus Stadtbalkonen sind dokumentiert.",[17,7745,7746],{},"Eine Brennnessel im Topf ist anfangs ungewohnt — sie gilt als „Unkraut\", brennt beim Anfassen, sieht nach Vernachlässigung aus. Wer sie als gezielte Wirtspflanze versteht und entsprechend etikettiert (oder akzeptiert), holt einen heimischen Falter in die Stadt zurück, der dort fast verschwunden war.",[41,7748],{},[12,7750,410],{"id":409},[17,7752,7753,7754,7757],{},"Der Kleine Fuchs steht auf der ",[20,7755,7756],{},"Vorwarnliste der Roten Liste Deutschland",". Das ist eine Vorstufe der eigentlichen Gefährdung — eine Art, deren Bestand stark zurückgeht, aber noch nicht akut existenzbedroht ist. Ohne Trendumkehr ist die Hochstufung in den nächsten Jahrzehnten wahrscheinlich.",[17,7759,7760],{},"Die NABU-Empfehlungen für Schutz konzentrieren sich auf vier Punkte:",[51,7762,7763,7769,7774,7780],{},[54,7764,7765,7768],{},[20,7766,7767],{},"Brennnesselbestände erhalten und schaffen"," — gezielt auf sonnigen Standorten",[54,7770,7771,7773],{},[20,7772,1890],{}," in Gärten und Balkonen",[54,7775,7776,7779],{},[20,7777,7778],{},"Mahdzeitpunkte anpassen"," — Brennnesseln erst ab Oktober schneiden, wenn Raupen verpuppt sind",[54,7781,7782,7785],{},[20,7783,7784],{},"Überwinterungsquartiere bieten"," — Schuppen, Carport, Garage zugänglich halten",[17,7787,7788],{},"Auf einer Balkonebene heißt das: Ein einzelner Brennnesseltopf in voller Sonne hat überproportionalen Wert. In urbanen Gebieten, in denen Brennnessel-Säume durch Pflege oder Bebauung verschwinden, ist der private Balkon mit gezieltem Topf eine reale Ersatzfläche.",[41,7790],{},[12,7792,497],{"id":496},[17,7794,1233],{},[51,7796,7797,7804,7811,7818],{},[54,7798,7799,7803],{},[20,7800,1257,7801,511],{},[24,7802,1260],{}," kräftig orange, blaue Halbmonde am Hinterflügelsaum, 40–50 mm. Die blauen Halbmonde sind das eindeutige Merkmal.",[54,7805,7806,7810],{},[20,7807,1248,7808,511],{},[24,7809,1251],{}," marmoriert orange-braun, dunkle Vorderflügelspitzen mit weißen Flecken, keine blauen Halbmonde, größer (45–60 mm).",[54,7812,7813,7817],{},[20,7814,1240,7815,511],{},[24,7816,685],{}," kontrastreich schwarz mit roter Binde, deutlich größer (50–65 mm), keine Verwechslung bei genauem Hinsehen.",[54,7819,7820,7826],{},[20,7821,7822,7823,511],{},"Großer Fuchs (",[24,7824,7825],{},"Nymphalis polychloros"," ähnliche Färbung, aber deutlich größer (60–70 mm), in Deutschland heute sehr selten. Die meisten als „Großer Fuchs\" gemeldeten Sichtungen sind tatsächlich Kleine Füchse.",[17,7828,7829],{},"Wer ein knallorange Tagfalter mit blauen Saumpunkten und etwa 4–5 cm Spannweite sieht, hat sicher den Kleinen Fuchs.",[41,7831],{},[12,7833,538],{"id":537},[17,7835,7836],{},"Der Kleine Fuchs ist ein heimischer Tagfalter mit auffälligen blauen Halbmonden am Hinterflügelsaum. Sein Bestand ist in Deutschland seit den 1980er Jahren um etwa 70 Prozent zurückgegangen — er steht auf der Vorwarnliste. Er überwintert als adulter Falter und ist bei mildem Wetter schon im Februar unterwegs. Eiablage erfolgt ausschließlich auf sonnigen Großen Brennnesseln in Gelegen von 100–200 Eiern. Ein 20-L-Brennnesseltopf in voller Sonne plus Krokus\u002FLungenkraut im Frühjahr und Sedum\u002FAster im Herbst ist eine real wirksame Förderung — vor allem für die Überwinterer.",[41,7838],{},[12,7840,547],{"id":546},[549,7842,7844],{"id":7843},"warum-sind-die-blauen-halbmonde-so-charakteristisch","Warum sind die blauen Halbmonde so charakteristisch?",[17,7846,7847],{},"Sie sind eine strukturelle Farbe, basierend auf Lichtbrechung an mikroskopischen Schuppen-Strukturen — keine Pigmentfarbe. Das macht sie auch bei abgenutzten oder bleichen Faltern noch erkennbar. Kein anderer heimischer Tagfalter besitzt diese Halbmondform am Saum. Wer sie sieht, hat sicher den Kleinen Fuchs — auch bei sonst stark abgeflogenen Tieren.",[549,7849,7851],{"id":7850},"was-bedeutet-die-vorwarnliste-konkret","Was bedeutet die Vorwarnliste konkret?",[17,7853,7854],{},"Die Vorwarnliste der Roten Liste Deutschland ist eine Kategorie unterhalb der eigentlichen Gefährdungsstufen. Sie kennzeichnet Arten, deren Bestand deutlich rückläufig ist, die aber noch nicht so selten sind, dass sie als „gefährdet\" eingestuft werden. Das Signal: Ohne Gegensteuern wird der Kleine Fuchs in den nächsten Jahrzehnten in eine echte Gefährdungskategorie rutschen. Sein Status ist heute ungefähr dort, wo der Tagpfauenauge-Status seit den 2000er Jahren ist.",[549,7856,7858],{"id":7857},"reicht-eine-brennnessel-im-halbschatten-wirklich-nicht","Reicht eine Brennnessel im Halbschatten wirklich nicht?",[17,7860,7861],{},"Praktisch nein. Wer mehrere Halbschatten-Brennnesseln in einer Stadt anbietet, wird gelegentlich Eier finden — aber die Erfolgsrate für die Raupen ist deutlich niedriger als auf sonnigen Beständen. Die Raupen entwickeln sich langsamer, sind anfälliger für Schimmel und Parasitoide, und die Überlebensquote bis zur Puppe ist reduziert. Wer einen Balkon mit nur Halbschatten-Optionen hat, fördert mit Brennnessel eher den Admiral als den Kleinen Fuchs.",[549,7863,7865],{"id":7864},"was-tun-mit-einem-falter-im-februar-in-der-wohnung","Was tun mit einem Falter im Februar in der Wohnung?",[17,7867,7868],{},"Wenn er aktiv und mobil ist und draußen Sonne und mindestens 10 Grad herrschen: ans Fenster oder auf den Balkon setzen und selbstständig wegfliegen lassen. Wenn er träge und kühl ist (typisch nach plötzlichem Heizen einer kalten Wohnung): in einen kühlen, frostfreien, dunklen Raum bringen (Treppenhaus, Schuppen, Kellerflur), wo er die Diapause fortsetzen kann. Im warmen Wohnraum verbraucht er Fett ohne Nektarzugang und stirbt.",[549,7870,7872],{"id":7871},"wie-unterscheide-ich-erste-und-zweite-generation","Wie unterscheide ich erste und zweite Generation?",[17,7874,7875],{},"Optisch kaum — beide Generationen sind nahezu identisch gefärbt. Zeitlich klar: Erste Generation Mai–Juli, zweite Generation September–Oktober. Die Septemberfalter sind die wichtigeren Überwinterer und werden deshalb beim Spätsommer-Nektarangebot priorisiert.",[549,7877,7879],{"id":7878},"was-passiert-mit-den-raupen-gespinsten-im-topf","Was passiert mit den Raupen-Gespinsten im Topf?",[17,7881,7882],{},"Die Raupen leben in den ersten Stadien gesellig — bis zu 200 schwarze, mit hellen Borsten besetzte Raupen in einem Gespinst aus Spinnfäden zwischen Brennnesselblättern. Sie fressen die Brennnessel binnen Wochen weit zurück. Im Topf bedeutet das: Eine 1-Meter-Brennnessel kann komplett abgefressen werden — sie treibt aber bei rechtzeitigem Wässern wieder aus. Die Raupen-Beobachtung ist eine der eindrucksvollsten Naturerlebnisse, die ein Stadtbalkon bietet.",{"title":587,"searchDepth":588,"depth":588,"links":7884},[7885,7886,7887,7888,7889,7890,7891,7892,7893,7894,7895],{"id":7139,"depth":588,"text":7140},{"id":45,"depth":588,"text":46},{"id":7259,"depth":588,"text":7260},{"id":1477,"depth":588,"text":1478},{"id":7480,"depth":588,"text":7481},{"id":941,"depth":588,"text":942},{"id":455,"depth":588,"text":456},{"id":409,"depth":588,"text":410},{"id":496,"depth":588,"text":497},{"id":537,"depth":588,"text":538},{"id":546,"depth":588,"text":547,"children":7896},[7897,7898,7899,7900,7901,7902],{"id":7843,"depth":602,"text":7844},{"id":7850,"depth":602,"text":7851},{"id":7857,"depth":602,"text":7858},{"id":7864,"depth":602,"text":7865},{"id":7871,"depth":602,"text":7872},{"id":7878,"depth":602,"text":7879},"Heimischer Tagfalter, überwintert als Imago. Bestand DE 70% rückläufig in 40 Jahren. Wirtspflanze ausschließlich sonnige Große Brennnessel.",[7905,7908,7911,7914,7917,7920],{"q":7906,"a":7907},"Wie erkenne ich den Kleinen Fuchs sicher?","Kräftig orange Grundfärbung mit schwarzen Flecken und gelben Markierungen am Vorderflügelvorderrand. Charakteristisch sind die blauen Halbmonde am Hinterflügelsaum — kein anderer heimischer Tagfalter hat diese. Flügelspannweite 40–50 mm, deutlich kleiner als Admiral oder Distelfalter.",{"q":7909,"a":7910},"Warum geht der Bestand so stark zurück?","Mehrere Ursachen kombinieren sich: Verlust an sonnigen Brennnessel-Standorten durch Flächenverlust und Pflege, Pestizide in der Landwirtschaft, klimabedingte Frühjahrstrockenheit, die Brennnessel verdorren lässt. Das Tagfalter-Monitoring Deutschland (TMD) zeigt seit den 1980er Jahren rund 70% Bestandsrückgang.",{"q":7912,"a":7913},"Wann ist er auf dem Balkon zu sehen?","Schon im Februar bei warmen Tagen — er gehört zu den ersten Faltern des Jahres. Die überwinterten Imagines werden vom Sonnenlicht aktiviert, suchen Frühblüher wie Krokus und Lungenkraut. Hauptaktivität dann von Mai bis September, mit zwei Generationen.",{"q":7915,"a":7916},"Reicht eine schattige Brennnessel zur Förderung?","Nein. Der Kleine Fuchs legt Eier ausschließlich auf sonnigen Brennnesselbeständen ab — Schatten-Brennnesseln werden konsequent ignoriert. Wer ihn auf dem Balkon fördern will, braucht einen Brennnesseltopf in voller Süd-, West- oder Südwestsonne. Ein halbschattiger Topf, der für Admiral noch funktioniert, hilft hier nicht.",{"q":7918,"a":7919},"Wo überwintert er?","Als adulter Falter (Imago) in frostfreien, dunklen Hohlräumen: Dachböden, Garagen, Schuppen, Felsspalten, hohle Bäume. Auf Balkonen sind oft Holzstapel oder Kistenecken Notquartiere. Wer im Oktober einen Falter mit gefalteten Flügeln in einer Ecke entdeckt, lässt ihn unbedingt sitzen — er ist in Diapause.",{"q":7921,"a":7922},"Stimmt es, dass die Eier in großen Gelegen gelegt werden?","Ja, das ist eine Besonderheit. Anders als Admiral (Einzeleier) oder Distelfalter (kleine Gruppen) legt der Kleine Fuchs Eier in Gelegen von 100 bis 200 Stück gleichzeitig auf die Unterseite eines Brennnesselblattes. Die Raupen leben anschließend gesellig in Gespinsten und sind dadurch gut beobachtbar.","40–50 mm Flügelspannweite",[7925,7926,7927,7928,7929],"Brennnessel im 20-Liter-Kübel in voller Sonne","Kein Schnitt zwischen Mai und September","Frühblüher (Krokus, Lungenkraut) für Überwinterer im Februar","Sedum und Aster für die zweite Generation im Spätsommer","Frostsichere Versteckmöglichkeit (Holzstapel, Kistenecke)","\u002Fimages\u002Fcontent\u002Fkleiner-fuchs.jpeg","Kleiner Fuchs (Aglais urticae) — Illustration im Pflanzenatlas-Stil.",{},"Kleiner Fuchs","Eiablage in Gelegen von 100–200 Eiern auf Brennnessel-Blattunterseite, ausschließlich sonniger Standort","\u002Ftierfuehrer\u002Fkleiner-fuchs","Vorwarnliste (Trend stark rückläufig)",{"title":7133,"description":587},[7939,7942],{"title":7940,"url":7941,"kind":649,"publisher":665,"year":651},"Schmetterlingsporträt Kleiner Fuchs (Aglais urticae)","https:\u002F\u002Fwww.nabu.de\u002Ftiere-und-pflanzen\u002Finsekten-und-spinnen\u002Fschmetterlinge\u002Ftagfalter\u002F24329.html",{"title":7943,"url":7944,"kind":655,"publisher":656,"year":651},"Kleiner Fuchs (Aglais urticae) — Wikipedia","https:\u002F\u002Fde.wikipedia.org\u002Fwiki\u002FKleiner_Fuchs","tierfuehrer\u002Fkleiner-fuchs","mPDNz5GC3opCpsbTqeiYG0_yjDXL0oeJACrATbQ91IY",{"id":7948,"title":7949,"aktiv":1395,"body":7950,"desc":8893,"description":8894,"extension":608,"faq":8895,"groesse":2988,"group":1937,"helps":8915,"image":8918,"imageAlt":8919,"latin":2982,"meta":8920,"name":2979,"navigation":640,"nistplatz":3101,"path":8921,"schutz":3223,"seo":8922,"sources":8923,"stem":8933,"__hash__":8934},"tierfuehrer\u002Ftierfuehrer\u002Fkohlmeise.md","Kohlmeise (Parus major) — Steckbrief & Brutzeit",{"type":9,"value":7951,"toc":8846},[7952,7956,7964,7967,7969,7973,8060,8062,8066,8094,8099,8166,8168,8172,8177,8180,8238,8241,8248,8250,8254,8259,8262,8266,8304,8308,8322,8326,8329,8331,8335,8340,8344,8349,8363,8368,8382,8385,8389,8392,8395,8398,8403,8405,8409,8414,8417,8455,8458,8460,8464,8469,8473,8522,8526,8544,8548,8551,8553,8557,8562,8565,8568,8600,8603,8605,8609,8616,8621,8645,8652,8659,8663,8666,8668,8672,8675,8678,8681,8684,8702,8705,8708,8711,8713,8717,8722,8726,8729,8733,8736,8740,8743,8747,8750,8752,8756,8759,8762,8764,8766,8769,8771,8773,8777,8780,8784,8787,8791,8794,8798,8801,8808,8811,8815,8818,8822,8825,8829,8832,8836,8839,8843],[12,7953,7955],{"id":7954},"der-vogel-der-raupen-zählt","Der Vogel, der Raupen zählt",[17,7957,7958],{},[20,7959,7960,7961,7963],{},"Die Kohlmeise (",[24,7962,2982],{},") ist die häufigste Meise Deutschlands — und der einzige Vogel, der zuverlässig auf einem Balkon in einer Großstadt brüten kann, wenn die Bedingungen stimmen. Dieser Tierführer zeigt alles Wichtige: Steckbrief, Brutzeit, Nahrung, Lebenserwartung und natürliche Feinde. Was sie zum Brüten braucht: einen Nistkasten mit 28-mm-Loch und genug Raupen im Umkreis.",[17,7965,7966],{},"Das klingt einfach. Es ist aber der Punkt, an dem viele Balkongärtner scheitern — nicht wegen des Nistkastens, sondern wegen der Raupen. Ein brütendes Kohlmeis-Paar füttert seine Küken fast ausschließlich mit Insektenlarven. Pro Tag, pro Gelege, braucht es rund 60 g Raupeneiweiß. Das entspricht mehreren hundert Raupen täglich. Auf einem Balkon ohne Insektenleben — ohne Blattläuse, ohne Schmetterlingsraupen, mit Pestiziden behandelt — findet dieses Tier keine Nahrung.",[41,7968],{},[12,7970,7972],{"id":7971},"steckbrief-kohlmeise","Steckbrief Kohlmeise",[115,7974,7975,7984],{},[118,7976,7977],{},[121,7978,7979,7981],{},[124,7980,1739],{},[124,7982,7983],{},"Wert",[131,7985,7986,7994,8001,8007,8015,8023,8031,8039,8046,8053],{},[121,7987,7988,7990],{},[136,7989,2008],{},[136,7991,7992],{},[24,7993,2982],{},[121,7995,7996,7998],{},[136,7997,3181],{},[136,7999,8000],{},"Meisen (Paridae)",[121,8002,8003,8005],{},[136,8004,1742],{},[136,8006,2988],{},[121,8008,8009,8012],{},[136,8010,8011],{},"Gewicht",[136,8013,8014],{},"14–22 g",[121,8016,8017,8020],{},[136,8018,8019],{},"Lebenserwartung",[136,8021,8022],{},"Ø 2–3 Jahre, max. ~15 Jahre",[121,8024,8025,8028],{},[136,8026,8027],{},"Brutzeit",[136,8029,8030],{},"April–Juli (oft 2 Bruten)",[121,8032,8033,8036],{},[136,8034,8035],{},"Gelegegröße",[136,8037,8038],{},"8–13 Eier",[121,8040,8041,8043],{},[136,8042,4434],{},[136,8044,8045],{},"Europa, Asien; in Deutschland flächendeckend",[121,8047,8048,8050],{},[136,8049,3220],{},[136,8051,8052],{},"Ungefährdet (BNatSchG §44)",[121,8054,8055,8057],{},[136,8056,4403],{},[136,8058,8059],{},"Insekten, Spinnen, Samen, Beeren",[41,8061],{},[12,8063,8065],{"id":8064},"erkennungsmerkmale","Erkennungsmerkmale",[51,8067,8068,8074,8079,8084,8089],{},[54,8069,8070,8073],{},[20,8071,8072],{},"Gelber Bauch"," mit breitem schwarzen Längsstreifen (Männchen: breit und glänzend; Weibchen: schmaler, matter)",[54,8075,8076,8078],{},[20,8077,3915],{}," mit weißen Wangenflecken",[54,8080,8081],{},[20,8082,8083],{},"Grünlich-grauer Rücken",[54,8085,8086,8088],{},[20,8087,70],{}," 14–15 cm — deutlich größer als Blaumeise (11–12 cm)",[54,8090,8091,8093],{},[20,8092,1453],{}," das zweisilbige „zi-zi-bäh\" (Balzruf ab Januar), aber auch Alarmrufe und über 40 weitere Lautmuster",[17,8095,8096,8097,36],{},"Für die Bestimmung ähnlicher Gartenvogelarten: ",[96,8098],{"asin":1700,"label":1702},[115,8100,8101,8111],{},[118,8102,8103],{},[121,8104,8105,8107,8109],{},[124,8106,1739],{},[124,8108,2979],{},[124,8110,2966],{},[131,8112,8113,8121,8132,8142,8153],{},[121,8114,8115,8117,8119],{},[136,8116,1742],{},[136,8118,2988],{},[136,8120,2972],{},[121,8122,8123,8126,8129],{},[136,8124,8125],{},"Kopffarbe",[136,8127,8128],{},"schwarz",[136,8130,8131],{},"blau",[121,8133,8134,8137,8140],{},[136,8135,8136],{},"Wangen",[136,8138,8139],{},"weiß",[136,8141,8139],{},[121,8143,8144,8147,8150],{},[136,8145,8146],{},"Bauchband",[136,8148,8149],{},"schwarz, breit",[136,8151,8152],{},"fehlt",[121,8154,8155,8158,8163],{},[136,8156,8157],{},"Nistkasten-Loch",[136,8159,8160],{},[20,8161,8162],{},"28 mm",[136,8164,8165],{},"26 mm",[41,8167],{},[12,8169,8171],{"id":8170},"kohlmeise-weibchen-und-männchen-unterschiede","Kohlmeise-Weibchen und -Männchen — Unterschiede",[17,8173,8174],{},[20,8175,8176],{},"Männchen erkennst du am breiten, glänzend-schwarzen Längsband am gelben Bauch. Weibchen tragen dasselbe Band, aber deutlich schmaler und matter — ein sicheres Erkennungsmerkmal im Direktvergleich.",[17,8178,8179],{},"Der Unterschied ist bei guten Lichtverhältnissen gut sichtbar: Das Männchen wirkt insgesamt kontrastreicher, das Schwarz am Bauch glänzt fast wie Seide. Das Weibchen ist generell etwas kleiner und in allen Farbbereichen leicht gedämpfter.",[115,8181,8182,8194],{},[118,8183,8184],{},[121,8185,8186,8188,8191],{},[124,8187,1739],{},[124,8189,8190],{},"Männchen",[124,8192,8193],{},"Weibchen",[131,8195,8196,8206,8217,8227],{},[121,8197,8198,8200,8203],{},[136,8199,8146],{},[136,8201,8202],{},"breit, glänzend schwarz",[136,8204,8205],{},"schmal, matter schwarz",[121,8207,8208,8211,8214],{},[136,8209,8210],{},"Gesamtfärbung",[136,8212,8213],{},"kräftig, kontrastreich",[136,8215,8216],{},"leicht matter",[121,8218,8219,8221,8224],{},[136,8220,1742],{},[136,8222,8223],{},"etwas größer",[136,8225,8226],{},"minimal kleiner",[121,8228,8229,8232,8235],{},[136,8230,8231],{},"Brutverhalten",[136,8233,8234],{},"singt, verteidigt Revier",[136,8236,8237],{},"sitzt während Bebrütung im Kasten",[17,8239,8240],{},"Im Nest sitzt immer das Weibchen — es bebrütet die Eier allein. Das Männchen bewacht das Revier, bringt dem Weibchen gelegentlich Futter während der Bebrütungsphase und füttert die Küken mit.",[17,8242,8243,8244,8247],{},"Die Abgrenzung zur ",[32,8245,2966],{"href":8246},"\u002Ftierfuehrer\u002Fblaumeise\u002F"," fällt beim Weibchen leichter als beim Männchen: Die Kohlmeise-Weibchen sind deutlich größer und haben stets einen schwarzen Kopf statt eines blauen.",[41,8249],{},[12,8251,8253],{"id":8252},"brutzeit-der-kohlmeise-wann-brüten-kohlmeisen","Brutzeit der Kohlmeise — wann brüten Kohlmeisen?",[17,8255,8256],{},[20,8257,8258],{},"Kohlmeisen brüten von Anfang April bis Anfang Juli, oft mit zwei Bruten pro Saison. Die erste Brut beginnt typischerweise Anfang bis Mitte April, die zweite folgt ab Mitte Juni.",[17,8260,8261],{},"Der genaue Zeitpunkt der ersten Brut hängt vom Frühjahrstemperaturverlauf ab — ein warmes Frühjahr zieht den Brutbeginn vor. Das ist kein Zufall: Kohlmeisen synchronisieren ihren Brutbeginn mit dem Schlüpfhöhepunkt der Schmetterlingsraupen, ihrer wichtigsten Kükenspeise. Diese Synchronisation ist für den Bruterfolg entscheidend.",[549,8263,8265],{"id":8264},"erster-brutzyklus-aprilmai","Erster Brutzyklus (April–Mai)",[51,8267,8268,8274,8280,8286,8292,8298],{},[54,8269,8270,8273],{},[20,8271,8272],{},"Nestbau:"," Ende März bis Anfang April — das Weibchen baut das Nest aus Moos, Tierhaaren, Pflanzenwolle",[54,8275,8276,8279],{},[20,8277,8278],{},"Eiablage:"," ab Anfang April, ein Ei pro Tag",[54,8281,8282,8285],{},[20,8283,8284],{},"Gelegegröße:"," 8–13 Eier",[54,8287,8288,8291],{},[20,8289,8290],{},"Bebrütung:"," 12–14 Tage, ausschließlich durch das Weibchen",[54,8293,8294,8297],{},[20,8295,8296],{},"Nestlingszeit:"," 16–22 Tage bis Flüggewerden",[54,8299,8300,8303],{},[20,8301,8302],{},"Ausfliegen:"," Jungvögel verlassen das Nest Ende April bis Mitte Mai",[549,8305,8307],{"id":8306},"zweiter-brutzyklus-junijuli","Zweiter Brutzyklus (Juni–Juli)",[51,8309,8310,8313,8316,8319],{},[54,8311,8312],{},"Beginnt oft unmittelbar nach dem Ausfliegen der ersten Brut",[54,8314,8315],{},"Gleiche Gelegegröße, gleiche Brutdauer",[54,8317,8318],{},"Jungvögel fliegen im Juli aus",[54,8320,8321],{},"Nicht alle Paare schaffen zwei vollständige Bruten — es hängt von der Nahrungslage ab",[549,8323,8325],{"id":8324},"wann-werden-kohlmeisen-flügge","Wann werden Kohlmeisen flügge?",[17,8327,8328],{},"Von der Eiablage bis zum Ausfliegen vergehen rund 4–5 Wochen. Jungvögel sind nach dem Ausfliegen noch 1–2 Wochen auf die Eltern angewiesen, bevor sie selbstständig werden. Erkennbar an ihrer matteren Färbung und den noch gelblichen Wangen (statt weiß).",[41,8330],{},[12,8332,8334],{"id":8333},"nahrung-der-kohlmeise-was-fressen-kohlmeisen","Nahrung der Kohlmeise — was fressen Kohlmeisen?",[17,8336,8337],{},[20,8338,8339],{},"Erwachsene Kohlmeisen sind Allesfresser mit klarer Saisonstrategie: Im Sommer dominieren Insekten und Spinnen, im Winter Samen und fetthaltiges Futter. Küken bekommen dagegen ausschließlich Insektenlarven.",[549,8341,8343],{"id":8342},"nahrung-der-erwachsenen-kohlmeise","Nahrung der erwachsenen Kohlmeise",[17,8345,8346],{},[20,8347,8348],{},"Sommer (April–September):",[51,8350,8351,8354,8357,8360],{},[54,8352,8353],{},"Insekten aller Art: Käfer, Blattläuse, Schmetterlingsraupen",[54,8355,8356],{},"Spinnen und kleine Schnecken",[54,8358,8359],{},"Insektenlarven, die sie in Rindenspalten, Knospen und Blattunterseiten suchen",[54,8361,8362],{},"Gelegentlich Beeren und Früchte",[17,8364,8365],{},[20,8366,8367],{},"Winter (Oktober–März):",[51,8369,8370,8373,8376,8379],{},[54,8371,8372],{},"Samen: Sonnenblumenkerne, Bucheckern, Haselnüsse",[54,8374,8375],{},"Meisenknödel (Rindertalg mit Kernen)",[54,8377,8378],{},"Erdnüsse (ungesalzen)",[54,8380,8381],{},"Beeren von Hagebutte, Vogelbeere, Efeu",[17,8383,8384],{},"Kohlmeisen haben eine ausgeprägte Gedächtnisleistung für Futterverstecke: Sie legen im Herbst Nahrungsvorräte an verschiedenen Stellen an und finden sie Wochen später wieder.",[549,8386,8388],{"id":8387},"das-raupen-problem-was-küken-wirklich-brauchen","Das Raupen-Problem: Was Küken wirklich brauchen",[17,8390,8391],{},"Kohlmeisen-Küken können in den ersten Wochen nach dem Schlüpfen keine Samen oder Körner verwerten — ihr Verdauungssystem ist nicht dafür ausgelegt. Ihre einzige Nahrung: weiche Insektenlarven, hauptsächlich Schmetterlingsraupen.",[17,8393,8394],{},"Brutbiologische Langzeitstudien zeigen: Ein brütendes Paar mit 8 Küken benötigt bis zum Ausfliegen insgesamt rund 6.000–10.000 Raupen. Die Elterntiere fliegen dafür täglich 400–600 Mal zum Nest und zurück.",[17,8396,8397],{},"Das bedeutet für den Balkon: Wer keine Pestizide verwendet, wer Weidenkätzchen oder Birke im Kübel hat, wer blühende Wildkräuter duldet — der hat mehr Raupen. Mehr Raupen bedeuten direkten Bruterfolg für die Kohlmeise. Das ist kein indirekter Zusammenhang, sondern eine lineare Beziehung.",[1612,8399,8400],{},[17,8401,8402],{},"Ein Balkon ohne Insekten ist für brütende Kohlmeisen eine Falle, kein Lebensraum.",[41,8404],{},[12,8406,8408],{"id":8407},"wie-alt-werden-kohlmeisen-lebenserwartung-und-sterblichkeit","Wie alt werden Kohlmeisen? — Lebenserwartung und Sterblichkeit",[17,8410,8411],{},[20,8412,8413],{},"Kohlmeisen werden im Schnitt 2–3 Jahre alt. In Einzelfällen erreichen sie über 15 Jahre — der BTO-Ringfundrekord liegt bei 15 Jahren und 5 Monaten.",[17,8415,8416],{},"Die Diskrepanz zwischen Durchschnitt und Maximum erklärt sich durch die extreme Sterblichkeit im ersten Lebensjahr: Rund 80% aller Jungvögel überleben ihr erstes Jahr nicht. Nach dem ersten Winter sinkt die jährliche Sterblichkeitsrate auf etwa 50%.",[115,8418,8419,8429],{},[118,8420,8421],{},[121,8422,8423,8426],{},[124,8424,8425],{},"Lebensphase",[124,8427,8428],{},"Sterblichkeitsrate",[131,8430,8431,8439,8447],{},[121,8432,8433,8436],{},[136,8434,8435],{},"1. Lebensjahr (Jungvogel)",[136,8437,8438],{},"~80%",[121,8440,8441,8444],{},[136,8442,8443],{},"Adulte (ab 2. Jahr)",[136,8445,8446],{},"~50% pro Jahr",[121,8448,8449,8452],{},[136,8450,8451],{},"Maximales Alter (Rekord)",[136,8453,8454],{},"15 Jahre 5 Monate (BTO)",[17,8456,8457],{},"Die Hauptursachen für Jungvogelsterblichkeit: Verhungern in den ersten Wochen nach dem Ausfliegen, Prädation durch Katzen und Greifvögel, Kollisionen mit Fensterscheiben. Erwachsene sterben vor allem durch den Sperber und im strengen Winter bei Nahrungsmangel.",[41,8459],{},[12,8461,8463],{"id":8462},"feinde-der-kohlmeise-natürliche-bedrohungen","Feinde der Kohlmeise — natürliche Bedrohungen",[17,8465,8466],{},[20,8467,8468],{},"Der häufigste natürliche Feind adulter Kohlmeisen ist der Sperber — ein spezialisierter Kleinvogel-Greifvogel, der Kohlmeisen im Flug fängt. Jungvögel am Boden sind vor allem durch Katzen gefährdet.",[549,8470,8472],{"id":8471},"natürliche-feinde","Natürliche Feinde",[51,8474,8475,8484,8493,8498,8504,8510,8516],{},[54,8476,8477,90,8480,8483],{},[20,8478,8479],{},"Sperber",[24,8481,8482],{},"Accipiter nisus",") — häufigster adulter Prädator; fängt Kohlmeisen gezielt im Flug oder am Futterhäuschen",[54,8485,8486,90,8489,8492],{},[20,8487,8488],{},"Habicht",[24,8490,8491],{},"Accipiter gentilis",") — seltener, aber auch Kleinvogel-Jäger",[54,8494,8495,8497],{},[20,8496,1861],{}," — besonders gefährlich für Jungvögel kurz nach dem Ausfliegen, die noch am Boden sitzen",[54,8499,8500,8503],{},[20,8501,8502],{},"Spechte"," — können Nistkästen mit dünnen Wänden aufhacken und Gelege oder Küken entnehmen (Lösung: Lochverstärker aus Metall)",[54,8505,8506,8509],{},[20,8507,8508],{},"Marder"," — öffnen Nistkästen, wenn sie zugänglich sind; Gefahrenzeit: nachts",[54,8511,8512,8515],{},[20,8513,8514],{},"Eichhörnchen"," — können Gelege und Nestlinge entnehmen",[54,8517,8518,8521],{},[20,8519,8520],{},"Wiesel"," — schlüpfen in Nistkästen, selten aber dokumentiert",[549,8523,8525],{"id":8524},"krankheiten","Krankheiten",[51,8527,8528,8538],{},[54,8529,8530,8533,8534,8537],{},[20,8531,8532],{},"Trichomonose"," — Parasitose durch ",[24,8535,8536],{},"Trichomonas gallinae",", verursacht Schleimhautwucherungen im Schnabelbereich; übertragbar am Futterhäuschen; Ausbrüche lokal möglich",[54,8539,8540,8543],{},[20,8541,8542],{},"Vogelpocken"," — virale Erkrankung mit Hautknötchen, meist nicht tödlich, kann aber geschwächt werden",[549,8545,8547],{"id":8546},"klimarisiko-brutphänologie-mismatch","Klimarisiko: Brutphänologie-Mismatch",[17,8549,8550],{},"Ein wachsendes Risiko ist der Phänologie-Mismatch durch den Klimawandel: Wenn Raupen durch frühere Frühlingstemperaturen früher schlüpfen als die Kohlmeisen brüten, fehlt die Nahrungsgrundlage in der kritischen Kükenwachstumsphase. Spätfrost nach bereits begonnener Brutzeit gefährdet zudem direkt Gelege und Nestlinge.",[41,8552],{},[12,8554,8556],{"id":8555},"lebensraum-der-kohlmeise","Lebensraum der Kohlmeise",[17,8558,8559],{},[20,8560,8561],{},"Die Kohlmeise ist eine der anpassungsfähigsten Vogelarten Deutschlands — sie besiedelt nahezu jeden Lebensraum mit Baumbestand, von Buchenwäldern bis zum Berliner Hinterhof.",[17,8563,8564],{},"In Deutschland brüten schätzungsweise 4–5 Millionen Brutpaare. Die Kohlmeise ist damit eine der häufigsten Vogelarten des Landes, in keiner Region fehlend.",[17,8566,8567],{},"Bevorzugte Lebensräume:",[51,8569,8570,8576,8582,8588,8594],{},[54,8571,8572,8575],{},[20,8573,8574],{},"Laubwälder und Mischwälder"," — Optimalbiotop mit reichem Höhlenangebot und Insektenreichtum",[54,8577,8578,8581],{},[20,8579,8580],{},"Parks und Grünanlagen"," — städtischer Ersatzbiotop mit oft hoher Kohlmeisendichte",[54,8583,8584,8587],{},[20,8585,8586],{},"Gärten"," — besonders mit alten Obstbäumen oder Naturhecken",[54,8589,8590,8593],{},[20,8591,8592],{},"Friedhöfe"," — oft unterschätzte Inseln mit altem Baumbestand in Städten",[54,8595,8596,8599],{},[20,8597,8598],{},"Stadtgrün, Alleen, Bahnbegrünungen"," — toleriert starke Störungen",[17,8601,8602],{},"Kohlmeisen brüten in Baumhöhlen (bevorzugt), Nistkästen, Mauerlöchern, Briefkästen und anderen Hohlräumen. Ihre Bereitschaft, auf Kunsthöhlen umzusteigen, macht sie zu einer der am besten durch menschliche Hilfsmaßnahmen förderbaren Vogelarten.",[41,8604],{},[12,8606,8608],{"id":8607},"nistkasten-auf-dem-balkon-was-wirklich-funktioniert","Nistkasten auf dem Balkon — was wirklich funktioniert",[17,8610,8611,8612,8615],{},"Kohlmeisen brüten ab Anfang April. Der Nistkasten sollte ",[20,8613,8614],{},"spätestens März hängen"," — besser schon im Herbst, damit er sich bis Frühjahr als Teil der Umgebung etabliert.",[17,8617,8618],{},[20,8619,8620],{},"Die wichtigsten Parameter:",[51,8622,8623,8628,8633,8636,8639,8642],{},[54,8624,8625,8627],{},[20,8626,2813],{}," 28 mm (rund, glatt gebohrt, nicht gesägt)",[54,8629,8630,8632],{},[20,8631,2819],{}," mindestens 12 × 12 cm Grundfläche, 20–25 cm Tiefe",[54,8634,8635],{},"Aufhängehöhe: 2–4 m über Balkoboden",[54,8637,8638],{},"Ausrichtung: Osten bis Südosten — Morgensonne zum Wärmen der Küken, kein direktes Mittagssonnen-Aufheizen",[54,8640,8641],{},"Schutz: geschützt vor Regen und Wind, nicht frei schaukelnd",[54,8643,8644],{},"Abstand zu Sitzplatz: mindestens 2–3 m — zu viel menschliche Aktivität direkt am Kasten stört während der Brutzeit",[17,8646,8647,8648,36],{},"Ob kaufen oder selbst bauen? Beides funktioniert. Kaufkästen aus unbehandeltem Weichholz sind für Kohlmeisen vollständig geeignet — wichtig ist nur die 28-mm-Lochgröße. Wichtig ist, was nicht sein darf: Holzschutzmittel, Lacke, beschichtete Innenwände, Kunststoffteile. Mehr dazu im ",[32,8649,8651],{"href":8650},"\u002Fvergleich\u002Fnistkasten-kaufen-vs-selbst-bauen\u002F","Vergleich Nistkasten kaufen vs. selbst bauen",[17,8653,8654,8655,8658],{},"Wer kaufen will: die ",[96,8656],{"asin":2895,"label":8657},"Schwegler Nisthöhle 1B mit 28-mm-Einflugloch"," ist der etablierte Klassiker aus Holzbeton — langlebig, wettersicher und in der korrekten Lochgröße. Schwegler-Holzbeton hält Jahrzehnte und ist die gleiche Baureihe, die Naturschutzverbände wie NABU empfehlen.",[549,8660,8662],{"id":8661},"reinigung-des-nistkastens","Reinigung des Nistkastens",[17,8664,8665],{},"Im Oktober oder November leeren. Alte Nestmaterialien können Milben und Parasiten enthalten. Kasten mit heißem Wasser ausspülen — kein Reinigungsmittel, keine Desinfektionsmittel. Trocknen lassen. Der gereinigte Kasten wird ab Herbst als Schlafplatz für Meisen genutzt.",[41,8667],{},[12,8669,8671],{"id":8670},"winterfütterung-wann-womit-wie","Winterfütterung: wann, womit, wie",[17,8673,8674],{},"Die Kohlmeise ist in der Winterfütterung eines der dankbarsten Tiere für Stadtbalkone. Sie kommt zuverlässig, sie ist tagaktiv, sie ist gut beobachtbar.",[17,8676,8677],{},"Empfehlung: Oktober bis März",[17,8679,8680],{},"Ab April beginnt die Brutzeit. Dann sammeln Kohlmeisen lieber Insekten — nicht weil Futter fehlt, sondern weil Insekten besser für die Küken sind. Zu frühes Fütterung im Herbst (September) lohnt sich selten: Die natürliche Nahrungslage ist dann noch gut.",[17,8682,8683],{},"Geeignetes Winterfutter:",[51,8685,8686,8693,8696,8699],{},[54,8687,8688,8689,985],{},"Meisenknödel (selbst gemacht: Rindertalg mit Sonnenblumenkernen, Haferflocken, Hanfsamen — ",[32,8690,8692],{"href":8691},"\u002Fanleitungen\u002Fmeisenknoedel-selber-machen\u002F","Anleitung",[54,8694,8695],{},"Sonnenblumenkerne (geschält oder ungeschält)",[54,8697,8698],{},"Erdnüsse (ungesalzen, grob gehackt)",[54,8700,8701],{},"Haferflocken als Streufutter",[17,8703,8704],{},"Was nicht geeignet ist: Brot (quillt im Magen auf), gesalzene Nüsse, Avocado, Gewürztes.",[17,8706,8707],{},"Wichtig: Netzverpackungen von Meisenknödeln entfernen. Plastiknetze können Vogelfüße einklemmen. Knödel in Jutenetze umfüllen oder auf Holzhalter setzen.",[17,8709,8710],{},"Wasser ist im Winter wichtiger als Futter. Vogeltränken täglich eisfrei halten — bei Frost mit Gießkanne mit lauwarmem Wasser nachfüllen. Keine Salzlösungen.",[41,8712],{},[12,8714,8716],{"id":8715},"besonderheiten-der-kohlmeise-was-macht-sie-einzigartig","Besonderheiten der Kohlmeise — was macht sie einzigartig?",[17,8718,8719],{},[20,8720,8721],{},"Die Kohlmeise gehört zu den intelligentesten Singvögeln Europas: Sie zeigt Werkzeuggebrauch, hat regionale Gesangsdialekte und lernt von Artgenossen — Fähigkeiten, die man erst in den letzten Jahrzehnten systematisch nachgewiesen hat.",[549,8723,8725],{"id":8724},"kognition-und-werkzeuggebrauch","Kognition und Werkzeuggebrauch",[17,8727,8728],{},"In Laborversuchen lösten Kohlmeisen mehrstufige Puzzles, um an Futter zu gelangen — und übertrugen diese Lösung durch Beobachtung auf Artgenossen. In Fütterungsversuchen der Universität Oxford setzten sie Nadeln ein, um Larven aus Röhren zu hebeln — ein seltener Beleg für spontanen Werkzeuggebrauch bei Singvögeln.",[549,8730,8732],{"id":8731},"milchflaschen-lernen-als-historisches-beispiel","Milchflaschen-Lernen als historisches Beispiel",[17,8734,8735],{},"In den 1920er bis 1940er Jahren erlernten Kohlmeisen in Großbritannien, Foilkappen von Milchflaschen aufzupicken, um an die Sahneschicht zu kommen. Das Verhalten verbreitete sich innerhalb weniger Jahre durch Beobachtungslernen von Land zu Land — eines der ersten dokumentierten Beispiele für kulturelle Transmission bei Tieren.",[549,8737,8739],{"id":8738},"gesangsdialekte-und-lautrepertoire","Gesangsdialekte und Lautrepertoire",[17,8741,8742],{},"Die Kohlmeise besitzt über 40 verschiedene Lautmuster — Kontaktrufe, Alarmrufe, Balzgesänge, Bettelrufe der Jungen. Populationen in verschiedenen Regionen haben messbar unterschiedliche Dialekte im Balzgesang. Einzelne Männchen passen ihre Gesangsfrequenz aktiv an die Umgebungsgeräusche an — in Städten singen sie höher, um den Straßenlärm zu übertönen.",[549,8744,8746],{"id":8745},"soziales-lernen","Soziales Lernen",[17,8748,8749],{},"Kohlmeisen bilden im Winter Mischtrupps mit anderen Meisenarten (Blaumeise, Sumpfmeise). Dabei übernehmen sie von Artgenossen Informationen über neue Nahrungsquellen und Gefahren — ein Netzwerk aus kulturell weitergegebenen Informationen, das evolutionär älter ist als das Internet um ein Vielfaches.",[41,8751],{},[12,8753,8755],{"id":8754},"kohlmeise-als-indikator","Kohlmeise als Indikator",[17,8757,8758],{},"Ein Kohlmeis-Brutpaar, das erfolgreich Küken aufzieht, zeigt an: Das Insektenleben in diesem Stadtgebiet ist noch ausreichend. Wo Kohlmeisen scheitern — wo Gelege aufgegeben werden oder Küken verhungern — fehlen meistens Raupen, weil die Pflanzen im Umfeld pestizidbehandelt sind.",[17,8760,8761],{},"Wer keinen Nistkasten hat oder Balkon zu klein ist: Kohlmeisen kommen trotzdem zu Besuch. Sie durchsuchen Kübel, Pflanzenstiele und Rindenmulch nach Insekten. Wer ihnen eine Wasserschale und fettreiches Winterfutter anbietet, hat sie regelmäßig als Gäste — auch ohne Brutplatz.",[41,8763],{},[12,8765,538],{"id":537},[17,8767,8768],{},"Die Kohlmeise brütet in Nistkästen mit 28-mm-Loch (April–Juli, oft 2 Bruten) und braucht für ihre Küken ausschließlich Raupen — kein Pestizid auf dem Balkon ist die wichtigste Maßnahme. Erwachsene Vögel fressen im Sommer Insekten, im Winter Samen und Meisenknödel. Lebenserwartung im Schnitt 2–3 Jahre, maximal ~15 Jahre. Hauptfeind: Sperber. Winterfütterung Oktober bis März. Nistkasten Mitte März hängen, nach Osten oder Südosten ausgerichtet.",[41,8770],{},[12,8772,547],{"id":546},[549,8774,8776],{"id":8775},"welche-lochgröße-braucht-ein-nistkasten-für-die-kohlmeise","Welche Lochgröße braucht ein Nistkasten für die Kohlmeise?",[17,8778,8779],{},"28 mm Einfluglochdurchmesser. 32 mm wäre zu groß und würde auch Stare anlocken. 26 mm ist für Blaumeisen gedacht. Das Loch muss kreisrund gebohrt und glatt sein — keine ausgefransten Kanten, die Federn beschädigen.",[549,8781,8783],{"id":8782},"was-fressen-kohlmeisen-küken","Was fressen Kohlmeisen-Küken?",[17,8785,8786],{},"Ausschließlich Insektenlarven — hauptsächlich Schmetterlingsraupen. Ein Küken-Gelege benötigt bis zum Flüggewerden rund 60 g Raupeneiweiß täglich. Das entspricht mehreren hundert Raupen pro Tag. Samen und Körner können Küken in den ersten Wochen nicht verdauen. Deshalb gilt: keine Pestizide im Balkonumfeld.",[549,8788,8790],{"id":8789},"wann-darf-man-kohlmeisen-füttern","Wann darf man Kohlmeisen füttern?",[17,8792,8793],{},"Oktober bis März ist die sinnvolle Fütterungsphase. Ab April sammeln Kohlmeisen bevorzugt Insekten. Meisenknödel und Sonnenblumenkerne sind geeignet. Netzverpackungen von Meisenknödeln immer entfernen — Vogelfüße können sich darin verfangen.",[549,8795,8797],{"id":8796},"wann-singt-die-kohlmeise","Wann singt die Kohlmeise?",[17,8799,8800],{},"Ab Ende Januar — das zweisilbige „zi-zi-bäh\" ist einer der ersten Frühlingsrufe im Jahr. Das Repertoire umfasst über 40 verschiedene Lautmuster. Männchen singen im Revierbehauptungsverhalten auch morgens bei Frost von exponierten Ästen.",[549,8802,8804,8805,8807],{"id":8803},"warum-ist-die-kohlmeise-wichtig-obwohl-sie-kein-bestäuber-ist","Warum ist die Kohlmeise wichtig, obwohl sie kein ",[32,8806,4107],{"href":4106}," ist?",[17,8809,8810],{},"Die Kohlmeise reguliert Raupenpopulationen und ist damit indirekt wichtig für die Pflanzengesundheit. Ihr Bruterfolg zeigt an, wie gut das Insektenleben in einem Stadtgebiet noch funktioniert — sie ist Indikatorart für Nahrungsketten-Qualität.",[549,8812,8814],{"id":8813},"wie-alt-werden-kohlmeisen","Wie alt werden Kohlmeisen?",[17,8816,8817],{},"Im Schnitt 2–3 Jahre, maximal über 15 Jahre. Im ersten Lebensjahr sterben rund 80% der Jungvögel; ab dem zweiten Jahr liegt die Sterblichkeit bei etwa 50% pro Jahr. Der BTO-Rekord liegt bei 15 Jahren und 5 Monaten.",[549,8819,8821],{"id":8820},"welche-feinde-hat-die-kohlmeise","Welche Feinde hat die Kohlmeise?",[17,8823,8824],{},"Der Sperber ist der häufigste natürliche Feind adulter Kohlmeisen. Junge Kohlmeisen am Boden sind durch Katzen gefährdet. Spechte und Marder können Nistkästen öffnen. Krankheiten wie Trichomonose und Vogelpocken treten zusätzlich auf.",[549,8826,8828],{"id":8827},"wie-unterscheide-ich-kohlmeise-weibchen-von-männchen","Wie unterscheide ich Kohlmeise-Weibchen von Männchen?",[17,8830,8831],{},"Männchen tragen ein breites, glänzend-schwarzes Längsband am gelben Bauch. Weibchen haben ein deutlich schmaleres, matteres Band. Weibchen sind auch leicht kleiner und insgesamt etwas matter gefärbt.",[549,8833,8835],{"id":8834},"wie-lange-brüten-kohlmeisen","Wie lange brüten Kohlmeisen?",[17,8837,8838],{},"Die Bebrütung dauert 12–14 Tage. Danach werden die Küken weitere 16–22 Tage im Nest gefüttert, bis sie flügge sind. Insgesamt von Eiablage bis Ausfliegen rund 4–5 Wochen pro Brut. Kohlmeisen ziehen oft zwei Bruten pro Jahr groß.",[549,8840,8842],{"id":8841},"was-fressen-erwachsene-kohlmeisen-im-sommer","Was fressen erwachsene Kohlmeisen im Sommer?",[17,8844,8845],{},"Im Sommer überwiegend Insekten, Spinnen und Larven. Im Winter wechseln sie auf Samen, Fettreiches (Sonnenblumenkerne, Erdnüsse) und Meisenknödel. Küken bekommen ausschließlich weiche Insektenlarven.",{"title":587,"searchDepth":588,"depth":588,"links":8847},[8848,8849,8850,8851,8852,8857,8861,8862,8867,8868,8871,8872,8878,8879,8880],{"id":7954,"depth":588,"text":7955},{"id":7971,"depth":588,"text":7972},{"id":8064,"depth":588,"text":8065},{"id":8170,"depth":588,"text":8171},{"id":8252,"depth":588,"text":8253,"children":8853},[8854,8855,8856],{"id":8264,"depth":602,"text":8265},{"id":8306,"depth":602,"text":8307},{"id":8324,"depth":602,"text":8325},{"id":8333,"depth":588,"text":8334,"children":8858},[8859,8860],{"id":8342,"depth":602,"text":8343},{"id":8387,"depth":602,"text":8388},{"id":8407,"depth":588,"text":8408},{"id":8462,"depth":588,"text":8463,"children":8863},[8864,8865,8866],{"id":8471,"depth":602,"text":8472},{"id":8524,"depth":602,"text":8525},{"id":8546,"depth":602,"text":8547},{"id":8555,"depth":588,"text":8556},{"id":8607,"depth":588,"text":8608,"children":8869},[8870],{"id":8661,"depth":602,"text":8662},{"id":8670,"depth":588,"text":8671},{"id":8715,"depth":588,"text":8716,"children":8873},[8874,8875,8876,8877],{"id":8724,"depth":602,"text":8725},{"id":8731,"depth":602,"text":8732},{"id":8738,"depth":602,"text":8739},{"id":8745,"depth":602,"text":8746},{"id":8754,"depth":588,"text":8755},{"id":537,"depth":588,"text":538},{"id":546,"depth":588,"text":547,"children":8881},[8882,8883,8884,8885,8886,8888,8889,8890,8891,8892],{"id":8775,"depth":602,"text":8776},{"id":8782,"depth":602,"text":8783},{"id":8789,"depth":602,"text":8790},{"id":8796,"depth":602,"text":8797},{"id":8803,"depth":602,"text":8887},"Warum ist die Kohlmeise wichtig, obwohl sie kein Bestäuber ist?",{"id":8813,"depth":602,"text":8814},{"id":8820,"depth":602,"text":8821},{"id":8827,"depth":602,"text":8828},{"id":8834,"depth":602,"text":8835},{"id":8841,"depth":602,"text":8842},"Größte Meise Deutschlands, ganzjährig präsent. Brütet in Nistkästen mit 28-mm-Loch und ernährt Küken ausschließlich mit Raupen.","Kohlmeise Steckbrief: Brutzeit April–Juli, Nahrung, Lebenserwartung, Feinde und Nistkastentipps. Die größte Meise Deutschlands kompakt erklärt.",[8896,8898,8900,8903,8906,8909,8911,8912,8913,8914],{"q":8776,"a":8897},"28 mm Einfluglochdurchmesser. Das Loch muss kreisrund gebohrt und glatt sein — keine ausgefransten Kanten, die Federn beschädigen. 26 mm ist für Blaumeisen gedacht, 32 mm wäre zu groß und würde auch Stare anlocken.",{"q":8783,"a":8899},"Ausschließlich Insektenlarven — hauptsächlich Schmetterlingsraupen. Ein Gelege benötigt bis zum Flüggewerden rund 60 g Raupeneiweiß täglich, was mehreren hundert Raupen pro Tag entspricht. Samen und Körner können Küken in den ersten Wochen nicht verdauen. Deshalb gilt: keine Pestizide im Balkonumfeld.",{"q":8901,"a":8902},"Wann soll man den Nistkasten aufhängen?","Spätestens Mitte März, da Kohlmeisen ab Anfang April brüten. Besser ist es, den Kasten schon im Herbst aufzuhängen, damit er sich bis zum Frühjahr als Teil der Umgebung etabliert. Der Kasten sollte nach Osten bis Südosten ausgerichtet und 2–4 m hoch montiert sein.",{"q":8904,"a":8905},"Wie unterscheidet sich die Kohlmeise von der Blaumeise?","Die Kohlmeise ist mit 14–15 cm deutlich größer als die Blaumeise (11–12 cm). Der Kopf der Kohlmeise ist schwarz (Blaumeise: blau), und sie hat ein breites schwarzes Längsband am gelben Bauch, das der Blaumeise fehlt. Auch der Nistkasten-Lochdurchmesser unterscheidet sich: 28 mm für Kohlmeise, 26 mm für Blaumeise.",{"q":8907,"a":8908},"Wann darf man Kohlmeisen füttern und womit?","Die sinnvolle Fütterungsphase ist Oktober bis März. Geeignet sind Meisenknödel (Rindertalg mit Kernen), Sonnenblumenkerne und ungesalzene Erdnüsse. Netzverpackungen von Meisenknödeln müssen immer entfernt werden, da Vogelfüße sich darin verfangen können.",{"q":8814,"a":8910},"Im Schnitt 2–3 Jahre, maximal 15+ Jahre. Im ersten Lebensjahr sterben rund 80% der Jungvögel; ab dem zweiten Jahr liegt die Sterblichkeit bei etwa 50% pro Jahr. Der BTO-Rekord liegt bei 15 Jahren und 5 Monaten.",{"q":8821,"a":8824},{"q":8828,"a":8831},{"q":8835,"a":8838},{"q":8842,"a":8845},[3094,8916,8917],"Meisenknödel Oktober–März","Insekten im Garten (kein Pestizid)","\u002Fimages\u002Fcontent\u002Fkohlmeise.jpeg","Kohlmeise (Parus major) mit gelbem Bauch, schwarzem Längsstrich und weißen Wangen auf einem Zweig.",{},"\u002Ftierfuehrer\u002Fkohlmeise",{"title":7949,"description":8894},[8924,8927,8930],{"title":8925,"url":8926,"kind":649,"publisher":665,"year":651},"Kohlmeise (Parus major) — Steckbrief","https:\u002F\u002Fwww.nabu.de\u002Ftiere-und-pflanzen\u002Fvoegel\u002Fportraets\u002Fkohlmeise\u002Findex.html",{"title":8928,"url":8929,"kind":649,"publisher":665,"year":651},"Nistkästen für Vögel — Tipps und Bauanleitungen","https:\u002F\u002Fwww.nabu.de\u002Ftiere-und-pflanzen\u002Fvoegel\u002Fzugvoegel-und-voegel-im-garten\u002Fvoegel-im-garten\u002Fnistkastenratgeber\u002F",{"title":8931,"url":8932,"kind":649,"publisher":1958,"year":651},"Vögel im Garten schützen und fördern","https:\u002F\u002Fwww.lbv.de\u002Fratgeber\u002Fgarten-balkon\u002Fvoegel-im-garten\u002F","tierfuehrer\u002Fkohlmeise","hvVfAOCe1c6oC_gmLo7VhZTugNFJcGrdOb9u7VUKu9I",{"id":8936,"title":8937,"aktiv":1964,"body":8938,"desc":9559,"description":587,"extension":608,"faq":9560,"groesse":9579,"group":629,"helps":9580,"image":9586,"imageAlt":9587,"latin":8951,"meta":9588,"name":89,"navigation":640,"nistplatz":9589,"path":9590,"schutz":9591,"seo":9592,"sources":9593,"stem":9602,"__hash__":9603},"tierfuehrer\u002Ftierfuehrer\u002Fmooshummel.md","Mooshummel (Bombus muscorum) — Tierführer",{"type":9,"value":8939,"toc":9540},[8940,8944,8953,8957,8964,8966,8968,9059,9062,9064,9068,9071,9141,9144,9151,9153,9157,9160,9192,9195,9198,9201,9203,9207,9214,9219,9250,9255,9288,9293,9312,9319,9321,9323,9329,9332,9364,9367,9393,9395,9397,9400,9407,9415,9423,9426,9428,9432,9435],[12,8941,8943],{"id":8942},"die-hummel-die-wiesen-braucht","Die Hummel, die Wiesen braucht",[17,8945,8946],{},[20,8947,8948,8949,8952],{},"Die Mooshummel (",[24,8950,8951],{},"Bombus muscorum",") ist eine der unauffälligsten und gleichzeitig anspruchsvollsten Hummelarten Deutschlands. Sie baut oberirdische Moosnester, ihre Völker bleiben mit 30 bis 80 Tieren klein, die Königinnen erscheinen erst Ende April — und ihr eigentlicher Lebensraum sind extensive Wiesen und Streuobstbestände, die in Deutschland seit Jahrzehnten verschwinden. Auf dem Balkon ist sie kein Bewohner, sondern bestenfalls ein Gast.",[17,8954,30,8955,36],{},[32,8956,35],{"href":34},[17,8958,8959,8960,8963],{},"Wer sie auf dem eigenen Balkon nektarn sieht, hat eine Streuobstwiese, einen extensiven Stadtpark oder eine Brachfläche im erreichbaren Umfeld. Die direkte Förderung läuft daher weniger über die eigene Balkon-Tracht als über das Verständnis, ",[20,8961,8962],{},"welche städtischen Habitate sie braucht"," — und welche kommunalen oder vereinslichen Initiativen sie unterstützen.",[41,8965],{},[12,8967,46],{"id":45},[115,8969,8970,8978],{},[118,8971,8972],{},[121,8973,8974,8976],{},[124,8975,1739],{},[124,8977,2001],{},[131,8979,8980,8988,8995,9002,9009,9016,9023,9029,9036,9043,9051],{},[121,8981,8982,8984],{},[136,8983,2008],{},[136,8985,8986],{},[24,8987,8951],{},[121,8989,8990,8992],{},[136,8991,2017],{},[136,8993,8994],{},"17–19 mm",[121,8996,8997,8999],{},[136,8998,2025],{},[136,9000,9001],{},"12–17 mm",[121,9003,9004,9006],{},[136,9005,2033],{},[136,9007,9008],{},"13–16 mm",[121,9010,9011,9013],{},[136,9012,2041],{},[136,9014,9015],{},"Rotbraun bis fuchsrot, einheitlich, ohne klare Bänder",[121,9017,9018,9020],{},[136,9019,2052],{},[136,9021,9022],{},"30–80 Tiere (klein)",[121,9024,9025,9027],{},[136,9026,2060],{},[136,9028,2063],{},[121,9030,9031,9033],{},[136,9032,2068],{},[136,9034,9035],{},"Oberirdisch in Moos- oder Grasbüscheln, verlassenen Mäusenestern",[121,9037,9038,9040],{},[136,9039,2076],{},[136,9041,9042],{},"Vorwarnliste, rückläufig",[121,9044,9045,9048],{},[136,9046,9047],{},"Habitat-Anspruch",[136,9049,9050],{},"Extensiv genutzte Wiesen, Streuobst, Magerrasen",[121,9052,9053,9056],{},[136,9054,9055],{},"Sammelverhalten",[136,9057,9058],{},"Tendenziell oligolektisch auf Korb- und Schmetterlingsblütler",[17,9060,9061],{},"Die Mooshummel ist farblich uneinheitlich beschreibbar — anders als Steinhummel (klar schwarz mit rotem Hinterleib) oder Baumhummel (brauner Thorax, schwarzer Hinterleib, weiße Schwanzspitze) wirkt sie auf den ersten Blick wie eine flächig rotbraune kleine Hummel. Manchmal hellt der Hinterleib in der Mitte auf, manchmal ist der Pelz fast einheitlich fuchsrot. Bei der Bestimmung hilft die Kombination aus geringer Größe, einheitlich pelziger Färbung und Lebensraum.",[41,9063],{},[12,9065,9067],{"id":9066},"lebenszyklus-kurz-und-spät","Lebenszyklus — kurz und spät",[17,9069,9070],{},"Die Mooshummel hat einen der kürzesten Volkszyklen aller heimischen Hummelarten — nur vier bis fünf Monate von der Königin bis zur fertigen Brut.",[115,9072,9073,9081],{},[118,9074,9075],{},[121,9076,9077,9079],{},[124,9078,126],{},[124,9080,129],{},[131,9082,9083,9091,9098,9105,9112,9119,9126,9133],{},[121,9084,9085,9088],{},[136,9086,9087],{},"Ende April",[136,9089,9090],{},"Jungkönigin verlässt Winterquartier, sucht Nistplatz",[121,9092,9093,9095],{},[136,9094,2135],{},[136,9096,9097],{},"Nestbau aus Moos und Pflanzenfasern, erste Eier",[121,9099,9100,9102],{},[136,9101,154],{},[136,9103,9104],{},"Königin zieht erste Arbeiterinnen allein auf",[121,9106,9107,9109],{},[136,9108,4544],{},[136,9110,9111],{},"Erste Arbeiterinnen schlüpfen, Volk wächst langsam",[121,9113,9114,9116],{},[136,9115,805],{},[136,9117,9118],{},"Volk auf Maximum (30–80 Tiere), Geschlechtstiere schlüpfen",[121,9120,9121,9123],{},[136,9122,816],{},[136,9124,9125],{},"Jungköniginnen und Drohnen paaren sich, Altvolk löst sich auf",[121,9127,9128,9130],{},[136,9129,827],{},[136,9131,9132],{},"Volk komplett aufgelöst",[121,9134,9135,9138],{},[136,9136,9137],{},"September–April",[136,9139,9140],{},"Jungköniginnen in Winterstarre, oft tief in Moos oder Boden",[17,9142,9143],{},"Die späte Königinnen-Aktivierung im April\u002FMai unterscheidet sie deutlich von der Erdhummel, deren Königinnen schon im Februar fliegen. Auch von der Baumhummel und Wiesenhummel weicht sie ab — beide starten im März\u002FApril.",[17,9145,9146,9147,9150],{},"Das hat praktische Konsequenzen für die Förderung: ",[20,9148,9149],{},"Frühblüher wie Krokus oder Lungenkraut helfen der Mooshummel nicht."," Sie braucht Trachtpflanzen ab Mai, mit Schwerpunkt Juni und Juli — also klassische Sommerwiesen-Pflanzen.",[41,9152],{},[12,9154,9156],{"id":9155},"nistplatz-und-habitatansprüche","Nistplatz und Habitatansprüche",[17,9158,9159],{},"Hier liegt der Hauptgrund für ihren Rückgang. Die Mooshummel braucht:",[51,9161,9162,9168,9174,9180,9186],{},[54,9163,9164,9167],{},[20,9165,9166],{},"Extensive Wiesen oder Streuobstbestände"," — keine intensive Düngung, später erster Mahdtermin (ab Juli)",[54,9169,9170,9173],{},[20,9171,9172],{},"Strukturreiche Vegetation"," — Grasbüschel, Moospolster, lockerer Bewuchs",[54,9175,9176,9179],{},[20,9177,9178],{},"Sonnige bis halbschattige Lage"," — südexponierte Stellen für Nestbau",[54,9181,9182,9185],{},[20,9183,9184],{},"Reichhaltiges Wildkraut-Angebot"," — Klee, Hornklee, Wiesensalbei, Witwenblume",[54,9187,9188,9191],{},[20,9189,9190],{},"Reviergrößen"," — ein einzelnes Volk benötigt etwa 1 bis 5 Hektar Sammelgebiet",[17,9193,9194],{},"Genau diese Anforderungen sind in Deutschland selten geworden. Streuobstwiesen sind seit 1950 um über 80 Prozent zurückgegangen, Magerrasen um über 90 Prozent. Was als „Wiese\" in städtischen Parks erhalten ist, ist meist intensiv gepflegtes Vielschnitt-Rasenland ohne Wert für Mooshummeln.",[17,9196,9197],{},"Die direkte Konsequenz: Auf einem 3-Quadratmeter-Balkon ist die Mooshummel kein potenzieller Nisthabitat-Nutzer. Selbst wenn ideale Pflanzen vorhanden sind — der Balkon ist zu klein und zu isoliert.",[17,9199,9200],{},"Aber: Wenn im Umkreis von 200 bis 500 Metern eine kommunale Streuobstwiese, ein extensiv gepflegter Bachrand oder eine Vereinsfläche existiert, kann die Balkon-Tracht für eine Mooshummel-Sammelarbeit relevant werden. Sie ergänzt das Wiesen-Habitat.",[41,9202],{},[12,9204,9206],{"id":9205},"trachtpflanzen-was-sie-tatsächlich-sammelt","Trachtpflanzen — was sie tatsächlich sammelt",[17,9208,9209,9210,9213],{},"Die Mooshummel tendiert zu ",[20,9211,9212],{},"oligolektischem Verhalten"," auf Korbblütlern und Schmetterlingsblütlern — sie sammelt nicht völlig spezialisiert wie manche Wildbienen, aber sie bevorzugt klar Pollen aus diesen zwei Pflanzenfamilien für die Larvenaufzucht.",[17,9215,9216,9218],{},[20,9217,154],{}," (Königinnen-Phase, erste Brut):",[51,9220,9221,9226,9231,9237,9244],{},[54,9222,9223,9224,2311],{},"Hornklee (",[24,9225,4686],{},[54,9227,9228,9229,2311],{},"Wiesenklee (",[24,9230,2317],{},[54,9232,9233,9234,2311],{},"Weißklee (",[24,9235,9236],{},"Trifolium repens",[54,9238,9239,9240,9243],{},"Wundklee (",[24,9241,9242],{},"Anthyllis vulneraria",") — heimisch, sehr wertvoll",[54,9245,9246,9247,9249],{},"Wiesensalbei (",[24,9248,356],{},") — wichtige Frühsommer-Quelle",[17,9251,9252,9254],{},[20,9253,794],{}," (Hauptphase, Volk wächst):",[51,9256,9257,9262,9271,9274,9281],{},[54,9258,2343,9259,9261],{},[24,9260,370],{},") — sehr wertvoll, lang blühend",[54,9263,1024,9264,267,9267,9270],{},[24,9265,9266],{},"Centaurea jacea",[24,9268,9269],{},"C. scabiosa",") — heimisch",[54,9272,9273],{},"Hornklee weiter (Hauptquelle bleibt)",[54,9275,9276,9277,9280],{},"Margerite (",[24,9278,9279],{},"Leucanthemum vulgare",") — Pollen für Drohnen",[54,9282,9283,9284,9287],{},"Wiesenwitwenblume (",[24,9285,9286],{},"Knautia"," spp.) — heimisch",[17,9289,9290,9292],{},[20,9291,816],{}," (Geschlechtstiere-Phase):",[51,9294,9295,9298,9302,9309],{},[54,9296,9297],{},"Flockenblume weiter",[54,9299,2383,9300,9270],{},[24,9301,2386],{},[54,9303,9304,9305,9308],{},"Lauch-Arten (",[24,9306,9307],{},"Allium",") — Pollen",[54,9310,9311],{},"Späte Klee-Blüte",[17,9313,9314,9315,9318],{},"Wer auf dem Balkon Pflanzen anbietet, die für die Mooshummel relevant sind, wählt also ",[20,9316,9317],{},"Klee-Arten + Acker-Witwenblume + Wiesensalbei"," als Kernkombination. Hornklee in einem flachen Schalentopf, Acker-Witwenblume in einem 10-L-Stauden-Topf, Wiesensalbei in einem ähnlich großen Topf.",[41,9320],{},[12,9322,410],{"id":409},[17,9324,9325,9326,9328],{},"Die Mooshummel steht auf der ",[20,9327,6883],{}," der Roten Liste Deutschland. Sie ist in vielen Bundesländern bereits in höheren Gefährdungskategorien geführt — etwa in Nordrhein-Westfalen und Hessen, wo der Bestand stärker zurückgegangen ist als im Bundesdurchschnitt.",[17,9330,9331],{},"Die Ursachen sind gut dokumentiert:",[423,9333,9334,9340,9346,9352,9358],{},[54,9335,9336,9339],{},[20,9337,9338],{},"Verlust extensiver Wiesen"," durch Intensivierung der Landwirtschaft (Düngung, Vielschnitt)",[54,9341,9342,9345],{},[20,9343,9344],{},"Verlust von Streuobstbeständen"," durch Aufgabe der Bewirtschaftung und Umnutzung",[54,9347,9348,9351],{},[20,9349,9350],{},"Verlust von Magerrasen"," durch Aufforstung oder Sukzession",[54,9353,9354,9357],{},[20,9355,9356],{},"Pestizid-Belastung"," in der Agrarlandschaft",[54,9359,9360,9363],{},[20,9361,9362],{},"Frühe Mahd"," vor der Blütezeit der Hauptpflanzen",[17,9365,9366],{},"Die NABU- und BfN-Empfehlungen für Schutz drehen sich um die Erhaltung dieser Lebensräume. Für Einzelpersonen bedeutet das:",[51,9368,9369,9375,9381,9387],{},[54,9370,9371,9374],{},[20,9372,9373],{},"Streuobstwiesen-Initiativen unterstützen"," (Patenschaft, Pflegeeinsätze, finanzielle Unterstützung)",[54,9376,9377,9380],{},[20,9378,9379],{},"Kommunale Entscheidungen mitgestalten",", die extensive Grünpflege fördern",[54,9382,9383,9386],{},[20,9384,9385],{},"Auf dem Balkon Trachtpflanzen anbieten",", die das Wiesen-Habitat ergänzen",[54,9388,9389,9392],{},[20,9390,9391],{},"Auf Pestizide verzichten",", auch auf vermeintlich „bienenfreundliche\" wie Neonicotinoide oder Pyrethroide",[41,9394],{},[12,9396,497],{"id":496},[17,9398,9399],{},"Die Mooshummel wird oft mit drei anderen Hummeln verwechselt:",[17,9401,9402,9406],{},[20,9403,507,9404,985],{},[24,9405,26],{},": ebenfalls flächig rotbraun-orange, aber deutlich häufiger und meist etwas größer (12–18 mm). Sie hat oft helle Querstreifen am Hinterleib, die der Mooshummel fehlen. Die Ackerhummel ist mit Abstand die häufigste rotbraune Hummel in Deutschland — wer eine rotbraune Hummel sieht, hat in 95 Prozent der Fälle die Ackerhummel, nicht die Mooshummel.",[17,9408,9409,9414],{},[20,9410,525,9411,985],{},[24,9412,9413],{},"Bombus humilis",": ebenfalls flächig hellbraun bis rotbraun, sehr ähnlich, ebenfalls Vorwarnliste-Art. Die Unterscheidung ist auch für Experten schwierig — Mooshummel hat oft einen etwas dunkleren Hinterleibsabschnitt, Veränderliche Hummel ist meist heller und gelblicher.",[17,9416,9417,9422],{},[20,9418,9419,9420,985],{},"Baumhummel (",[24,9421,1978],{},": brauner Thorax, aber schwarzer Hinterleib und auffällig weiße Schwanzspitze. Sie ist deutlich anders gefärbt und nistet in Hohlräumen, nicht in Moos.",[17,9424,9425],{},"Wegen der Verwechslungsgefahr mit der häufigeren Ackerhummel sollten Mooshummel-Sichtungen kritisch geprüft werden — idealerweise Foto und Lebensraumkontext beachten. Eine vermeintliche Mooshummel im Berliner Hinterhof ist mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Ackerhummel.",[41,9427],{},[12,9429,9431],{"id":9430},"wie-der-balkon-hilft-realistisch-eingeordnet","Wie der Balkon hilft — realistisch eingeordnet",[17,9433,9434],{},"Hier ist Ehrlichkeit wichtig: Der Balkon kann der Mooshummel nicht in der gleichen Weise helfen, wie er Erdhummel oder Baumhummel hilft.",[1683,9436,9439,9443,9446,9449,9452,9472,9479,9481,9483,9486,9488,9490,9494,9505,9509,9512,9516,9519,9523,9526,9530,9533,9537],{"intro":9437,"title":9438},"Die Mooshummel nistet nicht auf dem Balkon, kann ihn aber als Sammelstation nutzen, wenn Wiesen-Habitat im Umfeld existiert. Diese Pflanzen sprechen sie direkt an.","Empfehlungen für Mooshummel-Gastbesuche",[1688,9440],{"asin":1695,"note":9441,"title":1697,"caveat":9442},"Klee, Flockenblume und Witwenblume aus einer heimischen Mischung sind Kernpflanzen der Mooshummel — sie zeigt eine deutliche Präferenz für Schmetterlingsblütler und Korbblütler, die diese Mischung enthält. Aussaat ab Mai sinnvoll, damit die Blüte in die Hauptphase der Mooshummel (Juni–Juli) fällt.","Die Mooshummel erscheint erst Ende April und braucht keine Frühblüher — Krokus und Lungenkraut sind für andere Hummelarten gedacht.",[1688,9444],{"asin":5989,"note":9445,"title":5991},"Natternkopf blüht ab Juni–Juli lang anhaltend und passt als Korbblütler in das Nahrungsspektrum der Mooshummel. Er verträgt Hitzesommer, wächst in normaler Balkonerde und zieht zahlreiche Wildbienenarten an.",[1688,9447],{"asin":98,"note":9448,"title":2444},"Paul Westrichs Wildbienen-Standardwerk behandelt die Mooshummel ausführlich — mit Bestimmungsmerkmalen zur Abgrenzung von der fast identischen Ackerhummel. Wer eine rotbraune Hummel eindeutig als Mooshummel identifizieren will, braucht dieses Buch.",[17,9450,9451],{},":: Drei Punkte ehrlich getrennt:",[423,9453,9454,9460,9466],{},[54,9455,9456,9459],{},[20,9457,9458],{},"Nisthabitat: praktisch null."," Die Mooshummel braucht Wiesen-Habitat von mindestens 1 Hektar pro Volk. Ein Balkon kann dieses nicht ersetzen. Auch das beste Pflanzenangebot zieht keine Königin zur Nestgründung.",[54,9461,9462,9465],{},[20,9463,9464],{},"Sammelhabitat: möglich, wenn Wiese im Umfeld."," Wenn im Umkreis von 200–500 m eine Streuobstwiese, ein extensiver Stadtpark oder eine Brachfläche existiert, kann der Balkon ergänzend Tracht liefern. Mit Klee, Acker-Witwenblume und Wiesensalbei in Kübeln werden Sammlerinnen angezogen.",[54,9467,9468,9471],{},[20,9469,9470],{},"Beobachtungswert: hoch."," Wer eine Mooshummel auf dem Balkon eindeutig identifiziert, hat eine Vorwarnlisten-Art aus nächster Nähe gesehen — und einen Hinweis darauf, dass im Umfeld noch ein funktionierendes Wiesen-Habitat existiert. Das ist informativ und naturschutzfachlich relevant.",[17,9473,9474,9475,9478],{},"Der wichtigste Hebel für die Mooshummel ist nicht der eigene Balkon, sondern das ",[20,9476,9477],{},"kommunale Engagement",": Streuobstwiesen-Patenschaften, Druck auf städtische Grünpflegekonzepte, Unterstützung von NABU- und BUND-Initiativen, die extensive Wiesenpflege fördern.",[41,9480],{},[12,9482,538],{"id":537},[17,9484,9485],{},"Die Mooshummel ist eine kleine, rotbraun-pelzige Hummelart, die oberirdische Moosnester baut und Völker von nur 30–80 Tieren bildet. Sie steht auf der Vorwarnliste der Roten Liste Deutschland und ist auf extensive Wiesen, Streuobstbestände und Magerrasen angewiesen. Königinnen erscheinen erst Ende April. Auf einem Balkon ist sie kein Nistbewohner — aber wenn im Umfeld Wiesen-Habitat existiert, kann er als Sammelstelle für Klee, Acker-Witwenblume und Wiesensalbei einen Beitrag leisten. Der wichtigste Schutzhebel ist nicht die eigene Pflanzenwahl, sondern die kommunale Pflege extensiver Grünflächen.",[41,9487],{},[12,9489,547],{"id":546},[549,9491,9493],{"id":9492},"warum-heißt-sie-mooshummel","Warum heißt sie Mooshummel?",[17,9495,9496,9497,9500,9501,9504],{},"Wegen ihres Nestbaus. Die Königin sammelt aktiv Moos und Pflanzenfasern und baut daraus eine kuppelförmige Nestkammer oberirdisch in Grasbüscheln, an Wiesenrändern oder in verlassenen Mäusenestern. Anders als Erd- oder Wiesenhummel gräbt sie nicht — sie polstert. Im englischen Sprachraum heißt sie ",[24,9498,9499],{},"Moss Carder Bee"," aus demselben Grund (",[24,9502,9503],{},"carder"," = jemand, der Wolle kardiert\u002Fkämmt).",[549,9506,9508],{"id":9507},"warum-sind-ihre-völker-so-klein","Warum sind ihre Völker so klein?",[17,9510,9511],{},"Mehrere Gründe. Erstens die späte Königinnen-Aktivierung im April\u002FMai — sie hat dadurch weniger Zeit für Volksaufbau als Erdhummel. Zweitens der kürzere Aktivitätszyklus, der im August endet. Drittens die spezialisierte Tracht — wenn Korbblütler und Schmetterlingsblütler im Umfeld nicht reichlich blühen, bleibt das Volk klein. Mit 30 bis 80 Tieren ist sie eine der kleinsten Hummelarten in Deutschland.",[549,9513,9515],{"id":9514},"kann-ich-sie-sicher-von-der-ackerhummel-unterscheiden","Kann ich sie sicher von der Ackerhummel unterscheiden?",[17,9517,9518],{},"Im Foto und unter guten Bedingungen ja, im Flug oft schwer. Hilfreich sind: Größe (Mooshummel kompakter und etwas kleiner), Färbungseinheit (Mooshummel meist einheitlicher pelzig, Ackerhummel oft mit klareren Querstreifen), Habitatkontext (Mooshummel in Wiesen-Nähe). Wer Naturschutz-relevante Meldungen abgeben will, sollte Fotos machen und kompetente Stellen (NABU, Wildbienen-Expertinnen) zur Bestimmung hinzuziehen.",[549,9520,9522],{"id":9521},"warum-hilft-frühlingstracht-nicht","Warum hilft Frühlingstracht nicht?",[17,9524,9525],{},"Weil die Königinnen erst Ende April aktiv werden und das Volk erst im Mai und Juni wirklich Tracht benötigt. Frühblüher wie Krokus oder Lungenkraut blühen ab Februar\u002FMärz und sind dann für Erdhummel-Königinnen oder überwinternde Tagfalter relevant — die Mooshummel-Königin schläft noch. Wer gezielt für sie pflanzt, setzt Schwerpunkt auf Mai bis Juli und investiert nicht in Februar\u002FMärz-Tracht.",[549,9527,9529],{"id":9528},"was-bedeutet-oligolektisch-tendiert","Was bedeutet „oligolektisch tendiert\"?",[17,9531,9532],{},"Streng oligolektische Wildbienen sammeln Pollen ausschließlich aus einer Pflanzenfamilie oder Gattung. Die Mooshummel ist nicht so eng spezialisiert, zeigt aber eine deutliche Präferenz für Korbblütler (Asteraceae) und Schmetterlingsblütler (Fabaceae). Sie nimmt auch andere Pollen — aber für die Larvenaufzucht sind Klee, Hornklee und Acker-Witwenblume erkennbar bevorzugt. Im Vergleich zur völlig polylektischen Erdhummel ist sie also wählerischer, ohne strenge Oligolektie.",[549,9534,9536],{"id":9535},"sind-streuobstwiesen-patenschaften-wirklich-effektiv","Sind Streuobstwiesen-Patenschaften wirklich effektiv?",[17,9538,9539],{},"Ja, sehr direkt. Streuobstwiesen sind in Deutschland eines der am stärksten zurückgegangenen Lebensraumtypen — über 80 Prozent Verlust seit 1950. Jede erhaltene Streuobstwiese ist ein Mooshummel-Habitat (und gleichzeitig für Wendehals, Steinkauz, Gartenrotschwanz, viele Schmetterlinge und Wildbienen). Patenschaften über NABU, BUND oder regionale Streuobstinitiativen finanzieren Pflegegänge, Baumschnitt und Nachpflanzungen. Mit überschaubaren Beiträgen wird realer Lebensraum erhalten — deutlich mehr Wirkung als eine zusätzliche Topfpflanze auf dem eigenen Balkon.",{"title":587,"searchDepth":588,"depth":588,"links":9541},[9542,9543,9544,9545,9546,9547,9548,9549,9550,9551],{"id":8942,"depth":588,"text":8943},{"id":45,"depth":588,"text":46},{"id":9066,"depth":588,"text":9067},{"id":9155,"depth":588,"text":9156},{"id":9205,"depth":588,"text":9206},{"id":409,"depth":588,"text":410},{"id":496,"depth":588,"text":497},{"id":9430,"depth":588,"text":9431},{"id":537,"depth":588,"text":538},{"id":546,"depth":588,"text":547,"children":9552},[9553,9554,9555,9556,9557,9558],{"id":9492,"depth":602,"text":9493},{"id":9507,"depth":602,"text":9508},{"id":9514,"depth":602,"text":9515},{"id":9521,"depth":602,"text":9522},{"id":9528,"depth":602,"text":9529},{"id":9535,"depth":602,"text":9536},"Vorwarnliste DE. Baut oberirdische Moos-Nester, nur 30–80 Tiere pro Volk. Königin erscheint spät im April\u002FMai. Streuobstwiesen-Spezialistin.",[9561,9564,9567,9570,9573,9576],{"q":9562,"a":9563},"Wie erkenne ich die Mooshummel?","Komplett rotbrauner bis fuchsroter Pelz, einheitlich gefärbt ohne klare Bänder, Hinterleib gelegentlich heller. Größe 12–17 mm (Arbeiterin), Königin bis 19 mm — deutlich kleiner als Erd- oder Baumhummel. Charakteristisch ist die kompakte, fast pelzige Erscheinung.",{"q":9565,"a":9566},"Warum baut sie Nester aus Moos?","Anders als Erdhummel oder Wiesenhummel nutzt sie oberirdische Hohlräume — dichte Grasbüschel, Moospolster, verlassene Mäusenester. Die Königin sammelt aktiv Moos und Pflanzenfasern und baut daraus eine Nestkuppel. Daher der Name. Bevorzugt werden warme, südexponierte Stellen in extensiv genutzten Wiesen.",{"q":9568,"a":9569},"Ist sie auf dem Balkon realistisch zu fördern?","Direkte Förderung kaum — sie braucht Wiesen-Habitat von mehreren tausend Quadratmetern für ein einzelnes Volk. Auf dem Balkon kann man sie als Gast nektarn lassen, wenn im Umfeld eine Streuobstwiese, ein extensiver Stadtpark oder eine Brachfläche existiert. Beobachtungswert hoch, Bewohnungschance praktisch null.",{"q":9571,"a":9572},"Warum erscheint die Königin so spät?","Sie überwintert tiefer im Boden oder in Moospolstern als Erdhummel und braucht stabilere Frühjahrstemperaturen, um aktiv zu werden. Während Erdhummelköniginnen schon im Februar fliegen, erscheinen Mooshummelköniginnen erst Ende April oder im Mai. Das verkürzt ihren Volkszyklus auf etwa drei bis vier Monate.",{"q":9574,"a":9575},"Warum steht sie auf der Vorwarnliste?","Lebensraumverlust. Sie ist auf extensive Grünlandnutzung angewiesen — Streuobstwiesen, Magerrasen, Feucht- und Trockenwiesen mit reicher Wildkrautflora. Diese Habitate sind in Deutschland seit 1950 um über 80 Prozent zurückgegangen. Intensive Mahd und Düngung zerstören sowohl Nahrungs- als auch Nistplätze.",{"q":9577,"a":9578},"Welche Trachtpflanzen sind besonders wichtig?","Korbblütler und Schmetterlingsblütler. Konkret: Klee-Arten (Trifolium pratense, T. repens, T. medium), Hornklee (Lotus corniculatus), Wundklee (Anthyllis vulneraria), Acker-Witwenblume (Knautia arvensis), Flockenblume (Centaurea jacea), Wiesensalbei (Salvia pratensis). Diese Pflanzen sind teilweise oligolektisch bevorzugt — sie liefern den optimalen Pollen für die Larvenaufzucht.","12–17 mm Arbeiterin, Königin bis 19 mm",[9581,9582,9583,9584,9585],"Heimischer Klee und Hornklee im Kübel","Acker-Witwenblume und Wiesensalbei als Hauptquellen","Späte Frühlingsblüher (kein Februar-Bedarf — Königin erscheint erst April\u002FMai)","Dichtes Stauden-Gewebe statt aufgeräumter Töpfe","Streuobstwiesen-Initiativen im Umfeld unterstützen","\u002Fimages\u002Fcontent\u002Fmooshummel.jpeg","Mooshummel (Bombus muscorum) — Illustration im Pflanzenatlas-Stil.",{},"Oberirdische Moosnester in dichter Vegetation, Grasbüscheln, gelegentlich verlassenen Mäusenestern","\u002Ftierfuehrer\u002Fmooshummel","Vorwarnliste (Trend rückläufig)",{"title":8937,"description":587},[9594,9595,9598,9599],{"title":647,"url":648,"kind":649,"publisher":650,"year":651},{"title":9596,"url":9597,"kind":655,"publisher":656,"year":651},"Mooshummel (Bombus muscorum) — Wikipedia","https:\u002F\u002Fde.wikipedia.org\u002Fwiki\u002FMooshummel",{"title":658,"url":659,"kind":660,"publisher":661,"year":651},{"title":9600,"url":9601,"kind":649,"publisher":665,"year":651},"Bestandsschutz für seltene Hummelarten in Niedersachsen","https:\u002F\u002Fniedersachsen.nabu.de\u002Ftiere-und-pflanzen\u002Faktionen-und-projekte\u002Fbestandsschutz\u002Findex.html","tierfuehrer\u002Fmooshummel","LD_ChrGNvYMegBImZJAgQsA5XH6ZE3E-XT0WAu9gjfw",{"id":9605,"title":9606,"aktiv":9607,"body":9608,"desc":10011,"description":587,"extension":608,"faq":10012,"groesse":10027,"group":5014,"helps":10028,"image":10034,"imageAlt":10035,"latin":9621,"meta":10036,"name":10037,"navigation":640,"nistplatz":10038,"path":10039,"schutz":3223,"seo":10040,"sources":10041,"stem":10052,"__hash__":10053},"tierfuehrer\u002Ftierfuehrer\u002Frote-mauerbiene.md","Rote Mauerbiene (Osmia bicornis) — Tierführer","März – Juni",{"type":9,"value":9609,"toc":9988},[9610,9614,9626,9629,9631,9633,9636,9668,9674,9676,9680,9683,9755,9759,9766,9768,9772,9777,9780,9783,9786,9788,9792,9796,9803,9830,9836,9840,9843,9846,9850,9853,9888,9891,9893,9897,9900,9903,9906,9923,9926,9928,9930,9933,9935,9937,9941,9944,9948,9953,9957,9962,9966,9969,9973,9978,9982],[12,9611,9613],{"id":9612},"die-häufigste-wildbiene-auf-dem-stadtbalkon","Die häufigste Wildbiene auf dem Stadtbalkon",[17,9615,9616],{},[20,9617,9618,9619,9622,9623,9625],{},"Die Rote Mauerbiene (",[24,9620,9621],{},"Osmia bicornis",") ist die häufigste ",[32,9624,6671],{"href":3897}," auf deutschen Stadtbalkonen — und die erste, die im Frühjahr fliegt. Dieser Tierführer erklärt ihre Lebensweise und wie man ihr Nistmöglichkeiten bietet. Wer eine Bambusröhre aufhängt, eine Lehmquelle bereitstellt und früh blühende Pflanzen hat, erlebt sie ab März aus nächster Nähe.",[17,9627,9628],{},"Klein, kompakt, effizient. Das Weibchen hat nur sechs Wochen Zeit. In dieser Spanne muss es einen Nistplatz finden, Brutzellen anlegen, jede davon mit Pollenpaste versorgen und mit Lehm versiegeln. Dann stirbt es. Die Nachkommen schlüpfen nicht mehr, solange die Mutter lebt — sie überwintert als fertige Jungbiene und wartet auf den nächsten März.",[41,9630],{},[12,9632,3905],{"id":3904},[17,9634,9635],{},"Die Rote Mauerbiene ist unverwechselbar, wenn man weiß, was man sucht:",[51,9637,9638,9643,9652,9657,9663],{},[54,9639,9640,9642],{},[20,9641,70],{}," 10–12 mm — deutlich kleiner als eine Honigbiene",[54,9644,9645,9647,9648,9651],{},[20,9646,1441],{}," Schwarzer Kopf, orange-rotes Bauchfell (Scopa zum Pollensammeln), zwei kleine Hörner am Kopf — daher der Name ",[24,9649,9650],{},"bicornis"," (zweihörnig)",[54,9653,9654,9656],{},[20,9655,1435],{}," Heller, gelblich behaart, kein Stachel, keine Hörner, schlanker",[54,9658,9659,9662],{},[20,9660,9661],{},"Flugweise:"," Schnell, mit typisch abrupten Richtungswechseln, oft direkt neben Nisthilfen patrouillierend",[54,9664,9665,9667],{},[20,9666,4470],{}," Weibchen tragen sichtbar Pollen am rötlichen Bauch — sieht aus wie gepudert",[17,9669,9670,9671,9673],{},"Die Männchen schlüpfen 1–2 Wochen vor den Weibchen und warten patrouillierend vor der Nisthilfe. Das Paarungsverhalten ist gut zu beobachten: turbulenter Schwebflug, kurze Verfolgungsjagden. Wer tiefer in die Artenbestimmung einsteigen möchte: ",[96,9672],{"asin":98,"label":99}," ist das Standardwerk für alle 600 deutschen Wildbienenarten.",[41,9675],{},[12,9677,9679],{"id":9678},"lebenszyklus-sechs-wochen-sechs-nester","Lebenszyklus — sechs Wochen, sechs Nester",[17,9681,9682],{},"Die Flugzeit des Weibchens beträgt rund vier bis sechs Wochen. In dieser Zeit legt es 6–8 Nester an, jedes mit 5–6 Brutzellen. Gerechnet ergibt das 35–48 Brutzellen pro Weibchen — jede davon ein eigenständiges Ei, das die nächste Generation sichert.",[115,9684,9685,9695],{},[118,9686,9687],{},[121,9688,9689,9691,9693],{},[124,9690,758],{},[124,9692,761],{},[124,9694,4375],{},[131,9696,9697,9707,9716,9725,9735,9745],{},[121,9698,9699,9701,9704],{},[136,9700,4530],{},[136,9702,9703],{},"Ende Februar – Anfang März",[136,9705,9706],{},"bei Tagestemperaturen ≥ 10 °C",[121,9708,9709,9711,9713],{},[136,9710,4541],{},[136,9712,1506],{},[136,9714,9715],{},"1–2 Wochen nach Männchen",[121,9717,9718,9720,9722],{},[136,9719,4552],{},[136,9721,1506],{},[136,9723,9724],{},"kurz nach Schlupf der Weibchen",[121,9726,9727,9730,9732],{},[136,9728,9729],{},"Nestbau und Eiablage",[136,9731,9607],{},[136,9733,9734],{},"1 Brutzelle ≈ 2–4 Stunden Sammelarbeit",[121,9736,9737,9739,9742],{},[136,9738,4582],{},[136,9740,9741],{},"April – Sommer",[136,9743,9744],{},"Larve frisst Pollenpaste, verpuppt sich",[121,9746,9747,9749,9752],{},[136,9748,4593],{},[136,9750,9751],{},"Herbst – Februar",[136,9753,9754],{},"als fertige Jungbiene im Kokon",[549,9756,9758],{"id":9757},"was-passiert-in-der-brutzelle","Was passiert in der Brutzelle?",[17,9760,9761,9762,9765],{},"Das Weibchen sammelt zunächst Nektar, dann Pollen. Den Pollen trägt es trocken am Bauchfell (Scopa) — nicht in Körbchen wie Honigbienen. In der Nisthöhle knetet es Pollen und Nektar zu einer ",[20,9763,9764],{},"Pollenpaste",", legt ein Ei darauf und versiegelt die Zelle mit einem Lehmstöpsel. Dahinter folgt die nächste Zelle. Die äußerste Zelle enthält meist ein Männchen — falls der Verschluss beschädigt wird, ist der Verlust statistisch kleiner.",[41,9767],{},[12,9769,9771],{"id":9770},"warum-sie-für-obstblüten-unverzichtbar-ist","Warum sie für Obstblüten unverzichtbar ist",[17,9773,9774],{},[20,9775,9776],{},"Osmia bicornis fliegt ab 10 °C — die Honigbiene erst ab 15 °C.",[17,9778,9779],{},"Im März und April, der Hauptblütezeit von Apfel, Birne, Kirsche und Pflaume, liegt die Morgentemperatur oft zwischen 8 und 13 °C. Honigbienen bleiben dann im Stock. Die Mauerbiene fliegt trotzdem.",[17,9781,9782],{},"Das macht sie zur zuverlässigsten Bestäuberin für Frühobst — nicht nur im Großanbau, sondern auch für Balkone mit Säulenobst oder Kübelpflanzen. Eine einzelne Mauerbiene besucht bis zu 300 Blüten pro Stunde. Weil sie Pollen am Bauch trägt (und nicht in geschlossenen Pollenkörben), überträgt sie bei jedem Blütenbesuch mehr Pollen auf die Narbe.",[17,9784,9785],{},"Für die Bestäubung eines Hektars Apfelanlage werden laut Forschungsdaten von Ingolf Steffan-Dewenter (Universität Würzburg) rund 530 Mauerbienen-Weibchen benötigt — statt eines vollständigen Honigbienen-Volkes mit 50.000 Individuen.",[41,9787],{},[12,9789,9791],{"id":9790},"was-sie-auf-dem-balkon-braucht","Was sie auf dem Balkon braucht",[549,9793,9795],{"id":9794},"nistplatz-röhren-nicht-blöcke","Nistplatz: Röhren, nicht Blöcke",[17,9797,9798,9799,9802],{},"Die Rote Mauerbiene ist eine Röhrenbrüterin. Sie sucht bereits vorhandene Hohlräume — sie gräbt nicht selbst. Am Balkon funktioniert eine ",[32,9800,9801],{"href":5848},"selbst gebundene Bambusröhren-Nisthilfe"," zuverlässig. Wichtige Parameter:",[51,9804,9805,9811,9817,9824,9827],{},[54,9806,9807,9810],{},[20,9808,9809],{},"Innendurchmesser:"," 6–8 mm (6 mm optimal für Weibchen)",[54,9812,9813,9816],{},[20,9814,9815],{},"Tiefe:"," mindestens 10 cm, besser 12–15 cm",[54,9818,9819,9821,9822],{},[20,9820,5822],{}," Bambus oder Hartholz (Eiche, Buche) — kein Weichholz, kein Plastik. Bewährt: ",[96,9823],{"asin":4744,"label":4745},[54,9825,9826],{},"Ausrichtung: Süd bis Südost, geschützt vor Regen",[54,9828,9829],{},"Montage: fest, kein Schaukeln — Vibration stört die Eiablage",[17,9831,9832,9833,36],{},"Weitere Informationen zu Qualitätsmerkmalen guter ",[32,9834,9835],{"href":4739},"Nisthilfen",[549,9837,9839],{"id":9838},"lehmquelle-das-häufig-vergessene-detail","Lehmquelle — das häufig vergessene Detail",[17,9841,9842],{},"Ohne Lehm kein Nest. Das Weibchen braucht feuchten Ton- oder Lehmboden in maximalem Flugabstand von ~50 m, um die Brutzellen zu versiegeln. Ein Blumentopf oder eine flache Schale mit feuchtem Gartenlehm (kein Sand, kein Torf) auf dem Balkon reicht vollständig aus.",[17,9844,9845],{},"Lehm kurz vor der Brutphase (März) aufstellen. Wenn man sieht, wie das Weibchen mit einem kleinen Lehmklumpen am Kopf zur Nisthilfe fliegt, funktioniert das System.",[549,9847,9849],{"id":9848},"nahrung-frühblüher-entscheiden","Nahrung: Frühblüher entscheiden",[17,9851,9852],{},"Die Brutphase dauert März bis Juni. Wer in dieser Zeit lückenlos Blüten anbietet, kann den Bestäubungserfolg beobachten:",[51,9854,9855,9858,9865,9872,9879,9885],{},[54,9856,9857],{},"Obstblüten (Apfel, Birne, Pflaume, Kirsche) — optimale Pollenquelle im März\u002FApril",[54,9859,9860,9861,9864],{},"Löwenzahn (",[24,9862,9863],{},"Taraxacum officinale",") — einer der frühesten und wichtigsten Frühblüher, nicht jäten",[54,9866,9867,9868,9871],{},"Wiesenkerbel (",[24,9869,9870],{},"Anthriscus sylvestris",") — wenn im Umfeld vorhanden, stark frequentiert",[54,9873,9874,9875,9878],{},"Glockenblume (",[24,9876,9877],{},"Campanula"," spp.) — Mai\u002FJuni, gute Ergänzung",[54,9880,9881,9882,9884],{},"Borretsch (",[24,9883,317],{},") — Mai bis Juli, Pollen gut zugänglich",[54,9886,9887],{},"Phacelia — Mai bis Juli, hohe Besuchsdichte",[17,9889,9890],{},"Zu vermeiden: gefüllte Blütensorten — kein erreichbarer Pollen. Petunien und Geranien werden von Mauerbienen weitgehend ignoriert.",[41,9892],{},[12,9894,9896],{"id":9895},"balkon-beobachtungsguide","Balkon-Beobachtungsguide",[17,9898,9899],{},"Wer die Rote Mauerbiene gezielt beobachten will, findet die besten Momente:",[17,9901,9902],{},"7–11 Uhr morgens im März und April, bei Temperaturen ab 10 °C. Das sind die aktivsten Sammelstunden. Gegen Mittag an heißen Tagen ist weniger Aktivität zu sehen.",[17,9904,9905],{},"Was zu beobachten ist:",[423,9907,9908,9911,9914,9917,9920],{},[54,9909,9910],{},"Männchen patrouillieren vor der Nisthilfe — Paarungsverhalten",[54,9912,9913],{},"Weibchen inspizieren Röhren — kreisen, tauchen kurz ein, fliegen weiter",[54,9915,9916],{},"Pollensammelflüge — Weibchen kommt mit gelblich-orangenem Bauchfell zurück",[54,9918,9919],{},"Lehmtransport — kleiner Klumpen am Kopf sichtbar",[54,9921,9922],{},"Versiegelung — Weibchen taucht immer wieder ein, Eingang füllt sich mit Lehm",[17,9924,9925],{},"Ein frisch versiegeltes Nest erkennt man am matten Lehmfleck am Röhreneingang — wenn er nach 2–3 Tagen hart und trocken ist, ist die Brutzelle fertig.",[41,9927],{},[12,9929,538],{"id":537},[17,9931,9932],{},"Die Rote Mauerbiene ist klein, harmlos und für Obstblüten im Frühjahr unverzichtbar. Bambusröhren mit 6 mm Durchmesser, eine Lehmquelle und früh blühende Pflanzen — mehr braucht es nicht. Ihr Lebenszyklus dauert nur sechs Wochen im Sommer, aber die Jungbienen überleben als fertige Insekten im Kokon bis zum nächsten März.",[41,9934],{},[12,9936,547],{"id":546},[549,9938,9940],{"id":9939},"ist-die-rote-mauerbiene-gefährlich","Ist die Rote Mauerbiene gefährlich?",[17,9942,9943],{},"Nein. Weibchen haben theoretisch einen Stachel, der aber zu schwach ist, um menschliche Haut zu durchdringen. Männchen haben gar keinen. Die Art zeigt keinerlei Aggressionsverhalten gegenüber Menschen — sie ignoriert uns vollständig, auch wenn man direkt neben der Nisthilfe steht.",[549,9945,9947],{"id":9946},"welche-röhrengröße-braucht-die-rote-mauerbiene","Welche Röhrengröße braucht die Rote Mauerbiene?",[17,9949,9950,9952],{},[24,9951,9621],{}," bevorzugt Röhren mit 6–8 mm Innendurchmesser und mindestens 10–15 cm Tiefe. Bambusröhren funktionieren gut, wenn sie einseitig geschlossen, trocken und splitterfrei sind. 6 mm ist der optimale Durchmesser für Weibchen — in größeren Röhren bauen sie oft mehr Männchen-Brutzellen.",[549,9954,9956],{"id":9955},"warum-braucht-die-rote-mauerbiene-lehm","Warum braucht die Rote Mauerbiene Lehm?",[17,9958,9959,9961],{},[24,9960,9621],{}," versiegelt jede Brutzelle mit einem Lehmstöpsel. Das Weibchen sammelt feuchten Lehm, trägt ihn zur Nisthöhle und formt dort Trennwände zwischen den Brutzellen und den Abschluss am Röhreneingang. Ohne Lehm in Reichweite kann das Weibchen nicht brüten. Eine flache Schale mit feuchtem Gartenlehm im Umkreis von 50 m reicht aus.",[549,9963,9965],{"id":9964},"wie-lange-lebt-die-rote-mauerbiene","Wie lange lebt die Rote Mauerbiene?",[17,9967,9968],{},"Das Weibchen lebt als adultes Insekt rund 4–6 Wochen — von März bis Juni. In dieser Zeit legt es 6–8 Nester mit je 5–6 Brutzellen an. Die Larven entwickeln sich bis Herbst und überwintern als fertige Jungbienen — schlupfbereit für den nächsten März.",[549,9970,9972],{"id":9971},"warum-ist-die-rote-mauerbiene-besser-für-obstblüten-als-die-honigbiene","Warum ist die Rote Mauerbiene besser für Obstblüten als die Honigbiene?",[17,9974,9975,9977],{},[24,9976,9621],{}," fliegt ab 10 °C, die Honigbiene erst ab 15 °C. Im März und April — der Hauptblütezeit von Apfel, Birne und Kirsche — ist es oft zu kalt für Honigbienen. Die Mauerbiene ist dann die einzige aktive Bestäuberin. Zudem sammelt sie Pollen am Bauch (Scopa), was beim Blütenbesuch zu mehr Pollenübertrag führt als das Korbsammelsystem der Honigbiene.",[549,9979,9981],{"id":9980},"wann-hänge-ich-die-nisthilfe-auf","Wann hänge ich die Nisthilfe auf?",[17,9983,9984,9985,9987],{},"Ab Februar — die ersten Männchen schlüpfen bereits Ende Februar. Die ",[32,9986,4740],{"href":4739}," sollte nach Süden oder Südosten ausgerichtet, vor Regen geschützt und fest montiert sein. Höhe 1–2 m über dem Balkoboden ist ideal.",{"title":587,"searchDepth":588,"depth":588,"links":9989},[9990,9991,9992,9995,9996,10001,10002,10003],{"id":9612,"depth":588,"text":9613},{"id":3904,"depth":588,"text":3905},{"id":9678,"depth":588,"text":9679,"children":9993},[9994],{"id":9757,"depth":602,"text":9758},{"id":9770,"depth":588,"text":9771},{"id":9790,"depth":588,"text":9791,"children":9997},[9998,9999,10000],{"id":9794,"depth":602,"text":9795},{"id":9838,"depth":602,"text":9839},{"id":9848,"depth":602,"text":9849},{"id":9895,"depth":588,"text":9896},{"id":537,"depth":588,"text":538},{"id":546,"depth":588,"text":547,"children":10004},[10005,10006,10007,10008,10009,10010],{"id":9939,"depth":602,"text":9940},{"id":9946,"depth":602,"text":9947},{"id":9955,"depth":602,"text":9956},{"id":9964,"depth":602,"text":9965},{"id":9971,"depth":602,"text":9972},{"id":9980,"depth":602,"text":9981},"Häufigste Wildbienenart auf deutschen Stadtbalkonen. Fliegt ab 10 °C, bestäubt Obstblüten und versiegelt ihre Brutzellen mit Lehm.",[10013,10016,10018,10021,10024],{"q":10014,"a":10015},"Ist die Rote Mauerbiene gefährlich oder sticht sie?","Nein. Weibchen haben theoretisch einen Stachel, der aber zu schwach ist, um menschliche Haut zu durchdringen. Männchen haben gar keinen. Die Art zeigt keinerlei Aggressionsverhalten gegenüber Menschen — sie ignoriert uns vollständig, auch direkt neben der Nisthilfe.",{"q":9947,"a":10017},"Osmia bicornis bevorzugt Röhren mit 6–8 mm Innendurchmesser und mindestens 10–15 cm Tiefe. 6 mm ist der optimale Durchmesser für Weibchen. Das Material sollte Bambus oder Hartholz sein — kein Weichholz, kein Plastik.",{"q":10019,"a":10020},"Warum braucht die Rote Mauerbiene eine Lehmquelle?","Das Weibchen versiegelt jede Brutzelle mit einem Lehmstöpsel und sammelt dafür feuchten Lehm. Ohne Lehm in Reichweite kann es nicht brüten. Eine flache Schale mit feuchtem Gartenlehm im Umkreis von 50 m reicht vollständig aus.",{"q":10022,"a":10023},"Ab wann fliegt die Rote Mauerbiene und warum ist sie besser als die Honigbiene für Obstblüten?","Osmia bicornis fliegt ab 10 °C, die Honigbiene erst ab 15 °C. Im März und April, der Hauptblütezeit von Apfel, Birne und Kirsche, ist es oft zu kalt für Honigbienen. Die Mauerbiene sammelt Pollen am Bauch (Scopa), was beim Blütenbesuch zu mehr Pollenübertrag führt als das Korbsammelsystem der Honigbiene.",{"q":10025,"a":10026},"Wie lange lebt die Rote Mauerbiene und wie viele Nester legt sie an?","Das Weibchen lebt als adultes Insekt rund 4–6 Wochen von März bis Juni. In dieser Zeit legt es 6–8 Nester mit je 5–6 Brutzellen an. Die Larven entwickeln sich bis Herbst und überwintern als fertige Jungbienen im Kokon — schlupfbereit für den nächsten März.","10–12 mm",[10029,10030,10031,10032,10033],"Niströhren 6 mm Durchmesser","Lehmquelle (flache Schale mit feuchtem Lehm)","Obstblüten (Apfel, Kirsche, Pflaume)","Löwenzahn","Wiesenkerbel","\u002Fimages\u002Fcontent\u002Frote-mauerbiene.jpeg","Rote Mauerbiene (Osmia bicornis) mit rostroter Behaarung des Hinterleibs an einer Blüte.",{},"Rote Mauerbiene","Hohle Pflanzenstängel, Bambusröhren, Mauerritzen","\u002Ftierfuehrer\u002Frote-mauerbiene",{"title":9606,"description":587},[10042,10045,10049],{"title":10043,"url":10044,"kind":655,"publisher":4333,"year":651},"Rote Mauerbiene (Osmia bicornis) — Biologie und Lebensweise","https:\u002F\u002Fwww.wildbienen.info\u002Fmauerb\u002Fosmia_bic.htm",{"title":10046,"url":10047,"kind":660,"publisher":10048,"year":651},"Wildbienen als Bestäuber im Obstbau","https:\u002F\u002Fwww.julius-kuehn.de\u002Fbi\u002Fwildbienen-als-bestaeuber\u002F","JKI",{"title":10050,"url":10051,"kind":649,"publisher":665,"year":651},"Nisthilfen für Wildbienen","https:\u002F\u002Fwww.nabu.de\u002Ftiere-und-pflanzen\u002Finsekten-und-spinnentiere\u002Finsekten\u002Fbienen\u002Fwildbienen\u002Fnisthilfen.html","tierfuehrer\u002Frote-mauerbiene","-l95GyhuRZN-kTBWb1RHlN_H18L4vxMJ2kdkAr1cgpg",{"id":10055,"title":10056,"aktiv":10057,"body":10058,"desc":10509,"description":587,"extension":608,"faq":10510,"groesse":10525,"group":10526,"helps":10527,"image":10533,"imageAlt":10534,"latin":10071,"meta":10535,"name":10536,"navigation":640,"nistplatz":10537,"path":10538,"schutz":10539,"seo":10540,"sources":10541,"stem":10556,"__hash__":10557},"tierfuehrer\u002Ftierfuehrer\u002Fschwebfliege.md","Schwebfliege (Episyrphus balteatus) — Tierführer","April – November",{"type":9,"value":10059,"toc":10492},[10060,10064,10073,10080,10082,10084,10157,10164,10166,10170,10173,10176,10179,10199,10202,10213,10215,10219,10226,10229,10232,10234,10237,10244,10247,10316,10319,10321,10323,10332,10346,10349,10351,10353,10360,10374,10376,10414,10417,10419,10421,10435,10441,10450,10452,10454,10458,10461,10465,10471,10475,10478,10482,10485,10489],[12,10061,10063],{"id":10062},"die-fliege-die-wie-eine-wespe-aussieht","Die Fliege, die wie eine Wespe aussieht",[17,10065,10066],{},[20,10067,10068,10069,10072],{},"Die Hain-Schwebfliege (",[24,10070,10071],{},"Episyrphus balteatus",") ist keine Wespe und keine Biene. Sie ist eine Fliege — Zweiflügler, Familie Syrphidae. Ihre schwarz-gelben Bänder sind reine Bates'sche Mimikry: Sie ahmt Wespen nach, ohne deren Wehrhaftigkeit zu besitzen.",[17,10074,10075,10076,10079],{},"Stechen kann sie nicht. Stechen könnte sie auch gar nicht — Fliegen haben dafür schlicht keinen Apparat. Wer im Sommer auf dem Balkon eine kleine schwarz-gelb gestreifte Erscheinung in der Luft ",[24,10077,10078],{},"stehen"," sieht, ohne sichtbaren Flügelschlag, schaut auf einen der wichtigsten Nützlinge im Stadtgrün.",[41,10081],{},[12,10083,46],{"id":45},[115,10085,10086,10094],{},[118,10087,10088],{},[121,10089,10090,10092],{},[124,10091,1739],{},[124,10093,2001],{},[131,10095,10096,10103,10111,10119,10127,10135,10142,10149],{},[121,10097,10098,10100],{},[136,10099,1742],{},[136,10101,10102],{},"9–12 mm",[121,10104,10105,10108],{},[136,10106,10107],{},"Hinterleib",[136,10109,10110],{},"Schwarz-gelb gestreift mit charakteristischen schwarzen Doppelbändern",[121,10112,10113,10116],{},[136,10114,10115],{},"Flügel",[136,10117,10118],{},"Durchsichtig, einlagig — typisch Diptera",[121,10120,10121,10124],{},[136,10122,10123],{},"Schwebeflug",[136,10125,10126],{},"Auf der Stelle, ohne sichtbare Flügelbewegung — Merkmal Nr. 1",[121,10128,10129,10132],{},[136,10130,10131],{},"Stachel",[136,10133,10134],{},"Nicht vorhanden — kann nicht stechen",[121,10136,10137,10139],{},[136,10138,2060],{},[136,10140,10141],{},"April–November, einzelne Tiere bis Dezember",[121,10143,10144,10146],{},[136,10145,2076],{},[136,10147,10148],{},"Häufig, leichter Rückgang dokumentiert",[121,10150,10151,10154],{},[136,10152,10153],{},"Rote Liste",[136,10155,10156],{},"Nicht gelistet, aber NABU-Beobachtung empfohlen",[17,10158,10159,10160,10163],{},"Die beste Daumenregel zur Unterscheidung: Wer auf der Stelle in der Luft ",[24,10161,10162],{},"steht",", ohne dass die Flügel sichtbar arbeiten, ist eine Schwebfliege. Wespen schweben nicht. Bienen schweben nur sehr selten und meist nur Sekunden.",[41,10165],{},[12,10167,10169],{"id":10168},"lebenszyklus-larven-als-blattlaus-räuber","Lebenszyklus — Larven als Blattlaus-Räuber",[17,10171,10172],{},"Die Imago lebt zwei bis sechs Wochen, frisst Nektar und Pollen, paart sich, legt Eier. Der ökologische Punkt steckt aber im Larvenstadium.",[17,10174,10175],{},"Eiablage: Direkt in oder neben Blattlauskolonien. Das Weibchen scannt aktiv Pflanzen mit Lausbefall, legt ein bis mehrere weiße, längliche Eier ab — pro Kolonie meist nur eines, damit Geschwisterlarven sich nicht konkurrieren.",[17,10177,10178],{},"Larvenstadium (1–2 Wochen):",[51,10180,10181,10184,10190,10196],{},[54,10182,10183],{},"Madenförmig, beinlos, gelblich-grün durchscheinend",[54,10185,10186,10189],{},[20,10187,10188],{},"Räuberisch auf Blattläusen"," — Mundwerkzeuge sind Saugzangen, keine Mandibeln",[54,10191,10192,10193],{},"Eine einzige Larve frisst in ihrer Entwicklung ",[20,10194,10195],{},"300 bis 500 Blattläuse",[54,10197,10198],{},"Aktiv tag und nacht, kein Versteckverhalten",[17,10200,10201],{},"Verpuppung an der Pflanze, oft auf der Blattunterseite. Schlupf der nächsten Generation nach ein bis zwei Wochen. In einer Saison schaffen sie vier bis fünf Generationen.",[17,10203,10204,10205,10208,10209,10212],{},"Damit konkurriert ",[24,10206,10207],{},"E. balteatus"," mit Marienkäferlarven um den Titel des ",[20,10210,10211],{},"wichtigsten biologischen Blattlaus-Räubers in Mitteleuropa",". Pestizide, die Blattläuse abtöten, eliminieren auch die Nahrungsgrundlage der Schwebfliegen-Larven — der eine der häufigsten Gründe, warum chemische Pflanzenschutzmittel auf dem Balkon mehr schaden als nutzen.",[41,10214],{},[12,10216,10218],{"id":10217},"wanderverhalten-über-die-alpen","Wanderverhalten — über die Alpen",[17,10220,10221,10222,10225],{},"Die Hain-Schwebfliege ist ",[20,10223,10224],{},"Wanderinsekt",". In manchen Jahren ziehen Massen aus Südeuropa nach Norden über die Alpen — vergleichbar mit Distelfaltern oder Admiralen.",[17,10227,10228],{},"Im Herbst geht ein Teil der Population zurück Richtung Süden, ein anderer überwintert in Mitteleuropa als adulte Weibchen, oft in Bodenstreu oder Hohlräumen. Genetische Studien zeigen: Die Tiere, die im Mai aus dem Süden ankommen, sind nicht dieselben, die im September wieder zurückziehen — es sind ihre Enkel.",[17,10230,10231],{},"Die Wanderung hat einen ökologischen Nebeneffekt: In Massenjahren ist die Blattlauskontrolle in Gärten und Landwirtschaft messbar besser. NABU und Bundesamt für Naturschutz beobachten diese Migrationsdynamik systematisch.",[41,10233],{},[12,10235,4403],{"id":10236},"nahrung",[17,10238,10239,10240,10243],{},"Imago: Nektar und Pollen aus offen erreichbaren Blüten. ",[20,10241,10242],{},"Gefüllte Sorten sind wertlos"," — die kurze Mundwerkzeug der Fliege kommt an verschachtelte Blütenstände nicht heran.",[17,10245,10246],{},"Bevorzugte Blüten:",[115,10248,10249,10261],{},[118,10250,10251],{},[121,10252,10253,10256,10259],{},[124,10254,10255],{},"Pflanzenfamilie",[124,10257,10258],{},"Beispiele",[124,10260,960],{},[131,10262,10263,10274,10285,10296,10305],{},[121,10264,10265,10268,10271],{},[136,10266,10267],{},"Doldenblütler (Apiaceae)",[136,10269,10270],{},"Wilde Möhre, Dill, Fenchel, Pastinake",[136,10272,10273],{},"Sehr hoch — offene Tellerblüten",[121,10275,10276,10279,10282],{},[136,10277,10278],{},"Korbblütler (Asteraceae)",[136,10280,10281],{},"Ringelblume, Aster, Sonnenhut, Schafgarbe",[136,10283,10284],{},"Sehr hoch",[121,10286,10287,10290,10293],{},[136,10288,10289],{},"Kreuzblütler (Brassicaceae)",[136,10291,10292],{},"Senf, Rucola, Brunnenkresse (blühend)",[136,10294,10295],{},"Hoch",[121,10297,10298,10300,10303],{},[136,10299,4614],{},[136,10301,10302],{},"Lavendel, Thymian, Oregano",[136,10304,10295],{},[121,10306,10307,10310,10313],{},[136,10308,10309],{},"Hahnenfuß (Ranunculaceae)",[136,10311,10312],{},"Anemone, Hahnenfuß",[136,10314,10315],{},"Mittel",[17,10317,10318],{},"Larven: ausschließlich Blattläuse — keine direkte Pflanzenfütterung möglich oder nötig.",[41,10320],{},[12,10322,410],{"id":409},[17,10324,10325,10327,10328,10331],{},[24,10326,10207],{}," ist nicht auf der Roten Liste, aber das Insektenmonitoring von NABU und LfL Bayern zeigt einen ",[20,10329,10330],{},"leichten Rückgang"," an Gesamtindividuen über die letzten fünfzehn Jahre. Mögliche Ursachen:",[51,10333,10334,10337,10340,10343],{},[54,10335,10336],{},"Pestizide (Neonikotinoide, Pyrethroide) in Stadt- und Landwirtschaft",[54,10338,10339],{},"Verlust von Blühflächen mit Doldenblütlern",[54,10341,10342],{},"Versiegelung, weniger Bodenstreu für Überwinterung",[54,10344,10345],{},"Lichtverschmutzung (Schwebfliegen orientieren sich tagaktiv, aber Nachtkühle-Verluste werden diskutiert)",[17,10347,10348],{},"Klar ist: Wer Blattläuse mit Insektizid bekämpft, schaltet auch den biologischen Gegenspieler aus. Der Kreislauf wird brüchig.",[41,10350],{},[12,10352,456],{"id":455},[17,10354,10355,10356,10359],{},"Das Schöne am Schwebfliegen-Balkon: ",[20,10357,10358],{},"Es gibt keine direkte Förderaktion außer nicht-stören und nicht-spritzen",". Wo Doldenblütler und Korbblütler blühen und Blattläuse leben, kommen die Larven von selbst.",[1683,10361,10364,10368,10371],{"intro":10362,"title":10363},"Schwebfliegen brauchen offene Blüten für die Imagines und Blattlaus-tragende Pflanzen für die Larven. Diese Produkte unterstützen beide Stufen.","Empfehlungen für den Schwebfliegen-Balkon",[1688,10365],{"asin":1695,"note":10366,"title":1697,"caveat":10367},"Heimische Dolden- und Korbblütler aus dieser Saatgut-Mischung — Wilde Möhre, Schafgarbe, Ringelblume — sind die idealen Imaginal-Nektarquellen für Hain-Schwebfliegen. Nur offene, einfache Blüten sind geeignet, da Schwebfliegen kurze Mundwerkzeuge haben.","Keine gefüllten Ziersorten verwenden — sie liefern keinen erreichbaren Pollen.",[1688,10369],{"asin":5365,"note":10370,"title":5367},"Insektennistwände liefern strukturierte Oberflächen und Hohlräume, die als Tagesversteck und Überwinterungsquartier für adulte Schwebfliegen dienen — ergänzend zu Bodenstreu und vertrockneten Pflanzenstängeln.",[1688,10372],{"asin":5989,"note":10373,"title":5991},"Der Natternkopf mit seinen vielzähligen kleinen Blüten ist eine Hochsommer-Hauptquelle für Schwebfliegen. Die röhrenförmigen Einzelblüten sind kurz genug, dass der kurze Rüssel der Schwebfliege mühelos dran kommt.",[17,10375,6931],{},[51,10377,10378,10384,10390,10396,10402,10408],{},[54,10379,10380,10383],{},[20,10381,10382],{},"Wilde Möhre, Dill, Fenchel"," im 5-L-Kübel — blühen im zweiten Jahr, dann lassen",[54,10385,10386,10389],{},[20,10387,10388],{},"Ringelblume, Aster, Schafgarbe"," als Mehrjährige im Kasten",[54,10391,10392,10395],{},[20,10393,10394],{},"Lavendel und Thymian"," als Daueraktive",[54,10397,10398,10401],{},[20,10399,10400],{},"Blattläuse nicht spritzen"," — nicht mit Schmierseife, nicht mit Brennnesseljauche, nicht mit Neem. Drei bis fünf Tage warten, die Larven sind meist schon da",[54,10403,10404,10407],{},[20,10405,10406],{},"Keine gefüllten Sorten"," — Pollen muss erreichbar sein",[54,10409,10410,10413],{},[20,10411,10412],{},"Bodenstreu unter den Töpfen dulden"," — potenzielles Überwinterungsversteck",[17,10415,10416],{},"Wer im Hochsommer auf einem Topf Wilde Möhre fünfzehn Schwebfliegen gleichzeitig zählt — was realistisch ist —, hat einen Balkon, der für die ganze Hauswand mitarbeitet.",[41,10418],{},[12,10420,497],{"id":496},[17,10422,10423,10426,10427,10430,10431,10434],{},[20,10424,10425],{},"Schwebfliege vs. Wespe."," Wespen haben ",[24,10428,10429],{},"zwei"," Flügelpaare (vier Flügel), Schwebfliegen ",[24,10432,10433],{},"eines"," (zwei Flügel) — daher der Ordnungsname Diptera. Wespen haben einen schmalen, abgeschnürten \"Taillen\"-Bereich zwischen Brust und Hinterleib (Wespentaille), Schwebfliegen nicht. Wespen schweben nicht auf der Stelle, Schwebfliegen tun das die ganze Zeit. Wespen können stechen, Schwebfliegen nicht.",[17,10436,10437,10440],{},[20,10438,10439],{},"Schwebfliege vs. Honigbiene."," Honigbienen sind kompakter, behaarter, bräunlich-gelb. Schwebfliegen sind glatt, schlanker, deutlich kontrastreicher schwarz-gelb. Honigbienen haben sichtbare Pollenhöschen an den Hinterbeinen, Schwebfliegen nie. Im Flug: Bienen brummen, Schwebfliegen sind fast lautlos und schweben.",[17,10442,10443,10446,10447,10449],{},[20,10444,10445],{},"Hain-Schwebfliege vs. andere Schwebfliegen."," Etwa 460 Arten in Mitteleuropa. ",[24,10448,10207],{}," erkennt man am charakteristischen Doppelband-Muster — jedes gelbe Segment ist durch eine schmale schwarze Linie zweigeteilt, was bei den meisten anderen Arten fehlt.",[41,10451],{},[12,10453,547],{"id":546},[549,10455,10457],{"id":10456},"kann-eine-schwebfliege-stechen","Kann eine Schwebfliege stechen?",[17,10459,10460],{},"Nein. Schwebfliegen haben keinen Stachel und keinen Stechapparat. Die schwarz-gelben Bänder sind reine Mimikry — sie ahmen Wespen nach, um Fressfeinde abzuschrecken, ohne deren Bewaffnung zu haben. Sicherer Begleiter auf jedem Balkon, auch mit Kindern.",[549,10462,10464],{"id":10463},"was-fressen-die-larven-genau","Was fressen die Larven genau?",[17,10466,10467,10468,10470],{},"Ausschließlich Blattläuse, und davon viele: 300 bis 500 Stück pro Larvenentwicklung. Die Larve saugt sie mit zangenartigen Mundwerkzeugen leer und lässt die leere Hülle zurück. Manche Arten von Schwebfliegenlarven fressen alternativ Spinnmilben oder Thripse — bei ",[24,10469,10207],{}," ist Blattlaus aber Standard.",[549,10472,10474],{"id":10473},"warum-sind-doldenblütler-so-wichtig","Warum sind Doldenblütler so wichtig?",[17,10476,10477],{},"Schwebfliegen haben kurze Saugrüssel. Sie kommen an tiefe, verschachtelte Blüten — wie etwa Schmetterlingsflieder — nicht oder schlecht heran. Doldenblütler bieten viele winzige, offene Blüten in einer Tellerform, an die sie problemlos andocken können. Wilde Möhre, Dill und Fenchel sind die Klassiker.",[549,10479,10481],{"id":10480},"soll-ich-blattläuse-vom-balkon-entfernen","Soll ich Blattläuse vom Balkon entfernen?",[17,10483,10484],{},"Nein. Ohne Blattläuse keine Schwebfliegenlarven. Die Lausbestände regulieren sich meist innerhalb von zehn bis vierzehn Tagen biologisch, wenn keine Pestizide eingesetzt werden. Wer ungeduldig ist, spritzt mit klarem Wasser ab — keine Seife, kein Neem. Geduld zahlt sich aus.",[549,10486,10488],{"id":10487},"wo-überwintert-die-hain-schwebfliege","Wo überwintert die Hain-Schwebfliege?",[17,10490,10491],{},"Ein Teil der Population zieht im Herbst zurück nach Südeuropa, ein anderer bleibt — meist als befruchtete Weibchen in Bodenstreu, Mauerritzen, dichten Pflanzpolstern, vertrockneten Staudenresten. Wer im Herbst nicht alles \"sauber\" macht, schafft Überwinterungsquartiere.",{"title":587,"searchDepth":588,"depth":588,"links":10493},[10494,10495,10496,10497,10498,10499,10500,10501,10502],{"id":10062,"depth":588,"text":10063},{"id":45,"depth":588,"text":46},{"id":10168,"depth":588,"text":10169},{"id":10217,"depth":588,"text":10218},{"id":10236,"depth":588,"text":4403},{"id":409,"depth":588,"text":410},{"id":455,"depth":588,"text":456},{"id":496,"depth":588,"text":497},{"id":546,"depth":588,"text":547,"children":10503},[10504,10505,10506,10507,10508],{"id":10456,"depth":602,"text":10457},{"id":10463,"depth":602,"text":10464},{"id":10473,"depth":602,"text":10474},{"id":10480,"depth":602,"text":10481},{"id":10487,"depth":602,"text":10488},"Wespenmimikry-Künstlerin, die nicht stechen kann. Larven fressen bis zu 500 Blattläuse pro Entwicklung. Wandert über die Alpen. Bester Balkon-Nützling.",[10511,10513,10516,10519,10522],{"q":10457,"a":10512},"Nein. Schwebfliegen haben keinen Stachel und keinen Stechapparat. Die schwarz-gelben Bänder sind reine Mimikry — sie ahmen Wespen nach, um Fressfeinde abzuschrecken, ohne deren Bewaffnung zu haben.",{"q":10514,"a":10515},"Wie unterscheide ich eine Schwebfliege von einer Wespe?","Wespen haben zwei Flügelpaare (vier Flügel), Schwebfliegen nur eines (zwei Flügel). Wespen haben eine deutlich abgeschnürte Wespentaille, Schwebfliegen nicht. Das wichtigste Merkmal: Schwebfliegen stehen auf der Stelle in der Luft — Wespen schweben nicht.",{"q":10517,"a":10518},"Was fressen Schwebfliegenlarven?","Ausschließlich Blattläuse — 300 bis 500 Stück pro Larvenentwicklung. Die Larve saugt sie mit zangenartigen Mundwerkzeugen leer. Das macht sie zu einem der wichtigsten biologischen Blattlaus-Räuber in Mitteleuropa.",{"q":10520,"a":10521},"Warum sind Doldenblütler so wichtig für Schwebfliegen?","Schwebfliegen haben kurze Saugrüssel und kommen an tiefe, verschachtelte Blüten nicht heran. Doldenblütler wie Wilde Möhre, Dill und Fenchel bieten viele winzige, offene Blüten in Tellerform, an die Schwebfliegen problemlos andocken können.",{"q":10523,"a":10524},"Soll ich Blattläuse auf dem Balkon entfernen?","Nein. Ohne Blattläuse keine Schwebfliegenlarven. Die Lausbestände regulieren sich meist innerhalb von 10–14 Tagen biologisch, wenn keine Pestizide eingesetzt werden. Wer ungeduldig ist, spritzt mit klarem Wasser — keine Seife, kein Neem.","9–12 mm Körperlänge","Schwebfliegen",[6018,10528,10529,10530,10531,10532,4311],"Dill","Fenchel","Schafgarbe","Ringelblume","Aster","\u002Fimages\u002Fcontent\u002Fschwebfliege.jpeg","Hain-Schwebfliege (Episyrphus balteatus) mit gelb-schwarzer Wespenzeichnung schwebt regungslos über einer Ringelblume vor sommerlich-warmem Balkon-Hintergrund.",{},"Schwebfliege","Eiablage in Blattlauskolonien; Stadt-Vegetation als Lebensraum, Doldenblüten als Nektarquelle","\u002Ftierfuehrer\u002Fschwebfliege","Ungefährdet, aber leichter Rückgang",{"title":10056,"description":587},[10542,10545,10548,10551,10552],{"title":10543,"url":10544,"kind":649,"publisher":665,"year":651},"Aus dem Leben unserer Schwebfliegen","https:\u002F\u002Fwww.nabu.de\u002Ftiere-und-pflanzen\u002Finsekten-und-spinnen\u002Ffliegen-und-muecken\u002F08292.html",{"title":10546,"url":10547,"kind":649,"publisher":665,"year":651},"Schwarz-gelb und In-der-Luft-Steher: Die Hainschwebfliege","https:\u002F\u002Fwww.nabu.de\u002Ftiere-und-pflanzen\u002Finsekten-und-spinnen\u002Ffliegen-und-muecken\u002F24296.html",{"title":10549,"url":10550,"kind":655,"publisher":656,"year":651},"Schwebfliegen (Syrphidae) — Wikipedia","https:\u002F\u002Fde.wikipedia.org\u002Fwiki\u002FSchwebfliegen",{"title":5563,"url":5564,"kind":660,"publisher":1389,"year":5565},{"title":10553,"url":10554,"kind":660,"publisher":10555,"year":5565},"Schwebfliegen in der Agrarlandschaft: fressen, bestäuben, schweben","https:\u002F\u002Fwww.lfl.bayern.de\u002Fiab\u002Fboden\u002F339252\u002Findex.php","Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL)","tierfuehrer\u002Fschwebfliege","VWYuxy1xnfHyou_8d-ufOs0R-47cjC_TAsZTVF9MLIA",{"id":10559,"title":10560,"aktiv":10561,"body":10562,"desc":11061,"description":11062,"extension":608,"faq":11063,"groesse":10938,"group":11082,"helps":11083,"image":11088,"imageAlt":11089,"latin":10575,"meta":11090,"name":10930,"navigation":640,"nistplatz":11091,"path":11092,"schutz":11093,"seo":11094,"sources":11095,"stem":11105,"__hash__":11106},"tierfuehrer\u002Ftierfuehrer\u002Fmarienkaefer.md","Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata) — Tierführer","März – Oktober (Imagines aktiv); Überwinterung November – Februar",{"type":9,"value":10563,"toc":11045},[10564,10568,10577,10584,10586,10588,10639,10642,10644,10646,10649,10725,10728,10731,10733,10737,10740,10745,10762,10765,10768,10770,10773,10776,10779,10796,10799,10802,10804,10806,10814,10819,10822,10848,10851,10853,10855,10858,10871,10876,10882,10888,10906,10908,10910,11003,11010,11012,11014,11018,11021,11025,11028,11032,11035,11039],[12,10565,10567],{"id":10566},"der-heimische-marienkäfer-der-unter-druck-steht","Der heimische Marienkäfer, der unter Druck steht",[17,10569,10570],{},[20,10571,10572,10573,10576],{},"Der Siebenpunkt-Marienkäfer (",[24,10574,10575],{},"Coccinella septempunctata",") ist die bekannteste heimische Käferart Deutschlands — leuchtend rot, sieben schwarze Punkte, kindheitsvertraut. Dieser Tierführer-Eintrag erklärt seinen Lebenszyklus, seine Bedeutung als Blattlausjäger und warum der Bestand seit der Einschleppung des Asiatischen Marienkäfers unter Druck steht.",[17,10578,10579,10580,10583],{},"Auf den ersten Blick ist alles klar: roter Halbkugel-Rücken, sieben Punkte, fertig. Tatsächlich ist die Bestimmung schwieriger geworden. Seit etwa 2000 breitet sich der ursprünglich aus Asien stammende ",[24,10581,10582],{},"Harmonia axyridis"," in Deutschland aus — variabler in Farbe und Punktzahl, größer im Durchschnitt, konkurrenzstärker. Wer heute einen Marienkäfer auf dem Balkon sieht, sollte zweimal hinschauen.",[41,10585],{},[12,10587,46],{"id":45},[51,10589,10590,10595,10600,10606,10611,10617,10623,10628,10634],{},[54,10591,10592,10594],{},[20,10593,5071],{}," Marienkäfer (Coccinellidae), Ordnung Käfer (Coleoptera)",[54,10596,10597,10599],{},[20,10598,4446],{}," leuchtend rot, gelegentlich orange-rot, glatt glänzend",[54,10601,10602,10605],{},[20,10603,10604],{},"Punkte:"," exakt sieben — drei links, drei rechts, einer mittig auf der Naht zwischen Halsschild und Flügeldecken",[54,10607,10608,10610],{},[20,10609,70],{}," 5,5–8 mm Körperlänge, oval, halbkugelig gewölbt",[54,10612,10613,10616],{},[20,10614,10615],{},"Halsschild:"," schwarz mit zwei kleinen weißen Flecken vorn",[54,10618,10619,10622],{},[20,10620,10621],{},"Beine:"," schwarz",[54,10624,10625,10627],{},[20,10626,5103],{}," 8–10 mm, länglich, blau-grau mit gelben oder orangen Punkten, sechs Beine, sehr beweglich",[54,10629,10630,10633],{},[20,10631,10632],{},"Puppe:"," orange-schwarz gefleckt, an Blatt oder Stängel angeheftet",[54,10635,10636,10638],{},[20,10637,1465],{}," ganz Deutschland, häufig in Gärten und an Balkonen",[17,10640,10641],{},"Die Geschlechter sind im Feld nicht unterscheidbar. Beide Geschlechter jagen Blattläuse, beide überwintern.",[41,10643],{},[12,10645,1478],{"id":1477},[17,10647,10648],{},"Der Siebenpunkt durchläuft eine vollständige Metamorphose: Ei, Larve, Puppe, Imago. Pro Jahr werden je nach Klima eine bis zwei Generationen ausgebildet.",[115,10650,10651,10661],{},[118,10652,10653],{},[121,10654,10655,10657,10659],{},[124,10656,758],{},[124,10658,5139],{},[124,10660,4375],{},[131,10662,10663,10675,10688,10700,10713],{},[121,10664,10665,10669,10672],{},[136,10666,10667],{},[20,10668,5150],{},[136,10670,10671],{},"5–8 Tage",[136,10673,10674],{},"gelb-orange, spindelförmig, in Gruppen von 10–50 Stück an Blattunterseiten",[121,10676,10677,10682,10685],{},[136,10678,10679],{},[20,10680,10681],{},"Larve L1–L4",[136,10683,10684],{},"3–4 Wochen",[136,10686,10687],{},"vier Larvenstadien, frisst ab Stadium L1 Blattläuse",[121,10689,10690,10694,10697],{},[136,10691,10692],{},[20,10693,5177],{},[136,10695,10696],{},"7–10 Tage",[136,10698,10699],{},"an Blatt oder Stängel angeheftet, bewegungslos",[121,10701,10702,10707,10710],{},[136,10703,10704],{},[20,10705,10706],{},"Imago Frühjahr\u002FSommer",[136,10708,10709],{},"mehrere Monate",[136,10711,10712],{},"aktiv, paart sich, legt Eier",[121,10714,10715,10720,10722],{},[136,10716,10717],{},[20,10718,10719],{},"Winterruhe",[136,10721,2731],{},[136,10723,10724],{},"Gruppenüberwinterung in Laub, Ritzen, unter Steinen",[17,10726,10727],{},"Die Eiablage beginnt im April, sobald Blattlaus-Kolonien verfügbar sind. Das Weibchen legt im Lauf des Sommers 200–500 Eier, gezielt in der Nähe von Blattlaus-Befall. Die Larven schlüpfen, fressen die nächste Stunde gegenseitig die Eihüllen, dann beginnen sie aktiv auf der Pflanze zu jagen.",[17,10729,10730],{},"Frisch geschlüpfte Imagines sind zunächst gelblich-blass — die rote Färbung entwickelt sich erst nach einigen Stunden bis Tagen, parallel zur Aushärtung der Flügeldecken. Wer einen blassen Marienkäfer findet, hat ein frisch geschlüpftes Tier vor sich, kein anderes Exemplar.",[41,10732],{},[12,10734,10736],{"id":10735},"nahrung-blattläuse-über-blattläuse","Nahrung — Blattläuse über Blattläuse",[17,10738,10739],{},"Der Siebenpunkt-Marienkäfer ist in allen Lebensstadien (außer Ei und Puppe) ein spezialisierter Räuber an Weichkörperlingen.",[17,10741,10742],{},[20,10743,10744],{},"Hauptbeute:",[51,10746,10747,10750,10753,10756,10759],{},[54,10748,10749],{},"Blattläuse aller heimischen Arten — der wichtigste Nahrungsbestandteil",[54,10751,10752],{},"Schildlauslarven und Wollläuse",[54,10754,10755],{},"Spinnmilben, gelegentlich Thripse",[54,10757,10758],{},"Eier kleiner Schmetterlinge und Käfer",[54,10760,10761],{},"bei Beutemangel auch Pollen und süße Pflanzensäfte",[17,10763,10764],{},"Die Zahlen sind beeindruckend: Eine einzelne Larve frisst in ihren zwei bis drei Larvenwochen rund 400–600 Blattläuse. Der erwachsene Käfer kommt in seinem rund einjährigen Leben auf etwa 5.000 Blattläuse. Auf einer Rosenkultur mit kräftigem Blattlausbefall regulieren wenige Marienkäfer-Familien die Population innerhalb von zwei bis drei Wochen.",[17,10766,10767],{},"Genau das macht Insektizid-Einsatz so kontraproduktiv. Pyrethroide töten Marienkäfer-Larven sofort. Übrig bleiben die Blattläuse, die kurzfristig dezimiert sind, im Folgejahr aber ohne Räuber wieder hochkommen — und der Kreislauf wiederholt sich.",[41,10769],{},[12,10771,4593],{"id":10772},"überwinterung",[17,10774,10775],{},"Die erwachsenen Marienkäfer überwintern in Gruppen — oft Dutzende bis Hunderte Tiere an einer Stelle. Die Gruppenüberwinterung ist eine Strategie zur Energieoptimierung: Pheromone führen die Tiere zu bekannten Quartieren, die über Jahre genutzt werden.",[17,10777,10778],{},"Bevorzugte Überwinterungsplätze:",[51,10780,10781,10784,10787,10790,10793],{},[54,10782,10783],{},"Dichte Laubschichten unter Hecken und in Beetecken",[54,10785,10786],{},"Mauerritzen an Süd- oder Südwestseiten von Häusern",[54,10788,10789],{},"Spalten unter Steinen, Holzstapeln und Brettern",[54,10791,10792],{},"Polster aus trockenem Moos und Gras",[54,10794,10795],{},"gelegentlich Dachböden und Schuppen",[17,10797,10798],{},"Auf dem Balkon ist die Überwinterung ohne gezielte Strukturen schwierig. Eine Laubecke im großen Pflanzkübel — trockenes Eichen- oder Buchenlaub, geschützt vor Dauernässe — kann als Winterquartier dienen. Hauswandritzen an der Außenseite des Balkons werden ebenfalls genutzt, wenn sie nicht jährlich verputzt werden.",[17,10800,10801],{},"Wichtig: Marienkäfer wachen bei Wärme aus der Starre auf. Wer im Februar einen Käfer im Wohnzimmer findet, hat ein erwachtes Tier vor sich. Es sollte in einen ungeheizten Schuppen, Keller oder eine geschützte Außenecke umgesetzt werden — nicht draußen in den Frost, das wäre der Todesstoß.",[41,10803],{},[12,10805,410],{"id":409},[17,10807,10808,10809,90,10812,893],{},"Der Siebenpunkt-Marienkäfer gilt als ungefährdet — er ist häufig und weit verbreitet. Die Bestandsentwicklung wird jedoch von Fachleuten zunehmend mit Sorge beobachtet, und zwar aus einem konkreten Grund: dem ",[20,10810,10811],{},"Asiatischen Marienkäfer",[24,10813,10582],{},[17,10815,10816,10818],{},[24,10817,10582],{}," wurde in den 1980er und 1990er Jahren als biologisches Schädlingsbekämpfungsmittel in europäischen Gewächshäusern eingesetzt. Ab etwa 2000 entkam die Art ins Freiland und breitete sich rasend aus. In Deutschland ist sie inzwischen flächendeckend etabliert.",[17,10820,10821],{},"Die Probleme:",[423,10823,10824,10830,10836,10842],{},[54,10825,10826,10829],{},[20,10827,10828],{},"Konkurrenz um Beute"," — der Asiate ist größer, gefräßiger, fortpflanzungsstärker",[54,10831,10832,10835],{},[20,10833,10834],{},"Intraguild-Predation"," — Asiatische Marienkäfer-Larven fressen heimische Marienkäfer-Larven aktiv",[54,10837,10838,10841],{},[20,10839,10840],{},"Pilzparasit"," — der Asiat trägt einen Mikrosporidien-Parasit, der für ihn selbst harmlos ist, heimische Arten aber tötet",[54,10843,10844,10847],{},[20,10845,10846],{},"Massenüberwinterung in Gebäuden"," — er drängt in Wohnungen, Dachböden und stinkt bei Bedrohung, was zu Konflikten mit Menschen und damit oft zu pauschalem Bekämpfen aller Marienkäfer führt",[17,10849,10850],{},"Die NABU-Beobachtungsdaten zeigen für einige Regionen einen Rückgang heimischer Marienkäfer-Arten. Der Siebenpunkt ist davon weniger betroffen als kleinere heimische Arten, aber auch er ist nicht außen vor. Wer beobachtet, was im eigenen Balkon vorkommt, kann das dokumentieren — etwa über das NABU-Projekt „Insektensommer\" oder über naturgucker.de.",[41,10852],{},[12,10854,456],{"id":455},[17,10856,10857],{},"Marienkäfer brauchen drei Dinge auf dem Balkon: Beute, Schutz vor Gift, Überwinterungsmöglichkeit.",[1683,10859,10862,10865,10868],{"intro":10860,"title":10861},"Marienkäfer brauchen blattlaus-tragende Pflanzen, Überwinterungsstrukturen und kein Gift. Diese Produkte unterstützen ein funktionierendes System.","Empfehlungen für den Marienkäfer-Balkon",[1688,10863],{"asin":1695,"note":10864,"title":1697},"Heimische Wildblumen-Pflanzen wie Klee, Wicken und Korbblütler sind klassische Blattlaus-Wirtspflanzen und ziehen gleichzeitig die Blattlaus-Prädatoren wie den Siebenpunkt-Marienkäfer an. Eine vielfältige Bepflanzung erzeugt mehrere Blattlausarten — was wiederum mehr Marienkäfer-Arten anzieht.",[1688,10866],{"asin":5365,"note":10867,"title":5367},"Schilfrohre und Holzbohrungen in einer Nistwand bieten Tagsüber-Verstecke und Überwinterungsplätze für adulte Marienkäfer — ergänzend zur Laubecke und Mauerritzen. Wichtig: Wandposition windgeschützt und trocken.",[1688,10869],{"asin":5370,"note":10870,"title":5372},"Kapuzinerkresse ist eine der verlässlichsten Blattlauspflanzen auf dem Balkon und damit eine direkte Einladung für Marienkäfer-Eiablage. Wer den Befall stehen lässt, statt zu spritzen, sieht meist nach 10–14 Tagen Larven der nächsten Generation.",[17,10872,10873,10875],{},[20,10874,5377],{}," Wer im Mai die ersten Blattläuse auf Rosen, Kapuzinerkresse oder Schlehe findet und sie stehen lässt, hat im Juni Marienkäfer. Wer spritzt, bekommt keine Marienkäfer und im Juli die nächste Blattlauswelle ohne natürliche Räuber. Heimische Pflanzen mit hoher Blattlausvielfalt (Schwarzer Holunder, Hopfen, Wicken) wirken als Sammelpunkte.",[17,10877,10878,10881],{},[20,10879,10880],{},"2. Pestizidfrei gärtnern."," Keine Pyrethroide. Keine Neonicotinoide. Auch sogenannte „Bio-Insektizide\" wie Pyrethrum oder Neem schaden Marienkäfern. Wer Blattlausbefall reduzieren will: abwischen, Wasserstrahl, Schmierseifenlösung punktuell — niemals flächig spritzen.",[17,10883,10884,10887],{},[20,10885,10886],{},"3. Überwinterungsstrukturen bereitstellen."," Eine ungestörte Laubecke im großen Pflanzkübel, ein flacher Stein auf trockenem Moos, ein Stück unbehandelter Eichenrinde an einer Wandecke. Mauerritzen am Balkon nicht jedes Jahr verputzen. Wer ein Insektenhotel aufstellt, schafft Tagsverstecke — die Hauptüberwinterung findet aber an dichteren Strukturen statt.",[17,10889,10890,10893,10894,10897,10898,10901,10902,10905],{},[20,10891,10892],{},"4. Vielfältige Bepflanzung."," Verschiedene Pflanzen ziehen verschiedene Blattlaus-Arten an, was wiederum verschiedene Marienkäfer fördert. Wicken (",[24,10895,10896],{},"Vicia","), Klee (",[24,10899,10900],{},"Trifolium","), Holunder (",[24,10903,10904],{},"Sambucus nigra",") und Brennnessel sind klassische Blattlauspflanzen — sie sind kein Problem, sondern Bestandteil eines funktionierenden Systems.",[41,10907],{},[12,10909,497],{"id":496},[115,10911,10912,10922],{},[118,10913,10914],{},[121,10915,10916,10918,10920],{},[124,10917,1736],{},[124,10919,1739],{},[124,10921,1742],{},[131,10923,10924,10939,10955,10971,10987],{},[121,10925,10926,10933,10936],{},[136,10927,10928,90,10931,985],{},[20,10929,10930],{},"Siebenpunkt-Marienkäfer",[24,10932,10575],{},[136,10934,10935],{},"leuchtend rot, exakt 7 Punkte, schwarzer Halsschild mit zwei weißen Flecken",[136,10937,10938],{},"5,5–8 mm",[121,10940,10941,10949,10952],{},[136,10942,10943,90,10946,10948],{},[20,10944,10945],{},"Asiatischer Marienkäfer",[24,10947,10582],{},", invasiv)",[136,10950,10951],{},"gelb-orange bis dunkelrot, 0–19 Punkte, M-förmiges Zeichen auf hellem Halsschild",[136,10953,10954],{},"6–8 mm",[121,10956,10957,10965,10968],{},[136,10958,10959,90,10962,985],{},[20,10960,10961],{},"Zweipunkt",[24,10963,10964],{},"Adalia bipunctata",[136,10966,10967],{},"rot mit 2 schwarzen Punkten, oder schwarz mit 4 roten",[136,10969,10970],{},"3,5–5,5 mm",[121,10972,10973,10981,10984],{},[136,10974,10975,90,10978,985],{},[20,10976,10977],{},"Vierzehnpunkt",[24,10979,10980],{},"Propylea quatuordecimpunctata",[136,10982,10983],{},"gelb mit schwarzen Punkten, oft schachbrettartig verschmolzen",[136,10985,10986],{},"3,5–4,5 mm",[121,10988,10989,10997,11000],{},[136,10990,10991,90,10994,985],{},[20,10992,10993],{},"Zweiundzwanzigpunkt",[24,10995,10996],{},"Psyllobora vigintiduopunctata",[136,10998,10999],{},"gelb mit 22 schwarzen Punkten, frisst Mehltau statt Blattläusen",[136,11001,11002],{},"3–4,5 mm",[17,11004,11005,11006,11009],{},"Die wichtigste Unterscheidung in der Praxis: Siebenpunkt versus Asiate. Der heimische Siebenpunkt hat ",[20,11007,11008],{},"immer"," sieben Punkte und einen schwarzen Halsschild mit zwei weißen Punktflecken. Der Asiate variiert wild — von blassgelb mit zwei Punkten bis tiefschwarz mit vier roten Punkten — und zeigt fast immer ein helles M oder W-Muster auf dem Halsschild. Wer sich unsicher ist: ein Foto und ein Vergleich auf der NABU-Bestimmungshilfe genügen.",[41,11011],{},[12,11013,547],{"id":546},[549,11015,11017],{"id":11016},"warum-trägt-der-marienkäfer-den-namen-marien-käfer","Warum trägt der Marienkäfer den Namen „Marien\"-Käfer?",[17,11019,11020],{},"Im Mittelalter wurde der rote Käfer mit den Punkten der Jungfrau Maria zugeordnet — er galt als Geschenk gegen Schädlingsbefall im Garten. Die sieben Punkte des Siebenpunkts wurden mit den sieben Schmerzen Marias verknüpft. Der Name hat sich quer durch europäische Sprachen erhalten (englisch „ladybird\", französisch „bête à bon Dieu\").",[549,11022,11024],{"id":11023},"stimmt-es-dass-die-punktzahl-das-alter-des-käfers-angibt","Stimmt es, dass die Punktzahl das Alter des Käfers angibt?",[17,11026,11027],{},"Nein, das ist ein verbreiteter Irrtum. Die Punktzahl ist artspezifisch und bei Erwachsenenwerden fixiert. Ein Siebenpunkt hat sein Leben lang sieben Punkte, ein Zweipunkt zwei.",[549,11029,11031],{"id":11030},"was-bedeutet-das-gelbe-sekret-das-marienkäfer-abgeben","Was bedeutet das gelbe Sekret, das Marienkäfer abgeben?",[17,11033,11034],{},"Bei Bedrohung sondern Marienkäfer aus Gelenkstellen eine gelbliche Flüssigkeit ab — Reflexbluten genannt. Das Sekret enthält Alkaloide, schmeckt bitter und schreckt Fressfeinde wie Vögel oder Spinnen ab. Es ist für Menschen harmlos, kann aber bei empfindlicher Haut leichte Hautrötungen verursachen.",[549,11036,11038],{"id":11037},"soll-ich-marienkäfer-larven-kaufen-wenn-ich-blattlausbefall-habe","Soll ich Marienkäfer-Larven kaufen, wenn ich Blattlausbefall habe?",[17,11040,11041,11042,11044],{},"Im Pflanzenhandel gibt es Marienkäfer-Larven als biologisches Pflanzenschutzmittel — meist ",[24,11043,10964],{}," (Zweipunkt). Für den Balkon ist das selten nötig. Wer keine Pestizide einsetzt und blühende Pflanzen hat, bekommt im Jahresverlauf heimische Marienkäfer von selbst. Eine punktuelle Auswilderung gekaufter Larven hat nur kurzfristigen Effekt und schadet manchmal den lokalen Populationen.",{"title":587,"searchDepth":588,"depth":588,"links":11046},[11047,11048,11049,11050,11051,11052,11053,11054,11055],{"id":10566,"depth":588,"text":10567},{"id":45,"depth":588,"text":46},{"id":1477,"depth":588,"text":1478},{"id":10735,"depth":588,"text":10736},{"id":10772,"depth":588,"text":4593},{"id":409,"depth":588,"text":410},{"id":455,"depth":588,"text":456},{"id":496,"depth":588,"text":497},{"id":546,"depth":588,"text":547,"children":11056},[11057,11058,11059,11060],{"id":11016,"depth":602,"text":11017},{"id":11023,"depth":602,"text":11024},{"id":11030,"depth":602,"text":11031},{"id":11037,"depth":602,"text":11038},"Coccinella septempunctata, 5,5–8 mm. Larve und Imago fressen bis zu 600 Blattläuse — Bestand zunehmend vom invasiven Asiatischen Marienkäfer verdrängt.","Heimischer Käfer mit sieben schwarzen Punkten auf rotem Halbkugel-Rücken. Larve und Imago fressen bis zu 600 Blattläuse — Bestand wird durch den invasiven Asiatischen Marienkäfer verdrängt.",[11064,11067,11070,11073,11076,11079],{"q":11065,"a":11066},"Warum hat ein Marienkäfer immer sieben Punkte?","Nur Coccinella septempunctata hat zuverlässig sieben Punkte — drei links, drei rechts, einer auf der Halsschildgrenze. Andere heimische Arten haben zwei, fünf, zehn, vierzehn oder zweiundzwanzig Punkte. Wer einen Marienkäfer mit variabler oder unklarer Punktzahl sieht, hat oft den invasiven Asiatischen Marienkäfer vor sich.",{"q":11068,"a":11069},"Wie unterscheide ich heimischen und Asiatischen Marienkäfer?","Der heimische Siebenpunkt ist 5,5–8 mm groß, kräftig rot, exakt sieben Punkte. Der invasive Asiatische Marienkäfer (Harmonia axyridis) ist 6–8 mm, variabel gefärbt (gelb-orange bis dunkelrot, sogar schwarz mit roten Punkten), hat 0–19 Punkte und meist ein helles M-förmiges Zeichen auf dem Halsschild.",{"q":11071,"a":11072},"Wie viele Blattläuse frisst ein Marienkäfer?","Eine Marienkäfer-Larve frisst in zwei Wochen bis zu 600 Blattläuse. Der erwachsene Käfer kommt im Laufe seines Lebens auf rund 5.000 Blattläuse. Damit gehört der Siebenpunkt zu den wichtigsten natürlichen Blattlausregulatoren auf Balkonpflanzen.",{"q":11074,"a":11075},"Wo überwintern Marienkäfer?","Heimische Siebenpunkt-Marienkäfer überwintern in lockeren Laubschichten, unter Steinen, in Mauerritzen oder dichten Polstern. Sie bilden Gruppen, oft mehrere Dutzend Tiere zusammen. Wer eine ungestörte Laubecke im großen Pflanzkübel lässt, bietet ein Winterquartier.",{"q":11077,"a":11078},"Sind Marienkäfer-Larven gefährlich für Pflanzen?","Nein, im Gegenteil. Marienkäfer-Larven sind reine Räuber an Blattläusen, Schildläusen und Spinnmilben. Sie schaden keiner Pflanze. Wegen ihrer fremden Form (länglich, dunkel mit orangen Punkten) werden sie auf Balkonen oft fälschlicherweise als Schädling entfernt.",{"q":11080,"a":11081},"Was schadet Marienkäfern auf dem Balkon?","Pyrethroide und andere Insektizide töten Imagines und Larven gleichermaßen. Auch chemisch behandeltes Substrat im Pflanzkübel und Blattläuse, die mit Spritzmitteln vernichtet wurden, entziehen die Nahrungsgrundlage. Verzicht auf jegliche Insektizide ist die wichtigste Maßnahme.","Käfer",[11084,11085,11086,11087],"Laubecke im Topf für Überwinterung","Ungestörte Hauswand-Ritzen","Vielfältige Pflanzung für Blattlaus-Vielfalt","Keine Pyrethroide, kein Pflanzenschutz","\u002Fimages\u002Fcontent\u002Fmarienkaefer.jpeg","Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata) mit glänzend roten Deckflügeln und sieben schwarzen Punkten am Blattrand einer Petersilie im Tontopf, im Hintergrund eine Schwebfliege.",{},"Eier an Blattunterseiten; Überwinterung in Laub, Mauerritzen, unter Steinen","\u002Ftierfuehrer\u002Fmarienkaefer","Ungefährdet (heimischer Bestand mit Sorge wegen invasivem Asiatischen Marienkäfer)",{"title":10560,"description":11062},[11096,11099,11102],{"title":11097,"url":11098,"kind":649,"publisher":665,"year":651},"Schwarzroter Glücksbringer — Der Siebenpunkt-Marienkäfer im Porträt","https:\u002F\u002Fwww.nabu.de\u002Ftiere-und-pflanzen\u002Finsekten-und-spinnen\u002Fkaefer\u002F04463.html",{"title":11100,"url":11101,"kind":649,"publisher":665,"year":651},"Glücksbringer und Blattlausjäger — Marienkäfer als Nützlinge","https:\u002F\u002Fwww.nabu.de\u002Ftiere-und-pflanzen\u002Finsekten-und-spinnen\u002Fkaefer\u002F02908.html",{"title":11103,"url":11104,"kind":655,"publisher":656,"year":651},"Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata) — Wikipedia","https:\u002F\u002Fde.wikipedia.org\u002Fwiki\u002FSiebenpunkt-Marienkäfer","tierfuehrer\u002Fmarienkaefer","7jmrGy1l7gqEM8OgVsq0AkryANaL3q4cLOCCA_n2l8Y",{"id":11108,"title":11109,"aktiv":11110,"body":11111,"desc":11596,"description":11597,"extension":608,"faq":11598,"groesse":11617,"group":629,"helps":11618,"image":11624,"imageAlt":11625,"latin":2504,"meta":11626,"name":3948,"navigation":640,"nistplatz":11627,"path":11628,"schutz":3223,"seo":11629,"sources":11630,"stem":11639,"__hash__":11640},"tierfuehrer\u002Ftierfuehrer\u002Fsteinhummel.md","Steinhummel (Bombus lapidarius) — Tierführer","März – Oktober",{"type":9,"value":11112,"toc":11578},[11113,11117,11125,11129,11132,11134,11136,11139,11175,11181,11183,11187,11194,11265,11272,11274,11278,11284,11301,11304,11307,11309,11313,11316,11319,11346,11348,11391,11393,11423,11426,11428,11430,11436,11439,11453,11456,11458,11460,11463,11494,11496,11498,11501,11527,11530,11532,11534,11537,11539,11541,11545,11550,11554,11557,11561,11564,11568,11571,11575],[12,11114,11116],{"id":11115},"die-schwarze-hummel-mit-dem-roten-hinterleib","Die schwarze Hummel mit dem roten Hinterleib",[17,11118,11119],{},[20,11120,11121,11122,11124],{},"Die Steinhummel (",[24,11123,2504],{},") ist nach der Erdhummel die häufigste Hummel Deutschlands. Dieser Tierführer-Eintrag erklärt, woran du sie erkennst, wie ihr Volk übers Jahr tickt und welche Topfpflanzen sie zuverlässig auf den Balkon ziehen. Königinnen fliegen ab März, Kolonien werden bis 300 Tiere groß, und das Volk erreicht seinen Höhepunkt erst spät im Sommer — was die Pflanzplanung deutlich beeinflusst.",[17,11126,30,11127,36],{},[32,11128,35],{"href":34},[17,11130,11131],{},"Wer auf dem Balkon eine schwarze Hummel mit orangerotem Ende sieht, sieht meistens die Steinhummel. Sie ist robust, anpassungsfähig und nistet bevorzugt oberirdisch — was sie zur einzigen Hummel macht, die in einer Mauerritze hinter dem Pflanzkübel überhaupt eine Chance hat.",[41,11133],{},[12,11135,46],{"id":45},[17,11137,11138],{},"Die Steinhummel ist kontrastreich gefärbt und deshalb gut zu bestimmen:",[51,11140,11141,11146,11152,11158,11164,11170],{},[54,11142,11143,11145],{},[20,11144,58],{}," tiefschwarz behaart, samtartig matt",[54,11147,11148,11151],{},[20,11149,11150],{},"Hinterleibsende:"," leuchtend orangerot bis ziegelrot — bei der Königin besonders ausgeprägt",[54,11153,11154,11157],{},[20,11155,11156],{},"Königin:"," 20–22 mm, deutlich größer als alle anderen Tiere im Volk",[54,11159,11160,11163],{},[20,11161,11162],{},"Arbeiterinnen:"," 12–16 mm, gleiche Färbung, nur kleiner",[54,11165,11166,11169],{},[20,11167,11168],{},"Drohnen (Männchen):"," 14–16 mm, mit zusätzlicher gelber Gesichtsbehaarung und gelbem Halsband — auffällig anders als Weibchen",[54,11171,11172,11174],{},[20,11173,82],{}," kraftvoll, hörbar tief brummend, langsamer und gerader als bei Honigbienen",[17,11176,11177,11178,11180],{},"Verwechslungen passieren am ehesten mit der Erdhummel (weiße Schwanzspitze, gelbe Bänder) und der Wiesenhummel (kleiner, mit gelbem Brustband und rotem Ende). Zur Bestimmung aller deutschen Hummelarten gilt ",[96,11179],{"asin":98,"label":99}," als Standardwerk.",[41,11182],{},[12,11184,11186],{"id":11185},"lebenszyklus-vom-krokus-bis-zur-herbstkönigin","Lebenszyklus — vom Krokus bis zur Herbstkönigin",[17,11188,11189,11190,11193],{},"Die Steinhummel folgt dem klassischen Hummeljahr, aber mit einer Verspätung im Volksaufbau. Während Erdhummel-Völker oft schon im Juli den Höhepunkt erreichen, sind Steinhummel-Kolonien typische ",[20,11191,11192],{},"Spätentwickler"," — Jungköniginnen werden erst August und September geboren.",[115,11195,11196,11204],{},[118,11197,11198],{},[121,11199,11200,11202],{},[124,11201,126],{},[124,11203,129],{},[131,11205,11206,11213,11220,11226,11232,11239,11245,11251,11258],{},[121,11207,11208,11210],{},[136,11209,1506],{},[136,11211,11212],{},"Königin verlässt Winterquartier, sucht erste Nektarquellen (Krokus, Schneeglöckchen, Weide)",[121,11214,11215,11217],{},[136,11216,3272],{},[136,11218,11219],{},"Suche nach Nistplatz (Mauerspalt, Steinhaufen, altes Mäusenest)",[121,11221,11222,11224],{},[136,11223,146],{},[136,11225,4018],{},[121,11227,11228,11230],{},[136,11229,4023],{},[136,11231,4026],{},[121,11233,11234,11236],{},[136,11235,816],{},[136,11237,11238],{},"Volk auf maximaler Größe (150–300 Tiere)",[121,11240,11241,11243],{},[136,11242,170],{},[136,11244,173],{},[121,11246,11247,11249],{},[136,11248,178],{},[136,11250,181],{},[121,11252,11253,11255],{},[136,11254,186],{},[136,11256,11257],{},"Altes Volk stirbt vollständig — nur Jungköniginnen überleben",[121,11259,11260,11262],{},[136,11261,868],{},[136,11263,11264],{},"Jungköniginnen in Winterstarre, oberflächennah unter Steinen, Holz oder Laub",[17,11266,11267,11268,11271],{},"Praktische Folge für den Balkon: Wer Steinhummeln fördern will, muss vor allem ",[20,11269,11270],{},"August und September"," abdecken — die Phase, in der Jungköniginnen Fettreserven aufbauen. Ein Balkon, der nur im Mai und Juni blüht, hilft Erdhummeln gut, Steinhummeln aber kaum.",[41,11273],{},[12,11275,11277],{"id":11276},"nistplatz-oberirdisch-nicht-im-erdloch","Nistplatz — oberirdisch, nicht im Erdloch",[17,11279,11280,11281,7270],{},"Die Steinhummel ist die oberirdisch nistende Hummel schlechthin. Im Unterschied zur Erdhummel, die tief im Boden gräbt, sucht die Steinhummelkönigin Hohlräume ",[20,11282,11283],{},"an oder knapp unter der Oberfläche",[51,11285,11286,11289,11292,11295,11298],{},[54,11287,11288],{},"Unter Natursteinen und Steinplatten",[54,11290,11291],{},"In Mauerritzen, hinter losen Verblendungen, in Trockenmauern",[54,11293,11294],{},"Alte Mäusebauten oberflächennah unter Wurzeltellern",[54,11296,11297],{},"Hohlräume hinter Holzverkleidungen, unter Holzstapeln",[54,11299,11300],{},"Vereinzelt Hummelkästen, wenn diese eingestreute Mooswolle und einen oberflächennahen Eingang bieten",[17,11302,11303],{},"Auf dem Balkon heißt das: Eine Mauerritze hinter einem schweren Pflanzkübel, eine Schicht lose aufgesetzte Klinkersteine in einer ungenutzten Ecke, eine alte Holzkiste mit Moosfüllung — alles potenziell brauchbar. Nestbau auf Balkonen in der 1.–3. Etage ist dokumentiert; höher hinauf wird es deutlich seltener.",[17,11305,11306],{},"Wer einen Hummelkasten ausprobieren möchte: halbschattig stellen, Einflugloch Richtung Süd-Ost, vor Regen geschützt. Belegungsquoten liegen erfahrungsgemäß bei 10–20 % — eine erfolgreiche Belegung ist keine Garantie, aber durchaus möglich.",[41,11308],{},[12,11310,11312],{"id":11311},"trachtpflanzen-was-die-steinhummel-zuverlässig-anzieht","Trachtpflanzen — was die Steinhummel zuverlässig anzieht",[17,11314,11315],{},"Die Steinhummel hat einen mittellangen Rüssel (rund 8–10 mm) und ist Generalistin — kein strenger Spezialist auf eine Blütenform. Trotzdem gibt es klare Vorlieben:",[17,11317,11318],{},"Frühjahr (März–Mai):",[51,11320,11321,11330,11339],{},[54,11322,11323,6014,11326,11329],{},[20,11324,11325],{},"Krokus",[20,11327,11328],{},"Schneeglöckchen"," — die ersten Quellen für die Königin",[54,11331,11332,90,11335,11338],{},[20,11333,11334],{},"Weidenkätzchen",[24,11336,11337],{},"Salix"," spp.) — Pollen für die erste Brut",[54,11340,11341,90,11343,11345],{},[20,11342,263],{},[24,11344,2286],{}," spp.) — heimisch, lange Blüte",[17,11347,292],{},[51,11349,11350,11357,11365,11376,11385],{},[54,11351,11352,90,11354,11356],{},[20,11353,4311],{},[24,11355,2352],{},") — zuverlässig stark frequentiert, hitzeresistent",[54,11358,11359,90,11361,11364],{},[20,11360,6013],{},[24,11362,11363],{},"Echium vulgare",") — eine der ergiebigsten heimischen Nektarquellen",[54,11366,11367,90,11370,267,11372,11375],{},[20,11368,11369],{},"Klee",[24,11371,9236],{},[24,11373,11374],{},"T. pratense",") — wenn in der Wiesenmischung im Kübel",[54,11377,11378,90,11380,267,11382,11384],{},[20,11379,299],{},[24,11381,302],{},[24,11383,305],{},") — verlängerter Sommerflor",[54,11386,11387,90,11389,371],{},[20,11388,367],{},[24,11390,370],{},[17,11392,360],{},[51,11394,11395,11403,11409,11416],{},[54,11396,11397,90,11399,267,11401,383],{},[20,11398,376],{},[24,11400,379],{},[24,11402,382],{},[54,11404,11405,11408],{},[20,11406,11407],{},"Phacelia"," — als Spätsaat noch im Juli ausbringen",[54,11410,11411,90,11413,11415],{},[20,11412,388],{},[24,11414,391],{},") — Oktober-Nektar für Jungköniginnen",[54,11417,11418,90,11420,11422],{},[20,11419,397],{},[24,11421,400],{},") — letzte Nektarquelle vor dem Winterquartier",[17,11424,11425],{},"Die Kombination Lavendel + Natternkopf + Phacelia + Klee deckt auf einem mittelgroßen Balkon den Hauptbedarf vom Mai bis Oktober ab — ergänzt um Krokus im März und Astern im Oktober.",[41,11427],{},[12,11429,410],{"id":409},[17,11431,11432,11433,11435],{},"Die Steinhummel gilt deutschlandweit als ",[20,11434,416],{}," und ist nach der Erdhummel die zweithäufigste Hummelart. Sie ist anpassungsfähig, kommt mit Stadtklima zurecht und nutzt auch Balkonquartiere — solange sie pestizidfreie Nahrung findet.",[17,11437,11438],{},"Empfindlich reagiert sie auf zwei Faktoren:",[423,11440,11441,11447],{},[54,11442,11443,11446],{},[20,11444,11445],{},"Pestizide."," Neonikotinoide und Pyrethroide aus benachbarten Balkonen wirken auch noch nach Tagen über Pollen weiter. Wer Steinhummeln fördert, verzichtet konsequent.",[54,11448,11449,11452],{},[20,11450,11451],{},"Trockenheit."," Heiße, dauertrockene Balkone ohne Wasserstelle werden seltener angeflogen. Eine flache Schale mit Steinen als Landefläche, regelmäßig nachgefüllt, hilft messbar.",[17,11454,11455],{},"Auf Klimawandel reagiert die Steinhummel gemischt — sie profitiert von milden Wintern, leidet aber unter heißen Hitzephasen über 35 °C, in denen die Sammelaktivität deutlich einbricht.",[41,11457],{},[12,11459,456],{"id":455},[17,11461,11462],{},"Ein einzelner Balkon kann keine Steinhummel-Population tragen — das schafft erst ein Netzwerk aus Balkonen, Vorgärten und brachen Flächen im Viertel. Was er aber zuverlässig leisten kann:",[51,11464,11465,11471,11477,11483,11489],{},[54,11466,11467,11470],{},[20,11468,11469],{},"Tankstelle."," Steinhummeln fliegen 1–2 km Radius. Ein Balkon mit Lavendel, Natternkopf und Klee ist ein verlässlicher Sammelpunkt im Quartier.",[54,11472,11473,11476],{},[20,11474,11475],{},"Brücke zwischen Hauptblühten."," Phacelia und Acker-Witwenblume schließen die Lücke zwischen Lavendel-Hochsommer und Astern-Herbst.",[54,11478,11479,11482],{},[20,11480,11481],{},"Spätflor für Jungköniginnen."," August und September sind die kritischsten Wochen. Wer hier blüht, beeinflusst direkt, wie viele Königinnen im Frühjahr ein neues Volk gründen können.",[54,11484,11485,11488],{},[20,11486,11487],{},"Niststruktur."," Eine ungenutzte Ecke mit losen Steinen oder ein Hummelkasten erhöht die Chance auf eine Direktansiedlung — selten, aber dokumentiert.",[54,11490,11491,11493],{},[20,11492,484],{}," Allein der konsequente Verzicht auf chemische Schädlingsbekämpfung auf dem Balkon macht ihn zur Refugium-Fläche.",[41,11495],{},[12,11497,497],{"id":496},[17,11499,11500],{},"Drei Hummeln können auf den ersten Blick ähnlich wirken:",[51,11502,11503,11511,11519],{},[54,11504,11505,11510],{},[20,11506,2501,11507,511],{},[24,11508,11509],{},"B. lapidarius"," ganz schwarz, leuchtend orangerotes Hinterleibsende. Königin sehr dunkel.",[54,11512,11513,11518],{},[20,11514,2476,11515,511],{},[24,11516,11517],{},"B. terrestris"," schwarz mit gelben Bändern auf Thorax und Hinterleib, weiße Schwanzspitze. Insgesamt heller wirkend.",[54,11520,11521,11526],{},[20,11522,2485,11523,511],{},[24,11524,11525],{},"B. pratorum"," kleiner (10–17 mm), mit gelbem Brustband und rotem Hinterleibsende. Schlanker, schneller im Flug.",[17,11528,11529],{},"Wer einen orangeroten Schwanz sieht: Steinhummel oder Wiesenhummel. Wer einen weißen Schwanz sieht: Erdhummel oder eine ihrer Verwandten (Helle Erdhummel, Dunkle Erdhummel — kaum unterscheidbar im Feld).",[41,11531],{},[12,11533,538],{"id":537},[17,11535,11536],{},"Die Steinhummel ist schwarz mit orangerotem Hinterleib, zweithäufigste Hummel in Deutschland, und nistet oberflächennah unter Steinen oder in Mauerritzen. Das Volk entwickelt sich spät — Jungköniginnen brauchen August und September Nektar. Wer Lavendel, Natternkopf, Klee, Phacelia und Herbst-Astern pflanzt und pestizidfrei arbeitet, deckt den Bedarf zuverlässig ab. Direktansiedlung am Balkon ist selten, aber in unteren Etagen mit Stein- oder Mauerstruktur möglich.",[41,11538],{},[12,11540,547],{"id":546},[549,11542,11544],{"id":11543},"wie-erkenne-ich-die-steinhummel-sicher","Wie erkenne ich die Steinhummel sicher?",[17,11546,11547,11549],{},[24,11548,2504],{}," ist tiefschwarz behaart und hat ein leuchtend orangerotes Hinterleibsende. Königinnen sind 20–22 mm groß, Arbeiterinnen 12–16 mm. Drohnen tragen zusätzlich eine gelbe Gesichts- und Halsbehaarung. Die häufigste Verwechslung ist die Wiesenhummel — die ist kleiner und hat ein gelbes Brustband.",[549,11551,11553],{"id":11552},"wann-erscheint-die-steinhummelkönigin-zum-ersten-mal","Wann erscheint die Steinhummelkönigin zum ersten Mal?",[17,11555,11556],{},"Königinnen fliegen ab Mitte März, sobald Tagesmaxima 10 °C überschreiten und Krokus oder Schneeglöckchen blühen. Sie sind in den ersten Wochen die einzigen sichtbaren Steinhummeln — Arbeiterinnen folgen erst ab Mai.",[549,11558,11560],{"id":11559},"brüht-die-steinhummel-auf-dem-balkon","Brüht die Steinhummel auf dem Balkon?",[17,11562,11563],{},"Direkte Balkonnester sind selten, kommen aber in unteren Etagen (1.–3. Stock) und auf Dachterrassen vor. Sie nistet oberflächennah — unter losen Steinen, in Mauerritzen, hinter Holzverkleidungen oder in Blumenkästen mit dichtem Moospolster. Häufiger ist sie als Sammlerin aus dem Umfeld zu Gast.",[549,11565,11567],{"id":11566},"warum-ist-der-spätsommer-für-steinhummeln-so-wichtig","Warum ist der Spätsommer für Steinhummeln so wichtig?",[17,11569,11570],{},"Steinhummel-Kolonien produzieren Jungköniginnen erst im August und September — deutlich später als die meisten anderen Hummelarten. Diese Jungköniginnen müssen sich vor der Überwinterung Fettreserven anfressen. Ohne Nektarpflanzen im August\u002FSeptember verhungern viele, bevor sie das Winterquartier erreichen.",[549,11572,11574],{"id":11573},"welche-pflanzen-ziehen-die-steinhummel-am-verlässlichsten-an","Welche Pflanzen ziehen die Steinhummel am verlässlichsten an?",[17,11576,11577],{},"Lavendel und Natternkopf sind die beiden Spitzenreiter im Sommer — beide robust, sonnenliebend und lang blühend. Im Spätsommer ergänzen Acker-Witwenblume, Distel und Herbst-Astern; im Frühjahr decken Krokus und Weidenkätzchen den Bedarf der Königin.",{"title":587,"searchDepth":588,"depth":588,"links":11579},[11580,11581,11582,11583,11584,11585,11586,11587,11588,11589],{"id":11115,"depth":588,"text":11116},{"id":45,"depth":588,"text":46},{"id":11185,"depth":588,"text":11186},{"id":11276,"depth":588,"text":11277},{"id":11311,"depth":588,"text":11312},{"id":409,"depth":588,"text":410},{"id":455,"depth":588,"text":456},{"id":496,"depth":588,"text":497},{"id":537,"depth":588,"text":538},{"id":546,"depth":588,"text":547,"children":11590},[11591,11592,11593,11594,11595],{"id":11543,"depth":602,"text":11544},{"id":11552,"depth":602,"text":11553},{"id":11559,"depth":602,"text":11560},{"id":11566,"depth":602,"text":11567},{"id":11573,"depth":602,"text":11574},"Zweithäufigste Hummel Deutschlands. Schwarzer Körper, orangerotes Hinterleibsende. Königin fliegt ab März, nistet unter Steinen und in Mauerritzen.","Zweithäufigste Hummel Deutschlands. Schwarzer Körper, leuchtend orangerotes Hinterleibsende. Königin fliegt ab März bei Krokus, nistet unter Steinen und in Mauerritzen.",[11599,11602,11605,11608,11611,11614],{"q":11600,"a":11601},"Wie unterscheide ich die Steinhummel von der Erdhummel?","Die Steinhummel hat eine leuchtend orangerote Schwanzspitze, die Erdhummel eine weiße. Die Erdhummel zeigt zusätzlich gelbe Querbänder auf Thorax und Hinterleib — die Königin der Steinhummel ist nahezu komplett schwarz, nur das Hinterleibsende leuchtet.",{"q":11603,"a":11604},"Wann fliegt die Steinhummel auf dem Balkon?","Königinnen ab Mitte März, sobald Krokus oder Schneeglöckchen blühen. Arbeiterinnen ab Mai. Jungköniginnen und Männchen erscheinen August–September und brauchen dann Natternkopf, Klee und späten Lavendel.",{"q":11606,"a":11607},"Nistet die Steinhummel auf dem Balkon?","Direkte Balkonnester sind selten, kommen aber vor — vor allem hinter losen Dielen, in Blumenkästen mit dichtem Moospolster oder unter Steinplatten auf Dachterrassen. Häufiger ist sie Sammlerin und fliegt aus benachbarten Nestern an.",{"q":11609,"a":11610},"Sticht die Steinhummel?","Arbeiterinnen und Königin können stechen, tun es aber nur in direkter Notwehr am Nest. Männchen haben keinen Stachel. Im Sammelflug auf Lavendel oder Klee ist die Steinhummel friedfertig — auch wenn man unmittelbar daneben steht.",{"q":11612,"a":11613},"Was hilft der Steinhummel im Spätsommer?","Die Kolonie hat ihren Höhepunkt erst spät — Jungköniginnen brauchen August und September Nektar zum Fettaufbau. Acker-Witwenblume, Natternkopf, Salvia und nachblühender Lavendel sind dann entscheidend.",{"q":11615,"a":11616},"Ist die Steinhummel gefährdet?","Bundesweit gilt sie als ungefährdet, ist sogar zweithäufigste Hummelart. Sie reagiert allerdings empfindlich auf Pestizide und auf Trockensommer — heiße, ausgedörrte Balkone ohne Wasserstelle meidet sie.","12–22 mm (Königin am größten)",[11619,11620,11621,11622,11623],"Lavendel und Natternkopf im Topf","Klee in der Wiesenmischung dulden","Mauerritzen und Steinhaufen nicht verschließen","Phacelia als Lückenfüller zwischen Hauptblühten","Krokus und Schneeglöckchen für die Königin im März","\u002Fimages\u002Fcontent\u002Fsteinhummel.jpeg","Steinhummel (Bombus lapidarius) mit tiefschwarzem Körper und leuchtend orangerotem Hinterleibsende auf einem Natursteinmauer-Rand, daneben eine Lavendelähre und Terrakotta-Topfrand.",{},"Unter Steinen, in Mauerritzen, alten Mäusebauten, gelegentlich Hummelkästen","\u002Ftierfuehrer\u002Fsteinhummel",{"title":11109,"description":11597},[11631,11635,11638],{"title":11632,"url":11633,"kind":655,"publisher":11634,"year":651},"Steinhummel (Bombus lapidarius) — Insekt des Jahres 2005","https:\u002F\u002Fwww.wildbienen.info\u002Finsekt2005\u002Findex.php","Paul Westrich \u002F wildbienen.info",{"title":11636,"url":11637,"kind":655,"publisher":656,"year":651},"Steinhummel (Bombus lapidarius) — Wikipedia","https:\u002F\u002Fde.wikipedia.org\u002Fwiki\u002FSteinhummel",{"title":658,"url":659,"kind":660,"publisher":661,"year":651},"tierfuehrer\u002Fsteinhummel","h2ZIxOL7Y31WzSksgBj4RbjySkT4sQHyDMPwQOfASAA",{"id":11642,"title":11643,"aktiv":11644,"body":11645,"desc":12157,"description":587,"extension":608,"faq":12158,"groesse":12170,"group":1364,"helps":12171,"image":12175,"imageAlt":12176,"latin":3743,"meta":12177,"name":1183,"navigation":640,"nistplatz":12178,"path":12179,"schutz":6629,"seo":12180,"sources":12181,"stem":12191,"__hash__":12192},"tierfuehrer\u002Ftierfuehrer\u002Ftagpfauenauge.md","Tagpfauenauge (Aglais io) — Tierführer","März – Oktober (2 Generationen)",{"type":9,"value":11646,"toc":12138},[11647,11651,11659,11662,11664,11668,11671,11699,11704,11706,11710,11715,11827,11834,11836,11840,11848,11851,11854,11878,11880,11884,11889,11892,11895,11903,11914,11916,11920,11923,12017,12025,12027,12031,12034,12037,12040,12042,12046,12049,12052,12063,12066,12077,12080,12082,12084,12087,12089,12091,12095,12098,12102,12110,12114,12117,12121,12124,12128,12131,12135],[12,11648,11650],{"id":11649},"ein-falter-im-rückgang","Ein Falter im Rückgang",[17,11652,11653],{},[20,11654,11655,11656,11658],{},"Das Tagpfauenauge (",[24,11657,3743],{},") gehört zu den bekanntesten Tagfaltern Deutschlands — und zu denen, die leise verschwinden. Dieser Tierführer-Eintrag zeigt, warum es rückläufig ist und was ein einzelner Balkon für den Erhalt beitragen kann. Seit 2000 zeigen Bestandserhebungen einen Rückgang von 20–30 %. Es ist auf der deutschen Vorwarnliste. Der Hauptgrund: keine Brennnesseln mehr.",[17,11660,11661],{},"Wer das Tagpfauenauge auf einem Balkon sieht, sieht einen wandernden Falter, der Nektar sucht. Wer dafür sorgt, dass er wiederkommt und eine neue Generation erzeugt, braucht etwas anderes als Buddleja: eine Brennnessel-Ecke.",[41,11663],{},[12,11665,11667],{"id":11666},"wie-erkennst-du-es","Wie erkennst du es?",[17,11669,11670],{},"Das Tagpfauenauge ist unverwechselbar:",[51,11672,11673,11683,11688,11694],{},[54,11674,11675,11678,11679,11682],{},[20,11676,11677],{},"Oberseite:"," Rotbraun mit schwarzen und gelben Flecken — und vier großen ",[20,11680,11681],{},"blau-violetten Augenflecken",", je einen auf Vorder- und Hinterflügel",[54,11684,11685,11687],{},[20,11686,719],{}," Dunkelbraun bis fast schwarz, gut getarnt — wenn die Flügel geschlossen sind, wirkt der Falter wie ein totes Blatt",[54,11689,11690,11693],{},[20,11691,11692],{},"Flügelspanne:"," 50–60 mm — gehört zu den größten deutschen Tagfaltern",[54,11695,11696,11698],{},[20,11697,82],{}," kräftig, schnell, mit typischen Segelflug-Phasen in der Sonne",[17,11700,11701,11702,36],{},"Das Erscheinungsbild hat sich in Millionen Jahren nicht grundlegend verändert — die Augenflecken sind als Schreckreaktion gegen Fressfeinde evolviert. Wer einen ruhenden Falter stört, erlebt das: ruckartig öffnende Flügel, plötzlich vier große „Augen\". Zur Bestimmung weiterer Tagfalter: ",[96,11703],{"asin":737,"label":738},[41,11705],{},[12,11707,11709],{"id":11708},"zwei-generationen-pro-jahr","Zwei Generationen pro Jahr",[17,11711,11712,11714],{},[24,11713,3743],{}," hat im gemäßigten Klima Deutschlands zwei Generationen pro Jahr:",[115,11716,11717,11727],{},[118,11718,11719],{},[121,11720,11721,11723,11725],{},[124,11722,758],{},[124,11724,761],{},[124,11726,764],{},[131,11728,11729,11739,11750,11760,11770,11780,11789,11797,11806,11816],{},[121,11730,11731,11733,11736],{},[136,11732,4593],{},[136,11734,11735],{},"Oktober – März",[136,11737,11738],{},"Keller, Dachböden, hohle Bäume",[121,11740,11741,11744,11747],{},[136,11742,11743],{},"1. Aktivität",[136,11745,11746],{},"März – April",[136,11748,11749],{},"Frühblüher aufsuchen (Krokus, Weide)",[121,11751,11752,11754,11757],{},[136,11753,781],{},[136,11755,11756],{},"April – Mai",[136,11758,11759],{},"Brennnessel, Sonnenseite",[121,11761,11762,11764,11767],{},[136,11763,791],{},[136,11765,11766],{},"Mai – Juni",[136,11768,11769],{},"Brennnessel (gesellig, dann einzeln)",[121,11771,11772,11774,11777],{},[136,11773,802],{},[136,11775,11776],{},"Juni – Juli",[136,11778,11779],{},"Blattverbände, Zäune",[121,11781,11782,11784,11786],{},[136,11783,813],{},[136,11785,6725],{},[136,11787,11788],{},"Nektarsuche, Fettaufbau",[121,11790,11791,11793,11795],{},[136,11792,824],{},[136,11794,827],{},[136,11796,840],{},[121,11798,11799,11801,11804],{},[136,11800,835],{},[136,11802,11803],{},"August – September",[136,11805,840],{},[121,11807,11808,11810,11813],{},[136,11809,845],{},[136,11811,11812],{},"September – Oktober",[136,11814,11815],{},"Nektarsuche, Winterquartier-Suche",[121,11817,11818,11821,11824],{},[136,11819,11820],{},"Winterquartier beziehen",[136,11822,11823],{},"Ab Oktober",[136,11825,11826],{},"Keller, Dachböden",[17,11828,11829,11830,11833],{},"Die Überwinterung als ",[20,11831,11832],{},"adulter Falter"," ist ungewöhnlich — die meisten Schmetterlinge überwintern als Puppe oder Ei. Das Tagpfauenauge überlebt als vollentwickelter Falter, der im Frühjahr direkt wieder aktiv wird.",[41,11835],{},[12,11837,11839],{"id":11838},"das-brennnessel-problem","Das Brennnessel-Problem",[17,11841,11842,11847],{},[20,11843,11844,11845,893],{},"Tagpfauenauge-Raupen fressen ausschließlich Brennnesseln (",[24,11846,892],{}," Das ist keine Vorliebe, sondern eine evolutionäre Abhängigkeit. Andere Pflanzen werden nicht akzeptiert — die Raupen verhungern auf ihnen.",[17,11849,11850],{},"Wer also alle Brennnesseln im Umfeld jätet, eliminiert die Fortpflanzungsgrundlage. Das ist der Hauptgrund für den bundesweiten Rückgang: Brennnesseln gelten als Unkraut, werden früh gemäht, in Schacht gekürzt, aus Gärten und Wegrändern entfernt.",[17,11852,11853],{},"Was eine Brennnessel-Ecke braucht:",[51,11855,11856,11861,11866,11872],{},[54,11857,11858,11860],{},[20,11859,70],{}," mindestens 50 × 50 cm, besser 1 m² (für verlässliche Eiablage)",[54,11862,11863,11865],{},[20,11864,910],{}," sonnig bis halbschattig, warm — Weibchen bevorzugen sonnenexponierte Brennnesseln",[54,11867,11868,11871],{},[20,11869,11870],{},"Bodenhöhe:"," Raupen finden auch Kübel-Brennnesseln. Erdgeschoss und erste Etage werden häufiger genutzt als hohe Balkone",[54,11873,11874,11877],{},[20,11875,11876],{},"Wildwuchs dulden:"," nicht zu früh stutzen — Raupen fressen bis in den September",[41,11879],{},[12,11881,11883],{"id":11882},"das-buddleja-paradox","Das Buddleja-Paradox",[17,11885,1084,11886,11888],{},[24,11887,1087],{},") wird als „Schmetterlingsflieder\" vermarktet — und das stimmt: Tagpfauenaugen, Admirale und andere Großfalter nektarn gern an seinen Blütenrispen.",[17,11890,11891],{},"Das Problem: Buddleja ist als Brutpflanze wertlos. Die Raupen können darauf nicht fressen. Wer nur Buddleja pflanzt und keine Brennnessel, nährt die durchziehenden Adulten — aber schafft keine neue Generation.",[17,11893,11894],{},"Der vollständige Kreislauf braucht beides:",[423,11896,11897,11900],{},[54,11898,11899],{},"Brennnessel — für Eiablage und Raupenentwicklung",[54,11901,11902],{},"Nektarpflanzen — für adulte Falter beider Generationen",[17,11904,11905,11906,11910,11911,11913],{},"Buddleja ist zudem ein Neophyt mit mäßigem ökologischem Wert: Er produziert wenig Pollen und bietet kaum Nahrung für Larven anderer Insektenarten. ",[32,11907,11909],{"href":11908},"\u002Fglossar\u002Fheimische-pflanze\u002F","Heimische Pflanzen"," wie Distel, Schafgarbe und Flockenblume leisten dasselbe an Nektar, fungieren als ",[32,11912,4107],{"href":4106},"-Ressource für viele weitere Insekten und haben zusätzliche Ökosystemfunktionen.",[41,11915],{},[12,11917,11919],{"id":11918},"nektarpflanzen-für-adulte-falter","Nektarpflanzen für adulte Falter",[17,11921,11922],{},"Adulte Tagpfauenaugen sind auf Nektar angewiesen — besonders intensiv im Spätsommer, wenn sie Fettreserven für die Überwinterung aufbauen:",[115,11924,11925,11935],{},[118,11926,11927],{},[121,11928,11929,11931,11933],{},[124,11930,954],{},[124,11932,957],{},[124,11934,960],{},[131,11936,11937,11950,11962,11972,11982,11993,12006],{},[121,11938,11939,11945,11947],{},[136,11940,995,11941,267,11943,985],{},[24,11942,379],{},[24,11944,382],{},[136,11946,1002],{},[136,11948,11949],{},"Sehr hoch — bevorzugte Nahrungsquelle",[121,11951,11952,11958,11960],{},[136,11953,11954,11955,985],{},"Schafgarbe (",[24,11956,11957],{},"Achillea millefolium",[136,11959,1002],{},[136,11961,1005],{},[121,11963,11964,11968,11970],{},[136,11965,1024,11966,1028],{},[24,11967,1027],{},[136,11969,1002],{},[136,11971,1033],{},[121,11973,11974,11978,11980],{},[136,11975,1048,11976,985],{},[24,11977,1051],{},[136,11979,1016],{},[136,11981,1056],{},[121,11983,11984,11988,11990],{},[136,11985,982,11986,985],{},[24,11987,391],{},[136,11989,178],{},[136,11991,11992],{},"Wichtig für Wintervorbereitung",[121,11994,11995,12001,12003],{},[136,11996,11997,11998,985],{},"Sonnenhut (",[24,11999,12000],{},"Echinacea",[136,12002,1016],{},[136,12004,12005],{},"Mittel–hoch",[121,12007,12008,12012,12014],{},[136,12009,1061,12010,985],{},[24,12011,400],{},[136,12013,1066],{},[136,12015,12016],{},"Letzte Nektarquelle vor Winterquartier",[17,12018,12019,12020,12024],{},"Für ",[32,12021,12023],{"href":12022},"\u002Fbalkon\u002Fklein-4qm\u002F","kleine Balkone bis 4 qm"," ist Schafgarbe in einem 5-L-Kübel der platzsparendste Weg — und im Sommer gut besucht.",[41,12026],{},[12,12028,12030],{"id":12029},"überwinterung-was-im-keller-passiert","Überwinterung — was im Keller passiert",[17,12032,12033],{},"Das Tagpfauenauge verbringt den Winter als Imago — als vollständig entwickelter Falter — in einem Ruhezustand, der mit dem Winterschlaf von Säugetieren vergleichbar ist. Die Körperfunktionen fahren herunter, der Stoffwechsel verlangsamt sich.",[17,12035,12036],{},"Ideale Überwinterungsbedingungen: 0–5 °C, dunkel, trocken, zugluftfrei.",[17,12038,12039],{},"Was bei zu warmem Winterquartier passiert: Der Falter wacht auf, bewegt sich, verbrennt Energiereserven — und verhungert, bevor die erste Nektarblüte im März erscheint. Wer im Dezember einen Tagpfauenaugen-Falter im Zimmer findet (er hat sich dort versehentlich eingenistet), sollte ihn in einen kühlen Keller oder unbeheizten Raum umsetzen — nicht nach draußen, wenn Frost herrscht.",[41,12041],{},[12,12043,12045],{"id":12044},"was-dein-balkon-leisten-kann","Was dein Balkon leisten kann",[17,12047,12048],{},"Auf einem Balkon kann das Tagpfauenauge Nektarstation sein — und unter günstigen Umständen auch Brutplatz, wenn eine Brennnessel-Ecke da ist:",[17,12050,12051],{},"Für Nektarstation:",[51,12053,12054,12057,12060],{},[54,12055,12056],{},"Schafgarbe, Flockenblume, Herbst-Aster im Kübel",[54,12058,12059],{},"Windschutz wichtig — der Falter meidet windexponierte Balkone",[54,12061,12062],{},"Sonnige Aufstellfläche (südlich oder westlich)",[17,12064,12065],{},"Für Brutmöglichkeit:",[51,12067,12068,12071,12074],{},[54,12069,12070],{},"Brennnessel in 10-L-Kübel, sonnig, bodennahe",[54,12072,12073],{},"Nicht zu früh stutzen (September\u002FOktober erst kürzen)",[54,12075,12076],{},"Chemisch unbehandelt",[17,12078,12079],{},"Wer keinen Platz für Brennnessel hat, trägt trotzdem bei: Nektarreiche Balkone in dichter Bebauung schaffen ein Netzwerk von Nahrungsstationen. Tagpfauenaugen legen beachtliche Strecken zurück — einzelne Tiere wurden auf Wanderungen von 150 km dokumentiert.",[41,12081],{},[12,12083,538],{"id":537},[17,12085,12086],{},"Das Tagpfauenauge ist auf der Vorwarnliste, weil Brennnesseln immer seltener werden. Buddleja nährt die Adulten, schafft aber keine neue Generation — dafür braucht es Brennnessel. Der Balkon als Nektarstation (Schafgarbe, Flockenblume, Herbst-Aster) hilft durchziehenden Faltern. Wer im Keller im Winter einen Falter findet, lässt ihn dort — er überwintert als Imago und darf nicht gestört werden.",[41,12088],{},[12,12090,547],{"id":546},[549,12092,12094],{"id":12093},"warum-ist-das-tagpfauenauge-auf-der-vorwarnliste","Warum ist das Tagpfauenauge auf der Vorwarnliste?",[17,12096,12097],{},"Bestandserhebungen seit 2000 zeigen einen Rückgang von 20–30 % der Individuenzahlen. Hauptursache ist das Verschwinden von Brennnessel-Beständen durch Frühmaht an Wegrändern und intensive Gartenpflege. Adulte Falter finden noch Nektarpflanzen, aber ohne Brennnesseln in Reichweite entsteht keine neue Generation.",[549,12099,12101],{"id":12100},"warum-fressen-tagpfauenauge-raupen-nur-brennnesseln","Warum fressen Tagpfauenauge-Raupen nur Brennnesseln?",[17,12103,12104,12106,12107,12109],{},[24,12105,3743],{}," ist eine Nahrungsspezialistin. Die Raupen haben eine enge evolutionäre Bindung an ",[24,12108,892],{}," entwickelt und können auf anderen Pflanzen nicht überleben. Diese Spezialisierung erlaubt es ihnen, Brennnessel-Abwehrstoffe zu tolerieren, die andere Herbivoren fernhalten.",[549,12111,12113],{"id":12112},"was-ist-das-buddleja-paradox","Was ist das Buddleja-Paradox?",[17,12115,12116],{},"Buddleja ist eine gute Nektarquelle für Tagpfauenaugen, aber als Brutpflanze wertlos — die Raupen können darauf nicht fressen. Wer nur Buddleja pflanzt, nährt wandernde Falter, schafft aber keine neue Generation. Für Reproduktion braucht es Brennnessel in Eiablage-Reichweite. Beide Pflanzen zusammen bilden die wirkungsvolle Kombination.",[549,12118,12120],{"id":12119},"kann-das-tagpfauenauge-auf-dem-balkon-brüten","Kann das Tagpfauenauge auf dem Balkon brüten?",[17,12122,12123],{},"Theoretisch ja, wenn ein ausreichend großer Brennnessel-Kübel (mindestens 50 × 50 cm) vorhanden ist. In der Praxis bevorzugen Weibchen bodennähere Bestände. Der Balkon ist aber wichtige Nektarstation für Falter, die in der Umgebung brüten.",[549,12125,12127],{"id":12126},"wann-überwintert-das-tagpfauenauge-und-wo","Wann überwintert das Tagpfauenauge und wo?",[17,12129,12130],{},"Ab September sucht es kühle, dunkle, frostfreie Verstecke: Keller, Dachböden, hohle Bäume. Idealtemperatur: 0–5 °C. Bei zu warmem Quartier verbraucht der Falter zu viel Energie und verhungert vor dem Frühling. Ein im Zimmer aufgefundener Falter sollte in einen kühlen Kellerraum umgesetzt werden.",[549,12132,12134],{"id":12133},"was-bedeuten-die-augenflecken-des-tagpfauenauges","Was bedeuten die Augenflecken des Tagpfauenauges?",[17,12136,12137],{},"Die vier blauen Augenflecken sind eine Schreckreaktion. Wenn der Falter mit geschlossenen Flügeln sitzt, tarnt ihn die braune Unterseite gut. Bei Bedrohung öffnet er ruckartig die Flügel — die vier großen Augen erscheinen plötzlich und erschrecken Fressfeinde. Sie imitieren das Gesicht eines größeren Tieres.",{"title":587,"searchDepth":588,"depth":588,"links":12139},[12140,12141,12142,12143,12144,12145,12146,12147,12148,12149],{"id":11649,"depth":588,"text":11650},{"id":11666,"depth":588,"text":11667},{"id":11708,"depth":588,"text":11709},{"id":11838,"depth":588,"text":11839},{"id":11882,"depth":588,"text":11883},{"id":11918,"depth":588,"text":11919},{"id":12029,"depth":588,"text":12030},{"id":12044,"depth":588,"text":12045},{"id":537,"depth":588,"text":538},{"id":546,"depth":588,"text":547,"children":12150},[12151,12152,12153,12154,12155,12156],{"id":12093,"depth":602,"text":12094},{"id":12100,"depth":602,"text":12101},{"id":12112,"depth":602,"text":12113},{"id":12119,"depth":602,"text":12120},{"id":12126,"depth":602,"text":12127},{"id":12133,"depth":602,"text":12134},"Einst häufigster Großfalter Deutschlands, heute auf der Vorwarnliste. Raupen fressen nur Brennnesseln, Adulte brauchen nektarreiche Balkonpflanzen.",[12159,12160,12162,12165,12168],{"q":12094,"a":12097},{"q":12101,"a":12161},"Aglais io ist eine Nahrungsspezialistin. Die Raupen haben eine enge evolutionäre Bindung an Urtica dioica entwickelt und können auf anderen Pflanzen nicht überleben. Diese Spezialisierung erlaubt es ihnen, Brennnessel-Abwehrstoffe zu tolerieren, die andere Herbivoren fernhalten.",{"q":12163,"a":12164},"Was ist das Buddleja-Paradox beim Tagpfauenauge?","Buddleja ist eine gute Nektarquelle für Tagpfauenaugen, aber als Brutpflanze wertlos — die Raupen können darauf nicht fressen. Wer nur Buddleja pflanzt, nährt wandernde Falter, schafft aber keine neue Generation. Für Reproduktion braucht es Brennnessel in Eiablage-Reichweite.",{"q":12166,"a":12167},"Wo und wie überwintert das Tagpfauenauge?","Das Tagpfauenauge verbringt den Winter als adulter Falter in kühlen, dunklen, frostfreien Verstecken: Keller, Dachböden, hohle Bäume. Idealtemperatur: 0–5 °C. Bei zu warmem Quartier verbraucht der Falter zu viel Energie und verhungert vor dem Frühling.",{"q":12134,"a":12169},"Die vier blauen Augenflecken sind eine Schreckreaktion gegen Fressfeinde. Wenn der Falter mit geschlossenen Flügeln sitzt, tarnt ihn die braune Unterseite gut. Bei Bedrohung öffnet er ruckartig die Flügel — die vier großen Augen erscheinen plötzlich und erschrecken Fressfeinde, indem sie das Gesicht eines größeren Tieres imitieren.","50–60 mm Flügelspanne",[12172,12173,10530,376,12174],"Brennnessel dulden (Eiablage und Raupen)","Buddleja (Nektarquelle für Adulte)","Flockenblume","\u002Fimages\u002Fcontent\u002Ftagpfauenauge.jpeg","Tagpfauenauge (Aglais io) mit den vier markanten blauen Augenflecken auf rostroten Flügeln.",{},"Brennnesselfelder für Larven; Überwinterung in Kellern, Dachböden, Hohlräumen","\u002Ftierfuehrer\u002Ftagpfauenauge",{"title":11643,"description":587},[12182,12185,12188],{"title":12183,"url":12184,"kind":660,"publisher":7122,"year":7123},"Rote Liste der Tagfalter Deutschlands","https:\u002F\u002Fwww.rote-liste-zentrum.de\u002Fde\u002Frl-aktuell\u002Fschmetterlinge",{"title":12186,"url":12187,"kind":649,"publisher":665,"year":651},"Tagpfauenauge — NABU-Schmetterlingssteckbrief","https:\u002F\u002Fwww.nabu.de\u002Ftiere-und-pflanzen\u002Finsekten-und-spinnentiere\u002Fschmetterlinge\u002Ftagfalter\u002Findex.html",{"title":12189,"url":12190,"kind":649,"publisher":650,"year":651},"Brennnessel als Lebensraum für Schmetterlinge","https:\u002F\u002Fwww.bund.net\u002Fthemen\u002Fnaturschutz\u002Fgarten\u002Fschmetterlingsgarten\u002F","tierfuehrer\u002Ftagpfauenauge","DA238FjtCIH4C_Umo65CM8NWRY6sBZ6tVKd-EfyuFCc",{"id":12194,"title":12195,"aktiv":12196,"body":12197,"desc":12682,"description":587,"extension":608,"faq":12683,"groesse":12702,"group":629,"helps":12703,"image":12709,"imageAlt":12710,"latin":2488,"meta":12711,"name":12712,"navigation":640,"nistplatz":12713,"path":12714,"schutz":3223,"seo":12715,"sources":12716,"stem":12725,"__hash__":12726},"tierfuehrer\u002Ftierfuehrer\u002Fwiesenhummel.md","Wiesenhummel (Bombus pratorum) — Tierführer","März – Juli",{"type":9,"value":12198,"toc":12671},[12199,12203,12211,12215,12218,12220,12222,12308,12315,12318,12320,12322,12325,12394,12401,12403,12405,12412,12443,12446,12449,12451,12453,12456,12461,12487,12491,12519,12523,12545,12548,12550,12552,12559,12562,12565,12567,12569,12572,12589,12609,12612,12614,12616,12623,12633,12642,12649,12651,12653,12656,12659,12662,12665,12668],[12,12200,12202],{"id":12201},"die-hummel-die-schnell-kommt-und-schnell-wieder-geht","Die Hummel, die schnell kommt und schnell wieder geht",[17,12204,12205],{},[20,12206,12207,12208,12210],{},"Die Wiesenhummel (",[24,12209,2488],{},") ist eine der kleinsten und eine der frühesten Hummeln in deutschen Gärten. Wo andere Arten erst im Mai loslegen, sind ihre Königinnen schon im März am Krokus. Bis Juli ist das ganze Volk meist wieder verschwunden.",[17,12212,30,12213,36],{},[32,12214,35],{"href":34},[17,12216,12217],{},"Sie gehört zu den häufigsten heimischen Hummelarten und profitiert von Stadtbalkonen — vor allem, wenn Vogelnistkästen im Garten oder am Haus hängen, die im Frühjahr nicht von Meisen besetzt werden. Wer früh blühende Stauden im Kasten hat und einen Nistkasten als Nebeneffekt anbietet, sieht die Wiesenhummel oft schon im ersten Jahr.",[41,12219],{},[12,12221,46],{"id":45},[115,12223,12224,12232],{},[118,12225,12226],{},[121,12227,12228,12230],{},[124,12229,1739],{},[124,12231,2001],{},[131,12233,12234,12242,12249,12256,12263,12273,12280,12287,12294,12301],{},[121,12235,12236,12238],{},[136,12237,2008],{},[136,12239,12240],{},[24,12241,2488],{},[121,12243,12244,12246],{},[136,12245,2017],{},[136,12247,12248],{},"15–17 mm",[121,12250,12251,12253],{},[136,12252,2025],{},[136,12254,12255],{},"10–14 mm",[121,12257,12258,12260],{},[136,12259,2033],{},[136,12261,12262],{},"11–13 mm",[121,12264,12265,12267],{},[136,12266,2041],{},[136,12268,12269,12270],{},"Schwarz mit zwei gelben Querbändern, ",[20,12271,12272],{},"rotorange Schwanzspitze",[121,12274,12275,12277],{},[136,12276,2052],{},[136,12278,12279],{},"50–120 Tiere (klein)",[121,12281,12282,12284],{},[136,12283,2060],{},[136,12285,12286],{},"März bis Juli, ausnahmsweise August",[121,12288,12289,12291],{},[136,12290,2068],{},[136,12292,12293],{},"Oberirdisch, gerne Vogelnistkästen",[121,12295,12296,12298],{},[136,12297,2076],{},[136,12299,12300],{},"Häufig, ungefährdet",[121,12302,12303,12305],{},[136,12304,10153],{},[136,12306,12307],{},"Nicht gefährdet",[17,12309,12310,12311,12314],{},"Die Wiesenhummel ist klein, kompakt und auffällig ",[20,12312,12313],{},"kurz behaart"," — fast pelzig im Frontbereich, aber mit weniger Volumen als die Erdhummel. Die rotorange Schwanzspitze ist das eindeutige Bestimmungsmerkmal: schwächer rot als bei der Steinhummel, aber deutlich farbiger als die weiße Schwanzspitze der Erdhummel.",[17,12316,12317],{},"Im Flug wirkt sie schnell und wendig, mit höherer Flügelfrequenz als die größeren Hummelarten. Wer im März einer kleinen, sehr beweglichen Hummel am Krokus begegnet, hat fast immer eine Wiesenhummel-Königin vor sich.",[41,12319],{},[12,12321,1478],{"id":1477},[17,12323,12324],{},"Der Volkszyklus der Wiesenhummel ist auffällig komprimiert. Wo die Erdhummel von Februar bis Oktober aktiv ist, drängt die Wiesenhummel ihren gesamten Zyklus auf vier bis fünf Monate zusammen.",[115,12326,12327,12335],{},[118,12328,12329],{},[121,12330,12331,12333],{},[124,12332,126],{},[124,12334,129],{},[131,12336,12337,12344,12351,12358,12365,12372,12379,12386],{},[121,12338,12339,12341],{},[136,12340,1506],{},[136,12342,12343],{},"Jungkönigin verlässt Winterquartier, sucht Krokus und Schneeglöckchen für erste Nahrung",[121,12345,12346,12348],{},[136,12347,3272],{},[136,12349,12350],{},"Suche nach Nistplatz — meist oberirdisch, Vogelnistkästen werden inspiziert",[121,12352,12353,12355],{},[136,12354,138],{},[136,12356,12357],{},"Königin legt erste Eier, zieht erste Brut allein auf",[121,12359,12360,12362],{},[136,12361,2135],{},[136,12363,12364],{},"Erste Arbeiterinnen schlüpfen, übernehmen Sammelarbeit, Volk wächst",[121,12366,12367,12369],{},[136,12368,4544],{},[136,12370,12371],{},"Volk auf Maximum (50–120 Tiere), erste Jungköniginnen und Drohnen werden produziert",[121,12373,12374,12376],{},[136,12375,794],{},[136,12377,12378],{},"Paarung, Jungköniginnen suchen Winterquartier",[121,12380,12381,12383],{},[136,12382,805],{},[136,12384,12385],{},"Altvolk stirbt vollständig, nur begattete Jungköniginnen überleben",[121,12387,12388,12391],{},[136,12389,12390],{},"August–Februar",[136,12392,12393],{},"Jungköniginnen in Winterstarre, oft in lockerer Erde unter Laub oder Moos",[17,12395,12396,12397,12400],{},"Diese Eile hat eine Konsequenz für den Pflanzplan: Die Wiesenhummel hat ",[20,12398,12399],{},"nichts vom Spätsommer",". Wer sie fördern will, deckt das Frühjahr ab — Februar, März, April, Mai. Eine Astern-Pracht im September sieht sie schon nicht mehr.",[41,12402],{},[12,12404,2068],{"id":2189},[17,12406,12407,12408,12411],{},"Hier unterscheidet sich die Wiesenhummel deutlich von der Erdhummel: Sie ist eine ",[20,12409,12410],{},"oberirdische Nisterin",". Erdlöcher kommen vor, sind aber die Ausnahme. Bevorzugt werden:",[51,12413,12414,12419,12425,12431,12437],{},[54,12415,12416,12418],{},[20,12417,2203],{}," mit altem Nistmaterial — vor allem Meisenkästen, die im Vorjahr nicht oder erst spät belegt waren",[54,12420,12421,12424],{},[20,12422,12423],{},"Holzstapel"," mit lockeren Hohlräumen und trockenem Mulm",[54,12426,12427,12430],{},[20,12428,12429],{},"Alte Mauselöcher in Trockenmauern"," oder unter Hecken",[54,12432,12433,12436],{},[20,12434,12435],{},"Blumenkästen"," mit dicker Mooseinlage und trockenem Substrat",[54,12438,12439,12442],{},[20,12440,12441],{},"Hohlräume in Fassadenverkleidungen"," und unter Dachvorsprüngen",[17,12444,12445],{},"Auf dem Balkon ist die direkte Nistplatz-Förderung möglich, aber nicht garantiert. Ein Meisenkasten mit 32-mm-Einflugloch, der im März nicht von Vögeln bezogen wird, kann von einer Wiesenhummel-Königin geprüft werden. Mooseinlage im Kasten erhöht die Wahrscheinlichkeit.",[17,12447,12448],{},"Wichtig: Den Nistkasten nicht im Mai oder Juni umhängen, wenn er still wirkt. Hummelnester sind innen sehr leise. Eindeutiges Indiz für Belegung sind dauerhafte An- und Abflüge am Einflugloch.",[41,12450],{},[12,12452,2252],{"id":2251},[17,12454,12455],{},"Die Wiesenhummel ist Generalistin mit einer klaren Frühjahrs-Schlagseite. Der mittellange Rüssel passt auf flache bis mitteltiefe Blüten.",[17,12457,12458],{},[20,12459,12460],{},"Februar–März:",[51,12462,12463,12469,12476,12482],{},[54,12464,7594,12465,12468],{},[24,12466,12467],{},"Crocus"," spp.) — erste verlässliche Pollenquelle",[54,12470,12471,12472,12475],{},"Schneeglöckchen (",[24,12473,12474],{},"Galanthus nivalis",") — Nektar im Vorfrühling",[54,12477,12478,12479,985],{},"Winterling (",[24,12480,12481],{},"Eranthis hyemalis",[54,12483,2289,12484,12486],{},[24,12485,2292],{},") — aus Umfeld, wichtig für Königinnen",[17,12488,12489],{},[20,12490,2260],{},[51,12492,12493,12498,12505,12511,12514],{},[54,12494,2278,12495,12497],{},[24,12496,279],{},") — eine der wichtigsten Frühlingsquellen",[54,12499,2283,12500,267,12502,371],{},[24,12501,266],{},[24,12503,12504],{},"Lamium purpureum",[54,12506,2303,12507,2307,12509,985],{},[24,12508,2306],{},[24,12510,2310],{},[54,12512,12513],{},"Apfel- und Kirschblüten aus dem Umfeld",[54,12515,2343,12516,12518],{},[24,12517,370],{},") — beginnt im späten Mai",[17,12520,12521],{},[20,12522,2298],{},[51,12524,12525,12532,12538,12542],{},[54,12526,2314,12527,267,12529,12531],{},[24,12528,2317],{},[24,12530,2320],{},") — sehr attraktiv",[54,12533,2356,12534,267,12536,985],{},[24,12535,302],{},[24,12537,305],{},[54,12539,2323,12540,1028],{},[24,12541,2326],{},[54,12543,12544],{},"Stauden-Lupinen, Tellerblume",[17,12546,12547],{},"Wer die Wiesenhummel auf dem Balkon haben will, kombiniert mindestens drei Frühjahrsblüher (Krokus + Schneeglöckchen + Lungenkraut) mit einer Mai-Staude (Salbei oder Taubnessel) und einem Beerenstrauch im Kübel — Himbeere im großen Topf funktioniert. Sommerblüher wie Lavendel sind nett, aber kommen für diese Art zu spät.",[41,12549],{},[12,12551,410],{"id":409},[17,12553,12554,12555,12558],{},"Die Wiesenhummel gehört zu den häufigen Arten der deutschen Hummelfauna. Sie steht ",[20,12556,12557],{},"nicht auf der Roten Liste",", ist in Stadt und Land verbreitet und profitiert deutlich von urbanen Habitaten — vor allem von Gärten mit Frühjahrsblühern und vom regelmäßigen Angebot ungenutzter Vogelnistkästen.",[17,12560,12561],{},"Der NABU listet sie als typische Stadtart neben Erdhummel und Steinhummel. Das Bundesamt für Naturschutz verzeichnet stabile bis leicht ansteigende Bestandszahlen.",[17,12563,12564],{},"Die Gefährdungslage ist trotzdem nicht beliebig: Die starke Frühjahrsabhängigkeit macht das Volk anfällig für Kälteperioden im April, die alle Frühblüher verspätet öffnen. In Jahren mit kaltem April und warmem Februar (typisches Klimawandel-Muster) gerät die Wiesenhummel zwischen die Stühle: Königin früh aktiv, Pollenquellen verzögert.",[41,12566],{},[12,12568,456],{"id":455},[17,12570,12571],{},"Drei konkrete Maßnahmen wirken bei der Wiesenhummel überdurchschnittlich:",[1683,12573,12576,12579,12583,12586],{"intro":12574,"title":12575},"Die Wiesenhummel erscheint schon im März und braucht sofort Pollen und Nektar. Außerdem nimmt sie verlassene Vogelnistkästen als Nistplatz an. Diese Produkte unterstützen beide Aspekte.","Empfehlungen für den Wiesenhummel-Balkon",[1688,12577],{"asin":2430,"note":12578,"title":2432},"Ein Meisenkasten mit 32-mm-Einflugloch ist die wichtigste Nistplatz-Förderung für die Wiesenhummel: Wenn keine Meise einzieht, prüft eine Wiesenhummel-Königin den Kasten im März oder April. Alte Mooseinlage erhöht die Annahme-Chance deutlich.",[1688,12580],{"asin":1695,"note":12581,"title":1697,"caveat":12582},"Wiesenblumen wie Klee, Taubnessel und Witwenblume aus einer heimischen Saatgut-Mischung decken die Kerntrachtperiode April bis Juni ab — genau die Phase, in der die Wiesenhummel-Königin ihren Volkaufbau betreibt.","Die Mischung ist für Mai bis Oktober optimiert; Krokus und Schneeglöckchen für den Frühflug im März müssen separat als Zwiebeln gepflanzt werden.",[1688,12584],{"asin":5989,"note":12585,"title":5991},"Der Natternkopf blüht im Frühsommer genau dann, wenn das Wiesenhummel-Volk seine maximale Größe aufbaut und hohen Pollensbedarf hat. Seine röhrenförmigen Blüten passen zum mittellangen Rüssel der Wiesenhummel.",[1688,12587],{"asin":98,"note":12588,"title":2444},"Das Standardwerk zu heimischen Wildbienen enthält auch eine ausführliche Hummel-Systematik mit Bestimmungsmerkmalen — ideal, um Wiesenhummel, Steinhummel und Ackerhummel sicher auseinanderzuhalten.",[423,12590,12591,12597,12603],{},[54,12592,12593,12596],{},[20,12594,12595],{},"Frühjahrsblüher-Mix",": Mindestens 20 Krokuszwiebeln pro mittelgroßem Kasten, ergänzt durch fünf bis acht Schneeglöckchen-Zwiebeln und zwei Lungenkraut-Stauden. Pflanztermin: September\u002FOktober des Vorjahres.",[54,12598,12599,12602],{},[20,12600,12601],{},"Vogelnistkasten als Hummelhabitat",": Ein Meisenkasten mit 32-mm-Einflugloch, halbschattig gehängt, im März mit lockerer Mooseinlage versorgen. Wenn keine Meise einzieht, ist die Wahrscheinlichkeit für eine Wiesenhummel-Königin spürbar.",[54,12604,12605,12608],{},[20,12606,12607],{},"Spätsommer-Ruhe",": Anders als bei Erdhummel oder Honigbiene braucht die Wiesenhummel den Spätsommer nicht. Wer im Juli den Balkon kurz reduziert (Astern erst im September), tut der Art keinen Schaden — sie ist dann schon fertig.",[17,12610,12611],{},"Ein Beerenstrauch im großen Kübel — Himbeere oder Brombeere — schließt die Lücke zwischen Frühjahr und Frühsommer und ist gleichzeitig Nahrung für den Menschen.",[41,12613],{},[12,12615,497],{"id":496},[17,12617,12618,12622],{},[20,12619,2501,12620,985],{},[24,12621,2504],{},": ebenfalls mit roter Schwanzspitze, aber deutlich größer (Königin bis 24 mm), komplett schwarzer Thorax und Hinterleib ohne gelbe Bänder, und das Rot ist intensiver und matter. Steinhummel-Arbeiterinnen sind nie kleiner als 12 mm.",[17,12624,12625,12629,12630,12632],{},[20,12626,2476,12627,985],{},[24,12628,2479],{},": ähnliches Bandmuster (schwarz mit gelben Querbändern), aber ",[20,12631,2047],{},", größer und massiger gebaut. Erdhummel-Königinnen sind 20–22 mm gegenüber 15–17 mm bei der Wiesenhummel.",[17,12634,12635,12641],{},[20,12636,12637,12638,985],{},"Gartenhummel (",[24,12639,12640],{},"Bombus hortorum",": drei gelbe Bänder statt zwei, sehr langer Rüssel (oft im Rittersporn), weiße Schwanzspitze. Größenmäßig zwischen Wiesen- und Erdhummel.",[17,12643,12644,12648],{},[20,12645,507,12646,985],{},[24,12647,26],{},": komplett braunorange ohne deutliche schwarze Bänderung, Schwanzspitze nicht rot. Lange Aktivitätsperiode bis Oktober — wer eine kleine rötliche Hummel im August sieht, hat fast nie eine Wiesenhummel.",[41,12650],{},[12,12652,547],{"id":546},[17,12654,12655],{},"Wer eine kleine Hummel im März am Krokus sieht, hat fast immer eine Wiesenhummel-Königin vor sich. Andere Arten sind zu diesem Zeitpunkt entweder größer (Erd-, Stein-, Gartenhummel) oder noch nicht aktiv. Die Kombination aus geringer Größe, früher Aktivität und rotoranger Schwanzspitze ist eindeutig.",[17,12657,12658],{},"Wenn ein Vogelnistkasten im April plötzlich von kleinen Hummeln angeflogen wird, lohnt sich die Beobachtung über mehrere Tage. Konstanter Verkehr — Anflug mit Pollenhöschen, Abflug ohne — ist ein klares Indiz für eine Königin im Nistaufbau. Den Kasten dann in Ruhe lassen, nicht öffnen, nicht umhängen. Die Belegungsdauer ist mit drei bis vier Monaten überschaubar; im August ist das Volk meist schon weg, und der Kasten kann wieder als Vogelkasten dienen.",[17,12660,12661],{},"Was tun, wenn eine Wiesenhummel im März erschöpft auf dem Balkon liegt? Genau das, was auch bei Erdhummeln hilft: Teelöffel mit 50:50 Wasser-Zucker-Lösung danebenstellen, nicht direkt füttern, abwarten. Die meisten Königinnen erholen sich in 10–20 Minuten. Honig dagegen ist keine Option — er kann Krankheitserreger anderer Bienenvölker übertragen.",[17,12663,12664],{},"Und schließlich: Wer keine Wiesenhummel sieht, hat keinen schlechten Balkon. Die Art ist stark frühjahrsabhängig und tritt regional sehr ungleich auf. Wo Vogelnistkästen fehlen und Krokus-Pflanzungen rar sind, fehlt sie häufiger. Das ist ein Hinweis aufs Umfeld, nicht aufs eigene Bemühen.",[17,12666,12667],{},"Eine letzte praktische Nebennotiz: Wiesenhummel-Königinnen lassen sich gut zählen, wenn man im März bewusst hinschaut. Zwischen 11 und 15 Uhr an einem windstillen Sonnentag sind die Anflüge auf Krokus-Beete am dichtesten. Wer drei oder vier Königinnen in einer Stunde zählt, hat ein gutes lokales Vorkommen. Eine einzelne Königin ist auch nicht enttäuschend — eine Königin entspricht potenziell einem Volk mit 100 Tieren ab Juni. Notieren lohnt sich: Datum, Uhrzeit, Temperatur, gezählte Tiere. Über drei Jahre entsteht ein eigener Mikro-Datensatz, der lokale Klimaverschiebungen sichtbarer macht als jede Jahresstatistik.",[17,12669,12670],{},"Die Wiesenhummel ist damit eine ideale Einstiegsart für Balkon-Beobachtung: klein genug, dass man hinschauen muss, früh genug, dass sie keine Konkurrenz von anderen Hummelarten hat, und kurz genug, dass die Beobachtungssaison überschaubar bleibt. Wer im Juli zurückblickt und sagt: \"Die habe ich gesehen\" — der hat ein konkretes Stück heimische Biodiversität direkt am Geländer dokumentiert.",{"title":587,"searchDepth":588,"depth":588,"links":12672},[12673,12674,12675,12676,12677,12678,12679,12680,12681],{"id":12201,"depth":588,"text":12202},{"id":45,"depth":588,"text":46},{"id":1477,"depth":588,"text":1478},{"id":2189,"depth":588,"text":2068},{"id":2251,"depth":588,"text":2252},{"id":409,"depth":588,"text":410},{"id":455,"depth":588,"text":456},{"id":496,"depth":588,"text":497},{"id":546,"depth":588,"text":547},"Eine der kleinsten heimischen Hummeln und eine der ersten im Jahr. Kurzlebiges Volk von März bis Juli, rotorange Schwanzspitze, nistet oft in Vogelkästen.",[12684,12687,12690,12693,12696,12699],{"q":12685,"a":12686},"Wie erkenne ich die Wiesenhummel?","Klein (10–17 mm), schwarz mit zwei gelben Querbändern auf Thorax und Hinterleib und einer auffällig rotorangefarbenen Schwanzspitze. Deutlich kleiner als Erdhummel oder Steinhummel.",{"q":12688,"a":12689},"Warum endet das Volk schon im Juli?","Die Wiesenhummel hat einen der kürzesten Volkszyklen aller heimischen Hummeln. Die Königin gründet im März, das Volk wächst rasch auf 50–120 Tiere und produziert schon im Juni Jungköniginnen. Bis Juli ist meist alles vorbei.",{"q":12691,"a":12692},"Nistet sie wirklich in Vogelkästen?","Ja. Verlassene oder ungenutzte Meisenkästen mit altem Nistmaterial sind ein bevorzugter Nistplatz. Wer einen Nistkasten im Frühjahr leert und neues Moos einbringt, kann eine Königin im März\u002FApril einziehen sehen.",{"q":12694,"a":12695},"Sticht die Wiesenhummel?","Arbeiterinnen können stechen, sind aber sehr friedfertig. Drohnen haben keinen Stachel. Nur bei direkter Bedrohung des Nests reagiert die Wiesenhummel — und das deutlich seltener als die Baumhummel.",{"q":12697,"a":12698},"Was pflanze ich, damit sie kommt?","Frühjahrsblüher haben Priorität: Krokus, Schneeglöckchen, Winterling, Lungenkraut, Taubnessel. Im Mai folgen Himbeere, Brombeere, Salbei und Acker-Witwenblume. Sommer- und Herbstblüher sind für diese Art zweitrangig.",{"q":12700,"a":12701},"Verwechslung mit Steinhummel möglich?","Beide haben eine rötliche Schwanzspitze, aber die Steinhummel (Bombus lapidarius) ist deutlich größer (Königin bis 24 mm), schwarz ohne gelbe Bänder und mit kräftig roter — nicht rotoranger — Schwanzspitze.","10–17 mm (Königin am größten)",[12704,12705,12706,12707,12708],"Krokus und Schneeglöckchen im Februar\u002FMärz","Lungenkraut (Pulmonaria) im April","Himbeer- und Brombeerblüten im Mai","Vogelnistkasten mit 32 mm Loch hängen lassen","Taubnessel und Klee dulden","\u002Fimages\u002Fcontent\u002Fwiesenhummel.jpeg","Wiesenhummel (Bombus pratorum) — klein, mit gelbem Halsband, schwarzem Thoraxband, zitronengelbem Hinterleibsband und leuchtend orangeroter Schwanzspitze an einer Rotklee-Blüte.",{},"Wiesenhummel","Oberirdisch: Vogelnistkästen, Holzstapel, alte Mauselöcher, Mooseinlagen","\u002Ftierfuehrer\u002Fwiesenhummel",{"title":12195,"description":587},[12717,12718,12721,12722],{"title":647,"url":648,"kind":649,"publisher":650,"year":651},{"title":12719,"url":12720,"kind":655,"publisher":656,"year":651},"Wiesenhummel (Bombus pratorum) — Wikipedia","https:\u002F\u002Fde.wikipedia.org\u002Fwiki\u002FWiesenhummel",{"title":658,"url":659,"kind":660,"publisher":661,"year":651},{"title":12723,"url":12724,"kind":649,"publisher":665,"year":651},"Die Wiesenhummel","https:\u002F\u002Fberlin.nabu.de\u002Ftiere-und-pflanzen\u002Finsekten\u002Farten\u002Fhautfluegler\u002Fhummeln\u002F29316.html","tierfuehrer\u002Fwiesenhummel","zdixbTyvaopvztJa-fePpLa80uail3NW80oJ-oUF2DI",{"id":12728,"title":12729,"aktiv":12730,"body":12731,"desc":13240,"description":587,"extension":608,"faq":13241,"groesse":12170,"group":1364,"helps":13255,"image":13260,"imageAlt":13261,"latin":12744,"meta":13262,"name":13263,"navigation":640,"nistplatz":13264,"path":13265,"schutz":1377,"seo":13266,"sources":13267,"stem":13277,"__hash__":13278},"tierfuehrer\u002Ftierfuehrer\u002Fzitronenfalter.md","Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) — Tierführer","Februar – Oktober (mit Winterpause als Imago)",{"type":9,"value":12732,"toc":13224},[12733,12737,12746,12749,12751,12753,12816,12826,12828,12832,12835,12838,12855,12866,12882,12884,12888,12895,12898,12910,12913,12916,13037,13042,13044,13046,13055,13058,13066,13069,13080,13087,13089,13091,13098,13117,13120,13151,13154,13156,13158,13167,13176,13185,13187,13189,13193,13196,13200,13203,13207,13210,13214,13217,13221],[12,12734,12736],{"id":12735},"der-falter-der-fast-ein-jahr-lebt","Der Falter, der fast ein Jahr lebt",[17,12738,12739],{},[20,12740,12741,12742,12745],{},"Der Zitronenfalter (",[24,12743,12744],{},"Gonepteryx rhamni",") ist eine Ausnahme unter den heimischen Tagfaltern: Sein Imago — der erwachsene Falter — lebt bis zu zwölf Monate. Kein anderer mitteleuropäischer Schmetterling kommt auch nur in die Nähe dieser Spanne.",[17,12747,12748],{},"Wer im Februar bei plötzlicher Sonne einen leuchtend gelben Falter über den Balkon ziehen sieht, sieht meistens diesen. Er hat den Winter überlebt, oft frei unter freiem Himmel, und nutzt jeden warmen Tag.",[41,12750],{},[12,12752,46],{"id":45},[115,12754,12755,12763],{},[118,12756,12757],{},[121,12758,12759,12761],{},[124,12760,1739],{},[124,12762,2001],{},[131,12764,12765,12772,12779,12786,12794,12802,12809],{},[121,12766,12767,12769],{},[136,12768,3166],{},[136,12770,12771],{},"50–60 mm",[121,12773,12774,12776],{},[136,12775,8190],{},[136,12777,12778],{},"Leuchtend zitronengelb, ein orangefarbener Punkt je Flügel",[121,12780,12781,12783],{},[136,12782,8193],{},[136,12784,12785],{},"Blasser, grünlich-weißlich — oft mit Kohlweißling verwechselt",[121,12787,12788,12791],{},[136,12789,12790],{},"Flügelform",[136,12792,12793],{},"Spitz auslaufend, hakig — Tarnung als Blatt",[121,12795,12796,12799],{},[136,12797,12798],{},"Lebensdauer Imago",[136,12800,12801],{},"Bis zu 12 Monate — Rekord unter Europas Tagfaltern",[121,12803,12804,12806],{},[136,12805,2076],{},[136,12807,12808],{},"Ungefährdet, Bestandstrend stabil bis leicht steigend",[121,12810,12811,12813],{},[136,12812,10153],{},[136,12814,12815],{},"Nicht gelistet — Klimagewinner",[17,12817,12818,12819,90,12822,12825],{},"Der Männchen-Name ist Programm: Das satte Zitronengelb ist Geschlechts-Erkennungssignal. Weibchen erscheinen so blass, dass sie häufig mit dem ",[20,12820,12821],{},"Großen Kohlweißling",[24,12823,12824],{},"Pieris brassicae",") verwechselt werden — das bessere Bestimmungsmerkmal ist die spitze, hakige Flügelform und der orangefarbene Punkt.",[41,12827],{},[12,12829,12831],{"id":12830},"lebenszyklus-überwinterung-als-imago","Lebenszyklus — Überwinterung als Imago",[17,12833,12834],{},"Die meisten heimischen Falter überwintern als Ei, Raupe oder Puppe. Der Zitronenfalter macht es anders: Er überwintert als ausgewachsener Falter, oft komplett ungeschützt.",[17,12836,12837],{},"Typische Winterverstecke:",[51,12839,12840,12846,12849,12852],{},[54,12841,12842,12845],{},[20,12843,12844],{},"Efeu-Polster"," an Hauswänden und Bäumen (häufigste Wahl)",[54,12847,12848],{},"Brennnesselhorste und vertrocknete Stängel",[54,12850,12851],{},"Holzstapel und Reisighaufen",[54,12853,12854],{},"Selten: Schuppen, offene Carports",[17,12856,12857,12858,12861,12862,12865],{},"Im Körper bildet ",[24,12859,12860],{},"G. rhamni"," hohe Konzentrationen von ",[20,12863,12864],{},"Glycerin und Sorbitol"," — körpereigene Frostschutzmittel. Damit übersteht der Falter Temperaturen bis −20 °C. Bei Frost wirkt er starr, fast tot. Steigt die Temperatur über etwa 10 °C und scheint die Sonne, wacht er auf und fliegt — auch im Februar.",[17,12867,12868,12869,1121,12875,12881],{},"Eiablage: April–Mai. Das Weibchen klebt einzelne Eier ausschließlich an junge Triebe von ",[20,12870,12871,12872,985],{},"Faulbaum (",[24,12873,12874],{},"Rhamnus frangula",[20,12876,12877,12878,985],{},"Kreuzdorn (",[24,12879,12880],{},"Rhamnus cathartica",". Die Raupen sind grün, gut getarnt, fressen sechs bis acht Wochen und verpuppen sich an der Wirtspflanze. Die neue Generation schlüpft im Hochsommer — und überwintert dann als Imago.",[41,12883],{},[12,12885,12887],{"id":12886},"wirtspflanzen-und-nahrung","Wirtspflanzen und Nahrung",[17,12889,12890,12891,12894],{},"Hier liegt die ökologische Klemme: Die Raupen sind ",[20,12892,12893],{},"streng oligophag"," auf zwei Sträucher beschränkt.",[17,12896,12897],{},"Wirtspflanzen für Eiablage:",[51,12899,12900,12905],{},[54,12901,12871,12902,12904],{},[24,12903,12874],{},") — heimisch, feuchter Boden, bis 3 m",[54,12906,12877,12907,12909],{},[24,12908,12880],{},") — heimisch, trockener Boden, bis 4 m",[17,12911,12912],{},"Beides sind ausgewachsene Sträucher. Für einen Balkon sind sie zu groß — keine Balkonbepflanzung wird in Reichweite einer Eiablage liegen. Wer den Zitronenfalter unterstützen will, denkt eine Etage weiter: Hinterhof, Pflanzgemeinschaft, Schrebergarten, Schulhof.",[17,12914,12915],{},"Nektar für die adulten Falter — und hier hilft jeder Balkon:",[115,12917,12918,12929],{},[118,12919,12920],{},[121,12921,12922,12924,12926],{},[124,12923,954],{},[124,12925,957],{},[124,12927,12928],{},"Wert für Zitronenfalter",[131,12930,12931,12942,12954,12967,12978,12990,13001,13013,13025],{},[121,12932,12933,12937,12939],{},[136,12934,7594,12935,985],{},[24,12936,12467],{},[136,12938,3261],{},[136,12940,12941],{},"Sehr hoch — eine der ersten Frühnektar-Quellen",[121,12943,12944,12949,12951],{},[136,12945,12946,12947,985],{},"Weidenkätzchen (",[24,12948,11337],{},[136,12950,3272],{},[136,12952,12953],{},"Sehr hoch nach Winterpause",[121,12955,12956,12961,12964],{},[136,12957,12471,12958,985],{},[24,12959,12960],{},"Galanthus",[136,12962,12963],{},"Februar",[136,12965,12966],{},"Hoch — bei Frühflug",[121,12968,12969,12974,12976],{},[136,12970,2349,12971,985],{},[24,12972,12973],{},"Lavandula",[136,12975,162],{},[136,12977,10295],{},[121,12979,12980,12985,12987],{},[136,12981,12982,12983,985],{},"Witwenblume (",[24,12984,370],{},[136,12986,1002],{},[136,12988,12989],{},"Sehr hoch — heimisch",[121,12991,12992,12997,12999],{},[136,12993,3538,12994,985],{},[24,12995,12996],{},"Scabiosa",[136,12998,1002],{},[136,13000,10284],{},[121,13002,13003,13008,13011],{},[136,13004,13005,13006,985],{},"Rotklee (",[24,13007,2317],{},[136,13009,13010],{},"Mai–September",[136,13012,1033],{},[121,13014,13015,13021,13023],{},[136,13016,13017,13018,985],{},"Greiskraut (",[24,13019,13020],{},"Senecio",[136,13022,1016],{},[136,13024,10295],{},[121,13026,13027,13033,13035],{},[136,13028,995,13029,267,13031,985],{},[24,13030,379],{},[24,13032,382],{},[136,13034,1002],{},[136,13036,10284],{},[17,13038,1048,13039,13041],{},[24,13040,1087],{},") wird gerne angeflogen, ist aber Neophyt. Wo Witwenblume oder Skabiose in heimischer Form möglich sind, leisten die ökologisch deutlich mehr.",[41,13043],{},[12,13045,410],{"id":409},[17,13047,13048,13049,13051,13052,36],{},"Der Zitronenfalter ist in Deutschland ",[20,13050,416],{},". Bundesamt für Naturschutz und NABU sehen ihn als einen der wenigen heimischen Tagfalter mit ",[20,13053,13054],{},"stabilem bis leicht steigendem Trend",[17,13056,13057],{},"Zwei Gründe dafür:",[423,13059,13060,13063],{},[54,13061,13062],{},"Die lange Imago-Lebensdauer puffert schlechte Saisons. Wer ein Jahr alt wird, übersteht auch ein verregnetes Frühjahr.",[54,13064,13065],{},"Faulbaum und Kreuzdorn sind durch Hecken-Pflanzaktionen und renaturierte Waldränder häufiger geworden, nicht seltener.",[17,13067,13068],{},"Was ihn dennoch schwächen kann:",[51,13070,13071,13074,13077],{},[54,13072,13073],{},"Pestizide auf Faulbaum (selten, aber dokumentiert in Obstanlagen mit Hecken-Nähe)",[54,13075,13076],{},"Frühes Roden alter Efeu-Polster im Winter — zerstört Winterquartiere",[54,13078,13079],{},"Verlust ungestörter Saumvegetation (Brennnesselhorste)",[17,13081,13082,13083,13086],{},"Der Zitronenfalter ist klar ein ",[20,13084,13085],{},"Klimagewinner",": Mildere Winter helfen, längere Aktivitätsfenster im Frühjahr und Herbst auch.",[41,13088],{},[12,13090,456],{"id":455},[17,13092,13093,13094,13097],{},"Direkt Raupen ziehen geht nicht — die Wirtssträucher passen nicht in den Topf. Der Balkon ist aber wertvoll als ",[20,13095,13096],{},"Frühjahrs-Tankstelle",", gerade nach der Winterruhe, wenn fast nichts blüht.",[1683,13099,13102,13106,13109,13112],{"intro":13100,"title":13101},"Der Zitronenfalter braucht vor allem frühe Nektarquellen und einen sicheren Beobachtungsort. Diese Produkte helfen konkret.","Empfehlungen für den Zitronenfalter-Balkon",[1688,13103],{"asin":1695,"note":13104,"title":1697,"caveat":13105},"Eine Mischung mit heimischen Witwenblumen, Skabiosen und Klee deckt genau den Früh- bis Hochsommer ab, in dem der Zitronenfalter nach seiner Winterpause aktiv nektart. Wichtig: keine Zierformen, nur offen erreichbare Blüten.","Krokus und Schneeglöckchen sind für den Frühflug wichtiger — die Mischung ergänzt, ersetzt diese nicht.",[1688,13107],{"asin":5989,"note":13108,"title":5991},"Der Natternkopf ist eine der beliebtesten Nektar-Wildpflanzen und blüht über Wochen im Hochsommer — genau dann, wenn der Zitronenfalter seinen Energiehaushalt vor dem Herbsteinzug auffüllt.",[1688,13110],{"asin":737,"note":13111,"title":738},"Das Standardbestimmungsbuch für heimische Tagfalter ermöglicht die sichere Unterscheidung von Zitronenfalter, Kohlweißling und Postillon — und liefert Hintergrundwissen zu Wirtspflanzen und Schutzstatus aller heimischen Arten.",[1688,13113],{"asin":13114,"note":13115,"title":13116},"B086L8S3YF","Eine flache Schale mit Glasmurmeln und wenig Wasser dient nicht nur Wildbienen, sondern auch Faltern als sichere Trinkhilfe, ohne Ertrinkungsrisiko. Im August und September, wenn der Zitronenfalter letzte Reserven aufbaut, ist ein niedrigschwelliger Tränkenpunkt wertvoll.","com-four Glasmurmeln-Set, 100 Stück (Bienentränke)",[17,13118,13119],{},"Konkrete Maßnahmen:",[51,13121,13122,13128,13137,13143,13148],{},[54,13123,13124,13127],{},[20,13125,13126],{},"Krokus, Schneeglöckchen, Winterling"," als Zwiebel im Topf — pflanzen im Oktober, blühen Februar bis März",[54,13129,13130,13133,13134,13136],{},[20,13131,13132],{},"Weidenkätzchen-Zweige"," in der Vase oder als kleine Kübel-Weide (Salweide, ",[24,13135,2292],{},", lässt sich klein halten)",[54,13138,13139,13142],{},[20,13140,13141],{},"Witwenblume und Skabiose"," im 5-L-Kübel — heimisch, mehrjährig, blühen lang",[54,13144,13145,13147],{},[20,13146,397],{}," an Mauer oder Rankgitter dulden — potenzielles Winterquartier",[54,13149,13150],{},"Pestizidfrei: Insektizide auf Balkonblüten töten überwinternde Falter direkt",[17,13152,13153],{},"Wer im März bei plötzlicher Sonne aufpasst, sieht ihn oft schon: Das satte Gelb ist auf braunem Februar-Hintergrund nicht zu übersehen.",[41,13155],{},[12,13157,497],{"id":496},[17,13159,13160,13163,13164,13166],{},[20,13161,13162],{},"Männchen vs. Weibchen."," Männchen leuchtend zitronengelb, Weibchen grünlich-blass. Im Flug verwechselt man Weibchen leicht mit dem ",[20,13165,12821],{}," — entscheidend ist die spitze, hakige Flügelform und der kleine orangefarbene Punkt mittig auf jedem Flügel.",[17,13168,13169,13175],{},[20,13170,13171,13172,893],{},"Zitronenfalter vs. Postillon (",[24,13173,13174],{},"Colias croceus"," Der Postillon ist ein Wanderfalter aus dem Mittelmeerraum, der in warmen Jahren bis nach Deutschland zieht. Farbe ist ähnlich gelb-orange, aber die Flügelränder sind dunkel gesäumt, die Flügelform abgerundet. Postillon im Garten ist Spätsommer-Ereignis, Zitronenfalter eher Frühjahr.",[17,13177,13178,13181,13182,13184],{},[20,13179,13180],{},"Sitzhaltung."," Der Zitronenfalter klappt seine Flügel beim Sitzen ",[24,13183,11008],{}," zusammen — die Unterseite ist matt grünlich und blatt-ähnlich, perfekte Tarnung. Wer einen sitzenden gelben Falter mit offenen Flügeln sieht, sieht keinen Zitronenfalter.",[41,13186],{},[12,13188,547],{"id":546},[549,13190,13192],{"id":13191},"wie-alt-wird-ein-zitronenfalter-wirklich","Wie alt wird ein Zitronenfalter wirklich?",[17,13194,13195],{},"Die Imago-Lebensdauer reicht von neun bis zwölf Monaten — eine Größenordnung über jedem anderen heimischen Tagfalter. Der Falter, der im Juli schlüpft, ist derselbe, der im April des Folgejahres die ersten Eier ablegt. Das macht ihn zur biologischen Ausnahme: Er überdauert eine komplette Winterruhe als ausgewachsenes Insekt.",[549,13197,13199],{"id":13198},"warum-fliegt-er-schon-im-februar","Warum fliegt er schon im Februar?",[17,13201,13202],{},"Weil er den Winter als Imago übersteht, nicht erst als Puppe entwickelt werden muss. Sobald die Sonne ein Versteck im Efeu oder Reisighaufen auf etwa 10 °C erwärmt, wird er aktiv. Frühe Krokus- und Weidenkätzchen-Blüten sind dann seine einzige Nektarquelle.",[549,13204,13206],{"id":13205},"kann-ich-raupen-auf-dem-balkon-halten","Kann ich Raupen auf dem Balkon halten?",[17,13208,13209],{},"Praktisch nein. Die Eiablage findet ausschließlich an Faulbaum oder Kreuzdorn statt — beides Sträucher, die im Topf nicht artgerecht zu halten sind. Wer Raupen-Förderung will, pflanzt diese Sträucher im Garten, Hinterhof oder Schrebergarten. Auf dem Balkon ist der Beitrag der Nektar-Tankstelle.",[549,13211,13213],{"id":13212},"wie-schaffe-ich-winterquartiere","Wie schaffe ich Winterquartiere?",[17,13215,13216],{},"Efeu an Hauswand oder Rankgitter dulden — das ist die wichtigste Maßnahme. Holzstapel, Reisighaufen und vertrocknete Stauden über den Winter stehen lassen, nicht im Herbst „aufräumen\". Auf dem Balkon: Kübel mit Efeu oder dichtem Immergrün, vertrocknete Sommerstauden bis März stehen lassen.",[549,13218,13220],{"id":13219},"ist-der-zitronenfalter-wirklich-ein-klimagewinner","Ist der Zitronenfalter wirklich ein Klimagewinner?",[17,13222,13223],{},"Soweit aktuell dokumentiert ja. Bestandserhebungen seit den 1990ern zeigen einen leicht steigenden Trend, und seine Toleranz für mildere Winter sowie das längere Aktivitätsfenster passen gut zu wärmeren Frühjahren. Das gilt nicht für viele Falter — die meisten sind Klimaverlierer.",{"title":587,"searchDepth":588,"depth":588,"links":13225},[13226,13227,13228,13229,13230,13231,13232,13233],{"id":12735,"depth":588,"text":12736},{"id":45,"depth":588,"text":46},{"id":12830,"depth":588,"text":12831},{"id":12886,"depth":588,"text":12887},{"id":409,"depth":588,"text":410},{"id":455,"depth":588,"text":456},{"id":496,"depth":588,"text":497},{"id":546,"depth":588,"text":547,"children":13234},[13235,13236,13237,13238,13239],{"id":13191,"depth":602,"text":13192},{"id":13198,"depth":602,"text":13199},{"id":13205,"depth":602,"text":13206},{"id":13212,"depth":602,"text":13213},{"id":13219,"depth":602,"text":13220},"Einer der langlebigsten Tagfalter Europas. Imago lebt fast ein Jahr, überwintert frei im Efeu, fliegt schon im Februar bei Sonne. Klimagewinner.",[13242,13244,13246,13249,13252],{"q":13192,"a":13243},"Die Imago-Lebensdauer reicht von neun bis zwölf Monaten — eine Größenordnung über jedem anderen heimischen Tagfalter. Der Falter, der im Juli schlüpft, ist derselbe, der im April des Folgejahres die ersten Eier ablegt.",{"q":13245,"a":13202},"Warum fliegt der Zitronenfalter schon im Februar?",{"q":13247,"a":13248},"Wie unterscheide ich den Zitronenfalter vom Großen Kohlweißling?","Das entscheidende Merkmal ist die spitze, hakige Flügelform des Zitronenfalters und der kleine orangefarbene Punkt mittig auf jedem Flügel. Männchen sind leuchtend zitronengelb, Weibchen grünlich-blass und werden am ehesten mit dem Kohlweißling verwechselt.",{"q":13250,"a":13251},"Kann ich Raupen des Zitronenfalters auf dem Balkon halten?","Praktisch nein. Die Eiablage findet ausschließlich an Faulbaum oder Kreuzdorn statt — beides Sträucher, die im Topf nicht artgerecht zu halten sind. Auf dem Balkon ist der Beitrag die Nektar-Tankstelle, besonders durch früh blühende Pflanzen wie Krokus und Weidenkätzchen.",{"q":13253,"a":13254},"Wie schaffe ich Winterquartiere für den Zitronenfalter?","Efeu an Hauswand oder Rankgitter dulden ist die wichtigste Maßnahme. Holzstapel, Reisighaufen und vertrocknete Stauden sollten über den Winter stehen bleiben. Ein im Zimmer aufgefundener Falter sollte in einen kühlen Kellerraum (0–5 °C) umgesetzt werden — nicht nach draußen bei Frost.",[13256,11334,4311,13257,13258,13259],"Krokus (Frühnektar)","Skabiose","Witwenblume","Rotklee","\u002Fimages\u002Fcontent\u002Fzitronenfalter.jpeg","Männlicher Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) mit leuchtend gelben, hakenförmig zugespitzten Flügeln und je einem orangefarbenen Punkt sitzt mit geschlossenen Flügeln auf einer Krokus-Blüte im Spätwinter.",{},"Zitronenfalter","Faulbaum und Kreuzdorn (*Rhamnus*) als Wirtspflanzen; Überwinterung in Efeu, Brennnesselhorsten, Holzstapeln","\u002Ftierfuehrer\u002Fzitronenfalter",{"title":12729,"description":587},[13268,13271,13274],{"title":13269,"url":13270,"kind":649,"publisher":665,"year":651},"Frühlingsbote mit eingebautem Frostschutz — Zitronenfalter-Porträt","https:\u002F\u002Fwww.nabu.de\u002Ftiere-und-pflanzen\u002Finsekten-und-spinnen\u002Fschmetterlinge\u002Ftagfalter\u002F04431.html",{"title":13272,"url":13273,"kind":655,"publisher":656,"year":651},"Zitronenfalter (Gonepteryx rhamni) — Wikipedia","https:\u002F\u002Fde.wikipedia.org\u002Fwiki\u002FZitronenfalter",{"title":13275,"url":13276,"kind":660,"publisher":1389,"year":651},"NaBiV Heft 170\u002F11: Rote Liste und Gesamtartenliste der Tagfalter und Widderchen Deutschlands","https:\u002F\u002Fwww.bfn.de\u002Fpublikationen\u002Fschriftenreihe-naturschutz-biologische-vielfalt\u002Fnabiv-heft-17011-rote-liste-und","tierfuehrer\u002Fzitronenfalter","_vMay_0S3B8VgVZ53ciJ2Bb3FtDPgNKZ8yyU6mNoPA4",1779086702540]